Traum-Ferrari ab 40.000 Euro: Diese 7 Modelle sind erschwinglich
Ein Ferrari war lange der Inbegriff des Unerschwinglichen – doch wer klug sucht, findet echte Traumwagen zu überraschend niedrigen Preisen. Diese sieben Modelle beweisen es.
- Das Wichtigste im Überblick
- Ferrari Mondial 8: ab 38.000 Euro
- Ferrari Dino 208 GT4: ab 48.000 Euro
- Ferrari 400 Automatic I: ab 50.000 Euro
- Ferrari 456 GT: ab 55.000 Euro
- Ferrari 612 Scaglietti: ab 58.900 Euro
- Ferrari 308 GTB: ab 63.000 Euro
- Ferrari 360 Modena: ab 68.000 Euro
- Technische Daten im Überblick: Günstige gebrauchte Ferraris
- Welcher gebrauchte Ferrari ist am günstigsten?
- Was kostet ein gebrauchter Ferrari im Unterhalt?
- Lohnt sich ein günstiger Ferrari als Wertanlage?
Das Wichtigste im Überblick
- Der günstigste Einstieg in die Ferrari-Welt beginnt 2026 beim Mondial 8 ab rund 38.000 Euro.
- Der Unterhalt eines gebrauchten Ferrari kostet jährlich oft mehrere Tausend Euro – das sollte man vor dem Kauf einplanen.
- Modelle wie der Ferrari 308 GTB und der 360 Modena gelten als potenzielle Wertzuwächser mit stabiler Fangemeinde.
Ferrari und „günstig": Das klingt nach einem Widerspruch. Ist es aber nicht. Wer weiß, wo er sucht, bekommt ein echtes Traumauto mit dem Prancing Horse für ein Budget, das sonst gerade mal für ein solides Mittelklasse-SUV reicht.
Lies hier, welchen Ferrari du schon unter 40.000 Euro bekommst und welche weiteren Modelle überraschend günstig angeboten werden.
Ferrari Mondial 8: ab 38.000 Euro
Der Ferrari Mondial 8 ist der günstigste Einstieg in die Welt des Cavallino Rampante: Das 2+2-Coupé mit querem V8-Mittelmotor und klassischer Pininfarina-Linie wurde von 1980 bis 1993 gebaut.
Der Wagen bietet mit 157 kW (214 PS) solide, wenn auch bescheidene Fahrleistungen für einen Ferrari. Kenner schätzen ihn gerade deshalb als entspanntes Alltagssportauto.
Geeignet für
- Ferrari-Einsteiger, Oldtimer-Liebhaber, Wochenendfahrer, Sammler mit kleinerem Budget
Nicht geeignet für
- Vielfahrer, Fahrer ohne Schrauber-Netzwerk, Leute, die maximale Fahrleistung erwarten
Der Ferrari Mondial wurde in zwei Generationen gebaut. Die stärkere Variante Mondial T (ab 1989) mit 3,4-Liter-Motor (3.405 ccm) und 300 PS kostet auf dem Gebrauchtmarkt entsprechend mehr.
Vorteile
- Günstigster Einstieg in die Ferrari-Welt mit echtem Oldtimer-Potenzial
- 2+2-Sitzer mit vier Plätzen – mehr Alltagstauglichkeit als bei vielen Ferrari-Modellen
- Steigende Nachfrage macht einen Wertzuwachs wahrscheinlich
Nachteile
- Ersatzteile sind schwer zu finden und teuer
- Hohe Wartungskosten, besonders beim Zahnriemenwechsel
- Frühe Modelle mit nur 214 PS wirken im Vergleich zu anderen Ferraris schwach
Der Ferrari Mondial ist ein seltener Klassiker mit vier Sitzen. So ist er einer der wenigen Ferraris, die du auch mit Familie fahren kannst.
Ferrari Dino 208 GT4: ab 48.000 Euro
Der Ferrari Dino 208 GT4 ist ein echtes Nischenfahrzeug: Er wurde ursprünglich für den italienischen Markt entwickelt. Um der damals hohen Steuer auf Motoren über zwei Liter zu entgehen, trägt er den kompakten 2,0-Liter-V8 mit 125 kW (170 PS) quer hinter den Vordersitzen.
Das keilförmige Bertone-Design von 1975 macht ihn optisch zu einem der ungewöhnlichsten Ferraris überhaupt.
Geeignet für
- Sammler, Liebhaber seltener Fahrzeuge, Kenner der Ferrari-Geschichte
Nicht geeignet für
- Fahranfänger, Vielfahrer, Fahrer ohne Ferrari-Werkstatt in der Nähe
Der 208 GT4 trägt offiziell den Namen "Dino". Ferrari verwendete diesen Markennamen für Modelle, die ursprünglich nicht das markentypische Pferd "Cavallino Rampante" trugen.
