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Eine Collage aus vier E-Transportern (VW e-Transporter, Mercedes eSprinter, Ford E-Transit, VW ID.Buzz)
Quelle: VW, Mercedes, Ford | Collage: mobile.de
Handwerker und Firmen können mit dem VW e-Transporter, Mercedes eSprinter, Ford E-Transit oder VW ID.Buzz ihre Fahrzeugflotte elektrifizieren.

Das Wichtigste im Überblick

  • Reichweite realistisch planen: Die meisten Gewerbebetriebe fahren täglich unter 120 Kilometer – E-Transporter mit 250 bis 300 km WLTP-Reichweite decken über 90 Prozent aller Einsatzprofile ab.
  • Wirtschaftlichkeit durch Gesamtkosten bewerten: Trotz höherer Anschaffungskosten amortisieren sich E-Transporter durch niedrigere Energie-, Wartungs- und Steuerkosten bei Vielfahrern innerhalb von 4 bis 7 Jahren.
  • Ladeinfrastruktur ist entscheidend: Eigene Wallboxen am Betriebshof mit 11 kW Leistung sind die günstigste und praktischste Lösung – Schnellladung unterwegs sollte nur als Ergänzung dienen.

Die Elektromobilität hält längst Einzug in den gewerblichen Bereich – und das aus gutem Grund. Moderne E-Transporter bieten nicht nur emissionsfreie Mobilität, sondern überzeugen auch mit niedrigen Betriebskosten, Zufahrt zu Umweltzonen und staatlichen Förderungen.

Nissan Townstar Elektro Acenta Batterie 45 kWh L1 2.2t

Ein weißer Nissan Townstar Elektro Acenta Kastenwagen steht vor einem Haus mit Glasfassade.
Quelle: Nissan
Der Nissan Townstar Elektro Acenta ist die mittlere Ausstattungslinie des vollelektrischen Transporters und bietet gegenüber der Basisversion deutlich mehr Komfort und Ladetechnologie.

Reichweite: bis zu 275 Kilometer

Geeignet für

  • Kurierdienste und Paketzusteller im Stadtgebiet, Handwerker mit kompaktem Werkzeug, Kleinunternehmer mit geringem Transportbedarf

Nicht geeignet für

  • Umzugsunternehmen oder Speditionen, Betriebe mit hohen Zuladungsanforderungen Langstreckenfahrten außerhalb der Stadt

Der Nissan Townstar Elektro ist der kompakte Einstieg in die elektrische Transporterwelt und eignet sich besonders für City-Logistik und Handwerksbetriebe mit überschaubarem Platzbedarf. Mit seiner 45-kWh-Batterie erreicht er eine Reichweite von bis zu 275 Kilometern nach WLTP und bietet ein Ladevolumen von 4,3 Kubikmetern bei einer Nutzlast von bis zu 700 Kilogramm.

Vorteile

  • Kompakte Abmessungen für enge Innenstädte und Parkplatzsituationen
  • Gute Reichweite für den urbanen Einsatz
  • Übersichtliche Karosserie und wendiges Fahrverhalten

Nachteile

  • Begrenzte Nutzlast im Vergleich zu größeren Transportern
  • Kleineres Ladevolumen schränkt Einsatzmöglichkeiten ein
  • Längere Ladezeiten an der Haushaltssteckdose
Weißer Nissan Townstar Elektro Kastenwagen steht vor einer Betonwand.
Weißer Nissan Townstar Elektro Kastenwagen steht vor einer Betonwand.
Nissan Townstar Elektro

Der Townstar Elektro basiert auf der Plattform des Renault Kangoo E-Tech und profitiert von dessen ausgereifter Technik.

Citroën ë-Berlingo Van Kastenwagen M erhöhte Nutzlast

Ein roter Citroën ë-Berlingo Van Kastenwagen steht vor einem Gebäude.
Quelle: Citroën
Serienmäßig kommt der Citroën ë-Berlingo mit Klimaanlage, umklappbarem Beifahrersitz und Geschwindigkeitsregler und -begrenzer.

