Erste Fahrt in Skodas (nicht mal so) kompaktem Octavia

Skoda Octavia IV (2020): Erster Test, Daten, Update

Der Skoda Octavia Combi bietet den größten Kofferraum im Kompaktsegment. Die Octavia Limo hat weniger Raum, doch die größere Luke. Erster Test im Octavia 4.

  • Sven Förster
  • Veröffentlicht am 09/03/2020, 06:03 PM
Sicht auf Frontseite des Skoda Octavia
Quelle: Skoda An der Front unterscheidet sich die Limousine des Skoda Octavia nicht von der Kombi Variante

In vierter Generation ist der Skoda Octavia lang wie nie. Mit 4,69 Metern übertrifft er ab 2020 praktisch sämtliche Mitbewerber, den aktuellen VW Golf VIII sowieso. Vom Klassen-Klassiker übernimmt Skodas Kernmodell die Plattform und viele Antriebe – seinen Anspruch nur zum Teil: Im Octavia geht es primär um Nutzwert. Als Alternative zum geräumigem Kombi-Heck bietet Skoda den Octavia IV als Limousine mit breiter Ladeluke. Das Motorenportfolio umfasst Benziner und Diesel mit ähnlichen Leistungsstufen zwischen 110 PS und 245 PS. Im Herbst 2020 kommt ein Plug-in-Hybridmodell. Die Preise starten bei 20.990 Euro.

Der Skoda Octavia im Überblick:

  • Geräumige Alternative zum technisch verwandten VW Golf
  • Als Limousine und Kombi mit jeweils 4,69 Metern Länge erhältlich
  • Benziner, Diesel und Plug-in-Hybride mit 110 bis 245 PS
  • Mit Sechsgang-Handschaltung und Siebengang-Automatik (DSG)
  • Direkte Lenkung, komfortable Fahrwerks-Auslegung mit leichtem Nachwippen
  • Als Limousine rund 1.000 Euro teurer als ein Golf VIII mit Schrägheck

Im ersten Test fahren wir den Skoda Octavia Combi als 2.0 TDI mit 150 PS und Automatik. Außerdem das Äquivalent mit gleich starkem Benziner und Stufenheck: die Skoda Octavia Limousine als 1,5 TSI mit Sechsgang-Handschaltung. Wo die Stärken und Schwächen der jeweiligen Karossen liegen? Welcher Käufer mit welchem Antrieb glücklich wird? Und wo der Octavia IV dem VW Golf VIII überlegen ist? Das klären wir hier.


Octavia III
Der Skoda Octavia

2017 frischt Skoda den Octavia auf. Deutlichstes Erkennungsmerkmal sind die geteilten Frontscheinwerfer.

Skoda Octavia IV Combi: Kofferraumvolumen, Platzangebot

Jenseits der (optionalen) elektrischen Heckklappe des Octavia Combi wartet eine unbequeme Wahrheit. Klar: Wenn die Rücksitzlehnen per Fernentriegelung fallen und das Gepäckraum-Rollo in seiner neuen Halterung im Unterboden verschwindet, entsteht unglaublich viel Raum. 1.700 Liter sind mehr als bei jedem anderen Kompakten. Dennoch passen in den Vorgänger noch 40 Liter mehr. Das Generationenduell verliert der Octavia IV wegen der schrägen C-Säule. Bei aufrechter Rückbank fasst der neue Octavia IV dafür mehr: 640 Liter zählen im Duell mit anderen kompakten Raumriesen wie Ford Focus Turnier (608 Liter) oder Kia Ceed SW (625 Liter). In Generation III (610 Liter) liegt der Octavia noch dazwischen.

Sicht auf Kofferraum vom Octavia
Quelle: Skoda Trotz flach auslaufender Hecklinie fasst der Kofferraum des Skoda Octavia 600 Liter

Der Radstand (2,686 Meter) ist identisch geblieben. Etwas mehr Platz bietet der neue Octavia IV in Reihe zwei trotzdem. Sitzriesen stören sich im Testwagen mit Panorama-Glasschiebedach (990 Euro) an der fehlenden Kopffreiheit.