Vorteile
- Seltenes Sammelstück mit einzigartiger Entstehungsgeschichte
- Kompaktes, handliches Fahrzeug mit gutem Gewicht-Leistungs-Verhältnis
- Bertone-Design hebt ihn von anderen Ferraris ab
Nachteile
- Mit 170 PS der leistungsschwächste Ferrari auf dieser Liste
- Ersatzteile noch schwieriger zu beschaffen als beim Mondial
- Kaum Alltagstauglichkeit durch enges Cockpit und schlechte Sicht
Der Ferrari 208 war Italiens Antwort auf hohe Steuern: ein kleinhubriger V8 mit ganz großem Ferrari-Charakter.
Ferrari 400 Automatic I: ab 50.000 Euro
Der Ferrari 400 Automatic I ist der Gentleman-Ferrari schlechthin: Das 2+2-Coupé mit 4,8-Liter-V12-Frontmotor und 228 kW (310 PS) wurde ab 1979 mit Bosch K-Jetronic-Einspritzung und Dreistufen-Automatikgetriebe ausgestattet.
Der 400 Automatic I ist ein komfortabler Gran Turismo, der Langstrecke und Stil verbindet, ohne auf das typische Ferrari-Feeling zu verzichten.
Geeignet für
- Gran-Turismo-Liebhaber, Sammler, Fans klassischer V12-Motoren
Nicht geeignet für
- Sportfahrer, Fahrer mit niedrigem Wartungsbudget, Stadtpendler
Der Ferrari 400 Automatic I löste den 400 Automatic ab und war der erste Ferrari mit Bosch-Einspritzanlage: ein technischer Meilenstein für die Marke.
Vorteile
- Seltener V12-Frontmotor mit eleganter 2+2-Coupé-Karosserie
- Automatikgetriebe macht ihn entspannter im Alltag als viele Zeitgenossen
- Einzigartiger Charakter als Reise-Ferrari der späten 1970er
Nachteile
- Dreistufen-Automatik wirkt nach heutigen Maßstäben veraltet
- Hoher Kraftstoffverbrauch durch großen V12-Motor
- Aufwändige Wartung des komplexen Antriebsstrangs
Der Ferrari 400 ist das Gran-Turismo-Flaggschiff der 70er- und 80er-Jahre mit Automatikgetriebe und Platz für vier Personen.
Ferrari 456 GT: ab 55.000 Euro
Der Ferrari 456 GT ist ein Frontmotor-Coupé der Extraklasse: Mit seinem 5,5-Liter-V12 mit 325 kW (442 PS), der Transaxle-Bauweise für optimale Gewichtsverteilung und dem eleganten Pininfarina-Design markierte er 1992 die Rückkehr Ferraris zum Frontmotor-Konzept – und das mit über 300 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Geeignet für
- Gran-Turismo-Fahrer, V12-Enthusiasten, Fans klassischer Frontmotor-Ferraris
Nicht geeignet für
- Stadtfahrer, Käufer mit kleinem Wartungsbudget, Sparfüchse
Der Ferrari 456 GT war das erste Serienfahrzeug von Ferrari mit aktiver Aerodynamik und Niveauregulierung. Damit war der Wagen technisch seiner Zeit weit voraus.
Vorteile
- Kraftvoller V12 mit 442 PS und 550 Nm Drehmoment
- Transaxle-Bauweise für exzellente Gewichtsverteilung und gutes Handling
- Zeitloser Pininfarina-Look, der bis heute begeistert
Nachteile
- Hoher Spritverbrauch (Stadtverbrauch: ca. 29,8 l/100 km laut Ferrari)
- Handschalter-Versionen deutlich teurer als die Automatik-Variante (456 GTA)
- Wartung des V12 ist aufwendig und kostspielig
Der Ferrari 456 verbindet klassisches 2+2-Coupé-Design mit einem kraftvollen V12. Er ist zeitlos und fahrerisch anspruchsvoll.
Ferrari 612 Scaglietti: ab 58.900 Euro
Der Ferrari 612 Scaglietti ist der modernste Gran Turismo auf dieser Liste: Der 2004 eingeführte 2+2-Sitzer mit Aluminium-Karosserie, 65°-V12-Motor und 397 kW (540 PS) ist nach dem legendären Karosseriebauer Sergio Scaglietti benannt.
Der Wagen verbindet mit 4,9 Metern Länge und fast drei Metern Radstand Reiselimousinen-Komfort mit echter Ferrari-Performance.