Reichweite: bis zu 337 Kilometer

Geeignet für

  • Handwerksbetriebe mit mittlerem Materialbedarf, Lieferdienste im regionalen Umkreis, Pflegedienste und mobile Dienstleister

Nicht geeignet für

  • Fernverkehr und Langstreckenlogistik, Transport sperriger Großgüter, Betriebe ohne eigene Lademöglichkeit

Der Citroën ë-Berlingo Van kombiniert französisches Design mit praktischer Funktionalität und bietet in der Version mit erhöhter Nutzlast bis zu 800 Kilogramm Zuladung. Die 50-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 337 Kilometern, während das Ladevolumen von bis zu 3,8 Kubikmetern ausreichend Platz für Werkzeug und Waren bietet.

Vorteile

  • Erhöhte Nutzlast von bis zu 800 kg für mehr Transportkapazität
  • Schiebetüren auf beiden Seiten erleichtern Be- und Entladung
  • Moderne Assistenzsysteme und Konnektivitätsfunktionen

Nachteile

  • Reichweite könnte für Vielfahrer knapp werden
  • Höherer Anschaffungspreis als Verbrenner-Modelle
  • Ladeinfrastruktur muss vorhanden sein
Ein weißer Citroën ë-Berlingo steht vor einem Autohaus.
Ein weißer Citroën ë-Berlingo steht vor einem Autohaus.
Citroën ë-Berlingo

Der ë-Berlingo teilt sich die Plattform mit dem Peugeot e-Partner und Opel Combo Cargo Electric.

Opel Combo Cargo Electric Kastenwagen M erhöhte Nutzlast

Ein weißer Opel Combo Electric fährt auf einer Landstraße.
Quelle: Opel
Der Opel Combo Cargo Electric Kastenwagen M mit erhöhter Nutzlast ist dank optimierter Zuladungskapazität für anspruchsvolle gewerbliche Einsätze geeignet.

Reichweite: bis zu 354 Kilometer

Geeignet für

  • Gewerbetreibende mit Opel-Affinität, Flottenbetreiber mit bestehender Opel-Infrastruktur, Handwerker im Stadt- und Umlandbereich

Nicht geeignet für

  • Anwender mit hohen Reichweitenanforderungen, Transporte über 800 kg, Betriebe ohne Ladeinfrastruktur

Der Opel Combo Cargo Electric ist der technische Zwilling des Citroën ë-Berlingo und überzeugt mit fast identischen Werten bei Reichweite und Nutzlast. Mit seiner 50-kWh-Batterie schafft er bis zu 354 Kilometer und bietet in der Version mit erhöhter Nutzlast ebenfalls bis zu 780 Kilogramm Zuladung bei 3,8 Kubikmetern Ladevolumen.

Vorteile

  • Deutsches Händlernetz mit guter Serviceabdeckung
  • Robuste Verarbeitung und bewährte Technik
  • Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis in der Klasse

Nachteile

  • Keine Alleinstellungsmerkmale gegenüber Schwestermodellen
  • Reichweite bei voller Beladung deutlich reduziert
  • Schnellladefunktion nur optional oder in höheren Ausstattungen
Ein beigefarbener Opel Combo Electric steht in einem Autohaus.
Ein beigefarbener Opel Combo Electric steht in einem Autohaus.
Opel Combo Electric

Der Combo Cargo Electric wird im französischen Vigo produziert und ist baugleich mit dem Citroën ë-Berlingo.

VW ID.Buzz Cargo Pure

Ein blau-weißer ID.Buzz Cargo fährt durch eine Stadt.
Quelle: VW
Der ID.Buzz ist die elektrische Weiterentwicklung des legendären VW Bully.

Reichweite: bis zu 331 Kilometer

Geeignet für

  • Kreativagenturen und Design-Unternehmen, Stadt- und Kurierdienste, Stadt- und Kurierdienste

Nicht geeignet für

  • Preissensitive Gewerbetreibende, Anhängerbetrieb mit schweren Lasten, Betriebe mit maximalen Nutzlastanforderungen

Der VW ID.Buzz Cargo bringt den Kult-Bulli ins Elektrozeitalter und verbindet ikonisches Design mit moderner MEB-Plattform. Mit einer 59-kWh-Batterie erreicht er bis zu 331 Kilometer Reichweite und bietet ein Ladevolumen von 3,9 Kubikmetern bei einer Nutzlast von bis zu 750 Kilogramm – passend für imageorientierte Gewerbetreibende.