Update: Skoda Octavia IV Limousine: Kofferraumvolumen, Platzangebot

Der Fond einer Skoda Octavia Limousine bietet Erwachsenen ebenfalls viel Beinfreiheit. Die Kopffreiheit langt für groß Gewachsene genauso, denn die Dachlinie fällt erst unmittelbar hinter den Häuptern der Passagiere steiler ab. In Sitzreihe zwei ist der Unterschied zum Kombi psychologischer Natur: Aufgrund der kleineren Seitenfenster-Fläche fühlt man sich im Octavia Stufenheck eingeengter, selbst ohne Kontakt mit dem Dachhimmel.

Zum Laden der Kombi, für den Auftritt die Limousine? So klar ist die Verteilung beim Octavia IV nicht. Denn die lange Heckscheibe ist Teil der Heckklappe. Geöffnet gibt sie eine der größten Ladeluken des Segments frei. Mit 600 bis 1.555 Litern ist der Laderaum kleiner als jener des Kombi. Nur: Leichte Gegenstände mit großer Spannweite lassen sich einfacher in den Kofferraum des Stufenheck-Modells einladen.

Bei Octavia Limousine und Kombi gibt es Staufächer an den Seiten des Kofferraums. Außerdem fallen die Lehnen der vorderen Sitze per Fern-Entriegelung. Große herausklappbare Haken mit Schlaufen finden wir nur in der Limousine. Beide Frachträume kleidet Skoda rustikal aus. Der filzartige Stoff wirkt weit bodenständiger als die Materialien im Passagierraum.

Octavia IV (2020): Innenraum, Verarbeitung

Ob Limousine oder Kombi: Sitzreihe eins und zwei des Octavia sind gemütlich. Vorne und hinten unterschäumt Skoda die Leder-Armablagen an der Türverkleidung. Eine weiche Mittelarmlehne gibt es hinten ebenfalls, solange der Mittelplatz frei bleibt. Die Chancen stehen auf längeren Strecken gut, denn wer will schon über diesem großen Mitteltunnel kauern?

Skoda Octavia Combi 2020 fahrerperspektive
Quelle: Skoda Das Infotainment-System ähnelt dem des VW Golf VIII. Doch Skoda erzielt große Unterschiede mit kleinen Verbesserungen: eine Handauflage und bessere Menü-Übersicht

Dass die hinteren Fenster von Hartplastik umgeben sind? Geschenkt, schließlich gehört der harte Kunststoff zu einem Sonnenschutz-Rollo. Das ist praktisch und schicker als nachträglich erworbene Schattenspender mit Saugnäpfen. Über das Komfort- und Relax-Paket (830 Euro) kommen die äußeren Fond-Passagiere zu Schlafkopfstützen. Ihre gepolsterten Hörner ergeben ausgeklappt ein passables Kissen – jedenfalls im Vergleich zur Seitenscheibe, an der man sonst beim Schläfchen lehnt. Vorne gibt es breite Wangen statt optionaler Hörnchen: Die Sitze des Testwagens bieten ausreichend Seitenhalt und großzügig bemessene Sitzflächen.

Octavia Combi: Cockpit, Infotainment

Mit dem Modellwechsel wandert der Infotainment-Screen nach oben. In unseren Testwagen steckt die große Variante mit 10-Zoll-Bildschirmdiagonale (z. B. mit Navi „Columbus“, 1.410 Euro). Das System ähnelt jenem im Golf VIII. Zwei große Unterschiede bestehen: Skoda treibt es mit grafischen Spielereien weniger bunt als VW. Das steigert die Übersichtlichkeit. Vor dem Display bietet der Octavia eine Auflage für den Handballen, der Golf nicht. Eine Kleinigkeit? Von wegen. Ohne Stützung läuft es mit der Touch-Leiste zur Lautstärkenverstellung nicht optimal. Gewöhnungsbedürftig ist sie sowieso. Das kleinere 8,25-Zoll-Navi soll einen normalen Drehregler erhalten, im Konfigurator erscheint es noch nicht.