Geeignet für
- Vielfahrer mit Stil, Gran-Turismo-Fans, Käufer, die modernen Ferrari-Komfort suchen
Nicht geeignet für
- Familien mit Kindern, Fahrer ohne Zugang zu Ferrari-Werkstätten, Sparfüchse
Der Ferrari 612 Scaglietti wurde 2011 vom Ferrari FF abgelöst: dem ersten Ferrari mit Allradantrieb.
Vorteile
- Modernste Technik auf dieser Liste: Aluminium-Spaceframe, F1A-Getriebe
- 540 PS starker V12 mit 588 Nm Drehmoment: 0–100 km/h in 4 Sekunden
- Vergleichsweise junges Modell (2004–2011) mit besserer Ersatzteilversorgung
Nachteile
- Hoher kombinierter Verbrauch (ca. 20,5 l/100 km laut Ferrari)
- Trotz 4-Sitzer-Anspruch: Rücksitze und Kofferraum nur für den Notfall geeignet
- Komplexe Elektronik kann bei älteren Exemplaren teuer werden
Der Ferrari 612 Scaglietti ist der letzte große Frontmotor-Reisesportler aus Maranello mit V12 und echtem Langstrecken-Komfort.
Ferrari 308 GTB: ab 63.000 Euro
Der Ferrari 308 GTB ist eine Ikone: Das von Pininfarina entworfene Coupé debütierte 1975 auf dem Pariser Salon, wurde von Scaglietti gebaut und erlangte durch die TV-Serie "Magnum" mit Tom Selleck Weltruhm.
Sein 2,9-Liter-V8 mit 188 kW (255 PS) und die klassische Keilform machen ihn bis heute zu einem der schönsten Ferraris aller Zeiten.
Geeignet für
- Oldtimer-Fans, Kultauto-Liebhaber, Sammler, Wochenendfahrer
Nicht geeignet für
- Alltagsfahrer, Fahrer ohne Oldtimer-Erfahrung, Käufer mit kleinem Wartungsbudget
Der Ferrari 308 GTB war das erste Ferrari-Modell, das in einer TV-Produktion zur Hauptrolle avancierte und damit eine ganze Generation von Ferrari-Fans prägte.
Vorteile
- Ikonisches Design von Pininfarina
- Hoher Kultstatus durch "Magnum"-TV-Serie sorgt für stabile Nachfrage
- Leichtes Fahrzeug (1.090 kg trocken) mit lebhaftem Fahrverhalten
Nachteile
- Frühe Modelle mit Kunststoffkarosserie (Fiberglas) sind pflegeintensiver
- Mit 255 PS nach heutigen Maßstäben eher gemäßigt unterwegs
- Deutsche Exemplare kosten deutlich mehr als US-Importfahrzeuge
Der Ferrari 308 ist eine Ikone – nicht zuletzt dank Magnum P.I. Er gilt als einer der schönsten Ferraris aller Zeiten.
Ferrari 360 Modena: ab 68.000 Euro
Der Ferrari 360 Modena ist der modernste Klassiker auf dieser Liste: Das 1999 vorgestellte Coupé mit vollständig aus Aluminium gefertigtem Spaceframe, 3,6-Liter-V8 mit 294 kW (400 PS) und über 295 km/h Höchstgeschwindigkeit war ein technischer Quantensprung.
Heute ist er dank guter Stückzahlen zu fairen Preisen zu finden.
Geeignet für
- Sportwagen-Enthusiasten, Fahrer mit Werkstatt-Netzwerk, Fans moderner Ferrari-Klassiker
Nicht geeignet für
- Käufer mit kleinem Wartungsbudget, Fahrer, die Oldtimer-Steuervorteile suchen
Der Ferrari 360 Modena war der erste Ferrari, dessen Karosserie vollständig aus Aluminium bestand: ein Meilenstein in der Ferrari-Entwicklungsgeschichte.
Vorteile
- Vollständige Aluminium-Konstruktion: leichter und steifer als der Vorgänger F355
- 400 PS starker V8 mit 373 Nm: 0–100 km/h in ca. 4,5 Sekunden
- Gute Ersatzteilversorgung dank hoher Produktionszahlen
Nachteile
- Noch kein offizieller Oldtimer-Status (unter 30 Jahre alt)
- F1-Getriebe-Option kann bei Defekt sehr teuer werden
- Preise steigen – günstige Exemplare sind oft hochkilometrig
Der Ferrari 360 Modena markiert den Beginn der modernen Ferrari-Ära: leicht, agil und mit einem V8, der bis heute begeistert.
