BMW zwischen Limousine und Coupé

Das BMW 2er Gran Coupé (2020) im Test

BMW entdeckt das viertürige Coupé für die Kompaktklasse. Es ist die erste BMW-Stufenheck-Limo mit Frontantrieb. Was sie kann, steht im Alltagstest.

  • Heiko Dilk
  • Veröffentlicht am 02/19/2020, 07:15 AM
  • Aktualisiert am 09/15/2020, 11:59 PM
Der BMW 2er GC in seitlicher Frontaufnahme
Quelle: TeamOn GmbH Der BMW 2er GC ist als 220d zu Preisen ab 39.674 Euro zu erhalten

Die einfache Gleichung 2=2 gilt für die Modellpolitik von BMW nicht. Sie verkaufen drei sehr unterschiedliche Autos, die alle in die 2er-Reihe gehören. Da wäre schon seit 2014 der Van 2er Active Tourer mit Frontantrieb – der sich als Gran Tourer auch für große Familien eignet. Dem fährt das 2er Coupé mit Hinterradantrieb quasi diametral entgegen. Das ist eher etwas für spaßorientierte Singles oder Pärchen.

Anfang 2020 kommt das BMW 2er Gran Coupé hinzu. Zum ersten Mal baut BMW damit einen coupéhaften Viertürer in der Kompaktklasse. Bisher gab es das nur weiter oben. Beim 8er, beim 6er und beim 4er. Dabei ist das 2er Gran Coupé der Baureihe F44 dem Van Active Tourer technisch näher als dem 2er Coupé. Es fährt mit Frontantrieb. Logisch, macht der kleine Bruder BMW 1er ja auch seit der jüngsten Generation. Das 2er Gran Coupé darf man insofern auch als dessen teurere Stufenheck-Version verstehen. Im Test muss das viertürige Coupé zeigen, was es im Alltag kann.


Nefzger GmbH & Co. KG
Der BMW 2er Gran Coupé

Der BMW 2er GC ist das erste BMW- Coupé in der Kompaktklasse und seit dem März 2020 beim Händler erhältlich.


BMW 2er Gran Coupé 2020: Das Wichtigste in Kürze

  • Erstes viertüriges BMW-Coupé in der Kompaktklasse
  • Technisch identisch mit dem BMW 1er der Baureihe F40
  • Frontantrieb oder Allradantrieb xDrive
  • Zunächst als 218i, 218d, 220d und M235i
  • Seit März 2020 beim Händler
  • Preise ab 31.145 Euro für den 218i

BMW 2er Coupé: Abmessungen, Platzangebot, Kofferraumvolumen

Das BMW 2er Gran Coupé übernimmt kein Blechteil vom 1er. Selbst die vorderen Türen müssen eigens angefertigt werden. Bei anderen Modellen lassen sie sich oft unauffällig übernehmen. Doch BMW waren die rahmenlosen Fenster wichtig. Das Problem dabei: Es schränkt die Kopffreiheit ein. Auf der Rückbank sitzen Passagiere schlechter als im 1er. Beim Einsteigen müssen sie mehr auf den Kopf aufpassen. An den Knien herrscht Gleichstand. Soll heißen: Es ist eng, ähnlich wie in einem VW Polo, deutlich weniger als in einem VW Golf.

der BMW 2er GC in Seitenperspektive
Quelle: TeamOn GmbH Das BMW 2er Gran Coupé fährt angenehm leise - Windgeräusche bleiben weitgehend draußen

Mehr Platz gibt es im Kofferraum. Das Volumen fällt mit 430 Litern um 50 Liter größer aus als beim Fünftürer. Kein Wunder bei 21 Zentimetern mehr Länge. Die Kofferraumklappe ist breit, aber kurz. Sie hängt an voluminösen Auslegern, die die Beladung nach oben einschränken. Dem 4er GC gönnt BMW eine große Heckklappe, die mehr Raum schafft. Dem 2er nicht. Außerdem lassen sich die Rücksitzlehnen nicht umlegen. Hier punktet der 1er mit bis zu 1.200 Litern Kofferraumvolumen. Langes, schmales Ladegut passt jedoch im 2er GC durch die Durchreiche.

Kleinkram lässt sich unter dem doppelten Boden verstauen, der sich gefaltet hinter die Rückbank klappt. Dort fixieren ihn Plastiknasen. Dann steht etwas mehr Ladehöhe zur Verfügung, dafür aber etwas weniger Ladelänge. Insgesamt reicht das Kofferraumvolumen für einen längeren Urlaub zu zweit. Für Familien wird es eng.