Vorteile

  • Unverwechselbares Design mit hohem Wiedererkennungswert
  • Moderne Technologie auf VW-MEB-Plattform
  • Ausreichend Reichweite für Stadteinsätze

Nachteile

  • Vergleichsweise hoher Anschaffungspreis
  • Begrenzte Anhängelast
  • Nur eine Schiebetür serienmäßig
Ein weißer VW ID.Buzz steht auf einem Parkplatz.
Ein weißer VW ID.Buzz steht auf einem Parkplatz.
VW ID.Buzz

Der ID.Buzz Cargo wird im VW-Werk Hannover gefertigt und nutzt die gleiche Plattform wie ID.3 und ID.4.

Mercedes eVito lang 60 kWh

Ein weißer Mercedes e-Vito steht in der Stadt mit offener Schiebetür.
Quelle: Mercedes-Benz
Den Mercedes e-Vito gibt es nicht nur als Kastenwagen. Als Tourer kann er als Personentransporter genutzt werden.

Reichweite: bis zu 307 Kilometer

Geeignet für

  • Etablierte Handwerksbetriebe mit Qualitätsanspruch, Kurierdienste mit gehobenen Kundenanforderungen, Flottenbetreiber mit Mercedes-Präferenz

Nicht geeignet für

  • Startups mit knappem Budget, Langstrecken-Logistik über 200 km täglich, Betriebe mit Fokus auf maximale Wirtschaftlichkeit

Der Mercedes eVito kombiniert bewährte Transporter-Qualität mit elektrischem Antrieb und bietet in der langen Version mit 60-kWh-Batterie bis zu 307 Kilometer Reichweite. Mit einem Ladevolumen von bis zu 6,6 Kubikmetern und einer Nutzlast von bis zu 882 Kilogramm positioniert er sich im gehobenen Mittelklasse-Segment.

Vorteile

  • Großzügiges Ladevolumen für umfangreiche Transporte
  • Gute Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit
  • Umfangreiches Sicherheits- und Assistenzpaket

Nachteile

  • Höherer Anschaffungspreis als Wettbewerber
  • Reichweite bei Autobahnfahrten deutlich reduziert
  • Wartungskosten im Premium-Segment
Ein weißer Mercedes Vito steht auf einer gepflasterten Fläche.
Ein weißer Mercedes Vito steht auf einer gepflasterten Fläche.
Mercedes e-Vito

Der Mercedes eVito basiert auf der konventionellen Vito-Plattform und wurde für den Elektroantrieb adaptiert.

Toyota Proace Electric Duty

Ein weißer Toyota Proace fährt an einer roten Wand vorbei.
Quelle: Toyota
Toyota-typisch zeichnet sich der Proace Electric durch Zuverlässigkeit, praktische Dimensionen und solide Technik aus.

Reichweite: bis zu 222 Kilometer

Geeignet für

  • Gewerbetreibende mit Toyota-Affinität, Betriebe mit hohen Zuladungsanforderungen, langfristig orientierte Flottenbetreiber

Nicht geeignet für

  • Betriebe mit speziellen Aufbauwünschen, Anwender ohne Toyota-Service in der Nähe, preissensitive Kleinunternehmer

Der Toyota Proace Electric Duty ist die Arbeitstier-Variante des japanischen Herstellers und bietet mit seiner 50-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 222 Kilometern. Mit bis zu 1.000 Kilogramm Nutzlast und einem Ladevolumen von 5,3 Kubikmetern richtet er sich an Gewerbetreibende mit hohen Anforderungen.

