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Eine Collage mit drei Autos: BMW 3er E30, Citroën CX, Mazda MX-5 NA
Quelle: BMW, Citroën, Mazda | Collage: mobile.de
Vom Bayerischen Wald bis an die Côte d'Azur: BMW E30, Citroën CX und Mazda MX-5 zeigen, wie unterschiedlich Youngtimer-Träume aussehen können.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Mercedes W123 und der Opel Omega A gelten als besonders alltagstaugliche Einstiegsklassiker.
  • Rost ist bei nahezu allen Modellen dieser Generation das größte Kaufrisiko.
  • Eine fachkundige Voruntersuchung ist vor dem Kauf jedes günstigen Oldtimers ratsam.

Ein Oldtimer muss dein Konto nicht sprengen. Vom robusten Mercedes W123 über den sportlichen BMW E30 bis zum Roadster-Klassiker Mazda MX-5: Hier findest du sieben Modelle, die schon für weniger als 7.000 Euro zu haben sind.

Wir zeigen dir, welche Stärken und Schwächen die Fahrzeuge mitbringen und worauf du beim Kauf achten solltest.

Opel Omega A (1986–1993)

Ein roter Opel Omega A fährt auf einer Landstraße.
Quelle: Opel
Zur Markteinführung warb Opel mit dem Omega vor allem für Fahrkomfort auf der Langstrecke.

Der Opel Omega A löste 1986 den Rekord E ab und markierte das Ende der klassischen Hinterradantriebs-Ära bei Opel.

Mit Sechszylinder-Reihenmotor, einem niedrigen cw-Wert von 0,28 und robuster Technik war er als Limousine und Caravan ein solider Begleiter für lange Strecken.

Geeignet für

  • Vielfahrer, Familien, Fans klassischer Hinterradantriebs-Technik

Weniger geeignet für

  • Stadtbewohner ohne eigene Garage, Sparfüchse mit engem Wartungsbudget

Der Caravan mit Dreiliter-Sechszylinder erreichte laut Werksangabe 220 km/h und war damit seinerzeit der schnellste Serienkombi Deutschlands.

Vorteile

  • Reihensechszylinder mit angenehmer Laufkultur
  • Großes Platzangebot in Limousine und Caravan
  • Einfache Ersatzteilversorgung dank hoher Stückzahlen

Nachteile

  • Rostanfälligkeit an Karosserie und Unterboden
  • Hoher Verbrauch bei den stärkeren Sechszylindermotoren
  • Wenige gut erhaltene Fahrzeuge im unteren Preissegment
Ein silberner Opel Omega steht auf einem Platz.
Ein silberner Opel Omega steht auf einem Platz.
Opel Omega

Der Opel Omega A überzeugt als geräumige Reiselimousine mit robuster Technik und großzügigem Platzangebot. Jetzt entdecken.

Mercedes W123 (1975–1985)

Heckansicht eines beigefarbenen Mercedes-Benz W123, der durch eine enge Gasse fährt.
Quelle: Mercedes-Benz
Chrom und barocke Formen prägen bis heute das Erscheinungsbild des W123.

Kaum ein Oldtimer gilt als so unverwüstlich wie der 1975 eingeführte Mercedes W123. Mit üppigem Chromschmuck und konservativer Formensprache wirkt er bürgerlich.

Technisch überzeugt der Wagen mit Langlebigkeit, die viele Exemplare bis heute im Alltag beweisen.

Geeignet für

  • Alltagsfahrer, Einsteiger im Oldtimer-Hobby, Familien mit Platzbedarf

Weniger geeignet für

  • Fahrer, die Wert auf sportliche Fahrleistungen legen

Nach dem VW Käfer ist der W123 der beliebteste Oldtimer in Deutschland.

Vorteile

  • Extrem robuste, wartungsfreundliche Technik
  • Riesige Auswahl dank fast 2,7 Millionen gebauter Exemplare
  • T-Modell bietet praktischen Kombi-Alltagsnutzen

Nachteile

  • Dieselvarianten mit bescheidener Fahrleistung
  • Hohes Gewicht sorgt für hohen Verbrauch
  • Gute, günstige Exemplare unter 7.000 Euro werden seltener
Ein roter Mercedes-Benz W123 steht in einem Autohaus.
Ein roter Mercedes-Benz W123 steht in einem Autohaus.
Mercedes-Benz W123

Der Mercedes-Benz W123 gilt als besonders langlebige und solide gebaute Limousine mit klassischem Charakter.

