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Eine jüngere Frau lädt ein rotes E-Auto.
Quelle: iStock
Ein E-Auto kann richtig Spaß machen: beim Fahren und beim Unterhalt. Denn: Ein Elektroauto ist deutlich pflegeleichter als ein Verbrenner.

So sperrig das Wort "Elektromobilität" auch ist – es kann sich lohnen, elektrisch unterwegs zu sein.

Im Juni 2025 wurden 47.163 neue Elektroautos zugelassen. Das entspricht 18,4 % der gesamten Zulassungen in diesem Monat. Irgendetwas ist also dran, an der Elektromobilität. Das gilt erst recht, seit die E-Auto-Förderung zurück ist.

  • Wir zeigen dir, wie einfach ein E-Auto aufgebaut ist.
  • Erfahre außerdem, warum es in der Anschaffung zwar teurer, in der Wartung aber deutlich günstiger ist.
  • Und dann sind da noch die typischen Bedenken rund um die E-Mobilität, die unsere Experten im Video einmal genau unter die Lupe nehmen.

Du willst noch mehr? Kein Problem: Viele weitere Informationen rund um die Elektromobilität findest du in unserem kostenlosen PDF. Klicke direkt mal rein!

Das Deckblatt eines mehrseitigen PDFs zeigt ein rotes Elektrosäule. Es ist zum Laden an eine Wallbox angeschlossen.
Das Deckblatt eines mehrseitigen PDFs zeigt ein rotes Elektrosäule. Es ist zum Laden an eine Wallbox angeschlossen.
Alle Infos auf einen Blick

Viele Fragen und Mythen ranken sich um Elektroautos. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Wie funktioniert ein Elektroauto?

Vier Dinge sind bei einem Elektroauto (BEV bzw. Battery electric Vehicle) entscheidend:

  1. Ladeanschluss
    Über den Ladeanschluss kannst du die Batterie per Ladekabel an Steckdosen, Wallboxen oder Ladestationen aufladen.
  2. Batterie (Akkupack)
    Die Batterie in einem E-Auto speichert elektrische Energie.
  3. Leistungselektronik
    Die Leistungselektronik konvertiert den Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom. Damit werden der Elektromotor und die Ausstattung betrieben.
  4. Elektromotor
    Der Elektromotor wandelt die elektrische Leistung in mechanische Leistung um: Das Elektroauto fährt.
Eine Grafik zeigt den Aufbau eines Elektroautos mit Ladeanschluss, Batterie, Leistungselektronik und Elektromotor.
Quelle: mobile.de/Niko Wilkesmann
Ein Elektroauto ist so konstruiert, dass es elektrische Leistung in mechanische Leistung umwandelt.

Reichweite: Wie weit kommst du mit Elektromobilität?

Die Batterie in einem Elektroauto ersetzt den Tank in einem Verbrenner: Sie speichert die elektrische Energie, die das Auto antreibt.

Batterien in Elektroautos sind empfindlich gegenüber extremen Temperaturen:

  • Kälte kann den Verbrauch erhöhen,
  • Hitze die Lebensdauer beeinflussen.

Der Mythos, dass Elektroautos im Winter einfach liegenbleiben, stimmt allerdings nicht.

425 Kilometer betrug die Durchschnittsreichweite von E-Autos im Jahr 2024.

Eine Karte zeigt die Reichweite eines ausgewählten E-Autos.
Eine Karte zeigt die Reichweite eines ausgewählten E-Autos.
So weit fährt dein E-Auto

Wie weit kommst du mit dem Dacia Spring? Und wie weit mit dem BMW iX3? Diese Karte verrät es dir für jedes Auto deiner Wahl.

Was stimmt?

Wie weit dein E-Auto kommt, hängt von der Batteriekapazität und deinem Fahrstil ab. Auch deine Nutzung der Ausstattung (wie z. B. der Klimaanlage) sowie die Außentemperaturen spielen eine Rolle. Du hast also einen direkten Einfluss auf den Verbrauch.

Und selbst wenn der Batteriestand einmal niedrig sein sollte: Das Netzwerk aus Ladestationen in Deutschland und anderen Ländern ist inzwischen wirklich gut. Diese sog. Ladeinfrastruktur sorgt dafür, dass du an vielen Orten die Möglichkeit hast, dein Elektroauto aufzuladen.

