Kia EV2: günstiger Einstieg in die Elektromobilität – mit Abstrichen
Der Kia EV2 ist das bislang kleinste Elektroauto des koreanischen Herstellers in Europa. Ab 26.600 Euro tritt er gegen eine starke Konkurrenz an, macht dabei vieles richtig – aber eben nicht alles.
Das Wichtigste in Kürze
- Mit gerade einmal 4,06 Metern Länge macht der Kia EV2 auch in der Stadt eine gute Figur.
- Die Reichweite ist mit 317 km (42,2 kWh) bzw. 453 km (61 kWh) für den Alltag ausreichend.
- Der Preis macht den Einstieg in die Elektromobilität leichter als bei manchem Konkurrenten.
Der Kia EV2 ist neu auf dem Markt – und will gleich in einer der umkämpftesten Klassen mitmischen.
Kleine Elektro-SUVs unter 30.000 Euro sind gefragt wie nie. Kia schickt mit dem EV2 ein Modell ins Rennen, das auf dem Papier viel verspricht:
- zwei Akkugrößen
- schnelles Laden
- ein modernes Cockpit
- eine Garantie von sieben Jahren
Ob das im Alltag hält, was die Datenblätter versprechen, zeigt dieser Testbericht.
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Einordnung: Was ist der Kia EV2?
Der Kia EV2 ist seit Februar 2026 auf dem Markt. Er ist das jüngste Mitglied der EV-Familie, zu der bereits der EV3, EV5 und EV9 gehören.
Eine eigene Modellhistorie oder frühere Generationen gibt es noch nicht: Der EV2 ist ein komplett neues Modell, das die Lücke im Kleinwagen-Segment schließen soll.
Kia positioniert das Elektro-SUV klar als Einstiegsmodell in die Elektromobilität – mit dem Anspruch, Reichweite, Alltagstauglichkeit und Preis in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen. Abhängig von der Motorvariante und der gewählten Ausstattung gibt es den Kia EV2 ab 26.600 Euro.
Der Kia EV2 wird als erstes Kia-Modell überhaupt in der Slowakei produziert – und ist damit auch ein Zeichen dafür, wie stark der Konzern seine europäische Fertigungskapazität ausbaut.
Der Kia EV2 im Testbericht
Auf der Straße macht der Kia EV2 laut ADAC-Testbericht einen soliden, aber nicht aufregenden Eindruck. Der Motor bewältigt das rund 1,6 Tonnen schwere Fahrzeug ohne Mühe.
Kritik gibt es am Fahrwerk: Es könnte straffer ausgelegt sein. Auch die Lenkung hinterlässt einen eher indifferenten Eindruck – beides zusammen sorgt dafür, dass der EV2 eher als Alltagsauto denn als Fahrerauto einzustufen ist.
Im Alltag macht sich der Leistungsunterschied zwischen den beiden Motorvarianten (108 kW vs. 99,5 kW) kaum bemerkbar. Beide Versionen erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h.
Vergleichbare Modelle
- VW ID. Cross: direkter Konkurrent, ebenfalls 2026 erwartet, ähnliche Preisklasse ab ca. 25.000 Euro
- Peugeot E-2008: bewährtes Elektro-SUV im B-Segment, etwas weniger Reichweite, aber ausgereifter
- Jeep Avenger Electric: kompaktes Elektro-SUV mit Alltagstauglichkeit, günstigerer Einstiegspreis
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Die Motoren des Kia EV2
| Leistung | Batterie | Drehmoment | 0–100 km/h | Reichweite (WLTP) | Verbrauch (WLTP) | Grundpreis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 108 kW/146 PS | 42,2 kWh | 250 Nm | 8,7 s | bis 317 km | 15,1 kWh/100 km | ab 26.600 Euro |
| 99,5 kW/135 PS | 61,0 kWh | 250 Nm | 9,5 s | bis 453 km | 15,2 kWh/100 km | ab 33.490 Euro |
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- Light ist die Basisversion: 16-Zoll-Stahlfelgen, 7 Airbags, Rückfahrkamera, Spurhalteassistent, Parksensoren vorn und hinten, 5,3-Zoll-Klimasteuerungsbildschirm.