Vorteile

  • Hohe Nutzlast von bis zu 1.000 kg
  • Toyota-typische Zuverlässigkeit und Langlebigkeit
  • Ausreichend Reichweite für Stadteinsätze

Nachteile

  • Begrenztes Händlernetz im Nutzfahrzeugbereich
  • Höherer Preis als vergleichbare Wettbewerber
  • Weniger Ausstattungsvarianten verfügbar
Schwarzer Lieferwagen in einem Ausstellungsraum, Seitenansicht. Moderne Beleuchtung und glänzendes Finish.
Schwarzer Lieferwagen in einem Ausstellungsraum, Seitenansicht. Moderne Beleuchtung und glänzendes Finish.
Toyota Proace Electric

Der Proace Electric basiert auf der PSA-Plattform und ist baugleich mit Citroën ë-Jumpy und Peugeot e-Expert.

Mercedes eSprinter Base 56 kWh

Ein weiß-blauer Mercedes e-Sprinter steht vor dem Mercedes-Hauptgebäude.
Quelle: Mercedes-Benz
Bereits in der zweiten Generation ist der Mercedes e-Sprinter auf den Straßen unterwegs.

Reichweite: bis zu 221 Kilometer

Geeignet für

  • Umzugsunternehmen und Speditionen, Handwerksbetriebe mit umfangreichem Material, Lieferdienste mit großvolumigen Waren

Nicht geeignet für

  • Enge Innenstadtbereiche mit Parkplatzmangel, Langstreckenfahrten über 200 km ohne Zwischenladung, Kleinbetriebe mit geringem Transportbedarf

Der Mercedes eSprinter ist die elektrische Version des meistverkauften Transporters in Deutschland und bietet in der Base-Version mit 56-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 221 Kilometern. Mit einem Ladevolumen von bis zu 10,5 Kubikmetern und einer Nutzlast von bis zu 991 Kilogramm setzt er Maßstäbe in der Großraum-Transporter-Klasse.

Vorteile

  • Großes Ladevolumen
  • Bewährte Sprinter-Qualität mit elektrischem Antrieb
  • Vielfältige Aufbau- und Konfigurationsmöglichkeiten

Nachteile

  • Begrenzte Reichweite bei voller Beladung
  • Hoher Anschaffungspreis im Premium-Segment
  • Größere Abmessungen erschweren Stadtverkehr
Ein weißer Mercedes Sprinter Kastenwagen vor einem Schaufenster.
Ein weißer Mercedes Sprinter Kastenwagen vor einem Schaufenster.
Mercedes e-Sprinter

Der eSprinter wird im Mercedes-Werk Düsseldorf produziert und ist seit 2023 in zweiter Generation verfügbar.

Ford E-Transit Kastenwagen 135 kW

Ein schwarzer Ford E-Transit fährt auf einer Straße.
Quelle: Ford
Der Ford E-Transit zeichnet sich durch hohe Nutzlast, enorme Konfigurationsvielfalt und praktische Features aus.

Reichweite: bis zu 260 Kilometer

Geeignet für

  • Paketdienste und Logistikunternehmen, Handwerksbetriebe mit großem Materialbedarf, kommunale Betriebe und Stadtwerke

Nicht geeignet für

  • Langstrecken-Kurierdienste, Betriebe ohne eigene Ladeinfrastruktur, Anwender mit engen Platzverhältnissen

Der Ford E-Transit ist die elektrische Variante des europäischen Bestsellers und bietet mit 68-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 260 Kilometern. Mit 135 kW Leistung und einem Ladevolumen von bis zu 15,1 Kubikmetern (je nach Aufbau) ist er einer der leistungsstärksten E-Transporter am Markt.

Vorteile

  • Hohe Leistung mit 135 kW für dynamisches Fahren
  • Enormes Ladevolumen für Großtransporte
  • Umfangreiches Ford-Servicenetz in Deutschland

Nachteile

  • Reichweite bei Autobahnfahrten begrenzt
  • Weniger Premium-Ausstattung als deutsche Wettbewerber
  • Ladezeiten bei großer Batterie entsprechend länger
Silberner Ford Transit steht auf einer Straße
Silberner Ford Transit steht auf einer Straße
Ford E-Transit

Der E-Transit wird in Fords türkischem Werk Kocaeli produziert und ist in zahlreichen Aufbauvarianten erhältlich.