BMW 3er E30 (1982–1994)

Ein schwarzer BMW 3er E30 steht vor einem Bergpanorama.
Quelle: BMW
Der E30 gilt vielen BMW-Fans bis heute als letzter echter Sechszylinder-Klassiker seiner Klasse.

Der 1982 vorgestellte BMW E30 löste den E21 ab und wurde mit über 2,3 Millionen gebauten Einheiten einer der erfolgreichsten 3er überhaupt.

Reihensechszylinder, Hinterradantrieb und feines Handling machen ihn bis heute für viele BMW-Fans zum Referenzmodell.

Geeignet für

  • BMW-Enthusiasten, Fahrer mit Vorliebe für Hinterradantrieb, Bastler mit Zeit

Weniger geeignet für

  • Käufer mit knappem Budget, die ein Topmodell suchen

Als erster BMW mit elektronischem Gaspedal (Drive-by-Wire) testete die Marke am E30 bereits in den 1980er-Jahren zukunftsweisende Technik.

Vorteile

  • Laufruhige, klangvolle Reihensechszylinder-Motoren
  • Große Modellvielfalt von Limousine bis Cabriolet und Touring
  • Aktive Fangemeinde sorgt für gute Ersatzteillage

Nachteile

  • Begehrte Modelle wie 325i oder M3 sind kaum unter 7.000 Euro zu finden
  • Vierzylinder-Basismodelle gelten als weniger reizvoll
  • Rostschutz an Radläufen und Schwellern oft mangelhaft
BMW_E30_Coupe
BMW_E30_Coupe
BMW 3er E30

Der BMW 3er E30 verbindet sportliches Fahrverhalten mit zeitlosem Design und gilt als beliebter Klassiker unter Youngtimer-Fans.

VW Scirocco II (1981–1992)

Ein silberner VW Scirocco II steht auf einem Feldweg.
Quelle: Volkswagen
Die keilförmige Linie des Scirocco II wirkt auch heute noch zeitlos.

1981 löste der Scirocco II den ersten VW-Sportwagen ab und setzte auf eine weichere, keilförmige Karosserie mit besserem Rostschutz.

Technisch basiert der Scirocco II auf dem Golf I, was Wartung und Ersatzteilsuche bis heute unkompliziert macht.

Geeignet für

  • Einsteiger ins Youngtimer-Hobby, Fans kompakter Sportcoupés

Weniger geeignet für

  • Fahrer mit hohem Platzbedarf, Langstreckenpendler

Designer Giorgio Giugiaro zeichnete bereits die Grundlinien des ersten Scirocco, deren Formensprache im Scirocco II sanfter weitergeführt wurde.

Vorteile

  • Bewährte, robuste Golf-Technik
  • Leichtes Fahrzeuggewicht sorgt für agiles Fahrgefühl.
  • Der 16V-Motor bietet für seine Zeit ordentliche Leistung.

Nachteile

  • Einfache Innenraummaterialien wirken heute in die Jahre gekommen.
  • Basismotorisierungen gelten als untermotorisiert.
  • Geringe Kofferraum- und Platzverhältnisse im Fond
Ein weißer VW Scirocco II steht in einer Werkstatt.
Ein weißer VW Scirocco II steht in einer Werkstatt.
VW Scirocco II

Der VW Scirocco II punktet als kompaktes Sportcoupé mit direktem Fahrgefühl und markantem Keildesign.

Alfa Romeo 164 (1987–1997)

Ein dunkelroter Alfa Romeo 164 steht vor einem dunklen Hintergrund.
Quelle: Alfa Romeo
Die Keilform des 164 stammt von Pininfarina-Designer Enrico Fumia.

Der 1987 vorgestellte Alfa Romeo 164 war der erste große Alfa mit Frontantrieb und ersetzte den Alfa 6.

Die von Pininfarina gezeichnete Karosserie mit markanter Keilform und die kernigen Motoren machen ihn zu einer eigenwilligen Alternative in der oberen Mittelklasse.

