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Fiat Doblo

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Den Hochdachkombi Doblò hat der italienische Hersteller Fiat seit Ende 2000 im Programm und bietet ihn als Personenwagen und als leichtes Nutzfahrzeug (LCV) an. Der Doblò schließt die Lücke zwischen dem kleinen Qubo/Fiorino und dem deutlich größeren Scudo. Als Kombi und als Kastenwagen ist der Doblò mit zwei Radständen sowie zusätzlich in einer Pritschen-Variante lieferbar. Hergestellt wird der Doblò in der Türkei von Karsan und Tofaş in Bursa.

Modelle

Aktuelle Generation

Daten

Daten

Der Doblò wurde ursprünglich mit 1,2- bzw. 1,6-Liter-Benzinmotoren (65 bzw. 103 PS), mit 1,9-Liter-Saug- und -Turbodiesel (63 bzw. 101/105 PS) sowie 1,6-Liter-Natural-Power (Erdgasantrieb sowie Benzinantrieb) angeboten. Ab Sommer 2006 übernahmen ein 1,4-Liter-Ottomotor (77 PS) sowie drei Turbodieselmotoren als 1,3- sowie 1,9-Liter (85 sowie 105/120 PS) mit Rußpartikelfilter (DPF). Einzig der Natural-Power-Motor bleibt weiterhin im Programm.

Nach dem Modellwechsel 2010 gingen ein moderner 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner ohne und mit Turbo und ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit Direkteinspritzung an den Start, die heute ein Leistungsspektrum von 95 bis 120 PS abdecken.

  • Erdgas-Antrieb ab Werk
  • Niedrige Verbräuche und Emissionen
  • Diesel mit guter Durchzugskraft
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Test

Test

Der Fiat Doblò bietet ein solides Qualitätsniveau mit ordentlicher Verarbeitung, die Materialien wirken mitunter einfach, zeigen aber viel Robustheit. Neben dem überaus bequemen Einstieg auf alle Plätze punktet der Italiener mit einem üppigen Raumangebot und guter Variabilität – unabhängig vom Radstand. Das Ladevolumen beträgt bis zu 3.200 Liter und durch die weit öffnenden Türen passt zur Not auch eine Euro-Palette. Die Antriebe bringen den Hochdachkombi angemessen in Schwung, das Fahrwerk zeigt eindeutig Nutzfahrzeugcharakter und federt etwas spröde. Doch je mehr Zuladung an Bord ist, desto besser wird der Federungskomfort.

  • Sehr üppiges Raumangebot, viele Ablagen
  • Gute Verarbeitung und strapazierfähige Materialien
  • Zwei seitliche Schiebetüren
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Preise

Preise

Den Doblò zur Personenbeförderung gibt es ab rund 18.600 Euro als Doblò Cargo Kombi oder in der Ausstattung Pop ab knapp 18.000 Euro. Dann müht sich der Basisbenziner mit 95 PS mit dem großen Trumm. Wer auf Diesel setzt, muss mindestens 18.800 Euro bzw. 21.000 Euro investieren. Die Top-Ausführung als Doblò Lounge mit langem Radstand überwindet locker die 25.000-Euro-Marke. Die Liste der verfügbaren Extras ist zwar umfangreich, doch alle Posten sind zu sehr fairen Preisen zu haben. So kann man den Doblò zu seinem ganz persönlichen Doblò machen, ohne dass es richtig teuer wird.

  • Attraktive Einstiegspreise
  • Drei Ausstattungslinien
  • Erschwingliche Extras
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Mit dem Doblò reagiert Fiat auf den wachsenden Erfolg der sogenannten Hochdachkombis und stellt ihn Ende 2000 als Antwort auf Peugeot Partner, Citroën Berlingo und Renault Kangoo, aber auch VW Caddy und Opel Combo vor. Wie die Wettbewerber konzeptionell als Nutzfahrzeug ausgelegt und erst im Nachhinein auf Pkw getrimmt, wird der Doblò von den Kunden zudem als preiswertere Alternative zum sechssitzigen Fiat Multipla wahrgenommen, dessen eigenwilliges Styling stark polarisiert.


Doblò Cargo Kombi mit weniger Geräuschdämmung und weniger Ausstattung.

