Lotus Elise

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Ihren ersten offiziellen Auftritt hat die Lotus Elise 1995 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA). Das Auto erregt Aufsehen, denn es zeigt ein ungewöhnliches Konzept. Hochwertige Leichtbauweise, geringe Abmessungen und der Verzicht auf jeglichen Komfort deuten eigentlich eher auf einen klassischen Roadster hin. Doch der Sportwagen mit dem kleinen Mittelmotor ist deutlich mehr als das. Getreu dem Motto des Firmengründers Colin Chapman, Einfachheit mit Highlights auszustatten, entsteht mit der Lotus Elise ein Sportwagen mit ausgezeichneten Fahrleistungen, der aber deutlich preiswerter ist als zum Beispiel ein Porsche 911 .

Die Besonderheiten der Lotus Elise
Das Kernelement ist das Fahrgestell der Lotus Elise. Produziert von Hydro Aluminium aus Dänemark wiegt es nur etwa 65 Kilogramm. Es gibt keine Schweißnähte, denn es wird mit Kleben und Nieten zusammengefügt. Die Karosserie der Lotus Elise ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Das trägt dazu bei, dass das Gesamtgewicht des Fahrzeugs deutlich unterhalb der anderen Fahrzeuge seiner Klasse bleibt. Lotus bietet eine geschlossene Version der Lotus Elise unter dem Modellnamen Exige an. Die Ausstattung besteht teilweise aus Standardbauteilen anderer Marken wie zum Beispiel Vauxhall ( Opel ), Peugeot oder dem Motorsportzulieferer Stack. Die Lotus Elise schlägt auf dem Markt ein und es entstehen Lieferzeiten von mehr als einem Jahr. Nach Auskunft des Kraftfahrtbundesamtes sind in Deutschland im Jahr 2012 41 Exemplare der Lotus Elise als Neuwagen zugelassen worden.

Die erste Generation der Lotus Elise
Die Lotus Elise S1 ist die erste verkaufte Serie zwischen 1996 und 2000. Angetrieben wird sie von einem 1,8-Liter-Motor der MG Rover Group. Die Leistung des Vierzylinders beträgt 90 kW (122 PS). Die ersten Sportwagen verfügen über Bremsscheiben aus einem Materialmix aus Aluminium und Keramik. Dieses Material ist zwar sehr teuer, aber dafür auch leicht. Immerhin liegt das Gesamtgewicht des Autos nur bei etwas mehr als 700 Kilogramm. Ab 1998 gibt es für die Lotus Elise eine variable Ventilsteuerung. Die Motorleistung wird auf 145 PS gesteigert. Außerdem kommen nun aus Sicherheitsgründen Bremsscheiben aus Stahl zum Einsatz. In der ersten Baureihe bietet der Hersteller Sonderversionen mit der Zusatzbezeichnung Sport an. Die Zahl dahinter (135 ß 136 PS, 160 = 158 PS und 190 = 192 PS) weist also auf die PS-Leistung des jeweiligen Modells hin. Um der höheren Leistung gerecht zu werden, sind diese Versionen der Lotus Elise an Fahrwerk und Karosserie modifiziert worden. Außerdem stehen unter anderem die Sondermodelle 49er, JPS, Millennium oder 50th im Autohaus.

Die zweite Baureihe der Jahre 2000 bis 2010
Eine komplett überarbeitete Karosserie und ein modifiziertes Fahrwerk sind die technischen Details, mit der die neue Lotus Elise 2000 auf den Markt kommt. 2002 präsentiert Lotus Cars die Lotus Elise 111S mit einem 156-hp-Rover Motor. Ab 2004 kommt die Lotus Elise 111R hinzu, die einen Motor von Toyota mit Direkteinspritzung hat, der 192 PS auf die Straße bringt. Ab dem Modelljahr 2006 gibt es einschneidende Veränderungen. Durch die Insolvenz von Rover werden die Autos mit Rover-Motoren aus dem Programm genommen. Die Lotus Elise 111R wird umbenannt in Elise R. Das neue Basismodell ist die Lotus Elise S, die ebenfalls mit einem Toyota Motor fährt, der 136 PS leistet. Serienmäßig verfügt die Lotus Elise nun über ABS. Um den notwendigen Platz dafür zu schaffen, wird die Karosserie an der Front noch einmal minimal überarbeitet. Außerdem wird das Endrohr der Auspuffanlage nach unten verlegt.
Mit der Lotus Elise SC kommt 2008 das Topmodell der zweiten Serie in den Handel. Sie verfügt über den Motor aus der Elise R, der aber durch zusätzliche Optimierungen und einen Kompressor auf 222 PS Leistung gesteigert wird. Das Gewicht der Lotus Elise beträgt nun 903 Kilogramm und sie beschleunigt von null auf einhundert km/h in 4,6 Sekunden. Das Modell SC ist das einzige Fahrzeug dieser Baureihe, das über einen zusätzlichen Heckspoiler verfügt. Der Preis für diesen Neuwagen liegt in Deutschland bei etwa 50.000 Euro. Serienmäßig sind ab 2008 alle Ausgaben der Lotus Elise mit Airbag für Fahrer und Beifahrer ausgestattet. Außerdem werden Rücklichter und Scheinwerfer überarbeitet.