VW e-Transporter Kastenwagen BEW 100 kW

Ein grüner VW Transporter fährt über eine sandige Straße an einem Bagger vorbei.
Quelle: VW
Der e-Transporter ist in vier Karosserievarianten erhältlich: Kastenwagen, Kombi, Pritschenwagen und als Caravelle für Personentransport.

Reichweite: bis zu 357 Kilometer

Geeignet für

  • Innerstädtische Lieferdienste mit kurzen Touren, Handwerker mit klassischen Tagestouren, Betriebe mit täglicher Rückkehr zum Depot

Nicht geeignet für

  • Überland- oder Autobahnfahrten, Vielfahrer mit mehr als 200 km täglich, Betriebe mit unvorhersehbaren Tagesrouten

Der VW e-Transporter ist die vollelektrische Variante des T7 mit 64-kWh-Batterie, drei Leistungsstufen (100–210 kW) und einer Reichweite bis 357 Kilometer, der sich gut für gewerbliche Stadtfahrten eignet. Er bietet großzügigen Laderaum in verschiedenen Karosserievarianten und überzeugt durch niedrige Betriebskosten sowie moderne Ausstattung.

Vorteile

  • niedrige Betriebskosten
  • reduzierter Wartungsbedarf
  • großzügiger Laderaum

Nachteile

  • begrenzte Reichweite bei voller Beladung und im Winter
  • hohen Anschaffungskosten
  • geringere Anhängelast als Dieselvarianten
Ein weißer VW Transporter steht auf einem Parkplatz eines Autohändlers.
Ein weißer VW Transporter steht auf einem Parkplatz eines Autohändlers.
VW Transporter

Die Nutzlast von bis zu 1.000 Kilogramm zeigt, dass VW trotz Elektrifizierung die Transportfähigkeit priorisiert hat.

Fiat E-Ducato Kastenwagen L3H2 Elektroantrieb 270

Ein silberner Fiat e-Ducato steht in einer Tiefgarage.
Quelle: Fiat
Mit seiner Kombination aus hoher Reichweite, großer Nutzlast und modernem Antriebskonzept positioniert sich der Fiat e-Ducato als ernstzunehmender Konkurrent zu Mercedes eSprinter oder Ford E-Transit.

Reichweite: bis zu 378 Kilometer

Geeignet für

  • Handwerksbetriebe mit schwerem Material, Lieferdienste mit hohen Zuladungsanforderungen, Umzugsunternehmen im regionalen Bereich

Nicht geeignet für

  • Langstreckenlogistik über 200 km, Betriebe mit Fokus auf Premium-Image, Anwender ohne Schnelllademöglichkeit

Der Fiat E-Ducato ist die elektrische Version des italienischen Transporter-Klassikers und bietet in der L3H2-Version mit 110-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 378 Kilometern. Mit einem Ladevolumen von 13 Kubikmetern und einer Nutzlast von bis zu 1.385 Kilogramm gehört er zu den Schwergewichten unter den E-Transportern.

Vorteile

  • gute Beschleunigung
  • hohe Nutzlast
  • Rekuperations-Paddles am Lenkrad

Nachteile

  • Reichweite bei maximaler Beladung deutlich reduziert
  • hohe Anschaffungskosten
  • Reichweitenanzeige ist unzuverlässig
Ein dunkelblauer Fiat Ducato steht in einem Autohaus.
Ein dunkelblauer Fiat Ducato steht in einem Autohaus.
Fiat Ducato

Der E-Ducato wird im Fiat-Werk Atessa in Italien produziert und ist baugleich mit Citroën ë-Jumper und Peugeot e-Boxer.

Maxus eDeliver 5 Panel Van L1H1

Ein Renderbild eines Maxus eDeliver 5.
Quelle: Maxus
Mit seinem kompakten Format, der guten Stadtreichweite und der umfangreichen Serienausstattung positioniert sich der Maxus eDeliver 5 L1H1 als kostengünstige Alternative zu etablierten Herstellern.

