Der 2017 eingeführte Citroën C3 (B618) zählt im B-Segment zu den komfortorientierten Kleinwagen. Er spricht Käufer an, die Bequemlichkeit und ein eigenständiges Design höher gewichten als Dynamik. Gegenüber dem Vorgänger wächst der C3 leicht in Länge und Breite, wirkt aber flacher und moderner und rückt damit näher an Konkurrenten wie Ford Fiesta, Renault Clio oder VW Polo heran.
Karosserie und Design
Optisch zeigt der C3 eine hohe Front mit zweigeteilten Leuchten und markentypischen Airbumps an den Flanken. Diese Elemente schützen bei kleinen Remplern und betonen den individuellen Auftritt. Mit rund 4.000 mm Länge bleibt der Wagen handlich und passt gut in enge Innenstädte, der kleine Wendekreis erleichtert das Rangieren. Kontrastfarben für Dach und Außenspiegel sowie zusätzliche Dekore heben den C3 von nüchterner gestalteten Wettbewerbern ab. Im Vergleich zum runderen Vorgänger wirkt die Karosserie kantiger und erwachsener, ohne den Kleinwagen-Charakter aufzugeben.
Innenraum und Platzangebot
Im Innenraum kombiniert der C3 einfache Kunststoffe mit Stoffen und farbigen Einsätzen. Die Verarbeitung erreicht Klassenniveau, bleibt aber hinter dem Soliditätseindruck eines VW Polo zurück. Vorn sitzen die Insassen bequem, die weich gepolsterten Sitze bieten jedoch wenig Seitenhalt in schnell gefahrenen Kurven. Hinten fällt der Beinraum knapp aus, große Passagiere empfinden lange Strecken als anstrengend. Der Kofferraum fasst 300 Liter und liegt damit im Klassenschnitt, die hohe Ladekante und die schmale Öffnung erschweren allerdings das Beladen schwerer Gepäckstücke. Ablagen und Fächer bleiben knapp bemessen und schränken die Alltagstauglichkeit etwas ein.
Bedienung, Infotainment und Komfort
Das Cockpit prägt ein zentraler Touchscreen, über den auch Klimafunktionen und viele Einstellungen laufen. Die reduzierte Zahl an Tasten sorgt für eine aufgeräumte Optik, verlangt im Alltag jedoch Aufmerksamkeit und mehrere Tippwege und wirkt damit umständlich. Infotainment mit Smartphone-Anbindung, Bluetooth und optionaler Navigation fällt zeitgemäß aus und passt zur Klasse. Das Fahrwerk ist klar auf Komfort abgestimmt: Unebenheiten und Querfugen filtert der C3 für einen Kleinwagen souverän weg, dafür neigt die Karosserie in schnell gefahrenen Kurven stärker zum Wanken. Die Lenkung arbeitet leichtgängig, vermittelt aber wenig Rückmeldung.
Antrieb, Verbrauch und Alltagstauglichkeit
Im Citroën C3 (B618) arbeitet in einer verbreiteten Variante ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit 81 kW, der ordentliche Reserven bietet und gut mit dem Fünfganggetriebe harmoniert. Im Stadt- und Überlandbetrieb reicht die Leistung aus, Überholmanöver gelingen ohne große Anstrengung. Der Normverbrauch bleibt moderat, in der Praxis liegt der Konsum je nach Fahrprofil im Bereich um fünf Liter auf 100 Kilometer und damit auf konkurrenzfähigem Niveau. Die Abgasreinigung arbeitet sauber, die Schadstoffwerte bleiben niedrig. Im Unterhalt profitiert der C3 von überschaubaren Steuer- und Versicherungssätzen, beim Gebrauchtwagenkauf sollten jedoch bekannte Rückrufe etwa zu Zahnriemen oder ABS-Hydraulikblock geprüft sein.
Fazit
Der Citroën C3 (B618) präsentiert sich als Kleinwagen für Käufer, die Komfort, eigenständiges Design und eine ordentliche Ausstattung höher gewichten als sportliche Fahrdynamik oder maximale Variabilität. Ein präziser abgestimmtes Fahrwerk oder mehr Platz im Fond bieten einige Wettbewerber. Als bequemer Stadt- und Pendelwagen mit ausgewogenem Antrieb und komfortorientierter Auslegung hinterlässt der C3 einen stimmigen Gesamteindruck.