BMW X1 (F48)

GeschlossenSeit 2015
Neu ab
35.900 €
Gebraucht ab
650 €
Leasing ab
297 €
Fahrzeugeinordnung

Unter den deutschen Premiumherstellern war BMW im Jahr 2009 der erste, der mit dem X1 das Segment der Kompakt-SUV besetzte. Die Hauptkonkurrenten Audi Q3 und Mercedes-Benz GLA folgten erst viel später. Beim Wechsel zur zweiten X1-Generation F48 sind die Platzverhältnisse deutlich besser geworden. Die Passagiere sitzen nun auch etwas höher als beim fast kombihaften Vorgänger (E84). Der BMW X1 wird in Regensburg produziert und basiert auf der sogenannten UKL-Basis, die er sich unter anderem mit dem BMW 2er Active Tourer und Gran Tourer teilt.

Stärken
  • verbessertes Platzangebot
  • neue Motoren mit weniger Verbrauch
  • umfangreiche Sicherheitsausstattung
Schwächen
  • hohe Anschaffungspreise
  • Ausstattungslinien mit unnötigen optischen Extras
  • beschränkte Sicht nach hinten
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
100 kW / 136 PS
0 - 100 km/h
9,7 s
Höchstgeschwindigkeit
203 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
127 g/km
Verbrauch (komb.)*
5,6 l/100km
Energieeffizienzklasse*
-

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Auch das kleinste SUV von BMW verkörpert die klassischen Tugenden der Marke. Er ist fahraktiv, komfortabel und sparsam. Und mit der umfangreichen Ausstattung und der guten Qualitätsanmutung ist er eine Alternative für BMW-Fans, denen die größeren SUV X3 oder X5 zu massig sind. Allerdings ist für diese Tugenden ein hoher Preis zu zahlen. Der Einstieg in die SUV-Welt von BMW beginnt bei stolzen 30.500 Euro für den sDrive18i, der keinen Allradantrieb besitzt und mit 136 PS auch nicht gerade üppig motorisiert ist.

Der Begriff sDrive stand in der BMW-Nomenklatura bisher für Heckantrieb, xDrive für Allrad. Das hat sich beim letzten Modellwechsel geändert. Beim X1 bricht BMW wie zuvor schon beim 2er mit einem Tabu und lässt in den günstigeren sDrive-Varianten die Vorderräder von quer eingebauten Motoren antreiben. Als diese Pläne bekannt wurden, war der Aufschrei in der BMW-Gemeinde groß, doch das Ergebnis gibt den Münchnern Recht. Der BMW X1 bietet Passagieren nun trotz reduzierter Außenlänge mehr Platz im Innenraum und übertrifft in dieser Hinsicht sogar Konkurrenten wie den Audi Q3.

Die fahrdynamischen Qualitäten haben unter dem neuen Antriebskonzept nicht gelitten, nur die Federung könnte etwas feinfühliger auf herbe Stöße reagieren. Dafür hat BMW einen anderen Mangel beim Modellwechsel beseitigt: Die Qualitätsanmutung entspricht nun endlich dem Standard, den man in der Premiumklasse erwartet.

Testberichte

ADAC Auto-Test

Testergebnis vom 28. April 2016
BMW X1 sDrive18iFünftüriges SUV der unteren Mittelklasse (100 kW / 136 PS)
Testbericht lesen
  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    4,2
Karosserie/Kofferraum 2,3
Innenraum 1,8
Komfort 2
Motor/Antrieb 2,1
Fahreigenschaften 2
Umwelt/EcoTest 2,4
Sicherheit 1,4

Motoren

Früher hatten die Modellbezeichnungen bei BMW eine Aussagekraft über den Hubraum des jeweiligen Motors. Ein 320 hatte zwei Liter, ein 530 drei Liter Hubraum. Das trifft heute nur noch nur teilweise zu. So besitzt der sDrive18i zum Beispiel einen 1,5-Liter-Dreizylinder-, der 18d einen Zweiliter-Vierzylinder-Motor. Auch bei BMW teilen sich unterschiedliche Motorisierungen eine gemeinsame Motorbasis, und so gilt im Fall von 20i und 25i oder bei allen drei Dieselversionen: gleicher Hubraum, aber unterschiedliche Elektronik und Leistung.

