Maserati

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Maserati ist ein italienischer Hersteller von sportlichen Oberklasse-Fahrzeugen mit Sitz in Modena und gehört zum Stellantis-Konzern. Die Marke steht für leistungsstarke Motoren, einen markanten Auspuffklang und eine betont elegante Gestaltung. In Deutschland sind Maserati-Modelle vor allem eine Alternative zu sportlichen Fahrzeugen deutscher Premium-Hersteller.

Das Modellangebot reicht vom SUV über viersitzige Coupés und Cabrios bis zum Sportwagen mit Mittelmotor. Neben Benzinmotoren bietet Maserati auch Mildhybride und reine Elektroautos an.

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Markenbeschreibung

Maserati wurde 1914 in Bologna gegründet und ist seit den 1930er-Jahren in Modena zu Hause. Der Dreizack im Logo geht auf den Neptunbrunnen in Bologna zurück. Viele Modelle der Marke sind in Deutschland seltener zu sehen als vergleichbare Fahrzeuge anderer Hersteller. Deshalb wählen Käufer einen Maserati häufig bewusst, um sich von der Masse abzuheben.


Maserati verbindet italienisches Design mit sportlicher Leistung für Menschen, die ein ungewöhnliches Auto suchen.

Maserati-Modelle im Überblick

Das Modellangebot von Maserati ist überschaubar. Jede Baureihe spricht einen eigenen Einsatzzweck an. Neben den Neuwagen spielen auf dem Gebrauchtwagenmarkt auch ältere Baureihen eine wichtige Rolle.

Der Grecale ist ein SUV in der Mittelklasse und für viele der Einstieg in die Marke. Er bietet fünf Sitze, einen alltagstauglichen Kofferraum und dank erhöhter Sitzposition einen bequemen Einstieg. Damit eignet er sich für Familien und für den täglichen Weg zur Arbeit. Im Vergleich zu anderen Maserati-Modellen ist er kompakter und lässt sich in der Stadt einfacher parken.

Der GranTurismo ist ein Coupé mit vier vollwertigen Sitzen. Er ist für lange Strecken mit Komfort ausgelegt und verbindet sportliche Fahrleistungen mit einem ruhigen Fahrverhalten auf der Autobahn. Die offene Variante heißt GranCabrio und hat ein Stoffverdeck. Beide Modelle richten sich an Käufer, die einen sportlichen Reisewagen für zwei bis vier Personen suchen.

Der MC20 ist ein zweisitziger Sportwagen mit Mittelmotor. Der Motor sitzt also hinter den Sitzen und vor der Hinterachse, was die Straßenlage verbessert. Die offene Version trägt den Namen MC20 Cielo. Später hat Maserati das Modell überarbeitet und in MCPURA beziehungsweise MCPURA Cielo umbenannt. Dieses Auto ist vor allem für Freizeit und sportliches Fahren gedacht und weniger für den Alltag, da das Gepäckabteil klein und der Einstieg niedrig ist.

Maserati als Gebrauchtwagen: Ghibli, Quattroporte und Levante

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt spielen außerdem die Limousinen Ghibli und Quattroporte eine wichtige Rolle, die nicht mehr gebaut werden, sowie das große SUV Levante. Der Ghibli ist eine sportliche Limousine der oberen Mittelklasse. Er konkurrierte mit Fahrzeugen wie dem BMW 5er oder der Mercedes-Benz E-Klasse. Der Quattroporte ist die große Oberklasse-Limousine der Marke mit viel Platz im Fond. Der Name bedeutet auf Italienisch „vier Türen“.

Der Levante ist das erste SUV von Maserati. Er ist größer als der Grecale und bietet mehr Platz für Mitfahrer und Gepäck. Vor allem ältere Exemplare dieser drei Baureihen gibt es auch mit Dieselmotor. Für Vielfahrer kann das eine interessante Wahl sein, weil der Verbrauch auf langen Strecken deutlich geringer ausfällt als bei den Benzinern.

Unter den Klassikern sind zudem der 3200 GT sowie das nachfolgende Coupé und der Spyder bekannt. Diese Modelle sind eher für Liebhaber interessant.

Antriebe: Benziner, Mildhybrid und Elektroauto

Maserati ist traditionell für kräftige Benzinmotoren mit sechs oder acht Zylindern bekannt. Ein Kernstück der jüngeren Modelle ist der selbst entwickelte V6-Motor mit dem Namen „Nettuno“. Er treibt unter anderem den MC20, den GranTurismo und die stärksten Versionen des Grecale an.