Mit dem kann der Doblò der ersten Generation weder bei den Fahreigenschaften noch bei der Geräuschdämmung mithalten. Das rustikale Komfortniveau ist in der zweiten Generation nur dann unverändert geblieben, greift man zur Kombi-Version des Nutzfahrzeug-Doblò. Die Pkw-Fassung bietet deutlich mehr Geräuschdämmung und eine ganze Palette an Ausstattungsdetails aus der Mittelklasse.

Zielgruppen: Handwerker und Familien

Zum Verkaufsstart ist der erste Doblò (223) ab Januar 2001 in den Ausstattungsvarianten S, SX und ELX sowie in der Transporter-Ausführung mit dem Namenszusatz `Cargo´ erhältlich. Später kamen die Sondermodelle `Trofeo´ mit Vollausstattung und `Malibu´ mit in Silber farblich abgesetzten Karosserie-Außenteilen hinzu. Außerdem ist der Doblò ab 2004 auch in einer siebensitzigen Variante mit erhöhter Nutzlast im Angebot, die mit ihrem Beinamen `Family´ klar auf die Zielgruppe hinweist. Trotzdem kann der kastige Fiat seine Nutzfahrzeug-Seele nicht verbergen. Ob Kastenwagen oder Kombi: Die erste Doblò-Generation fährt laut, rappelig und hölzern federnd.

Zur Wahl stehen zunächst zwei Vierzylinder-Benziner mit 1,2- und 1,6-Liter-Hubraum und einer Leistung von 65 PS bzw. 103 PS. Beide Aggregate müssen sich mächtig abmühen, um den hochbauenden Doblò in Schwung zu bringen. So vergehen 19 lange Sekunden, bis der Einszweier endlich Tempo 100 erreicht. Und bereits bei 142 km/h endet der Vorwärtsdrang. Angesichts dieser Fahrleistungen kann auch der Normverbrauch von 7,7 l/100 km (CO2: 183 g/km) nicht wirklich als Offenbarung gelten. Das gilt ebenso für den kräftigeren 1,6-Liter, der die 100-km/h-Marke bereits nach 12,6 Sekunden passiert und mit maximal 168 km/h unterwegs ist. Für ihn nennt Fiat einen Durchschnittsverbrauch von 8,6 l/100 km und 205 g/km an CO2 als Normwerte.

In erster Linie für den kommunalen Einsatz fertigte Fiat in Kleinstserie auch eine Elektro-Version und bot den Doblò All Electric in drei Batterieversionen: mit 18-kWh-Lithium-Titan-Akku, 43-kWh-Bleiakku oder 60-Lithium-Modulen mit jeweils 200 Ah. Ein bis zu 60 kW starker Elektromotor macht den Doblò All Electric bis zu 100 km/h schnell.

Die zweite Generation kann alles besser

Im Februar 2010 kommt der Doblò in einer völlig neu konstruierten zweiten Generation auf die europäischen Märkte. Als Antriebe dienen die bereits aus vielen anderen Fiat-Modellen bekannten Vierzylinder-Motoren mit 1,4 Liter (Benziner) und 1,6 Liter Hubraum (Diesel). Die Leistungsspanne reicht von 95 bis 120 PS, die von den Benzinern mit und ohne Turboaufladung wie auch von den beiden Turbodieseln geliefert werden können. Aufbauend auf den Turbobenziner mit 120 PS ist auch eine gleichstarke Erdgas-Variante (Natural Power) erhältlich. Mit diesen Motoren erreicht der präsent im Wind stehende Doblò Höchstgeschwindigkeiten zwischen 161 und 172 km/h. Für die Cargo-Version gibt es zusätzlich noch einen 1,3-Liter-Turbodiesel, der wahlweise 80 oder 95 PS leistet, während der 1,6-Liter-Turbodiesel mit 100 und 120 PS angeboten wird. Der geringfügig günstigere Verbrauch des kleinen 1,3-Liter-Diesels gegenüber dem gleichstarken 1,6-Liter-Diesel wird aber mit einer deutlichen Einbuße an Drehmoment (200 statt 300 Nm) und damit spürbar weniger Durchzugskraft erkauft.