  • In der EU sind seit Mitte 2024 ca. 900.000 Ladestationen im Einsatz.
  • Diese befinden sich an Orten wie Tankstellen, Supermärkten und Restaurants.

Tipp: Es lohnt sich, die "Ladepausen" sinnvoll zu planen. So kommst du immer zuverlässig ans Ziel und schonst außerdem die Batterie in deinem Elektroauto.

Eine Karte zeigt die Route und Ladestopps für ein ausgewähltes E-Auto.
Eine Karte zeigt die Route und Ladestopps für ein ausgewähltes E-Auto.
Tschüs, Reichweitenangst!

Mit diesem Routenplaner kommst du im E-Auto ganz entspannt ans Ziel. Einfach Marke, Modell, Start- und Zielort angeben – schon siehst du die Route mit allen Ladestopps.

Richtig laden: Gleichstrom oder Wechselstrom?

Dein E-Auto kannst du ganz flexibel laden: an der Steckdose, an einer Wallbox oder an öffentlichen Ladestationen.

Die Art des Ladens beeinflusst die Ladeleistung und die Haltbarkeit deiner Batterie.

  1. Wechselstrom (AC)
    An der Steckdose, Wallbox und vielen Ladestationen lädst du dein Elektroauto langsamer und mit Wechselstrom. Das schont die Batterie.
  2. Gleichstrom (DC)
    An Schnellladestationen "tankst" du Gleichstrom (DC). Das beschleunigt den Ladevorgang: In etwa einer Stunde kannst du dein E-Auto von 20 auf 80 Prozent laden.
Ein Hyundai Kona in Ceramic Blue steht beim Händler.
Ein Hyundai Kona in Ceramic Blue steht beim Händler.
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So schonst du die Batterie beim Laden

Nutze die folgenden Tipps, um deine Batterie zu schonen und ihre Lebensdauer zu verlängern:

  • Versuche, den Ladestand deiner Batterie immer zwischen 20 und 80 % zu halten.
  • Fahre vorausschauend und nutze „One Pedal Driving“: Sobald du den Fuß vom Gas nimmst, nutzt dein E-Auto die Bewegungsenergie, um die Batterie zu laden. Das Fahrzeug wird automatisch gebremst. One Pedal Driving kann die Reichweite deutlich erhöhen.
  • Vermeide häufiges Schnellladen.
  • Nutze Schnellladen außerdem nur bei optimalen Batterietemperaturen (20 bis 40 Grad).
  • Schütze dein Auto vor extrem hohen Temperaturen.
  • Vermeide Fahrten mit Höchstgeschwindigkeit.
  • Nutzt du dein E-Auto länger nicht, sollte die Batterie etwa zur Hälfte geladen sein.

Video: Wie fährt sich ein Elektroauto?

Unsere Experten Peter R. Fischer und Elias Holdenried präsentieren neue E-Autos. In dieser Folge: der Hyundai Inster.

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Ein weißer Hyundai Inster
Ein weißer Hyundai Inster
Hyundai Inster

Der Inster macht Elektromobilität bezahlbar und bringt eine umfassende Ausstattung mit.

Darum ist ein Elektroauto so "pflegeleicht"

Die Elektronik in einem Elektroauto ist relativ wartungsarm. Software-Updates für dein E-Auto bekommst du bequem direkt im Fahrzeug. Damit kannst du einige neue Features oder Problemlösungen bequem zu Hause herunterladen – und das teilweise kostenlos.

Ein E-Auto ist außerdem deutlich einfacher konstruiert als ein Verbrenner. Das bedeutet z. B.:

  • Kein Ölwechsel
  • Keine Zündkerzen
  • Viele Verschleißteile, die du vom Verbrenner kennst, gibt es nicht.

Das spart dir Zeit und Geld in der Werkstatt. Teile wie Bremsen, Reifen und Stoßdämpfer solltest du aber natürlich wie gewohnt regelmäßig prüfen und warten lassen.

35 Prozent: So viel günstiger ist die Wartung eines E-Autos im Vergleich zum Verbrenner.

Ein großer Pluspunkt von E-Autos sind die niedrigeren Unterhaltskosten im Vergleich zu Verbrennern. Das liegt an weniger Verschleißteilen.