- Air bringt u. a. eine Klimaautomatik mit, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, elektrische Fensterheber vorn und hinten, elektrisch anklappbare Außenspiegel und eine Dachreling.
- Earth ergänzt u. a. den Frunk (15 Liter), den elektrisch einstellbaren Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze, LED-Gepäckraumbeleuchtung und Sitzheizung vorn.
- GT-Line setzt auf Sportlichkeit: 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, schwarzer Dachhimmel, Aluminium-Sportpedale, Flush-Türgriffe und SUV-Design-Elemente in Wagenfarbe.
Galerie: der Kia EV2 in Bildern
Bekannte Probleme und Rückrufe
Da der Kia EV2 erst seit Februar 2026 auf dem Markt ist, liegen zum Zeitpunkt der Recherche (Mai 2026) noch keine Langzeiterfahrungen, TÜV-Berichte oder Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) vor. Auch der ADAC hat bislang keinen Pannenstatistik-Eintrag für dieses Modell veröffentlicht.
Typische Schwachstellen, die bei vergleichbaren Elektrofahrzeugen auftreten können, sind:
- Reichweitenverlust bei Kälte (besonders ohne Wärmepumpe)
- Softwareprobleme bei Over-the-Air-Updates in der Einführungsphase
- Fahrwerksgeräusche bei günstiger abgestimmten Kleinwagen-SUVs
Vor- und Nachteile des Kia EV2
Vorteile
- Günstiger Einstiegspreis ab 26.600 Euro
- Gute Reichweite mit 61-kWh-Akku (453 km WLTP)
- DC-Laden mit 50–118 kW
- 7 Jahre Fahrzeuggarantie
- Modernes Cockpit mit drei Displays
- V2L-Funktion (Fahrzeug als Stromquelle)
Nachteile
- Fahrwerk und Lenkung wirken indifferent
- Größerer Akku=schwächerer Motor (99,5 kW)
- 22-kW-AC-Laden nur gegen Aufpreis
- Frunk erst ab Ausstattung Earth
- Wärmepumpe nicht serienmäßig
- Noch keine Langzeiterfahrungen verfügbar
Für wen lohnt sich der Kia EV2?
Stärken
Der Kia EV2 ist ein solides Elektroauto für alle, die einen günstigen Einstieg in die Elektromobilität suchen und dabei nicht auf Platz und moderne Technik verzichten wollen. Besonders für Stadtfahrer und Pendler, die gelegentlich auch längere Strecken fahren, ist er eine ernsthafte Option.
Schwachpunkte
Der Kia EV2 zeigt allerdings beim Fahrkomfort und der Ausstattung klare Kompromisse: Fahrwerk und Lenkung wirken wenig präzise, wichtige Extras wie Wärmepumpe oder 22-kW-Lader gibt es nur gegen einen Aufpreis. Auch der Innenraum zeigt sich in der Anmutung eher einfach.
Fazit
Wer vor allem ein günstiges, praktisches Elektroauto für Stadt und Alltag sucht, bekommt beim EV2 viel Auto fürs Geld. Fahrer mit hohen Ansprüchen an Langstreckenkomfort, Dynamik oder Premium-Anmutung sollten die Konkurrenz aber ebenfalls im Blick behalten.
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Konkrete Empfehlung: Die Kombination aus Air-Ausstattung mit 42,2-kWh-Akku (ab 28.990 Euro) plus Winter-Paket P1 (300 Euro) und Winter-Connect-Paket P3 (1.390 Euro) bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für den deutschen Alltag.
Wer regelmäßig Langstrecke fährt, sollte zur Earth-Variante mit 61-kWh-Akku (ab 35.790 Euro) greifen und das 22-kW-AC-Paket (990 Euro) dazubuchen.
Wer hingegen ein dynamisches Fahrerlebnis sucht oder häufig auf der Autobahn unterwegs ist, sollte sich auch die Konkurrenz anschauen – der EV2 ist kein Sportler.
Wir nutzen digitale Systeme zur Recherche, prüfen die Inhalte sorgfältig und ergänzen mit unserer langjährigen Expertise. So entsteht ein Beitrag, hinter dem wir voll und ganz stehen. Diesen hier hat Kaja Knapp für dich erstellt.