Citroën C-Elysee (Serie)

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Der Citroen C-Elysee ist eine Limousine mit Stufenheck und wird als preiswerter Wettbewerber um VW Jetta, Ford Focus und Mazda3 im spanischen Vigo seit dem Herbst 2012 produziert. Die Stufenhecklimousine wird vom PSA-Konzern auch baugleich als Peugeot 301 Neuwagen verkauft.

Daten

Daten

Nach dem Facelift vom Frühjahr 2017 hatte Citroën den C-Elysée mit zwei Benzinern und einem Diesel angeboten. Basismotorisierung war ein Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Litern Hubraum und 82 PS, der mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe kombiniert wurde. Alternativ dazu gab es – wahlweise mit Fünfgang-Schaltung oder Sechsgang-Automatik – einen 1,6 Liter großen Vierzylinder mit 115 PS oder einen mit fünf Gängen von Hand geschalteten Diesel, der aus 1,6 Litern 99 PS schöpfte. Damit waren in dem ausschließlich als Fronttriebler lieferbaren Stufenheck Spitzengeschwindigkeiten zwischen 168 und 193 km/h möglich. Den Verbrauch hatte Citroën mit Werten zwischen 3,8 Litern Diesel und 6,6 Litern Benzin angegeben.

  • zwei Benziner, ein Diesel 
  • Leistungsspanne von 82 bis 115 PS
  • Automatikgetriebe nur für Topmotorisierung
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Test

Test

Von den Testern hatte Citroën für C-Elysée neben dem ansehnlichen Design vor allem gute Noten für das imposante Platzangebot und den großen Kofferraum erhalten. Denn genügend Bein- und Schulterfreiheit für vier Erwachsene und 500 Liter Gepäck bieten bei 4,43 Metern Länge nicht viele Autos. Kritik gab es dafür an der Ergonomie: Das Cockpit wurde als unübersichtlich bewertet, die Bedienung galt als schwierig und am Kofferraum hatten die Tester einen vernünftigen Griff vermisst. Dass Citroën nur eine solide Grundausstattung und vor allem wenig Optionen bot, hatten die Fachmedien angesichts des günstigen Preises als akzeptabel gewertet. 

  • viel Platz für alle Insaßen
  • geräumiger Kofferraum
  • solide Ausstattung, wenig Optionen
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Preise

Preise

Viel Auto für wenig Geld – so hat Citroën für den C-Elysée argumentiert und das mit einem Kampfpreis unterstrichen, der selbst zum Ende der kurzen Laufzeit noch bei 12.990 Euro begonnen hat. Dafür gab es das Stufenheck als PureTech 82 mit einem 82 PS starken Dreizylinder-Benziner in der Ausstattung „Selection“. Für den zweiten Benziner mit 115 PS hatte Citroën in der Version mit Handschaltung 14.390 Euro und für die Automatik 15.890 Euro verlangt. Der 99 PS starke Diesel im Modell BlueHDi 100 kostete mindestens 15.990 Euro. Weil die kurze Preisliste kaum ein Dutzend Optionen bot, ließ sich der Preis auch mit Navigationssystem, Rückfahrkamera oder Stoff-Leder-Sitzen nicht über 20.000 Euro treiben.

Im Kreis der wenigen Konkurrenten rangierte der C-Elysée damit exakt im Mittelfeld. Škoda Rapid und Seat Toledo kosteten deutlich mehr. Nur der Fiat Tipo zum Grundpreis von 12.590 Euro und der Lada Vesta ab 12.490 Euro waren noch etwas günstiger. 

  • günstiger Startpreis ab 12.990 Euro 
  • selbst mit allen Extras unter 20.000 Euro
  • preislich im Konkurrenz-Mittelfeld
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Er hat zwar einen klangvollen Namen, doch von Pracht und Ruhm der Pariser Flaniermeile ist der Citroën C-Elysée zumindest in Deutschland meilenweit entfernt. Denn als Kleinwagen mit Stufenheck mag der Franzose aus einer Fabrik in Spanien in Schwellenländern große Erfolgsaussichten haben.