Für teurere Komponenten wie Batterie oder Antrieb geben die meisten Hersteller außerdem meist eine umfassende Garantie, oft bis zu acht Jahre oder 160.000 Kilometer.

Und auch die Pannenstatistik spricht für die Elektromobilität: Elektrisch angetriebene Fahrzeuge bleiben laut ADAC deutlich seltener liegen als Verbrenner.

Ein Balkendiagramm zeigt die Pannenanfälligkeit von E-Autos im Vergleich zu Verbrennern.
Quelle: mobile.de/Niko Wilkesmann
Elektroautos sind laut einer ADAC-Statistik deutlich weniger anfällig für Pannen als Verbrenner.

Ängste und Mythen rund um das E-Auto

E-Autos brennen häufiger und heftiger als Verbrenner? Du kannst nicht laden, wenn es regnet? Und lässt sich der Ladestecker im Notfall schnell lösen?

Diesen und weiteren Ängsten rund um das E-Auto gehen unsere Experten im Video auf den Grund. Und sie machen klar: Viele der Mythen sind schnell widerlegt.

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Unser Experte

Der Kfz-Sachverständige Ove Kröger war früher überzeugter Petrolhead, der Drag-Rennen fuhr und US-Klassiker mit üppigen V8-Motoren bewegte. Heute hat er sich auf die Begutachtung von Elektroautos spezialisiert.

Checkliste für deinen E-Auto-Kauf

Soll es ein Elektroauto für dich sein? Dann sieh dich am besten direkt in den Angeboten bei mobile.de um. In den Inseraten findest du sowohl als auch .

Ein roter Skoda Enyaq steht im Verkaufsraum.
Ein roter Skoda Enyaq steht im Verkaufsraum.
Entdecke dein nächstes E-Auto

Mach’s elektrisch: Finde genau das Elektroauto, das perfekt zu deinem Alltag passt.

Mit den folgenden Tipps findest du dein nächstes Traumauto im Handumdrehen.

1. Auswahl E-Auto

  • Wer nutzt das E-Auto?
    Wen oder was transportierst du regelmäßig im Wagen? Fahren Kinder oder Senioren mit? Gehört ein Vierbeiner zur Familie? Wähle ein Elektroauto, in dem wirklich alles und alle Platz finden.
  • Wofür nutzt du das E-Auto?
    Möchtest du einen Anhänger ziehen? Fährst du häufig lange Strecken? Welche Lademöglichkeiten hast du? Wähle das Fahrzeug passend zu den Ansprüchen und Möglichkeiten.

2. Besichtigung beim Verkäufer

  • Verschleißteile checken
    Prüfe am Auto oder in Wartungsbelegen, ob Verschleißteile wie Bremsen oder Reifen regelmäßig gewartet oder getauscht wurden (falls nötig).
  • Probleme und Rückrufe
    Frage beim Verkäufer, ob etwas von den bekannten Problemen aufgetreten ist und falls ja, ob die Fehler am Fahrzeug behoben wurden.

3. Batteriezertifikat

  • Gültigkeit prüfen
    Prüfe im Inserat, ob eine mit Zertifikat bestätigte Restkapazität der Batterie angegeben wird. Falls nicht, besprich mit dem Verkäufer, ob er vor dem Verkauf ein Batteriezertifikat anfertigen lassen wird.

4. Service und Garantien

  • Vorgaben erfragen
    Prüfe vor Ort und anhand entsprechender Nachweise, ob Wartungsintervalle eingehalten wurden und ein lückenloser Service besteht.
  • (Rest-)Garantie prüfen
    Prüfe zusätzlich, ob eine Garantie bzw. Restgarantie besteht und ob vertragliche Bedingungen zur Aufrechterhaltung erfüllt sind (Serviceintervalle, Modifikationen etc.).

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Die Zukunft ist elektrisch. Viele Autohersteller planen nicht ohne Grund, langfristig nur noch Stromer anzubieten. 

Die höheren Anschaffungskosten sind zwar nach wie vor ein Hemmschuh. Jedoch locken gleichzeitig die niedrigeren Unterhaltskosten von E-Autos. Die Verkaufszahlen steigen. Wann setzt du auf Elektromobilität?

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