Zwei Radstände und zwei Dachhöhen

Da es neben Spediteuren und Handwerkern gerade mehrköpfige Familien sind, die das üppige Platzangebot zu schätzen wissen, das der Fiat Doblò zu erschwinglichen Preisen bietet, trägt der neue dieser Kundenstruktur Rechnung. Zusätzlich zu der bisherigen, für den Personentransport gedachten Kombi-Version des Nutzfahrzeugs (Doblò Cargo) ist der neue Doblò jetzt auch in einer Pkw-Version verfügbar. Unabhängig davon ob Cargo- oder Pkw-Variante ist der Doblò in beiden Fällen mit zwei Radständen sowie als Hochdach-Version mit auf 2.125 Millimeter angehobener Dachhöhe erhältlich. Damit transportiert der Doblò je nach Ausführung nicht nur fünf Erwachsene auf anhaltend bequemen Sitzen, sondern auch zwischen 133 und 3.200 Liter Gepäck oder anders ausgedrückt 3,8 und 5,0 Kubikmeter Ladung.

Die Pkw-Version verfügt gegenüber der Cargo-Version allerdings nicht nur über zusätzliche Geräuschdämmung, sondern bietet auch auf beiden Seiten hintere Schiebetüren und eine bessere Sicherheitsausstattung. Der Nutzfahrzeug-Kombi muss sich mit nur einer hinteren Schiebetür auf der Beifahrerseite begnügen – die deutlichste optische Unterscheidung. In der Basisausstattung bietet der Cargo Kombi nur das nötigste: ABS, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, höhenverstellbares Lenkrad, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorn und eine Radiovorbereitung. Die Version SX/XL hat zumindest ein Bluetooth-Radio zu bieten, dazu Seitenairbags, elektrische Fensterheber auch in den Schiebetüren, Nebelscheinwerfer oder Teillackierung der Stoßfänger und Außenspiegelkappen.

Pkw-Version in drei Ausstattungslinien erhältlich

In der Pkw-Version tragen die entsprechenden Ausstattungslinien die Bezeichnungen Pop und Lounge. Allerdings bietet die Grundausstattung Pop auch Isofix-Verankerungen, Kopfairbags sowie Seitenairbags, eine geteilt umklappbare Rücksitzlehne und Servolenkung. Der lange Radstand bleibt indes der Lounge-Ausstattung vorbehalten, die u. a. auch eine Klimaanlage, eine Dachreling, Kinderrückspiegel, vordere Mittelarmlehne und dunkelgetönte hintere Scheiben bietet. Außerdem gibt es noch die Trekking-Version, die – ausschließlich mit kurzem Radstand – optisch ein bisschen auf SUV macht und zusätzlich zum Lounge-Angebot u. a. Leichtmetallräder, Unterfahrschutz, 10 Millimeter mehr Bodenfreiheit und ein elektronisches Sperrdifferenzial beinhaltet.

Unverständlich: Siebensitzer nur bei kurzem Radstand

Das Angebot an erschwinglich eingepreisten Sonderausstattungen umfasst viel Nützliches und Angenehmes, aber auch einiges, um die eigene Persönlichkeit auszudrücken. In vier Paketen (Komfort, Komfort-Plus, Eco, Family) finden sich Features, die einzeln nicht erhältlich sind, wie Tempomat, Klimaautomatik, Parksensoren hinten, Sitzheizung oder die Funkfernbedienung der Zentralverriegelung. Was aber Fiat dazu veranlasst hat, das Family-Paket mit zwei zusätzlichen Sitzen in der dritten Sitzreihe und Ausstellfenstern nur für die kurze Version mit flachem Dach verfügbar zu machen, bleibt unverständlich. Dafür ist eine Start-Stopp-Automatik für fast alle Motoren zu haben – mit Ausnahme der Erdgas-Variante Natural Power.

Wirklich prima und daher an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt sei die Möglichkeit, den Fiat Doblò bereits am Werk mit diversen Zusatzeinbauten für Fahrer mit körperlichen Einschränkungen zu ordern. Abgestimmt auf den Grad des Handicaps kann beispielsweise zwischen unterschiedlichen Lenkhilfen (Drehknauf, Lenkgabel, Dreizack) oder verschiedenen Umsetzungen des Handgas-Betriebs gewählt werden. Damit erspart sich der Käufer nicht nur die oftmals zeitraubende nachträgliche Umrüstung des neuen Fahrzeugs, sondern erhält auch eine Spezialausstattung in Hersteller-Qualität.