Im getesteten Skoda Octavia Combi gibt es Dreh-Rädchen nur am Multifunktionslenkrad. Skodas neues Zwei-Speichen-Lenkrad liegt gut in der Hand. Nur das Umgreifen fühlt sich ungewohnt an.

Skoda Octavia (2020): Fahrwerk

Auf Lenkbefehle reagiert der Skoda Octavia direkt, erst recht nach dem Wechsel von Normal- auf Sport-Programm. Doch das Fahrwerk verschluckt die Freude über das fixe Ansprechverhalten. Es erlaubt dem Aufbau bei kleinen Anregungen, zum Beispiel bei Kurskorrekturen auf der Autobahn, zu viel Bewegung. Bodenwellen lassen den Octavia nachschwingen.

Überspitzt formuliert: Das ist der Preis, den man für die tolle Erst-Filterung großer Löcher und Kanten bezahlt. Insgesamt arbeitet die Federung des Octavia Combi nämlich gut. Die des Golf VII fühlt sich jedoch souveräner an.

Neuer Octavia (2020): Fahrmodus-Schalter

Wenn das einen Zentimeter tiefere DCC-Fahrwerk in den Federdomen arbeitet (840 Euro im Reise- und Komfortpaket), machen die Dämpfer eine Änderung des Fahrmodus mit.

Klar, die beschriebene Fahrwerksauslegung und eine Tendenz zum Untersteuern gewöhnt man dem Octavia IV über diese Funktion nicht ab. Doch im Individual-Programm erlaubt der Kompakt-Kombi mehr Gestaltungsspielraum als viele Konkurrenten. Scharfe Lenkung und sanfte Auslegung der Dämpfer lassen sich kombinieren. Das Besondere am Skoda ist eine stufenlose Einstellung für die Adaptiv-Dämpfer zwischen den Polen Comfort und Sport. Justierungsmöglichkeiten für den Antrieb sind weniger breit aufgeschlüsselt. Das funktioniert, der mittlere Diesel macht seine Sache in jedem Fahrprogramm gut.

Skoda Octavia (2020): Alle Motoren, Getriebe

Zum Marktstart bildet der getestete Octavia 2.0 TDI DSG mit Frontantrieb die Spitze des Diesel-Portfolios. Später folgt die Allrad-Variante, ebenfalls mit Doppelkupplungsgetriebe. Den Octavia 2.0 TDI 4x4 wird Skoda zusätzlich mit einer 200 PS starken Version dieses Zweiliter-Selbstzünders anbieten. Als Basis-Diesel fungiert die 116 PS starke Variante des 2.0 TDI.

Der ebenfalls getestete 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 150 PS ist das zweite der vier Benzin-Aggregate. Darüber bietet Skoda einen 190 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner (2.0 TSI) mit 190 PS an, gesetzt ist ein 245 PS kräftiges 2,0-Liter-Aggregat für die GTI-Alternative Skoda Octavia RS (Marktstart Herbst 2020). Unterhalb des Test-Aggregats rangiert bei den Benzinern nur der 110-PS-Einstiegs-Benziner mit 1,0 Litern Hubraum aus drei Zylindern.

SIcht auf geschlossenen Kofferraum des Octavia
Quelle: Skoda Am Heck ist der neue Octavia als Stufenheck markant gestaltet

Abseits von reinen Dieseln und Benzinern gibt es viel Auswahl: In Generation IV bietet Skoda den Octavia erstmals als Plug-in-Hybridmodell an. Ein 1,4-Liter-Turbobenziner und ein E-Motor erwirtschaften eine Systemleistung von 204 PS. Im Sport-Modell RS ist der elektrifizierte Antrieb ebenfalls erhältlich. Er kommt dort (wie der parallel angebotene Benziner) auf 245 PS.

