Positionierung und Konzept
Der Citroen C3 (CC21) tritt als hochgelegter Kleinwagen mit SUV-Anklängen auf und bedient den Einstieg der Marke in die kleine Crossover-Klasse. Er ordnet sich unter dem C3 Aircross ein und nutzt die modulare CMP-Plattform, die kompakte Außenmaße mit erhöhter Sitzposition kombiniert. Gegenüber dem flacher gezeichneten Vorgänger steht die Karosserie deutlich höher, was Ein- und Ausstieg erleichtert. Konkurrenz kommt von Modellen wie Renault Clio, Opel Corsa oder Hyundai Bayon.
Design und Raumangebot
Mit einer Länge von gut 4 Metern und einer Höhe von knapp 1,57 Metern wirkt der C3 kompakt, aber deutlich aufrechter als klassische Kleinwagen. Die steilere Front und die erhöhte Bodenfreiheit erzeugen einen robusten Auftritt, ohne Geländewagen zu imitieren. Der Radstand von 2.540 mm schafft vorn viel Platz und im Fond ordentlichen Knieraum. Der Kofferraum fasst 310 Liter und liegt damit im Klassenrahmen. Eine umklappbare Rücksitzbank erweitert den Stauraum bei Bedarf. Ein Wendekreis von 10,9 m, fünf Türen und eine große Heckklappe erleichtern den Alltag trotz etwas höherer Ladekante.
Innenraum, Bedienung und Qualität
Im Innenraum dominiert eine schlichte Gestaltung mit wenigen Tasten, was die Bedienung übersichtlich hält. Ein kleines Head-up-Display blendet die Geschwindigkeit ins Sichtfeld ein, ein klassisches Kombiinstrument liefert die wichtigsten Fahrdaten. Das MyCitroen-Play-Radio übernimmt Radio-, Medien- und Telefonfunktionen, gesteuert über Tasten am Lenkrad. Die Materialqualität orientiert sich am günstigen Preisniveau: Viel Hartkunststoff, aber sauber verarbeitet. Die Vordersitze stützen für die Klasse gut, könnten jedoch eine längere Sitzfläche bieten. Auf der Rückbank sitzen zwei Erwachsene ordentlich, zu dritt wird es eng. Ablagen in Türen und Mittelkonsole fassen Alltagskleinigkeiten, insgesamt wirkt der Innenraum nüchtern, aber funktional und passt zur Ausrichtung der You-Ausstattung.
Motor, Fahrverhalten und Komfort
Ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit 74 kW (101 PS) und 205 Nm treibt den C3 an. In gut 10 Sekunden beschleunigt er auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit von rund 180 km/h deckt Autobahnabschnitte ab. Das 6-Gang-Schaltgetriebe unterstützt sparsames Fahren, der Vorderradantrieb bleibt gutmütig. Das komfortorientierte Fahrwerk mit Schraubenfedern an beiden Achsen filtert Schlaglöcher im Stadtverkehr zuverlässig. In schnellen Kurven neigt sich die Karosserie spürbar, bleibt aber berechenbar. Die Lenkung arbeitet leichtgängig, der Dreizylinder hält sich akustisch meist zurück, unter Vollgas klingt er präsenter. Ein WLTP-Verbrauch von 5,6 l/100 km und Effizienzklasse D zeigen einen Kompromiss aus Kosten und Sparsamkeit.
Alltagstauglichkeit und Kosten
Mit 310 Liter Kofferraumvolumen und 394 kg Zuladung deckt der C3 typische Alltagsaufgaben vom Einkauf bis zum Wochenendtrip ab. Die gebremste Anhängelast von 600 kg genügt für kleine Anhänger oder Fahrradträger, eine Dachlast von 70 kg ermöglicht die Nutzung einer Dachbox. Dank moderatem Verbrauch und einfacher Technik bleiben die laufenden Kosten überschaubar, die gängigen Reifenformate halten die Preise für Verschleißteile niedrig. Versicherungseinstufung und Kfz-Steuer liegen im Mittelfeld der Kleinwagenklasse. Eine zweijährige Fahrzeuggarantie und eine lange Durchrostungsgarantie schaffen Planungssicherheit. So eignet sich der C3 besonders für Stadtpendler und junge Haushalte mit begrenztem Budget.
Fazit
Der Citroen C3 (CC21) präsentiert sich als pragmatischer Kleinwagen mit erhöhter Sitzposition und leichtem SUV-Flair. Stärken zeigen sich im Raumgefühl vorn, in der einfachen Bedienung und im alltagstauglichen Antrieb. Dem stehen ein sachlicher Innenraum, die auf einen Motor begrenzte Auswahl und nur durchschnittliche Effizienzwerte gegenüber. Insgesamt wirkt der C3 als stimmiges Angebot für Stadt und Umland.