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Citroen E-MEHARI (BS)

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Fahrzeugeinordnung

Der 2016 eingeführte Citroen E-MEHARI (BS) ist ein elektrisch angetriebenes, offenes Freizeitauto in der Kompaktklasse, das optisch an den Méhari der 1970er Jahre anknüpft. Mit seiner bunten Kunststoffkarosserie und dem abnehmbaren Stoffdach ist der Viersitzer vor allem für Strand, Ferienhaus und Stadtverkehr bei gutem Wetter gedacht.

Im Markenportfolio von Citroen nimmt der Citroen E-MEHARI (BS) die Rolle eines Nischenmodells zwischen Kleinwagen und Kompaktklasse ein und richtet sich besonders an freizeitorientierte Käufer. Er eignet sich eher als Zweit- oder Drittwagen für kurze Wege als für Langstreckenpendler oder Familien mit hohem Sicherheits- und Komfortanspruch.

Stärken
  • Sehr freizeitorientiertes
  • luftiges Fahrgefühl im Cabrio
  • Pflegeleichte Kunststoffkarosserie und komplett waschbarer Innenraum
  • Kompakte Abmessungen
  • gut für enge Städte
Schwächen
  • Kein Airbag
  • insgesamt niedriges Sicherheitsniveau
  • Langsame Ladung und empfindliche LMP-Batterie
  • Begrenzte Wettertauglichkeit und kaum Komfortextras
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Motoren

Im Citroën E-Méhari (BS) arbeitet ein permanenterregter Elektromotor an der Vorderachse, der den leichten Buggy eher gelassen als stürmisch antreibt. Seine 50 kW (68 PS) und 140 Nm passen gut zu Stadtverkehr und Landstraße, bis etwa 80 km/h wirkt der Antritt noch munter, darüber wird der Vortrieb deutlich zäher und die Windgeräusche dominieren. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h fühlt sich der E-Méhari klar in kürzeren Etappen und Urlaubsregionen am wohlsten, lange Autobahnfahrten strengen auf Dauer an. Die Kraft überträgt ein einstufiges Automatikgetriebe auf die Vorderräder. Energie speichert eine Lithium-Metall-Polymer-Batterie mit 30 kWh. Im innerstädtischen Einsatz sind damit unter günstigen Bedingungen Reichweiten um 200 Kilometer möglich, auf der Landstraße eher etwa 100 Kilometer. Ein einphasiger Onboard-Lader mit rund 3,3 kW füllt den Akku an Haushaltssteckdose oder einfacher Wechselstrom-Ladesäule in rund acht bis dreizehn Stunden wieder auf. Auf eine Schnellladefunktion verzichtet der E-Méhari, spontane Langstrecken bleiben dadurch unattraktiv.

Sicherheit

Der e-Méhari bietet nur begrenzten Insassenschutz. Als leichtes Freizeitcabrio stößt er konstruktiv früh an Grenzen. Das Fahrzeug nutzt ein Antiblockiersystem (ABS) und ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), die bei Nässe und in schnell gefahrenen Kurven die Stabilität erhöhen. Moderne Assistenzsysteme wie Notbremsassistent oder Spurhalteassistent fehlen jedoch. Ein fest verschraubter Überrollbügel soll bei einem Überschlag schützen. Die Karosserie aus warmgeformtem Kunststoff bleibt zwar korrosionsfrei, dämpft Aufprallenergie aber nur eingeschränkt. Im Innenraum sichern vier Dreipunktgurte die Insassen. Front- oder Seitenairbags sind nicht vorhanden und schwächen den passiven Schutz deutlich. Auch Abstandsregelung oder Müdigkeitswarner stehen nicht zur Verfügung. Dadurch eignet sich der Wagen eher für niedrige Geschwindigkeiten und kurze Strecken. Für Familien mit kleinen Kindern oder für Vielfahrer fällt der Sicherheitsstandard einfach aus, in Urlaubsorten mit langsamem Verkehr wirkt das Konzept stimmiger.

Ausstattung

Der 2016 eingeführte Citroën E-MEHARI (BS) setzt bei der Ausstattung auf Robustheit und eine einfache Bedienung. Die warmgeformte, durchgefärbte Kunststoffkarosserie gibt es in kräftigen Farbtönen, sie kaschiert kleine Kratzer und passt zu einem freizeitorientierten Einsatz. Das abnehmbare Stoffdach mit seitlichen Steckfenstern erlaubt offenes Fahren und bietet bei Regen einen einfachen Wetterschutz.

Im Innenraum prägen abwaschbare Oberflächen, imprägnierte Sitze und abgedichtete Schalter den funktionalen Charakter. Der Boden besitzt einen Ablauf, dadurch lässt sich der Innenraum mit einem Wasserschlauch reinigen, was den Umgang mit Sand oder nasser Kleidung erleichtert. Zur Serienausstattung gehören ein schlichtes Audiosystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und USB-Anschluss, das eher der Hintergrundmusik als hohen Klangansprüchen dient. Optional stand eine Klimaanlage zur Verfügung, die den Komfort an heißen Tagen erhöht. Der variable Kofferraum bietet ein Kofferraumvolumen von 200 bis 800 Liter und nimmt Freizeitgepäck und Einkäufe problemlos auf.