Mitte 2020 reichen die Tschechen einen Erdgas-Antrieb nach: Der bivalent ausgelegte Skoda Octavia 1.5 TSI kommt mit 130 PS. Tanks mit 17,7 Kilogramm CNG langen laut Hersteller für eine Reichweite von 523 Kilometern.

Octavia IV mit 2,0 TDI im ersten Test

Selbstzünder hatten es schon mal leichter, keine Frage. Doch dieser 150 PS starke Dieselmotor schafft, was viele Benziner erst mit der Elektrifizierung erlernen: Skodas 2,0-Liter-Vierzylinder bietet viel Schub aus dem Drehzahlkeller. Und tolle Verbrauchswerte: 5,1 Liter zeigt das digitale Kombi-Instrument nach der Fahrt über Autobahn, Landstraße und urbane Wege. Im oberen Drehzahlbereich ist erwartungsgemäß wenig los: Die Höchstleistung kommt schon bei 3.500 Umdrehungen, das maximale Drehmoment von 360 Newtonmetern liegt zwischen frühen 1.600 und 2.750 Touren an.


Walter Schneider GmbH und Co. KG
Der VW Golf VIII

Die Speerspitze der Zulassungsstatistik: Der Bestseller aus Wolfsburg geht in die achte Generation.


Die Eigenschaften des Antriebs lassen sich so zusammenfassten: niedertourig, unauffällig und bei Bedarf trotzdem zügig. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe trägt seinen Teil bei. Wie beim Golf verbindet den Automatik-Wahlhebel nur noch Kabelwerk mit den mechanischen Komponenten des Getriebes. Entsprechend zierlich gerät er. Das DSG bringt den 2.0 TDI schnell genug vom Fleck und wählt die Schaltzeitpunkte vernünftig. Was stören kann: Die Automatik wechselt ultrafrüh in den Segel-Modus. Das leichte Auf und Ab der Drehzahl beim Lupfen wird von einem Säuseln begleitet. Bei konstanter Last ist der mittlere Selbstzünder angenehm ruhig.

Skoda Octavia IV mit 1,5 TSI im Test

Zeige mir Dein Getriebe und ich nenne Dir die Spannung Deines Bordnetzes: Den getesteten 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner bietet Skoda in zwei Varianten an. Einmal mit herkömmlichem 12-Volt-Bordnetz und klassischem Anlasser. Und einmal mit 48-Volt-Bordnetz und einem Riemenstartergenerator. Mit dieser Mischung aus E-Motor und Lichtmaschine kann der Verbrenner in vielen Situationen ruhen – und schnell wieder angeworfen werden. Welche Version im Motorraum steckt, hängt vom Getriebe ab. Am besten läuft die Mild-Hybrid-Technik in Verbindung mit Automatik – Skoda koppelt sie folglich an den Benziner mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

SIcht auf Felge des Octavia
Quelle: Skoda DIe Limousine des Octavia startet mit einem Preis von 21.590 EUR

Unser Octavia 1,5 TSI kommt mit Sechsgang-Handschaltung – und damit ohne Mild-Hybrid-Technik. Selbst ohne das Spritspar-Element bleibt der Verbrauch des Octavia mit 150-PS-Benziner überschaubar. Rund sechs Liter stehen nach der ersten Testfahrt auf dem Display. Wer will, hält den Downsizing-Benziner irgendwo nahe den 1.200 Umdrehungen und fährt als Nebeneffekt angenehm ruhig durchs Land. Will man dem Drehzahlkeller schnell entkommen, geht wenig ohne Herunterschalten. Ab rund 2.500 Touren läuft es im Octavia, selbst wenn das Datenblatt ein Drehmoment-Plateau (250 Newtonmeter) zwischen 1.500 und 3.500 Touren verspricht.

