Suche
Ein roter Mazda MX-30 R-EV fährt über eine Landstraße.
Quelle: Mazda
Der Mazda MX-30 ist eines der in Europa verfügbaren Auto-Modelle mit Range Extender.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Range Extender lädt während der Fahrt den Akku mit einem Verbrennungsmotor.
  • Die Energieeffizienz ist schlechter als bei einem reinen E-Auto.
  • In bestimmten Regionen kann ein Range Extender eine sinnvolle Übergangslösung sein.

Range Extender beseitigen einen der größten Vorbehalte gegenüber der Elektromobilität: Die sogenannte „Reichweitenangst“ sorgt noch heute dafür, dass Elektrofahrzeuge für einige Menschen nicht infrage kommen.

Zwar zeigen die Elektroautos mit der größten Reichweite, dass bei einigen Modellen sogar ohne Range Extender über 900 Kilometer Reichweite möglich sind. Dennoch bleibt die Angst, nicht ans Ziel zu kommen, bestehen.

adressieren diese Angst und erhöhen bei Stromern die Reichweite mithilfe eines Verbrennermotors. Dieser lädt während der Fahrt die Akkus und erhöht so die Reichweite.

Ein weißer BMW i3 mit Range Extender steht auf einer Parkfläche.
Ein weißer BMW i3 mit Range Extender steht auf einer Parkfläche.
Autos mit Range Extender bei mobile.de

Diese Fahrzeuge machen Schluss mit Reichweitenangst. Entdecke jetzt alle Marken und Modelle.

Wie funktioniert ein Range Extender?

In einem E-Auto mit Range Extender ist zusätzlich ein Verbrennungsmotor verbaut. Er macht das Fahrzeug zu einem "Extended-Range Electric Vehicle" (EREV).

Der Verbrennungsmotor treibt nie die Räder direkt an. Er arbeitet lediglich als Generator. Die erzeugte Energie nutzt er auf zwei Arten:

  • Er speist sie in die Batterie ein.
  • Er gibt sie direkt an den Elektromotor ab.

Der Verbrennungsmotor springt automatisch an, wenn der Ladestand der Batterie niedrig ist. Für die Steuerung des Systems ist eine Software zuständig. Der Fahrer selbst muss nicht aktiv werden.

Zwei der ersten Elektrofahrzeuge mit (optionalem) Range Extender waren 2012 der Opel Ampera und 2013 der BMW i3. Der neue BMW i3 ist heute rein elektrisch unterwegs und hat eine Reichweite nach WLTP bis 900 km.

Ein weißer Leapmotor C10 mit Range Extender steht auf einer Studiofläche.
Ein weißer Leapmotor C10 mit Range Extender steht auf einer Studiofläche.
Leapmotor C10 REEV bei mobile.de

Der Leapmotor C10 REEV kombiniert Elektrofahrgefühl mit großer Alltags- und Langstreckensicherheit. Finde deinen nächsten.

Welche Autos mit Range Extender gibt es?

Auf dem europäischen Markt gibt es aktuell nur wenige Elektroautos mit Range Extender. Diese sind gängig:

Marke/ModellFahrzeugtypVerbrauch/100 km (WLTP)
Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EVKompakt-Crossover1,0 Liter
Leapmotor C10 REEVMittelklasse-SUV0,4 Liter
BMW i3 REx (nur noch gebraucht erhältlich)Kleinwagen0,6–0,7 Liter

Wie viel Sprit verbrauchen die Range Extender?

Range-Extender-Fahrzeuge können im Alltag extrem sparsam sein — allerdings nur, wenn sie regelmäßig geladen werden.

Modelle wie der Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV oder der Leapmotor C10 REEV fahren viele tägliche Strecken rein elektrisch und verbrauchen dabei praktisch keinen Kraftstoff.

Erst wenn die Batterie leer ist, springt der kleine Benzinmotor als Generator an. Deshalb wirken die offiziellen WLTP-Werte mit 0,4 bis 1,0 l/100 km oft unrealistisch niedrig: Im Langstreckenbetrieb liegen echte Range Extender meist eher bei etwa 6 bis 8 Litern pro 100 Kilometer.