Modellbeschreibung

Der 2016 vorgestellte Citroën E-MEHARI (BS) überträgt das Konzept des historischen Méhari in die Welt der Elektroautos. Er tritt als bewusst einfaches Freizeit-Cabrio mit robustem Kunststoffaufbau auf. Stärken zeigt er im offenen Fahrgefühl und in der pflegeleichten Karosserie. Schwächen liegen beim Sicherheitsniveau, bei der Langstreckentauglichkeit und der Ladeinfrastruktur.


Elektrischer Strandbuggy für kurze Wege und gutes Wetter

Konzept und Positionierung

Der 2016 präsentierte Citroen E-MEHARI (BS) knüpft bewusst an den Méhari der späten sechziger Jahre an und überträgt dessen Strandauto-Idee in die Elektromobilität. Citroen baute das Modell von 2016 bis 2019 in vergleichsweise kleinen Stückzahlen, im Programm nimmt es klar die Rolle eines Nischenfahrzeugs ein. Nicht das effiziente Pendeln steht im Mittelpunkt, sondern Freizeitmobilität rund um Küste, Ferienhaus und Stadtbummel bei gutem Wetter. Gegenüber dem historischen Vorbild bietet der Citroen E-MEHARI den lokal emissionsfreien Antrieb und etwas mehr Sicherheitsausstattung, bleibt beim Komfort aber bewusst einfach gehalten.

Design und Karosserie

Mit rund 3.800 mm Länge und kantigem Aufbau wirkt der Citroen E-MEHARI wie ein moderner Strandbuggy. Die warmgeformte Kunststoffkarosserie ist durchgefärbt, steckt kleine Rempler weg und bleibt unempfindlich gegen Rost, erreicht aber nicht die strukturelle Steifigkeit einer Stahlkarosserie. Ein leichtes Stoffdach lässt sich teilweise oder komplett entfernen, seitliche Steckfenster verwandeln das Fahrzeug bei Bedarf in eine einfache Wetterschutzkabine. Die erhöhte Sitzposition und der kurze Radstand erleichtern das Rangieren in engen Gassen, der Wendekreis bleibt handlich. Kräftige Farben und sichtbare Schraubverbindungen unterstreichen den klar freizeitorientierten Charakter.

Innenraum und Alltag

Im Innenraum zählt Funktion mehr als Zierde. Sitze und Verkleidungen bestehen aus wasserabweisenden Materialien, der Fußboden besitzt Abläufe, sodass sich der Citroen E-MEHARI innen wie außen mit dem Wasserschlauch reinigen lässt. Die Verarbeitung wirkt zweckmäßig und einfach, Hartplastik prägt das Ambiente. Ein kleines Kombiinstrument informiert über Geschwindigkeit und Ladezustand, ein kompaktes Radio mit Bluetooth und USB deckt grundlegende Anforderungen an Konnektivität ab. Komfortausstattungen wie Klimaautomatik, umfangreiche Sitzeinstellungen oder erweiterte Anzeigen fehlen, optional stand nur eine einfache Klimaanlage zur Verfügung. Der Kofferraum fasst je nach Stellung der Rückbank zwischen 200 und 800 Liter und erlaubt damit eine erstaunlich vielseitige Nutzung für Gepäck, Einkauf oder Sportausrüstung. Grenzen im Alltag setzen die offene Bauart bei schlechtem Wetter und die spezielle Batterie, die längere Standzeiten ohne angeschlossenes Ladekabel nur eingeschränkt verträgt.

Antrieb und Fahrverhalten

Ein Elektromotor an der Vorderachse treibt den Citroen E-MEHARI mit 50 kW (68 PS) an. Im Stadtverkehr beschleunigt das Fahrzeug bis etwa 50 km/h ausreichend flott, danach nimmt der Vortrieb spürbar ab und passt damit zum entspannten Charakter. Die Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h ermöglicht kurze Autobahnabschnitte, auf Dauer wirkt der Wagen dort wegen hoher Windgeräusche und der leichten Karosserie jedoch angestrengt. Eine Lithium-Metall-Polymer-Batterie mit 30 kWh Kapazität ermöglicht innerorts Reichweiten um 200 Kilometer, auf der Landstraße sind eher 100 Kilometer realistisch. Der Citroen E-MEHARI lädt ausschließlich mit Wechselstrom, der Onboardlader arbeitet mit rund 3,3 kW, wodurch eine Vollladung mehrere Stunden dauert. Für Langstrecken eignet sich das Konzept kaum, in Ferienregionen und im Nahbereich passt die Auslegung dagegen gut.

Sicherheit und Fazit

Beim Sicherheitsniveau bleibt der Citroen E-MEHARI deutlich hinter gängigen Kompaktwagen zurück. ABS und ESP stabilisieren das Fahrzeug in kritischen Situationen, Airbags oder moderne Assistenzsysteme fehlen jedoch vollständig. Die offene Konstruktion mit Kunststoffkarosserie begrenzt den passiven Schutz, ein Überrollbügel erhöht zumindest bei Kippunfällen die Stabilität der Struktur. Insgesamt entsteht ein sehr spezielles Mobilitätsangebot mit klarer Ausrichtung auf Freizeit und überschaubare Geschwindigkeiten. Als vielseitiges Alltagsauto mit hohem Sicherheits- und Komfortniveau taugt der Citroen E-MEHARI nur eingeschränkt. Als robuster, pflegeleichter und emotional geprägter Elektro-Freizeitwagen für Küste, Ferienhaus und Stadtverkehr bei gutem Wetter erfüllt das Modell seine Rolle dagegen stimmig.