  • Drei- und Vierzylinder (Benzin) und Vierzylinder (Diesel)
  • Start-Stopp-Funktion in allen Motorisierungen

Motordetails anzeigen
Nahaufnahme eines silbernen Autos mit Fokus auf den modernen Scheinwerfer und die runden Nebelscheinwerfer.

Sicherheit

Wie man es bei einem so frischen Premiummodell erwarten kann, gibt es auch beim BMW X1 optional verschiedene Assistenzsysteme. Der 650 Euro teure Driving Assistant umfasst einen Spurwarner mit Vibrationsalarm am Lenkrad, eine Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion und einen Fernlichtassistenten. Der Driving Assistant Plus für 1.400 Euro hat dazu noch eine aktive Geschwindigkeitsregelung und einen Stauassistenten mit Geschwindigkeitsregelung inklusive Lenkeingriff.

Mit der Park Distance Control inklusive Parkassistent und Rückfahrkamera kann man sich den einen oder anderen Blechschaden ersparen.

  • intelligenter Notruf
  • Aufmerksamkeitsassistent
  • Speed Limit Info mit Überholverbotsanzeige
  • Reifendruckanzeige
Der BMW X1 verfügt schon serienmäßig über eine gute Sicherheitsausstattung. Neben den obligatorischen Fahrer-, Beifahrer-, Seiten- und Kopfairbags sind noch ISOFIX-Kindersitzbefestigungen für die beiden äußeren Sitze im Fond sowie eine Auffahrwarnung mit City-Bremsfunktion und ein Aufmerksamkeitsassistent standardmäßig an Bord. Ebenfalls an Bord: eine Reifendruckanzeige und eine Speed-Limit-Info.
Dazu gibt es zahlreiche optionale Assistenzsysteme. Eine BMW-Spezialität ist der intelligente Notruf zum BMW Call Center als Teil des Telematik Services. Der Notruf kann automatisch oder manuell ausgelöst werden. Auch dank solcher Sicherheitssysteme erzielte der X1 im Euro-NCAP-Crashtest die Höchstnote von fünf Sternen mit besonderen Stärken bei Insassenschutz und Seitencrash.

Ausstattung

Achtgang-Steptronic-Sportgetriebe, M Sportfahrwerk, Sportlenkung und 19 Zoll Räder - das sind nur einige Beispiele für die vielen Extras, mit denen sich der BMW X1 in bester BMW-Manier aufrüsten lässt. Dazu gibt es Edelholz und feines Leder im Interieur und verschiedene Navigationssysteme. Wie es sich für einen Premiumhersteller gehört, ist die Extraliste lang und teuer. Einen eigenen Bereich bilden die ConnectedDrive-Services mit Concierge Service, Real Time- Verkehrsinformation und optionalem Internetzugriff.

  • Zur Serienausstattung gehören:
  • Freisprecheinrichtung/Audiostreaming (Bluetooth)
  • 6,5-Zoll Farbdisplay
  • Nebelscheinwerfer
Nahaufnahme eines Autoinnenraums mit braunen Ledersitzen, einem Automatikschaltknauf und zentraler Steuerkonsole.
Auch beim BMW hat der Kunde wie heutzutage üblich die Wahl zwischen unterschiedlichen Ausstattungslinien. Die Ausstattungs- und Preisunterschiede sind jedoch vergleichsweise überschaubar. So bietet die Linie Advantage zusätzlich zur vernünftig konfigurierten Serienausstattung noch zusätzlich eine Klimaautomatik statt der manuellen Klimaanlage, Park Distance Control und eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Bremsfunktion – also betont praktische Extras. Der Aufpreis dafür beträgt 1.100 Euro.
Bei den Versionen xLine, Sport Line und M Sport geht es vorwiegend um Äußerlichkeiten wie größere Aluräder, Sportsitze und diverse Designelemente innen und außen. Damit wird zum Beispiel der M Sport mitsamt Sportfahrwerk um stolze 5.000 Euro teurer als das Basismodell. Zusätzlich bietet BMW noch Ausstattungspakete wie das Convenience Paket mit Komfortzugang und automatischer Heckklappenbetätigung, das Business Package mit Navigationssystem oder das Travel Paket an.
Serienausstattung:
  • Leichtmetallfelgen im Format 17 Zoll
  • elektrische Fensterheber vorn und hinten
  • Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung
  • Farbdisplay in 6,5 Zoll
  • Klimaanlage
  • Regensensor
  • Nebelscheinwerfer
  • Armauflage vorn und hinten
Zusätzlich in Ausstattungslinie Advantage:
  • Klimaautomatik
  • Park Distance Control
  • Geschwindigkeitsregelung
Zusätzlich in Ausstattungslinie xLine:
  • Leichtmetallfelgen in 18 Zoll
  • Sitze in Stoff/Leder-Kombination
  • Sport-Lederlenkrad
  • Lichtpaket
Zusätzlich in Ausstattungslinie M Sport:
  • M Sportfahrwerk
  • M Aerodynamikpaket
  • Sportsitze
  • Leichtmetallfelgen in 18/19 Zoll

