Design und Karosserie
Der Audi A7 (4K8) aus der seit 2018 gebauten Generation setzt das Konzept des viertürigen Coupés mit großer Heckklappe konsequent fort. Die flache, lang gestreckte Dachlinie, die schmal gezeichneten Scheinwerfer und das durchgehende Leuchtenband am Heck prägen den Auftritt und sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert. Im Vergleich zum Vorgänger fallen Proportionen und Details schärfer aus, die Grundform bleibt jedoch vertraut. Die Karosserie nutzt den modularen Längsbaukasten mit einer Mischung aus Aluminium- und Stahlteilen, was die Struktur steifer und relativ leicht macht. Die weit aufschwingende Heckklappe öffnet großzügig und erleichtert den Zugang zum Kofferraum, der das Schrägheck im Alltag deutlich praktischer wirken lässt als eine klassische Stufenhecklimousine.
Innenraum und Platzangebot
Vorne bietet der A7 viel Bewegungsfreiheit, Sitzposition und Ergonomie orientieren sich klar am Oberklassemodell A8. Die Fondplätze stellen ordentlichen Knieraum bereit, die flache Dachlinie begrenzt jedoch die Kopffreiheit für große Mitfahrer, wie schon bei der ersten A7-Generation. Das Cockpit wirkt stark digital geprägt mit zwei zentral angeordneten Touchscreens und einem frei konfigurierbaren Instrumentendisplay. Gegenüber der früheren Generation entfällt der klassische Dreh-Drück-Steller, dadurch wirkt die Mittelkonsole aufgeräumter, erfordert aber etwas Eingewöhnung bei der Bedienung. Materialien und Verarbeitung hinterlassen einen hochwertigen Eindruck, auf Wunsch veredeln Dekore, Ambiente- und Konturbeleuchtung den Innenraum und schaffen eine sehr individuelle Atmosphäre.
Antrieb und Fahrverhalten
Das Motorenprogramm des A7 deckt ein breites Spektrum ab, von effizienten Vierzylinder-Benzin- und Dieselvarianten über kultivierte Sechszylinder bis zu S- und RS-Derivaten mit deutlich sportlicherem Anspruch. Viele Motoren nutzen Mildhybridtechnik mit 12- oder 48-Volt-System, unterstützen Anfahrvorgänge und ermöglichen Segelphasen, was vor allem auf Landstraße und Autobahn den Verbrauch senkt. Die Plug-in-Hybride kombinieren einen Vierzylinder-Benziner mit einer Elektromaschine und erlauben im Alltag längere Teilstrecken rein elektrisch. Optional erhältliche Luftfederung und Allradlenkung steigern Komfort und Handlichkeit, der A7 wirkt dadurch trotz seiner Größe agil und bleibt gleichzeitig langstreckentauglich. Im Vergleich zum Vorgänger fallen Abrollkomfort und Geräuschdämmung hörbar feiner aus.
Alltagstauglichkeit und Kosten
Mit fünf Türen und großer Heckklappe zeigt sich der A7 im Alltag vielseitig, ein klassischer Kombi bleibt beim Beladen dennoch im Vorteil. Der Kofferraum fasst in den konventionell angetriebenen Versionen rund 535 Liter und wächst bei umgeklappter Rückenlehne auf etwa 1.390 Liter. Die Plug-in-Hybride verlieren durch den Batterieeinbau Stauraum und kommen nur auf ungefähr 380 Liter, was sich besonders bei Urlaubsfahrten bemerkbar macht. Die umfangreiche Sicherheits- und Assistenztechnik entlastet im täglichen Einsatz und unterstützt beim Halten des Abstands, im Stau und beim Rangieren. Schwachpunkt bleibt das hohe Preisniveau. Schon die Basismodelle liegen im oberen Segment, viele Komfort- und Designausstattungen kosten zusätzlich.
Fazit
Der Audi A7 (4K8) verbindet die flache, coupéhafte Linie mit den praktischen Vorteilen eines großen Schräghecks und bietet hohen Komfort auf langen Strecken. Der Innenraum wirkt hochwertig verarbeitet und modern gestaltet, das Raumangebot passt für vier Erwachsene, im Fond aber mit eingeschränkter Kopffreiheit. Das breite Motorenangebot mit Mildhybrid- und Plug-in-Hybridtechnik ermöglicht entspannte wie dynamische Fahrweisen bei moderatem Verbrauch. Hohe Anschaffungskosten und teure Extras relativieren diesen Eindruck, dennoch überzeugt der A7 als eigenständige Oberklasselimousine mit großem Kofferraum und viel Technik, die vor allem Vielfahrer und Designfreunde anspricht.