Technische Daten im Überblick: Günstige gebrauchte Ferraris
| Modell | Motor | Leistung | Drehmoment | Vmax |
|---|---|---|---|---|
| Ferrari Mondial 8 (1980) | V8, 2.927 ccm | 157 kW/214 PS | 243 Nm | 230 km/h |
| Ferrari Dino 208 GT4 (1975) | V8, 1.991 ccm | 125 kW/170 PS | k. A. | 220 km/h |
| Ferrari 400 Automatic I (1979) | V12, 4.823 ccm | 228 kW/310 PS | k. A. | 240 km/h |
| Ferrari 456 GT (1992) | V12, 5.474 ccm | 325 kW/442 PS | 550 Nm | >300 km/h |
| Ferrari 612 Scaglietti (2004) | V12, 5.748 ccm | 397 kW/540 PS | 588 Nm | 320 km/h |
| Ferrari 308 GTB (1975) | V8, 2.927 ccm | 188 kW/255 PS | 284 Nm | 252 km/h |
| Ferrari 360 Modena (1999) | V8, 3.586 ccm | 294 kW/400 PS | 373 Nm | >295 km/h |
Hinweis: Normverbrauchswerte für Oldtimer-Modelle (vor 1990) liegen nicht nach heutigen WLTP-Standards vor. Gebrauchtwagenpreise basieren auf aktuellen Angeboten auf mobile.de (Stand: Juni 2026).
Welcher gebrauchte Ferrari ist am günstigsten?
Der günstigste Einstieg in die Ferrari-Welt ist 2026 der Ferrari Mondial 8, der ab rund 38.000 Euro auf dem Gebrauchtmarkt zu finden ist.
Das klingt nach viel Geld, ist aber wenig für einen echten Ferrari. Zum Vergleich: Ein neues Mittelklasse-SUV kostet ähnlich viel.
Allerdings sollte man den Kaufpreis nicht als einzige Kostenstelle sehen: Wartung, Versicherung und Reparaturen können den Mondial schnell teuer machen.
Ein großer Service mit Zahnriemen, Öl und Verschleißteilen kostet bei Ferrari-Modellen schnell 5.000 Euro oder mehr.
Wer also mit dem Mondial einsteigt, sollte ein Jahresbudget von mindestens 3.000 bis 5.000 Euro für Unterhalt einplanen.
Günstigere Einstiegspreise findet man manchmal bei US-Importfahrzeugen. Diese haben jedoch oft andere Ausstattungsmerkmale und können Zulassungsprobleme mitbringen.
Was kostet ein gebrauchter Ferrari im Unterhalt?
Der Unterhalt eines gebrauchten Ferraris ist deutlich höher als bei einem normalen Gebrauchtwagen. Das sollte man vor dem Kauf realistisch einkalkulieren.
Die Versicherung für einen Ferrari-Oldtimer kann je nach Modell, Fahrerprofil und Nutzung zwischen 1.000 und 4.000 Euro pro Jahr kosten.
Dazu kommt die Wartung: Ferrari empfiehlt Service-Intervalle, die in spezialisierten Werkstätten durchgeführt werden.
Ein Zahnriemenwechsel – bei vielen Modellen alle 3 bis 5 Jahre fällig – kostet inklusive Arbeitslohn schnell 3.000 bis 6.000 Euro.
Hinzu kommen Kosten für Reifen (Spezialmaße, oft teuer), TÜV-Abnahme und eventuelle Reparaturen an der Elektronik oder am Getriebe.
Wer einen Ferrari mit F1-Schaltgetriebe kauft, sollte wissen: Eine Generalrevision des Getriebes kann 5.000 Euro und mehr kosten.
Als Faustregel gilt: Plane pro Jahr mindestens zehn Prozent des Kaufpreises als Unterhaltsbudget ein. Bei einem 50.000-Euro-Ferrari sind das also rund 5.000 Euro jährlich.
Lohnt sich ein günstiger Ferrari als Wertanlage?
Es kommt stark auf das Modell an, ob sich ein Ferrari als Wertanlage eignet. Einige günstige Ferrari-Modelle haben in den letzten Jahren deutlich an Wert gewonnen, andere stagnieren.
Besonders der Ferrari 308 GTB hat durch seinen Kultstatus als „Magnum“-Auto eine stabile Fangemeinde und steigende Preise.
Auch der Ferrari 360 Modena wird von Experten als zukünftiger Klassiker gehandelt. Die Preise ziehen langsam an.
Beim Ferrari Mondial hingegen ist die Preisentwicklung weniger eindeutig: Das Modell ist günstig, aber auch weniger begehrt.
Grundsätzlich gilt: Ein Ferrari als reine Geldanlage zu kaufen, ist riskant. Wer ihn kauft, sollte ihn vor allem fahren und genießen wollen.
Wer auf Wertsteigerung setzt, sollte auf gepflegte Exemplare mit lückenloser Servicehistorie und möglichst niedrigem Kilometerstand achten.
Ein Oldtimer-Gutachten vor dem Kauf ist bei jedem Ferrari-Gebrauchtwagen dringend empfohlen.
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