Ein blauer Mercedes-Benz EQS steht in einer Garage.
Ein blauer Mercedes-Benz EQS steht in einer Garage.
Elektro-SUVs bei mobile.de

Fahre vollelektrisch: In diesen SUVs bist du emissionsfrei unterwegs. Jetzt Angebote entdecken.

Als am effizientesten unter den aktuellen REEVs gilt der Leapmotor C10 REEV, der dank großer Batterie viele Fahrten komplett elektrisch schafft und selbst mit leerem Akku vergleichsweise sparsam bleibt.

Der Mazda MX-30 R-EV und der ältere BMW i3 REx verbrauchen auf der Autobahn dagegen spürbar mehr, weil ihre kleinen Generator-Motoren unter Dauerlast arbeiten müssen.

Range Extender und Plug-in-Hybrid: Was ist der Unterschied?

Der grundlegende Unterschied zwischen einem Auto mit Range Extender und einem Plug-in-Hybrid liegt darin, wie der Verbrennungsmotor mit dem Antrieb verbunden ist:

  1. Range Extender
    Ein Auto mit Range Extender fährt immer elektrisch: Die Räder werden ausschließlich vom Elektromotor angetrieben. Der Verbrennungsmotor hat keine mechanische Verbindung zu den Rädern.
  2. Plug-in-Hybrid
    Beim Plug-in-Hybrid können sowohl der Elektromotor als auch der Verbrennungsmotor direkt die Räder antreiben. Je nach Situation fährt das Auto rein elektrisch, nur mit Benzin oder kombiniert.

Praktisch bedeutet das: Range Extender fühlen sich mehr wie ein Elektroauto mit „Notstromaggregat“ an, während Plug-in-Hybride eher klassische Autos mit zusätzlichem E-Antrieb sind.

Dafür sind PHEVs auf langen Autobahnstrecken oft etwas effizienter, während REEVs im Stadt- und Pendelbetrieb den klareren Elektrocharakter haben.

Wie umweltfreundlich sind E-Autos mit Range Extender?

E-Autos mit Range Extender sind umweltfreundlicher als klassische Verbrenner, stehen Elektroautos im Direktvergleich aber etwas nach.

Im elektrischen Betrieb fahren EREVs lokal emissionsfrei: Der Verbrennungsmotor springt nur an, wenn es nötig ist ist. Dabei kann er effizient im optimalen Drehzahlbereich laufen, was den Verbrauch gegenüber normalen Benzinern reduziert.

Insgesamt entstehen dadurch weniger CO₂-Emissionen als bei vergleichbaren Verbrennerfahrzeugen. Dies gilt vor allem, wenn das Auto regelmäßig geladen wird und viele Kilometer elektrisch gefahren werden.

Ein roter BMW i3 fährt bei Regen eine Straße in Lissabon hoch. Im Hintergrund ist eine Straßenbahn zu sehen.
Quelle: BMW Group
Zum Modelljahr 2019 hat BMW den i3 mit Range Extender aus dem Programm genommen. Der aktuelle i3 fährt vollelektrisch.

Im Gesamtvergleich bleibt der Nachteil aber klar: Sobald der Range Extender häufig genutzt wird, entstehen wieder direkte CO₂-Emissionen durch Benzinverbrauch.

Außerdem geht beim Umwandeln von Benzin in Strom und anschließend in Antriebsenergie viel Energie verloren – der Gesamtwirkungsgrad liegt somit deutlich unter dem eines reinen E-Autos.

Autos mit Range Extender gelten daher eher als Übergangslösung, die besonders dort sinnvoll ist, wo die Ladeinfrastruktur noch nicht zuverlässig verfügbar ist.

Gibt es eine Förderung für Autos mit Range Extender?

Kaufst oder least du einen Wagen mit Range Extender, kannst du von der seit 2026 wieder verfügbaren Förderung für E-Autos profitieren.

Wie hoch die Förderung ist, hängt von deinen Lebensumständen ab.

Teilen
Über die Redaktion
Erfahre, wer hinter den Inhalten steht und lerne unser mobile.de kennen.
Sind diese Informationen hilfreich für Dich?