Geeignet für

  • Liebhaber italienischer Designklassiker, Fahrer mit Sinn für Motorenklang

Weniger geeignet für

  • Käufer, die auf einfache Wartung und breite Ersatzteilverfügbarkeit angewiesen sind

Insgesamt entstanden zwischen 1987 und 1997 rund 273.000 Exemplare des Alfa Romeo 164 in allen Ausführungen.

Vorteile

  • Kernige TwinSpark- und V6-Motoren mit markantem Klang
  • Eigenständiges Pininfarina-Design
  • Gute Ausstattung in höherwertigen Versionen verfügbar

Nachteile

  • Geringe Stückzahlen erschweren die Ersatzteilsuche.
  • Elektrische Anlage gilt als störanfällig
  • Topmodelle wie der QV übersteigen häufig das 7.000-Euro-Budget.
Ein silberner Alfa Romeo 164 steht auf einem asphaltierten Platz.
Ein silberner Alfa Romeo 164 steht auf einem asphaltierten Platz.
Alfa Romeo 164

Der Alfa Romeo 164 besticht durch italienisches Design und einen kultigen Motorenklang. Entdecke jetzt Angebote und Modelle.

Citroën CX (1974–1991)

Ein dunkelblauer Citroën CX steht an einer Küste.
Quelle: Citroën
Das konkav gewölbte Heckfenster ist eines der Erkennungsmerkmale des CX.

Der 1974 präsentierte Citroën CX gilt mit seiner ungewöhnlichen Form und der hydropneumatischen Federung als eine der eigenwilligsten Limousinen seiner Zeit.

Trotz reiner Vierzylinder-Bestückung bot er dank Turboaufladung ab 1984 überraschend viel Leistung.

Geeignet für

  • Liebhaber technischer Extravaganz, Komfortsuchende auf langen Strecken

Weniger geeignet für

  • Schrauber ohne Erfahrung mit Hydrauliksystemen

Der CX wurde 1975 zum Auto des Jahres gewählt und verwies dabei den VW Golf I auf den zweiten Platz.

Vorteile

  • Hydropneumatische Federung sorgt für hohen Fahrkomfort
  • Gutes Platzangebot dank cleverer Karosseriekonstruktion
  • Mechanisch reparaturfreundliches Hydrauliksystem

Nachteile

  • Aufwendige Werkstattarbeiten durch das separate Chassis
  • Ersatzteilsuche für Hydraulikkomponenten kann dauern
  • Die Preise für gute Exemplare ziehen zunehmend an.
Ein dunkelblauer Citroën CX steht vor einer Garage.
Ein dunkelblauer Citroën CX steht vor einer Garage.
Citroën CX

Der Citroën CX beeindruckt mit seiner hydropneumatischen Federung und einem außergewöhnlichen Fahrkomfort.

Mazda MX-5 (NA) (1989–1997)

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Quelle: Mazda
Die Klappscheinwerfer sind das Markenzeichen der ersten MX-5-Generation.

Seit 1989 steht der Mazda MX-5 für unkompliziertes Roadster-Vergnügen zu vernünftigen Kosten.

Mit ausgewogener Gewichtsverteilung, Hinterradantrieb und einem robusten Vierzylinder gilt die erste Generation als besonders zuverlässig und alltagstauglich.

Geeignet für

  • Einsteiger ins Roadster-Fahren, Fahranfänger mit Vorliebe für Fahrspaß

Weniger geeignet für

  • Vielfahrer mit Gepäckbedarf, Personen mit großem Platzanspruch

Bis April 2016 verkaufte Mazda weltweit über eine Million Exemplare des MX-5 und hält damit den Titel des meistgebauten Roadsters.

Vorteile

  • Robuste, wartungsarme Technik
  • Ausgewogene Gewichtsverteilung für agiles Handling
  • Gute Ersatzteilversorgung dank hoher Stückzahlen

Nachteile

  • Geringe Motorleistung bei den frühen 1,6-Liter-Modellen
  • Rostanfälligkeit an Schwellern und Hinterachse
  • Wenig Stauraum und karge Grundausstattung
Grauer Sportwagen mit Hardtop, schwarzer Felgen und aerodynamischem Design, seitlich fotografiert auf grauem Boden vor einer weißen Wand.
Grauer Sportwagen mit Hardtop, schwarzer Felgen und aerodynamischem Design, seitlich fotografiert auf grauem Boden vor einer weißen Wand.
Mazda MX-5

Der Mazda MX-5 der ersten Generation gilt als unkomplizierter Roadster mit purem Fahrspaß und geringen Unterhaltskosten.

