Design und Konzept
Der Citroën C3 Aircross (2R/2C) der 2024 eingeführten dritten Generation zeigt ein kantiges, fast monolithisches Design mit flachem Dach und hoher Gürtellinie. Die markante Lichtsignatur und die vertikal betonte Front rücken ihn optisch näher an die größeren SUV der Marke, bleiben dabei bewusst schlicht. Gegen Aufpreis kommen ein kontrastfarbiges Dach und Dekorelemente dazu, die den sachlichen Auftritt auflockern. Im Vergleich zum kürzeren Vorgänger wächst die Länge auf rund 4.400 mm, die gestreckten Proportionen schaffen spürbar mehr Platz im Innenraum. Technisch nutzt der C3 Aircross die Smart-Car-Plattform des C3 und teilt sich viele Komponenten mit dem Opel Frontera.
Innenraum und Platz
Die hohe Sitzposition erleichtert den Einstieg, die weich gepolsterten Sitze bleiben auch auf langen Strecken bequem. Vorn ersetzt ein Head-up-Display die klassischen Instrumente, je nach Ausstattung ergänzt ein zentraler Touchscreen das Infotainment. Das C-Zen-Lounge-Konzept nutzt einfache, freundliche Stoffe und helle Dekore, die Qualitätsanmutung bleibt dem Preisniveau angemessen. Im Fond genießen die Passagiere großzügige Beinfreiheit, die eher an einen Kompaktvan erinnert. Als Fünfsitzer bietet der Kofferraum 460 Liter und wächst mit umgeklappter Rückbank auf bis zu 1.600 Liter. Die optionale dritte Sitzreihe schafft zwei Notsitze für Kinder, reduziert den Stauraum jedoch deutlich.
Fahrverhalten und Komfort
Auf der Straße wirkt der C3 Aircross reifer, als es die kompakten Abmessungen erwarten lassen. Die Advanced-Comfort-Federung filtert Querfugen und schlechte Straßen wirksam, auf welligem Asphalt stellt sich jedoch ein leicht schaukeliger Eindruck ein. Die sehr leichtgängige Lenkung liefert nur begrenzte Rückmeldung, in Kurven neigt sich die Karosserie spürbar. Der Fahrcharakter zielt klar auf Gelassenheit statt auf Dynamik. Der Elektroantrieb fährt angenehm leise, während der Dreizylinder unter Last deutlicher klingt, ohne störend zu werden.
Antriebe und Effizienz
Die Motorenpalette deckt unterschiedliche Nutzungsprofile ab. Der Turbobenziner mit Handschaltung eignet sich für den Alltag und setzt auf einfache Technik. Der Mild-Hybrid nutzt den zusätzlichen Elektroschub besonders im Stadtverkehr, beschleunigt spürbar spontaner und senkt im Pendlerbetrieb den Verbrauch. Der vollelektrische Antrieb ermöglicht leises und lokal emissionsfreies Fahren, im Stadtgebiet fällt die Reichweite ausreichend aus. Auf der Autobahn und mit voller Beladung wirken Beschleunigung und Zwischenspurts jedoch zurückhaltender, Überholmanöver erfordern mehr Planung. Anhängelasten bis etwa 1.500 kg bei den Verbrennervarianten betonen den Nutzwert, während der Stromer klar auf leichtere Lasten und ein urbanes Umfeld ausgelegt bleibt.
Fazit
Der C3 Aircross verbindet viel Raum und Variabilität mit einem für Familien attraktiven Preisniveau. Die Option auf sieben Sitze und die Wahl zwischen Benziner, Mild-Hybrid und Elektroantrieb erhöht die Flexibilität deutlich. Im Gegenzug wirken die Materialien einfach, und die Fahrdynamik bleibt eher weich abgestimmt. Insgesamt präsentiert sich der Citroën C3 Aircross (2R/2C) als unkompliziertes, komfortbetontes und vielseitiges Alltagsauto mit klarem Fokus auf Nutzwert.