Design und Abmessungen
Der Škoda Epiq übernimmt die Modern-Solid-Designsprache der Marke und überträgt sie auf ein kompaktes SUV im B-Segment. Mit 4.171 mm Länge, 1.798 mm Breite und 1.581 mm Höhe eignet er sich vor allem für den Stadtverkehr. Die aufrechte Karosserie lässt ihn dennoch größer wirken, als es seine Abmessungen vermuten lassen. Klare Linien und ruhige Flächen prägen das sachliche Erscheinungsbild.
Innenraum und Platzangebot
Der übersichtlich gestaltete Innenraum folgt einem schlichten Konzept. Ein 13-Zoll-Zentraldisplay dominiert das Armaturenbrett. Eine zusätzliche Leiste mit physischen Tasten erleichtert die Bedienung wichtiger Funktionen, ohne dass dafür Untermenüs geöffnet werden müssen.
Das Kofferraum-Volumen beträgt 475 Liter und fällt damit für diese Fahrzeugklasse großzügig aus. Hinzu kommt ein vorderer Stauraum mit 25 Liter Volumen. Weitere Ablagen im Innenraum bieten zusammen mehr als 28 Liter. Praktische Details wie der Regenschirm in der Fahrertür erhöhen den Alltagsnutzen. Die Materialien wirken zweckmäßig, vermitteln jedoch keinen besonders hochwertigen Eindruck.
Antrieb, Batterie und Laden
Der Škoda Epiq ist mit Frontantrieb, zwei Batteriegrößen und drei Leistungsstufen erhältlich. Der Epiq 35 leistet 85 kW (116 PS), während der Epiq 40 auf 99 kW (135 PS) kommt. Beide nutzen eine 38,5-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie und erreichen nach WLTP bis zu 315 Kilometer.
Der Epiq 55 kombiniert eine 55-kWh-Batterie mit 155 kW (211 PS). Seine WLTP-Reichweite beträgt bis zu 440 Kilometer. An einer Gleichstrom-Ladesäule erreicht diese Variante bis zu 125 kW und lädt die Batterie in rund 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
Der Epiq 40 schafft bis zu 90 kW, beim Epiq 35 ist die Ladeleistung auf 50 kW begrenzt. Das kann auf längeren Strecken deutlich längere Ladepausen verursachen. Alle Varianten unterstützen Wechselstrom-Laden mit 11 kW.
Fahrwerk und Wettbewerb
Als technische Basis dient die MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns, die auch der VW ID. Polo und der Cupra Raval nutzen. Der Frontantrieb und die Torsionsstab-Hinterachse halten die Konstruktion einfach. Gegenüber der aufwendigeren Mehrlenker-Hinterachse des größeren Škoda Elroq kann dies den Federungskomfort einschränken.
Zu den Konkurrenten zählen der Renault 4 und der Ford Puma Gen-E. Der Škoda Epiq punktet im Vergleich mit seinem großen Kofferraum und der hohen Ladeleistung des Epiq 55. Die schlichte Innenraumqualität und die geringe Gleichstrom-Ladeleistung der Basisversion bleiben dagegen Schwächen.
Fazit
Der Škoda Epiq ist ein praktisches Elektro-SUV für Stadtverkehr und Alltag. Sein großzügiges Platzangebot, die Reichweite von bis zu 440 Kilometern und der Einstiegspreis ab 25.900 Euro sprechen für das Modell. Weniger überzeugen die einfachen Innenraummaterialien und die langsame Schnellladefunktion des Epiq 35. Insgesamt bietet der Epiq ein ausgewogenes Verhältnis aus Nutzwert, Reichweite und Preis.