Hyundai Veloster (FS)Seit 2011

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(1 Testberichte)
Hyundai Veloster (FS) Bewertung 4.1/5 basierend auf 1 Testberichte.
Preis
für Veloster 1.6 DCT (Benzin, 140 PS)
Fahrzeugeinordnung

Der Hyundai Veloster ist ein Sportcoupé das seinen größten Konkurrenten wohl im VW Scirocco sieht. Er wurde als Großserienmodell erstmals auf der Auto Show in Detroit Anfang 2011 gezeigt. Die offizielle Markteinführung in Deutschland folgte im September.

Neben seinem betont dynamischen Heckdesign bietet der Koreaner ein echtes Alleinstellungsmerkmal: Er ist ein Dreitürer. Dies erreicht er nicht wie andere Schrägheckmodelle durch das Mitzählen der Heckklappe, sondern durch eine asymmetrische Auslegung. Der großen Tür auf der Fahrerseite stehen zwei kleinere Türen auf der Beifahrerseite gegenüber. Das soll den Zugang nach hinten erleichtern, ändert aber nichts daran, dass die Platzverhältnisse den Veloster nur zum 2+2-Sitzer qualifizieren.

Im Zuge verschiedener Modellpflegemaßnahmen, zuletzt 2015, erhielt der 4,25 Meter lange Veloster einen stärkeren Motor mit Turboaufladung und das neue Hyundai-Familiengesicht mit dem großen Hexagonal-Kühlergrill, der sich in diesem Fall besonders groß, aber mit abgerundeten Kanten präsentiert. Zu den Konkurrenten zählen neben dem aktuellen VW Scirocco auch im eigenen Hause das Hyundai i30 Coupé, das mit demselben Motor lieferbar ist.

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Stärken
  • individuelles Design
  • praktische Zusatztür auf der Beifahrerseite
  • gute Serienausstattung
  • fünf Jahre Garantie
Schwächen
  • schlechte Übersichtlichkeit
  • kaum Assistenzsysteme
  • relativ hoher Verbrauch
Daten
Motorenwerte
Leistung
103 kW / 140 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
10,3 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
200 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
- g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
- l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
-

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Seite dynamisch gelb
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Front schräg dynamisch gelb
  • Hyundai Veloster FS Innenansicht Detail statisch schwarz Startknopf
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Detail statisch gelb Scheinwerfer
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Seite statisch gelb
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Heck schräg dynamisch gelb
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Front statisch gelb
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Heck statisch gelb
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Detail statisch gelb Felge
  • Hyundai Veloster FS Innenansicht statisch schwarz
  • Hyundai Veloster FS Aussenansicht Draufsicht statisch gelb
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Seit Jahren ist nun vom Siegeszug der Koreaner auf dem Automarkt die Rede. Doch nicht alles, was Hyundai & Co. anpacken, wird automatisch zum Verkaufserfolg. Vom Veloster wurden im Jahr 2015 in Deutschland gerade einmal 143 Exemplare zugelassen. Auch wenn die Gattung Sportcoupé insgesamt ein wenig schwächelt, ist das ernüchternd wenig.

Gibt es dafür objektive Gründe? Nun, der zunächst angebotene 140-PS-Sauger war etwas lahm, der aktuelle 186-PS-Turbo ist relativ durstig. Zudem erweist sich das Fahrwerk als betont straff, ohne dabei sportwagenhafte Agilität zu bieten. Auf der anderen Seite macht die Karosserie des Veloster mit dem neuerdings großen Hyundai-Schlund und dem bulligen Heck schon einiges her.

Wahrscheinlich liegt der ausgebliebene Verkaufserfolg des Veloster schlicht daran, dass Sportcoupés etwas für Fans sind. Falls Hyundai schon markentreue Fans haben sollte, dann greifen die im Augenblick lieber zum trendigen SUV Tucson. Auch den gibt es mit dem 1,6-Liter-Turbo.

Communitybewertungen

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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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derpathfinder am 6. Juni 2012

„Ich will den Veloster gar nicht weiter empfehlen. Ihr anderen fahrt lieber andere Fahrzeuge.“

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Motoren

Motoren

Der 186-PS-Turbo, der dem Veloster als einzige Antriebsquelle dient, bedeutet einen großen Fortschritt gegenüber dem 140-PS-Vorgänger, der hohe Drehzahlen brauchte. Ein echter Sportmotor könnte aber noch mehr Punch bieten und ein emotionaleres Klangbild.

  • Vierzylinder-Turbo (Benzin)
  • Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gegen Aufpreis
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Sicherheit

Sicherheit

Der Hyundai Veloster ist ein sicheres Fahrzeug, wie fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest belegen. Allerdings hat es Hyundai versäumt, bei der Modellpflege moderne Assistenzsysteme nachzulegen. Für ein sportliches Auto mit fast 25.000 Euro Grundpreis ist das ein bisschen dürftig.