Reichweite: bis zu 335 Kilometer

Geeignet für

  • Innerstädtische Lieferdienste und Last-Mile-Delivery, preisbewusste Gewerbetreibende, Unternehmen mit eigenem Betriebshof

Nicht geeignet für

  • Langstreckenfahrten, Betriebe ohne eigene Ladeinfrastruktur, Betriebe ohne Service-Partner in der Nähe

Der Maxus eDeliver 5 ist der Newcomer aus China und bietet mit seiner 64-kWh-Batterie eine Reichweite von bis zu 335 Kilometern. Mit einem Ladevolumen von bis zu 7,7 Kubikmetern und einer Nutzlast von bis zu 1.190 Kilogramm kombiniert der E-Transporter chinesische Effizienz mit europäischen Anforderungen.

Vorteile

  • attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hohe Stadtreichweite von bis zu 489 km
  • niedriger Verbrauch

Nachteile

  • Verarbeitungsqualität ist durchwachsen
  • Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h
  • Servicenetz ist noch dünn
Ein schwarzer Maxus eDeliver 3 steht in einem Autohaus.
Ein schwarzer Maxus eDeliver 3 steht in einem Autohaus.
Maxus eDeliver

Der eDeliver 5 stammt vom chinesischen Hersteller SAIC Maxus und wird seit 2023 in Europa angeboten.

E-Transporter im Überblick

ModellLeistungBatterieReichweite (WLTP)LadevolumenNutzlastNeupreis (ab)
Nissan Townstar Elektro Acenta Batterie 45 kWh L1 2.2t90 kW (122 PS)45 kWh275 Kilometer4,3 m³700 kg41.067 Euro
Citroën ë-Berlingo Van Kastenwagen M erhöhte Nutzlast100 kW (136 PS)50 kWh337 Kilometer3,8 m³800 kg36.354 Euro
Opel Combo Cargo Electric Kastenwagen M erhöhte Nutzlast100 kW (136 PS)50 kWh354 Kilometer3,8 m³800 kg37.485 Euro
VW ID.Buzz Cargo Pure125 kW (170 PS)59 kWh331 Kilometer3,9 m³750 kg50.836 Euro
Mercedes eVito lang 60 kWh85 kW (116 PS)60 kWh307 Kilometer6,6 m³882 kg42.738 Euro
Toyota Proace Electric Duty100 kW (136 PS)50 kWh222 Kilometer5,3 m³1.000 kg37.400 Euro
Mercedes eSprinter Base 56 kWh100 kW (136 PS)68 kWh221 Kilometer10,5 m³991 kg44.854 Euro
Ford E-Transit Kastenwagen 135 kW135 kW (183 PS)64 kWh260 Kilometer15,1 m³1.024 kg61.590 Euro
VW e-Transporter Kastenwagen BEW 100 kW100 kW (136 PS)110 kWh357 Kilometer5,8 m³1.005 kg59.309 Euro
Fiat E-Ducato Kastenwagen L3H2 Elektroantrieb 270205 kW (279 PS)64 kWh358 Kilometer15,0 m³1.358 kg64.260 Euro
Maxus eDeliver 5 Panel Van L1H120 kW (163 PS)335 Kilometer7,7 m³1.190 kg38.990 Euro

Welche Reichweite braucht ein E-Transporter wirklich?

Die benötigte Reichweite hängt stark vom individuellen Einsatzprofil ab. Für reine Stadtlogistik und Handwerksbetriebe mit festem Einsatzradius reichen oft 150 bis 200 Kilometer vollkommen aus. Studien zeigen, dass gewerbliche Transporter im Durchschnitt nur 80 bis 120 Kilometer pro Tag zurücklegen.

Anders sieht es bei regionalen Lieferdiensten oder Außendienstmitarbeitern aus. Hier sollten mindestens 250 bis 300 Kilometer Reichweite eingeplant werden, um auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen oder Autobahnfahrten ausreichend Puffer zu haben. Im Winter kann die Reichweite von E-Transporter durch Heizung und kalte Batterien um 20 bis 30 Prozent sinken.

