Citroen C4 Aircross (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Citroën C4 Aircross ist ein Kompakt-SUV, das von 2012 bis 2017 gebaut wurde und baugleich mit den Modellen Mitsubishi ASX und Peugeot 4008 ist. Alle drei wurden bei Mitsubishi Motors in Russland gebaut und setzten damit eine japanisch-französische Kooperation fort, die bereits einige Jahre zuvor begonnen hatte. So produzierte der PSA-Konzern ab 2007 den Peugeot 4007 und den Citroën C-Crosser auch schon auf Basis des Mitsubishi Outlander. Der C-Crosser war das erste SUV überhaupt von Citroën, mit dem sich die Marke mit dem Doppelwinkel einen Anteil am zunehmend boomenden SUV-Segment sichern wollte. Großer Erfolg war dem C-Crosser allerdings nicht vergönnt. Anfang 2013 stellte man die Produktion ein, ohne ein klassisches Nachfolge-Modell zu präsentieren.

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Daten

Daten

Basis-Motorisierung des C4 Aircross war ein 1,6-Liter-Benziner mit 117 PS. Der beschleunigte den immerhin über anderthalb Tonnen schweren Franzosen in akzeptablen 11,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglichte eine Spitzengeschwindigkeit von rund 180 km/h. Der schwächere der beiden angebotenen Dieselmotoren, ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 114 PS, zeigte sich objektiv betrachtet alles andere als schwach. Von 0 auf 100 km/h unterbietet der „kleine“ Diesel den Benziner um eine halbe Sekunde, liegt bei der Spitzengeschwindigkeit gleich auf, verbraucht nach Norm aber deutlich weniger. Zudem stellt der Selbstzünder die einzige der drei verfügbaren Motorisierungen dar, die über die gesamte Produktionszeit der Baureihe angeboten wurde. Ein nicht unwichtiger Fakt. Denn damit ist dieser Motor der einzige im C4 Aircross verbaute, der (ab 2015) die Euro-6-Norm erfüllt. Die stärkste Motorisierung dagegen, ein 1,8-Liter-Turbodiesel mit 150 PS, den Citroën von Mitsubishi zukaufte, wurde nur bis 2014 verbaut und erfüllt – wie der Benziner – nur die Abgasnorm Euro 5. Außer einer höheren Spitzengeschwindigkeit (200 km/h) spricht für diesen unharmonisch laufenden Motor wenig.

  • 1,6-Liter-Benziner als Basis-Motorisierung
  • nur 1,6-Liter-Diesel erfüllt die Euro-6-Norm
  • unharmonischer 1,8-Liter-Diesel mit 150 PS 
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Test

Test

Wie schon dem C-Crosser war auch dem C4 Aircross kein großer Erfolg beschieden. Zwar wurde der Citroën in Tests durchweg als „Hingucker“ wahrgenommen, bei allen anderen Eigenschaften schnitt der Aircross aber nicht überdurchschnittlich gut ab. So vermittelt das komfortabel ausgelegte SUV ein eher indifferentes Fahrgefühl. Bei flotterer Gangart auf kurviger Strecke ist eine deutliche Seitenneigung zu verzeichnen. Auch sonst ist der Citroën C4 Aircross nur ein Durchschnittstyp, wenn auch ein gutaussehender. Das unterstreicht auch das Kofferraumvolumen von 325 bis 685 Litern nach Umlegen der Rücksitzbank. Apropos, hier sitzen zwei Erwachsene bequem, wenn sie nicht viel größer als 1,80 Meter sind. Der Mittelsitz taugt nur als Notsitz.

  • gutaussehender, aber unsportlicher Durchschnittstyp
  • Citroën-typisch komfortabel ausgelegt
  • vier Erwachsene reisen bequem – solange sie nicht über 1,80 Meter sind
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Preise

Preise

Die Preise für einen gebrauchten Citroën C4 Aircross mit Basismotor starten bei etwa 10.000 Euro. Dafür haben die Exemplare eine Laufleistung um die 100.000 Kilometer. Wer bereit ist, 3.000 Euro mehr anzulegen, findet auch Exemplare deutlich unter 50.000 Kilometern. Allerdings ist das Angebot an Benzinern im Vergleich zu dem der beiden Diesel-Varianten marginal. Der empfehlenswertere 1,6-Liter-Diesel mit Euro-6-Abgasnorm startet bei rund 14.000 Euro. Für diesen Preis finden sich bereits Autos aus 2016, die mit einer Laufleistung von zum Teil unter 30.000 Kilometer gerade erst eingefahren sein dürften. Wer Wert auf Allradantrieb legt, muss etwas mehr ausgeben. Ein C4 Aircross 4X4 mit 60.000 Kilometern kostet ab rund 15.000 Euro. Den 150 PS starken Top-Diesel (mit Euro 5) bekommt man bereits für um die 8.000 Euro, dann allerdings mit sehr hohen Laufleistungen von mehr als 200.000 Kilometern (Stand März 2018).

  • Einstieg bei 10.000 Euro für den 1,6-Liter-Benziner
  • 1,6-Liter-Diesel mit Euro 6 aus 2016 ab 14.000 Euro
  • 150 PS-Top-Diesel bereits ab 8.000 Euro, aber mit hoher Laufleistung
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Die Rolle des einzigen SUV im Portfolio der Franzosen wurde vom C4 Aircross eingenommen.


Vorderansicht - schräg
Verstecken muss sich der C4 Aircross nicht.
Seitenansicht

Konkurrenten des Citroën C4 Aircross waren neben den Schwestermodellen Mitsubishi ASX und Peugeot 4008 unter anderem der Ford Kuga, der VW Tiguan und der Toyota RAV4. Verstecken muss sich der C4 Aircross hinter dieser Konkurrenz zumindest auf den ersten Blick nicht, macht der Citroën doch allemal eine gute Figur. Eine hohe, eindrucksvoll modellierte Motorhaube, kurze Überhänge, ein Front-Lufteinlass in Lamellenoptik und – optional – auffällig designte 18 Zoll-Felgen (die von der 2008 vorgestellten Citroën-Studie Hypnos inspiriert waren) lassen den C4 Aircross selbst heute noch aus der Masse herausstechen. Weniger beeindruckend ist dagegen das Angebot an Motorisierungen, das Citroën für den C4 Aircross bereithielt. Lediglich drei Motoren standen zur Auswahl, zwei Diesel mit 114 PS und 150 PS sowie ein Benziner mit 117 PS. Letzterer wurde ausschließlich mit Frontantrieb und Fünfgang-Handschaltung angeboten. 

Kaum Assistenzsysteme

Beide Diesel wurden mit einem Sechsganggetriebe ausgestattet und waren optional mit zuschaltbarem Allradantrieb verfügbar. Nicht nur außen, auch im Innenraum gibt sich der C4 Aircross geschmackvoll, insbesondere in der höchsten der drei Ausstattungslinien, als „Exclusive“. Mit Leder und – zumindest teilweise – hochwertigen Kunststoffen wirkt er durchaus edel. Eher spärlich dagegen war das Angebot der verfügbaren Assistenzsysteme. Berganfahrhilfe, Fahrstabilitätskontrolle, Regen- und Lichtsensor, Start-Stopp-System und ein Tempomat waren zwar an Bord. Abstandsregelung, Lichtsensor, Spurassistent, Head-up-Display, Totwinkel-Assistent oder Notbrems-Assistent waren aber weder für Geld noch gute Worte erhältlich.

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