Modellbeschreibung

Äußerlich mag der Sprung vom BMW X1 E84 zum Nachfolger F48 noch vergleichsweise gering erscheinen. Sicher: Das Design erscheint nun dynamischer, wertiger, und die Proportionen haben sich durch Wachstum in der Höhe und Reduzierung der Außenlänge deutlich in Richtung eines klassischen SUV verschoben. Die wahre Revolution fand aber unter dem Blechkleid statt. Unter der Motorhaube sind die Maschinen nun quer eingebaut, und der Antrieb erfolgt bei den sDrive-Varianten auf die Vorderräder.


Silberner SUV, Seitenansicht. Modernes Design mit klaren Linien, dunklen Fenstern und silbernen Felgen auf grünem Hintergrund.
Nach dem Modellwechsel überzeugt der BMW X1 auch mit praktischen Talenten.
Weißer BMW SUV, frontalansicht, vor transparentem Hintergrund.

Das hat zu ganz neuen Platzverhältnissen im Innenraum geführt. Die Insassen sitzen nun höher als im Vorgänger, den Passagieren in der zweiten Reihe stehen spürbare Zentimeter mehr Beinfreiheit zur Verfügung. Gewachsen ist nicht zuletzt der Kofferraum: auf 505 bis 1550 Liter bei umgeklappter Rückenlehne. Wer noch mehr Flexibilität wünscht, kann zudem für 190 Euro eine umklappbare Beifahrersitzlehne oder für 350 Euro eine Sitzverstellung für die Rückbank ordern.

BMW überzeugt also neuerdings auch durch praktische Talente, und dieser Fortschritt dürfte auch die Kritiker des neuen Antriebslayouts verstummen lassen. An fahrdynamischen Talenten hat der X1 nämlich nichts eingebüßt. Zwar bemängeln einige Tester zarte Antriebseinflüsse in der Lenkung – Tribut an die neue Frontantriebsplattform. Aber das ist nur im Grenzbereich spürbar, und der bildet nicht das hautsächliche Einsatzgebiet der Fahrzeuggattung SUV.

Bedauerlich ist schon eher, dass im X1 keine Sechszylindermotoren lieferbar sind. Im Angebot sind ausschließlich Vier- und sogar Dreizylindermotoren, und die Leistungsspanne reicht nur bis 231 PS. Ein Audi Q3 oder Mercedes GLA haben da deutlich mehr zu bieten. Für den Alltag ist die Motorenpalette des X1 aber mehr als ausreichend, und es bleiben genügend andere Möglichkeiten, den Preis des kleinsten BMW-SUV in die Höhe zu treiben. Die Zubehörliste ist lang, aber auch wer es bei der Serienausstattung belässt, entbehrt nichts Wesentliches.

Fazit

Der BMW X1 ist ein klassischer BMW, der in seinem Marktsegment die Rolle des Sportlers und Dynamikers übernimmt. BMW hat sein kleinstes SUV gegenüber dem Vorgänger schärfer und maskuliner interpretiert. Da er zudem über mehr Platz im Innenraum verfügt als der Vorgänger, rückt er seinem größeren Bruder X3 gefährlich nah. Aber auch gegenüber Konkurrenten wie dem Audi Q3 und dem Mercedes GLA hat der X1 gute Karten. Sie werden vom X1 in Vergleichstests regelmäßig geschlagen, nicht zuletzt wegen des Platzangebots im Innenraum. Dass ein BMW mit solchen Tugenden punktet, ist nun wirklich neu.

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