Design und Karosserie
Der Kia Stonic trägt eine kantige Linienführung, unlackierte Radlaufverbreiterungen und einen optischen Unterfahrschutz. Diese Elemente vermitteln eine robuste SUV-Optik, sind jedoch nicht für den Geländeeinsatz ausgelegt. Ein Allradantrieb ist nicht erhältlich.
Die 4.140 mm lange Karosserie entstand im europäischen Designzentrum in Frankfurt. Ihre Gestaltung orientiert sich damit klar am europäischen Markt. Die markentypische Tigernase am Kühlergrill und die hoch angesetzten Scheinwerfer prägen den Auftritt.
Innenraum und Platzangebot
Im Innenraum zeigt sich der Kia Stonic praktisch und übersichtlich. Seine technische Nähe zum Kia Rio macht sich vor allem beim begrenzten Platzangebot im Fond bemerkbar. Gegenüber einem klassischen Kleinwagen bietet das kompakte SUV dort kaum zusätzlichen Raum.
Das Kofferraum-Volumen beträgt 352 Liter. Ein variabler Ladeboden erleichtert die Aufteilung und schafft zwei nutzbare Ebenen. Mit umgeklappten Rücksitzlehnen wächst das Kofferraum-Volumen auf bis zu 1.155 Liter. Die Materialqualität entspricht der Fahrzeugklasse, erreicht jedoch kein gehobenes Niveau.
Antrieb und Getriebe
Der Kia Stonic fährt ausschließlich mit Frontantrieb. Das Motorenangebot bestand überwiegend aus Benzinmotoren, zeitweise war auch ein Dieselmotor erhältlich. Einen Plug-in-Hybrid gibt es nicht. Mit einer Modellpflege ergänzte Kia die stärkere Benzinmotorisierung um ein 48-Volt-Mildhybridsystem.
Die Mildhybrid-Technik kann den Verbrennungsmotor während geeigneter Schubphasen bis 125 km/h abkoppeln. Dadurch segelt das Fahrzeug ohne Motorbremse und kann Kraftstoff sparen. Je nach Motorisierung stehen ein intelligentes Sechsgang-Schaltgetriebe mit elektronisch gesteuerter Kupplung oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet komfortabel, während das manuelle Getriebe eine direktere Bedienung ermöglicht.
Fahrverhalten und Komfort
Kia stimmte das Fahrwerk auf europäische Straßen ab. Es verbindet einen angemessenen Federungskomfort mit einer präzisen Führung. Die direkte Lenkung unterstützt das handliche Fahrverhalten.
Dank der kompakten Karosserie eignet sich der Kia Stonic gut für enge Straßen und den Stadtverkehr. Bei höheren Geschwindigkeiten dringen allerdings deutliche Fahr- und Windgeräusche in den Innenraum, was den Komfort auf längeren Autobahnfahrten einschränkt.
Ausstattung und Garantie
Bereits die Grundausstattung fällt für das Segment umfangreich aus. Je nach Ausstattung gehören ein berührungsempfindlicher Bildschirm, eine Klimaanlage, eine Smartphone-Anbindung und verschiedene Assistenzsysteme zum Angebot. Höhere Linien ergänzen unter anderem LED-Scheinwerfer, eine Klimaautomatik und beheizbare Vordersitze. Hinzu kommt eine Herstellergarantie von sieben Jahren.
Fazit
Der Kia Stonic ist ein kompaktes SUV für den urbanen Alltag. Er bietet eine gute Serienausstattung, ein variables Kofferraum-Volumen und eine sparsame Mildhybrid-Option. Gegen ihn sprechen der fehlende Allradantrieb, das knappe Platzangebot im Fond und das erhöhte Geräuschniveau bei schneller Fahrt. Insgesamt bleibt er eine sachliche und alltagstaugliche Alternative zu klassischen Kleinwagen und ähnlich großen SUV.