In den Einstiegsversionen des Grecale kommt ein Vierzylinder-Benziner mit Mildhybrid-Technik zum Einsatz. Dabei unterstützt ein kleiner Elektromotor den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen. Rein elektrisch fahren kann das Auto so jedoch nicht. Der Vorteil liegt vor allem in einem etwas geringeren Verbrauch im Stadtverkehr.

Die Elektroautos von Maserati tragen den Zusatz „Folgore“. Diese Antriebsvariante gibt es beim Grecale, beim GranTurismo und beim GranCabrio. Die Elektromodelle fahren lokal emissionsfrei und sehr leise. Für den Alltag ist eine Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz sinnvoll. Wer oft lange Strecken fährt, sollte die Reichweite und die Ladeleistung der jeweiligen Version vor dem Kauf genau prüfen.

Ausstattungslinien und Modellbezeichnungen

Die Bezeichnungen hinter dem Modellnamen geben Hinweise auf Leistung und Ausrichtung. „GT“ steht in der Regel für die komfortorientierte Einstiegsversion. „Modena“ ist sportlicher abgestimmt und stärker motorisiert. „Trofeo“ bezeichnet die leistungsstärksten Verbrenner-Versionen mit betont sportlicher Ausrichtung.

Schon die Grundausstattung ist bei Maserati meist umfangreich. Dazu gehören hochwertige Materialien wie Leder, große Bildschirme und moderne Verbindungsmöglichkeiten für das Smartphone. Käufer können das Fahrzeug über zahlreiche Farben, Innenausstattungen und Sonderausstattungen individuell gestalten. Das erhöht allerdings schnell den Preis.

Sicherheit und Assistenzsysteme

Maserati-Modelle verfügen über die gängigen Sicherheits- und Assistenzsysteme der Oberklasse. Dazu zählen je nach Modell und Ausstattung ein Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent und ein Abstandsregeltempomat. Dieser hält auf der Autobahn automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und entlastet so auf langen Fahrten. Ein Totwinkelwarner meldet Fahrzeuge, die im Außenspiegel schlecht zu sehen sind.

Bei den älteren Baureihen ist der Umfang der Assistenzsysteme je nach Baujahr unterschiedlich. Gerade bei Gebrauchtwagen lohnt sich daher ein genauer Blick auf die tatsächlich verbaute Ausstattung.

Verbrauch und Unterhaltskosten

Maserati-Fahrzeuge sind in der Anschaffung und im Unterhalt teuer. Die leistungsstarken Benzinmotoren haben einen hohen Verbrauch, besonders bei sportlicher Fahrweise. Hinzu kommen hohe Kosten für Versicherung, Kfz-Steuer, Reifen und Bremsen. Auch Wartung und Reparaturen sind aufwendiger als bei vielen anderen Marken.

Das Händler- und Werkstattnetz ist in Deutschland deutlich dünner als bei großen deutschen Herstellern. Je nach Wohnort kann der Weg zur nächsten Vertragswerkstatt daher lang sein. Die Elektromodelle können im Betrieb günstiger sein, sofern zu Hause oder mit günstigem Strom geladen wird.

Wertstabilität und Gebrauchtwagen

Viele Maserati-Modelle verlieren in den ersten Jahren deutlich an Wert. Das gilt vor allem für die Limousinen Ghibli und Quattroporte sowie für den Levante. Für Käufer von Gebrauchtwagen bedeutet das, dass sie oft ein Oberklasse-Fahrzeug zu einem vergleichsweise niedrigen Preis bekommen.

Dem stehen jedoch die hohen Unterhalts- und Reparaturkosten gegenüber. Vor dem Kauf eines gebrauchten Maserati ist ein lückenloses Wartungsheft daher besonders wichtig. Eine Prüfung durch eine Fachwerkstatt kann helfen, teure Überraschungen zu vermeiden. Seltene Sportwagen und gepflegte Klassiker sind dagegen oft wertstabiler.

Für wen eignet sich ein Maserati?

Ein Maserati spricht vor allem Menschen an, die Wert auf Design, Motorklang und Exklusivität legen. Der Grecale eignet sich für Familien und Pendler, die ein sportliches SUV suchen. Der GranTurismo und der GranCabrio passen zu Käufern, die gerne lange Strecken mit Komfort und Fahrspaß zurücklegen. Der MC20 und der MCPURA richten sich an Sportwagen-Fans, die das Auto meist in der Freizeit nutzen.

Wer vor allem auf niedrige Kosten, ein dichtes Werkstattnetz und einen stabilen Wiederverkaufswert achtet, findet bei anderen Marken oft passendere Angebote.