Wichtig ist auch die Ladeinfrastruktur. Wer täglich zum Betriebshof zurückkehrt und dort über Nacht laden kann, kommt mit geringerer Reichweite aus. Vielfahrer ohne feste Lademöglichkeit sollten auf größere Batterien und Schnellladefähigkeit setzen. Die meisten modernen E-Transporter laden an Schnellladesäulen in 30 bis 45 Minuten auf 80 Prozent.

Für die Tourenplanung empfiehlt sich eine realistische Kalkulation. Als Faustregel gilt: Die tatsächliche Alltagsreichweite liegt etwa 20 bis 30 Prozent unter dem WLTP-Wert. Ein Transporter mit 300 Kilometer WLTP-Reichweite schafft real also eher 210 bis 240 Kilometer bei gemischter Fahrweise.

Lohnt sich ein E-Transporter wirtschaftlich?

Die Wirtschaftlichkeit eines E-Transporters hängt von mehreren Faktoren ab. Der höhere Anschaffungspreis wird durch niedrigere Betriebskosten teilweise kompensiert. Strom kostet deutlich weniger als Diesel – bei durchschnittlich 0,40 Euro pro Kilowattstunde und 25 kWh Verbrauch auf 100 Kilometer ergeben sich Energiekosten von etwa 10 Euro. Ein vergleichbarer Diesel verbraucht etwa 8 Liter und kostet bei 1,70 Euro pro Liter rund 13,60 Euro.

Hinzu kommen deutlich geringere Wartungskosten. E-Transporter benötigen keine Ölwechsel, Zahnriemenwechsel oder Abgasreinigung. Experten rechnen mit 30 bis 40 Prozent niedrigeren Wartungskosten über die Lebensdauer. Auch die Bremsenverschleiß ist durch Rekuperation deutlich geringer.

Staatliche Förderungen verbessern die Rechnung zusätzlich. Die Umweltprämie für elektrische Nutzfahrzeuge beträgt bis zu 40 Prozent des Mehrpreises gegenüber einem Diesel, maximal jedoch bestimmte Obergrenzen je nach Fahrzeugklasse. Zusätzlich entfällt bis 2030 die Kfz-Steuer komplett.

Die Amortisation liegt je nach Fahrleistung bei 4 bis 7 Jahren. Betriebe mit hoher Jahreskilometerleistung (über 25.000 Kilometer) profitieren schneller. Auch die Zufahrt zu Umweltzonen und ein positives Unternehmensimage durch Nachhaltigkeit sind schwer bezifferbare Vorteile, die langfristig Wettbewerbsvorteile bringen können.

Welche Lademöglichkeiten gibt es für gewerbliche E-Transporter?

Die gängigste Lademethode ist das Laden am Betriebshof über Nacht. Eine 11-kW-Wallbox lädt einen typischen E-Transporter mit 50-kWh-Batterie in etwa 5 bis 6 Stunden vollständig auf. Für Flottenbetreiber empfiehlt sich ein Lastmanagement-System, das mehrere Fahrzeuge intelligent lädt und Stromspitzen vermeidet.

Schnellladestationen mit 50 bis 150 kW DC-Leistung ermöglichen Zwischenladungen während der Arbeitszeit. Die meisten modernen E-Transporter laden in 30 bis 45 Minuten von 20 auf 80 Prozent. Dies eignet sich für Fahrer mit längeren Touren, die während der Mittagspause oder beim Kundentermin nachladen können.

Für Betriebe ohne eigene Ladeinfrastruktur gibt es öffentliche Ladenetze. Anbieter wie EnBW, Ionity oder lokale Stadtwerke betreiben Ladeparks mit mehreren Säulen. Die Kosten liegen hier allerdings höher – zwischen 0,45 und 0,79 Euro pro Kilowattstunde je nach Anbieter und Ladegeschwindigkeit.

Zukunftsweisend sind Depot-Charging-Lösungen mit Photovoltaik. Betriebe können tagsüber selbst erzeugten Solarstrom nutzen und so die Energiekosten auf unter 0,15 Euro pro Kilowattstunde senken. Förderprogramme der KfW und regionaler Energieversorger unterstützen den Aufbau solcher Systeme mit Zuschüssen von bis zu 50 Prozent der Investitionskosten.

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