Die Sondermodelle der Lotus Elise bis 2010
2009 stellt Lotus Cars die Lotus Elise Club Racer vor. Für das Auto gibt es vier Farbkombinationen, die der Hersteller bereits in den 60er Jahren verwendet hat. Dabei handelt es sich um:

• Elite Yellow
• Carbon Grey
• Sky Blue
• Old English White

Diese Version verfügt über anthrazitfarbene sechsspeichige eloxierte Aluminiumfelgen und läuft in 137 Exemplaren vom Band. Der Einstiegspreis liegt bei gut 33.000 Euro. Weite Sondermodelle sind im Jahr 2002:

• Elise Sport 190
• Elise Type 25
• Elise Type 49
• Elise Type 72 (John Player Special)

Im Jahr 2003:

• Elise Type 23
• Elise Type 99T
• Elise 135R
• Elise Sport 111 bis 2004


Später folgen 2005 die Elise Sports Race, 2008 die Lotus Elise 60th Anniversary und Elise Type 72D John Player Special sowie die Lotus Elise S Club Race von 2009.

• Elise Sports Racer 2005
• Elise S 60th Anniversary von 2008 in der Sonderfarbe Burnt Orange mit serienmäßigem Hardtop, Ausstattung in Leder und lackiertem Heckdiffusor
• Elise Type 72D von 2008 (John Player Special)
• Elise S Club Racer von 2009

Die aktuellen Ausgaben der Lotus Elise
Die auch 2015 noch aktuellen Modelle der Lotus Elise erscheinen im April 2010. Die Karosserie ist erneut überarbeitet worden und alle Autos verfügen nun über LED-Tagfahrscheinwerfer. Die Motorleistung ist gleich geblieben, aber der Hubraum hat sich auf 1,6 Liter erhöht. Im Modelljahr 2011 sind in Deutschland nur zwei Modelle mit identischem Motor, aber unterschiedlicher Ausstattung, verfügbar. In den USA wird die Lotus Elise seit 2011 aufgrund gesetzlicher Änderungen im Airbagbereich nicht mehr angeboten. Der Verkauf endet in diesem Jahr mit der Lotus Elise Final Edition. 2012 gibt es in Deutschland die Basisversion Elise 1.6, den Sportwagen Elise S mit Kompressor und die gewichtsreduzierte Version Lotus Elise CR.

Die Lotus Elise im Test
Die Zeitschrift Focus hat 2012 einen Artikel mit einem Fahrbericht über die Lotus Elise veröffentlicht. Seit 14 Jahren ist das Auto nun auf dem Markt und verlangt seinem Fahrer schon beim Einsteigen einiges ab. Luxus gibt es nicht in der Lotus Elise, weder ESP noch Servolenkung sind vorgesehen. Dafür sagen die Fans, man bekommt puristisches Fahrvergnügen. Man sitzt in dem flachen Auto sehr tief. Auf der Autobahn entsteht ein etwas beklemmendes Gefühl, wenn man zwischen der C-Klasse von Mercedes und dem Audi Q7 SUV fährt. In engen Kurven auf der Landstraße hingegen ist die Lotus Elise kaum schlagbar. Sie fährt wie von einem Magneten gezogen und zeigt eine ausgezeichnete Bodenhaftung auch bei höherer Geschwindigkeit. Es ist ein wenig anstrengend, die Lotus Elise zu fahren. Aber die Fans dieses Sportwagens haben recht: Es macht auch eine Menge Spaß. So jedenfalls bewerten die Tester den Ausflug in der Lotus Elise.

Fazit:
Lotus Cars hat mit der Lotus Elise einen ganz besonderen Sportwagen gebaut. Es gibt keinen Luxus wie zum Beispiel bei einem Jaguar oder BMW . Selbst Skoda stattet seine Fahrzeuge deutlich komfortabler aus. Aber wer eine Lotus Elise fährt, will keinen Komfort, sondern das Feeling vom Motorsport auf normalen Straßen. Und das liefert das Kfz ohne Frage. Wer braucht schon eine Klimaanlage, wenn einem der Fahrtwind um den Kopf braust? Bei der Suche nach einem günstigen Sportwagen ist die Lotus Elise sicher auch als Gebrauchtwagen interessant. Der Praxistest hat zwar gezeigt, dass sie nicht unbedingt die bequemste Art zum Reisen liefert, aber sie gehört neben dem Viersitzer Lotus Evora zum Besten, was Lotus Car jemals entwickelt hat. Die Technik ist ausgereift, denn die Lotus Elise rollt schon seit über 20 Jahren über die Straßen. Zuverlässige Motoren, ein adäquater Verbrauch (kombiniert) und erträgliche Prämien in der Versicherung sind Argumente, die ebenfalls für eine Lotus Elise sprechen.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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