Immerhin: Skoda montiert den manuellen Hebel angenehm hoch und hält die Schaltwege kurz. Doch zwischen fünftem und sechstem Gang hakelt es im ersten Test gelegentlich.

Skoda Octavia IV: Assistenzsysteme 

Skoda weiß: Mindestens so wichtig wie harte Zahlen sind praxistaugliche Ideen mit etwas Charme. Damit belassen die Tschechen den Regenschirm in der Türverkleidung und den Eiskratzer im Tankdeckel. Hinzu kommt beim getesteten Diesel an dieser Stelle: Der AdBlue-Einfüllstutzen ist groß genug für die Lkw-Zapfsäulen. Damit müssen Vielfahrer die Harnsäure für den SCR-Katalysator nicht in den teureren kleinen Gebinden kaufen.

Bei den elektronischen Tricks beherrscht Skodas Neuzugang das Erwartbare: Serienmäßig verfügt der Octavia IV über einen Spurhalteassistenten. Vorne und hinten leuchten immer LED-Scheinwerfer – jeweils zwei Stück übrigens, die Vier-Augen-Front verschwindet mit dem Modellwechsel von 2020. Gegen Aufpreis wird der Spurhalter zur Spur-Zentrierung (Paket Traveller für 250 Euro, nur in Verbindung mit Komfort-Paket 450 Euro). Matrix-Funktion für die Front-Leuchten gibt es ebenfalls optional (910 Euro im Paket Licht & Sicht).


AutoCenter Benz GmbH2
Der Skoda Octavia RS

Etwa jeder fünfte Octavia-Käufer in Deutschland entscheidet sich für die sportliche RS-Variante.


Den zuverlässigen Adaptiv-Tempomaten (290 Euro im Reise-Paket) empfehlen wir nur bei Automatik-Modellen, den Parkassistenten (1.360 Euro im Paket Parken & Sicht) nur mit Einschränkung: Das System mit reinem Lenkeingriff erkennt im Testwagen, ob die anvisierte Lücke quer oder parallel zur Fahrbahn liegt. Selbstständig. Aber ohne Möglichkeit, eine Fehleinschätzung zu korrigieren. Jedenfalls finden wir im ersten Test keine Option, den Irrtum des Skoda aufzulösen.

Octavia IV (2020): Preise und Kosten

Skoda bietet seinen Kunden beim Octavia IV viel Platz. Und seinen Ingenieuren zuvor viel Raum für schlaue Details. Der Kompakt-Kombi fährt mit dem getesteten Diesel angenehm und sparsam. Elektrifizierte Benziner ermöglichen moderate Verbrauchswerte ohne das D-Wort – viele Fuhrparkmanager sind mittlerweile zu Zündkerze oder/und Stromanschluss verpflichtet und dürfen keine Diesel ordern.

Die Fahrwerksauslegung des Octavia IV gefällt bestimmt nicht jedem: Im ersten Test federt und dämpft der Octavia IV nicht auf dem Komfort-Level eines Golf VIII (ab 19.990 Euro). Gemessen am Verhältnis von Preis, Größe und Ausstattungsumfang bleibt der Tscheche trotzdem der bessere Deal: Ab 22.290 Euro (1.0 TSI) gibt es einen Kompakten, dessen Kombi-Heck bereits in die Mittelklasse ragt. Die Stufenheck-Limo startet für 700 Euro weniger. Preise für den getesteten Skoda Octavia Combi 2.0 TDI mit 150 PS und DSG beginnen bei 31.563 Euro. Die ebenfalls getestete Octavia Limousine beginnt als 1,5 TSI mit Sechsgang-Handschaltung bei 26.670 Euro. Wer ungern schaltet (oder auf den automatischen Wechsel wartet), wird mit dem drehmomentstarken Diesel glücklicher. Wer lautlos und mit wenig Drehzahl fahren will, sollte sich den Benziner ansehen.

