Design und Karosserie
Der Citroën ë-C4 (C41) gehört zur seit 2020 gebauten dritten C4-Generation mit Facelift 2025 und wirkt wie eine Mischung aus Schräghecklimousine und Crossover. Die erhöhte Karosserie, die kräftig betonte Front und die coupéhaft abfallende Dachlinie unterscheiden ihn deutlich vom eher nüchtern gezeichneten Vorgänger. Mit der Modellpflege glättete Citroën Front und Heck, passte die Lichtsignaturen an und führte aerodynamisch optimierte 18-Zoll-Räder ein. Schmale LED-Module vorn und flachere Rückleuchten lassen den ë-C4 moderner auftreten. Der quer über die Heckscheibe laufende Spoiler bleibt ein charakteristisches Detail, schränkt aber die Sicht nach hinten ein.
Innenraum und Platzangebot
Im Innenraum setzt der ë-C4 klar auf Komfort. Weich gepolsterte Sitze und großzügig eingesetzte Softtouch-Oberflächen erzeugen eine fast wohnliche Atmosphäre. Vorn sitzen auch große Personen bequem, im Fond begrenzt die flach abfallende Dachlinie die Kopffreiheit. Die Beinfreiheit reicht für Erwachsene, sehr große Mitfahrer stoßen jedoch an Grenzen. Der Kofferraum bietet 380 Liter Volumen und wächst bei umgelegten Lehnen auf bis zu 1.250 Liter, eine weitgehend ebene Ladefläche erleichtert das Beladen. Ein großes Handschuhfach mit Tablet-Schubfach und ein ausklappbarer Halter vor dem Beifahrer erhöhen den Alltagsnutzen.
Bedienung und Infotainment
Das Cockpit wirkt aufgeräumt, die Bedienlogik bleibt nachvollziehbar. Hinter dem Lenkrad sitzt ein kompaktes digitales Kombiinstrument, ergänzt durch ein ausfahrendes Head-up-Display, das zwar etwas altmodisch aussieht, aber klare Informationen liefert. Zentral arbeitet ein 10-Zoll-Touchscreen mit übersichtlichen Widgets, viele Funktionen liegen mit wenigen Tippbewegungen griffbereit. Separate Tasten für Assistenzsysteme und ein klassischer Lautstärkeregler erleichtern die Bedienung während der Fahrt. Sprachbefehle steuern Navigation, Medien und Klimaanlage und reduzieren die Ablenkung. Kabellose Smartphone-Einbindung und Online-Funktionen mit Updates aus der Ferne halten das System technisch aktuell.
Antrieb und Fahrverhalten
Das Fahrwerk des Citroën ë-C4 zielt deutlich auf Komfort. Die Federung bügelt Unebenheiten wirkungsvoll weg, der Aufbau neigt sich in Kurven spürbar, bleibt aber berechenbar. Im Alltag passt diese weiche Abstimmung gut zum ruhigen Charakter des Fahrzeugs. Der Elektroantrieb leistet je nach Variante 100 kW (136 PS) oder 115 kW (156 PS) und nutzt Batterien mit 50 beziehungsweise 54 kWh Kapazität. Je nach Ausführung liegt die WLTP-Reichweite bei rund 350 bis gut 400 Kilometer. Der ë-C4 fährt leise und harmonisch, beschleunigt im Stadtverkehr spontan und nutzt die Rekuperation, um beim Verzögern Energie zurückzugewinnen. Sportlich orientierte Fahrer vermissen ein direkteres Lenkgefühl, genießen dafür eine entspannte, gelassene Charakteristik.
Alltag und Kosten
Mit zahlreichen Ablagen, guter Konnektivität und alltagstauglichem Kofferraum eignet sich der Citroën ë-C4 für Pendler und kleinere Familien. Die Sicherheitsausstattung liegt auf Klassenniveau, im Euro-NCAP-Crashtest erreicht die aktuelle C4-Generation vier Sterne. Das Preisniveau bleibt im Wettbewerbsumfeld moderat, der Elektroantrieb verspricht überschaubare Betriebskosten. Einschränkungen ergeben sich vor allem durch die begrenzte Kopffreiheit im Fond und das optisch überholte Head-up-Display.
Fazit zum Citroën ë-C4
Der Citroën ë-C4 (C41) kombiniert eigenständiges Design, hohen Federungskomfort und einen praxistauglichen Kofferraum mit einem leisen, alltagstauglichen Elektroantrieb. Trotz kleiner Schwächen bei Kopffreiheit, Übersicht und Anzeigequalität des Head-up-Displays bleibt ein stimmiges Gesamtpaket. Als komfortorientierter Elektro-Kompaktwagen spricht der ë-C4 vor allem Fahrer an, die entspannt und unaufgeregt unterwegs sein möchten.