  • sechs Airbags
  • Nebelscheinwerfer
  • aktive Kopfstützen vorn
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

Der Hyundai Veloster bietet in der 24.990 Euro teuren Basisversion eine umfangreiche Ausstattung, die den Standard anderer Sportcoupés dieser Preisklasse übertrifft. Wer allerdings Features wie Xenon-Scheinwerfer oder eine Geschwindigkeitsregelanlage haben möchte, muss zwingend zur zweiten Ausstattungslinie Premium greifen, da Einzelextras für die Basisversion kaum verfügbar sind. Mehr Licht in den Innenraum bringt auf Wunsch ein Glasdach, das sich sogar öffnen lässt.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Klimaanlage
  • Leichtmetallfelgen
  • Parksensoren hinten
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Der Hyundai Veloster ist eine unbekannte Größe im Hyundai-Programm. Selten hat der koreanische Hersteller beim Design so viel riskiert. Wem speziell das bullige Heck gefällt, der erhält ein solides, wenn auch nicht übermäßig dynamisches Sportcoupé, das nicht jeder fährt.


Vorderansicht - schräg
Asymmetrisches Türen-Layout als Alleinstellungsmerkmal des Veloster.
Seitenansicht

Einen interessanten Kunstnamen hat sich Hyundai für sein Sportcoupé ausgedacht. In „Veloster“ sind die Begriffe Velocity für Geschwindigkeit und Roadster enthalten. Beides stimmt nicht ganz, denn die Höchstgeschwindigkeit fällt mit 214 km/h für ein Fahrzeug dieser Gattung nur durchschnittlich aus, und in einen Roadster verwandelt den Veloster auch das gegen 1200 Euro Aufpreis lieferbare Glasschiebedach nicht.

Was den Koreaner von anderen Sportcoupés unterscheidet, ist vor allem sein ungewöhnliches Design, geprägt durch ein Heck, wie man es so noch nicht gesehen hat. Die Heckleuchten sind zwar horizontal ausgerichtet, liegen aber extrem hoch, sodass sie seitlich fast bis zur Hälfte der ausgestellten Radhäuser ragen. In der Heckklappe werden sie optisch durch höhlenartige Vertiefungen verlängert.

Konzessionen ans Design

Das sieht dynamisch aus, führt aber im Zusammenspiel mit dem abfallenden Dach, der breiten C-Säule und dem Heckspoiler zu einer sehr schlechten Übersichtlichkeit nach hinten. Zudem hat die Konstruktion eine hohe Ladekante zur Folge, die den Zugang zum Kofferraum erschwert. Für diesen ermittelte der ADAC ein Volumen von 285 Litern. Das ist Durchschnitt für diese Fahrzeuggattung.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Veloster bildet das asymmetrische Layout der Türen. Auf der Beifahrerseite steht anders als auf der Fahrerseite ein zusätzliches Portal zur Verfügung – das kennt man in dieser Form nur von Kleinbussen und Lieferwagen. Der Zugang zur Rückbank wird damit zwar partiell erleichtert. Trotzdem finden dort nur Passagiere von höchstens 1,75 Metern Körpergröße ausreichend Platz.

Kein Verbrauchswunder

Verarbeitung und Bedienung des Veloster sind wie bei Hyundai üblich ohne Fehl und Tadel. Wenn das Sportcoupé in Tests dennoch selten Lobeshymnen erntet, so hängt das mit enttäuschten Erwartungen hinsichtlich der sportlichen Performance zusammen. Der Motor ist mit 186 PS zwar viel stärker als der 140 PS starke Vorgänger, vielen aber noch nicht stark und vor allem klangstark genug. Zudem fällt der Durchschnittsverbrauch bis zu drei Liter höher aus, als die Werksangabe mit 6,9 l/100 km verspricht.

Auch beim Fahrverhalten kann der Veloster keine besonderen Glanzpunkte setzen. Das Zusammenspiel von hartem Fahrwerk und teigiger Lenkung führt nicht ganz zu der Agilität, die man von Vertretern der Fahrzeuggattung Sportcoupé erwartet. Wer flottes Gleiten bevorzugt, kann mit dem Gebotenen aber zufrieden sein.

Fazit zum Hyundai Veloster FS

Mit dem Veloster nimmt Hyundai junge Männer, alleinstehende Frauen und junge Familien mit Kind ins Visier. In der Praxis dürfte es vor allem auf die jungen Männer hinauslaufen, denn der Veloster bietet ein extrovertiertes Design, das speziell in dieser Zielgruppe geschätzt wird.

Beim bulligen Heckdesign geht Hyundai eigene Wege, die aber mit Nachteilen im Alltag erkauft werden. Die zusätzliche Tür auf der Beifahrerseite ist dagegen ein echtes Plus, das die Rückbank in der Praxis aber vor allem als Ladefläche für Taschen und Tüten erschließt, denn viel Platz für Passagiere gibt es hinten nicht.

Den koreanischen Autoherstellern wird attestiert, dass sie in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und zu den europäischen Herstellern selbst höherer Preiskategorien aufgeschlossen haben. Beim Veloster sind sich die Tester hingegen einig, dass Motor und Fahrwerk noch Luft nach oben lassen. Ganz so dynamisch, wie er aussieht, fährt sich die sportliche Hyundai nicht. Wer sich dennoch für ihn entscheidet, bekommt ein umfangreich ausgestattetes Auto von solider Qualität.