Blick auf das Seitenprofil des Skoda Octavia
Quelle: Skoda Der Kühlergrill des Skoda Octavia ist deutlich breiter als der des Vorgängers, die Schürze ähnelt jener des größeren Skoda Superb

Und wem Größe von Kofferraum und Ladeluke nicht reichen, der kann sich mit dem nächstgrößeren Skoda befassen. Der Superb Combi fasst bis zu 1.950 Liter. Die Superb Limo reist das Gepäckraum-Maul noch weiter auf als der Octavia. Formal gehört der Superb zur Mittelklasse, tatsächlich ragt er bereits in die obere Mittelklasse.

Skoda Octavia IV (2020): Technische Daten

Modell Skoda Octavia Combi 2.0 TDI DSG Skoda Octavia Limousine 1,5 TSI
Motor 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner
Getriebe Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb (Allrad optional) Sechsgang-Handschaltgetriebe
Leistung 150 PS (110 kW) bei 3.500 U/min 150 PS (110 kW) bei 5.000 bis 6.000 U/min
Drehmoment 360 Nm bei 1.600 bis 2.750 U/min 250 Nm bei 1.500-3.500 U/min
Verbrauch laut Hersteller 3,7 l/100 km (kombiniert) 4,7 l/100 km (kombiniert)
CO2-Emissionen 97 g/km 109 g/km
Abgasreinigungssystem SCR-Katalysator Otto-Partikelfilter
Länge 4.689 mm 4.689 mm
Breite 1.829 mm 1.829 mm
Höhe 1.470 mm 1.470 mm
Radstand 2.686 mm 2.686 mm
Kofferraumvolumen 640 bis 1.700 l 600 bis 1.555 l
Basispreis Testmodell ab 31.563 Euro ab 26.670 Euro


Der Skoda Octavia IV (2020) im Test

  • Sicht auf Frontseite des Skoda Octavia
    Quelle: Skoda An der Front unterscheidet sich die Limousine des Skoda Octavia nicht von der Kombi Variante
  • Sicht auf seitliches Heck des Skoda Octavvia
    Quelle: Skoda Die Dachlinie des Skoda Octavia verläuft relativ flach und verleiht der Limousine den Charakter eines Coupés
  • SIcht auf geschlossenen Kofferraum des Octavia
    Quelle: Skoda Am Heck ist der neue Octavia als Stufenheck markant gestaltet
  • Blick auf das Seitenprofil des Skoda Octavia
    Quelle: Skoda Der Kühlergrill des Skoda Octavia ist deutlich breiter als der des Vorgängers, die Schürze ähnelt jener des größeren Skoda Superb
  • Skoda Octavie mit SIcht auf Heckklappe
    Quelle: Skoda Wie beim Kombi verläuft der Skoda-Schriftzug über die Heckklappe, das klassische Markenlogo trägt der Octavia am Heck nicht mehr
  • SIcht auf Felge des Octavia
    Quelle: Skoda DIe Limousine des Octavia startet mit einem Preis von 21.590 EUR
  • Nahaufnahme auf Technik des Skoda Octavia im Innenraum
    Quelle: Skoda Das Infotainment des Skoda Octavia basiert auf dem neusten System des VW- Konzerns, dem Modularen Infotainment Baukasten 3
  • Sicht auf Kofferraum mit heruntergeklappten Rücksitzen
    Quelle: Skoda Wie bei den Vorgängern öffnet zusammen mit dem Kofferraumdeckel auch die Heckscheibe – das vergrößert die Ladeluke und erleichtert den Transport großer Gegenstände
  • Sicht auf Kofferraum vom Octavia
    Quelle: Skoda Trotz flach auslaufender Hecklinie fasst der Kofferraum des Skoda Octavia 600 Liter