Der Citroën C-Elysée war selbst für die Nische nix

Doch bei uns war er ein Exot in einem Segment, aus dem sich VW mit einem viertürigen Polo oder Opel mit einem Corsa mit Kofferraum schon vor Jahren verabschiedet haben. Entsprechend kurz war auch die Karriere des 2016 eingeführten Viertürers – schon 2017 wurde er wieder vom Markt genommen.

China, Indien, Südamerika – auf den boomenden Schwellenmärkten dieser Welt träumen die Kunden vom Stufenheck, weil das am ehesten der traditionellen Vorstellung vom Auto entspricht. Das gilt nicht nur für große und teure Limousinen, sondern bis hinunter zu den Kleinwagen. Deshalb gibt es jenseits von Europa den VW Polo genauso mit Stufenheck wie den Opel Corsa oder den Ford Fiesta. Und auch die Franzosen gehen mit dieser Mode und haben dem Renault Clio genauso einen Rucksack aufgesetzt wie dem Citroën C4. Mit einer Länge von 4,42 Metern deutlich kürzer als VW Jetta oder Toyota Corolla, wurde der C-Elysée ursprünglich vor allem für China entwickelt, wo er als zweiter Aufguss des europäischen Xsara zum ersten Mal 2002 auf den Markt kam. Zehn Jahre später von Grund auf erneuert und auf die Plattform des Peugeot 208 gestellt, wird das kompakte Stufenheck seitdem auch in Spanien produziert und von dort aus anfangs vor allem im Süden und Osten Europas sowie im Norden Afrikas verkauft. Doch Anfang 2016 kommen offenbar auch die Mitteleuropäer auf den Geschmack und neben Frankreich nimmt still und heimlich auch Deutschland die kleine Limousine ins Verkaufsprogramm auf.

In Deutschland nahezu ohne Konkurrenz

Nachdem Dacia den Verkauf des Logan zu dieser Zeit schon eingestellt hatte, fuhr der C-Elysée bei uns nahezu ohne Konkurrenz. Denn abgesehen von den Zwillingsmodellen Seat Toledo und Škoda Rapid gibt es kaum ein vergleichbares Fahrzeug im Land. Und mit einem Grundpreis von anfangs 12.590 Euro lag der Citroën mehrere tausend Euro unter Škoda und Seat. Einzig Fiat Tipo und Lada Vesta haben bei Format und Preis noch ein ähnliches Niveau wie der Citroën.

Kleines Geld, kleine Ansprüche

Allerdings durfte man dafür auch nicht viel erwarten. Zwar bot das Stufenheck stolze 500 Liter Kofferraum und damit deutlich mehr als etwa ein VW Golf, und zur Serienausstattung zählten neben sechs Airbags unter anderem eine Klimaanlage und der Tempomat. Doch unter der Haube war Schmalhans Küchenmeister. Denn zum Start gab es den in die Länge gezogenen Kleinwagen lediglich mit einem 82 PS starken Dreizylinder-Benziner, einem Vierzylinder, der es auf 115 PS bringt, sowie einem Diesel mit 99 PS. 

Wenig Kunden, kurze Karriere

Auch wenn der C-Elysée viel Auto fürs Geld bot und Citroën ihn im Frühjahr 2017 bereits einem Facelift unterzogen hatte, kam er bei den deutschen Kunden offenbar nicht so richtig an. Weil Stufenheck-Limousinen diesseits der Mittelklasse als allzu spießig gelten und ohnehin alle Welt nach Geländewagen, Crossovern und SUV schreit, war die Nische für den Viertürer offenbar zu klein: Während er zum Beispiel in Frankreich noch immer angeboten wird, nahm Citroën den C-Elysée in Deutschland deshalb im Jahr 2017 nach nicht einmal 24 Monaten wieder vom Markt. Damit zählt er zu den Modellen mit der kürzesten Laufzeit im Land.

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