Oldtimer unter 7.000 Euro: technische Daten

ModellLeistungDrehmomentAntriebsartNormverbrauchGebrauchtpreis ab
Opel Omega A 2.0i85 kW/115 PS157 NmBenzin10,0–10,5 l/100 kmca. 3.000 Euro
Mercedes W123 200 D69 kW/94 PS158 NmDieselkeine belastbaren Angaben verfügbarca. 5.000 Euro
BMW 3er E30 320i92–95 kW/125–129 PS174 NmBenzinkeine belastbaren Angaben verfügbarca. 5.500 Euro
VW Scirocco II 1.6 GTI81 kW/110 PS137 NmBenzin10,5 l/100 kmca. 4.500 Euro
Alfa Romeo 164 2.0 Twin Spark105–109 kW/143–148 PS186–188 NmBenzinkeine belastbaren Angaben verfügbarca. 4.000 Euro
Citroën CX 25 GTi122 kW/168 PS290 NmBenzinkeine belastbaren Angaben verfügbarca. 6.000 Euro
Mazda MX-5 NA 1.685 kW/115 PS135 NmBenzin7,8–8,4 l/100 kmca. 6.500 Euro

Welcher Oldtimer unter 7.000 Euro ist am alltagstauglichsten?

Wer einen Oldtimer für den täglichen Einsatz sucht, kommt am Mercedes W123 kaum vorbei. Die Baureihe gilt als besonders robust und wurde fast 2,7 Millionen Mal gebaut.

Das sorgt für eine gute Ersatzteillage und viele erfahrene Werkstätten. Auch der Opel Omega A punktet mit solider Technik und großem Platzangebot.

Wer sportlicher unterwegs sein möchte, findet im BMW E30 einen zuverlässigen Begleiter. Wichtig bleibt in jedem Fall der Zustand des Einzelfahrzeugs, nicht nur das Modell.

Eine gründliche Voruntersuchung durch einen Fachbetrieb lohnt sich vor jedem Kauf.

Worauf sollte man beim Kauf eines günstigen Oldtimers achten?

Rost ist bei fast allen hier genannten Modellen das größte Risiko. Besonders betroffen sind Unterboden, Radläufe, Schweller und Türböden.

Ein Blick unter den Teppich und in die Kofferraumecken lohnt sich immer. Bei hydraulischen oder elektronischen Systemen wie beim Citroën CX zählt die Funktionsprüfung.

Fehlende Wartungsnachweise oder lange Standzeiten sind Warnsignale. Ein aktuelles TÜV-Gutachten gibt zusätzliche Sicherheit über den technischen Zustand.

Bei H-Kennzeichen-tauglichen Fahrzeugen lohnt sich außerdem ein Blick auf mögliche Steuervorteile.

Wie entwickeln sich die Preise für Oldtimer?

Fahrzeuge mit großer Fangemeinde wie der BMW E30 oder der Mazda MX-5 gewinnen tendenziell an Wert.

Seltenere Modelle wie der Alfa Romeo 164 oder der Citroën CX ziehen ebenfalls langsam an.

Alltagsklassiker wie der Mercedes W123 oder der Opel Omega A bleiben dagegen vergleichsweise stabil im Preis.

Wer heute noch ein gutes, günstiges Exemplar findet, sichert sich häufig einen fairen Einstiegspreis.

Die genaue Preisentwicklung lässt sich jedoch nicht seriös vorhersagen und hängt von vielen Faktoren ab: Zustand, Laufleistung und Dokumentation beeinflussen den Wert stärker als reine Markttrends.

Wir nutzen digitale Systeme zur Recherche, prüfen die Inhalte sorgfältig und ergänzen mit unserer langjährigen Expertise. So entsteht ein Beitrag, hinter dem wir voll und ganz stehen. Diesen hier hat André Borbe für dich erstellt.

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