Design und Karosserie
Der Ford Puma misst 4.190 mm in der Länge und tritt mit hoch angesetzten Scheinwerfern sowie athletisch gezeichneten Flanken eigenständig auf. Gegenüber dem technisch verwandten Ford Fiesta fällt er rund 150 mm länger aus und bietet dadurch mehr Platz. Die überarbeitete Front trägt einen neu gestalteten Kühlergrill mit integriertem Markenlogo.
Hinzu kommt eine modernisierte Lichtsignatur. Seitenprofil und Heck behielten ihre bekannte Form, wodurch das Erscheinungsbild ausgewogen bleibt.
Innenraum und Alltagstauglichkeit
Zwei große Bildschirme prägen das neu gestaltete Cockpit. Ein 12-Zoll-Touchscreen steuert das Infotainmentsystem Ford SYNC 4, während ein 12,8-Zoll-Digitalinstrument die Fahrinformationen anzeigt. Viele Funktionen lassen sich nur noch über den Bildschirm bedienen, da Ford die Zahl der physischen Schalter reduziert hat. Apple CarPlay und Android Auto verbinden geeignete Smartphones kabellos mit dem Fahrzeug.
Vorne bietet der Ford Puma für seine Größe solide Platzverhältnisse. Im Fond fällt die Knie- und Kopffreiheit für große Personen knapp aus. Der Kofferraum fasst 456 Liter.
Mit umgeklappten Rücksitzlehnen wächst das Kofferraum-Volumen auf 1.216 Liter. Zusätzlich nimmt die wasserdichte MegaBox 80 Liter auf. Das Fach besitzt ein Ablassventil, lässt sich leicht reinigen und eignet sich für bis zu 1.150 mm hohes Ladegut.
Antrieb und Fahrverhalten
Im Mittelpunkt steht der 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder mit 48-Volt-Mildhybridtechnik. Die Basisversion leistet 92 kW (125 PS), die stärkere Ausführung erreicht 114 kW (155 PS). Ein Startergenerator gewinnt beim Bremsen Energie zurück und unterstützt den Benziner bei niedrigen Drehzahlen. Je nach Ausführung liegt der kombinierte Verbrauch nach WLTP bei rund 4,9 bis 5,1 Litern je 100 Kilometer.
Zur Wahl stehen ein Sechsgang-Schaltgetriebe und ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt und unterstützt ein agiles Fahrverhalten. Große Räder können den Federungskomfort auf schlechten Straßen jedoch spürbar mindern.
Alle Varianten besitzen Frontantrieb. Ein Allradantrieb ist nicht erhältlich. Ergänzend gibt es den elektrischen Ford Puma Gen-E mit 123 kW (168 PS) und bis zu 376 Kilometern Reichweite nach WLTP.
Sicherheit und Assistenz
Der Ford Puma erhielt im Euro-NCAP-Crashtest fünf Sterne. Der Pre-Collision-Assist erkennt vorausfahrende Fahrzeuge und Fußgänger, warnt vor möglichen Kollisionen und kann deren Folgen mindern. Der Fahrspur-Pilot greift bei unbeabsichtigtem Spurverlassen korrigierend ein.
Eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Verkehrszeichenerkennung unterstützt auf längeren Fahrten. Optional ergänzen ein Querverkehrsassistent mit Bremseingriff und eine 360-Grad-Kamera die Sicherheitsausstattung.
Fazit
Der Ford Puma verbindet kompakte Abmessungen mit einem großen Kofferraum und einer praktischen MegaBox. Die sparsamen Mildhybridantriebe, das agile Fahrverhalten und die verfügbaren Assistenzsysteme eignen sich gut für den Alltag. Einschränkungen bestehen beim Platz im Fond, beim Federungskomfort mit großen Rädern und bei der stark bildschirmbasierten Bedienung. Insgesamt bleibt der Ford Puma ein vielseitiges SUV im B-Segment.