BMW 2er GC Abmessungen

ModellBMW 2er Gran Coupé
Länge4.526 mm
Breite1.800 mm
Höhe1.420 mm
Radstand2.670 mm
Gewicht1.425 kg-1.645 kg

BMW 2er Gran Coupé: Antrieb, Motor, Fahrleistungen

So gut ist der Diesel im BMW 220d Gran Coupé

Der 2,0-Liter-Diesel im 220d dürfte hierzulande einer der beliebtesten Motoren im 2er GC werden. BMW bietet ihn vom Start weg mit und ohne Allradantrieb xDrive an. Den Testwagen treiben nur die Vorderräder an. Was man zuweilen im Lenkrad spürt. Wenn die vollen 400 Newtonmeter Drehmoment zerren, windet es sich manchmal etwas in den Händen. Das hält man gut aus, denn im Gegenzug ist stets reichlich Kraft vorhanden. Die Achtgang-Automatik schaltet angenehm unauffällig und wenn gewünscht knackig. Das optionale Sport-Getriebe im Testwagen nervt jedoch in der Stadt. Sanftes Anhalten fällt damit schwer.

Heckansicht des BMW 2er
Quelle: TeamOn GmbH Im getesteten BMW 2er hilft der Driving Assistant mit seinen diversen Sicherheitsassistenten. Der Abstandtempomat mit Stop&Go-Funktion entspannt auf langen Strecken

Der 190-PS-Diesel grummelt ruhig und meist kaum hörbar vor sich hin. BMW dämmt den Selbstzünder gut und hält alle unangenehmen Frequenzen aus dem Innenraum. Wir hätten uns etwas mehr Wumms gewünscht. Wer sich entspannt treiben lassen will, rollt ruhig und souverän dahin.

Der Verbrauch kann sich sehen lassen. Wir haben das 2er Gran Coupé viel auf der langen Strecke bewegt und dabei oft zügig. Zwischen sechs und sieben Litern flossen dabei auf 100 Kilometern aus dem Tank. Bei behutsamer Fahrweise stehen kaum mehr als fünf Liter im Bordcomputer. Im Testschnitt waren es 6,3 Liter. Ein Wert, der sich sehen lassen kann.


BMW 1er F40
Der BMW 1er

Auch mit Frontantrieb bleibt der BMW 1er ein fahraktiver Vertreter seines Segments.


M235i xDrive: Motor, Fahrleistungen

Sportliches Topmodell im 2er Gran Coupé ist der M235i xDrive. Hier steckt ein 2,0-Liter-Benziner mit 306 PS und 450 Nm im Bug. In 4,9 Sekunden erreicht der stets über alle vier Räder angetriebene 2er M235i 100 km/h. Ja, der M235i xDrive geht gut. Den Herzschlag pusht er aber nicht nach oben.

Der Sound des 2,0-Liter-Benziners mit 306 PS dringt künstlich verstärkt und ganz geplant an die Ohren. Leider klingt das nicht sehr angenehm: Der Turbo dröhnt. Wer den Motor dauerhaft in höheren Drehzahlbereichen hält, wünscht sich einen „Leiser“-Knopf.

Die serienmäßige Achtgang-Automatik erledigt ihre Arbeit gut. Am besten kommt sie mit klaren Befehlen von Gas und Bremse klar. Bei konstantem Tempo hält sie zu lange den niedrigen Gang, im Schiebebetrieb schaltet sie zu früh in den höheren.

BMW 2er Gran Coupé: Motoren im Überblick

ModellBMW 218iBMW 218dBMW 220d (xDrive)BMW M235i xDrive
Motor1,5-l-Dreizylinder-Turbobenziner2,0-l-Vierzylinder-Turbodiesel2,0-l-Vierzylinder-Turbodiesel2,0-l-Vierzylinder-Turbobenziner
Leistung140 PS/103 kW b. 4.600-6.500 U/min150 PS/110 kW b. 4.000 U/min190 PS/140 kW b. 4.000 U/min306 PS/225 kW b. 5.000-6.250 U/min
Drehmoment220 Nm b. 1.480-4.200 U/min350 Nm b. 1.750-2.500 U/min400 Nm b. 1.750-2.500 U/min450 Nm b. 1.750-4.500 U/min
0-100 km/h8,7 s8,6 s7,5 s (7,3 s)4,9 s
Geschwindigkeit215 km/h222 km/h235 km/h (234 km/h)250 km/h
Antrieb6-Gang-Handschaltung, Frontantrieb6-Gang-Handschaltung, Frontantrieb8-Gang-Automatik, Frontantrieb (Allrad)8-Gang-Automatik, Allradantrieb
Verbrauch5,7-5,4 l/100 km4,5-4,2 l/100 km4,5-4,2 l/100 km (4,9-4,5 l/100 km)7,1-6,7 l/100 km
CO2-Ausstoß131-123 g/km118-109 g/km120-110 g/km (129-119 g/km)162-153 g/km
Testverbrauchn. a.n. a.6,3 l/100 kmn. a.
Preisab 31.145 Euroab 33.825 Euroab 39.674 Euro (ab 41.624 Euro)ab 51.176 Euro

Fahrwerk, Lenkung und Fahrverhalten im 2er Gran Coupé

So fährt der BMW 220d

Gran Coupé bedeutet beim 2er nicht unbedingt mehr Sportlichkeit als beim 1er. Kann es aber. Im Test-2er steckt das adaptive Fahrwerk. Das federt im Komfort-Modus etwas nachgiebiger als der 1er, im Sport-Modus dafür härter. Die Dämpfer straffen sich erheblich, das Lenkrad liegt schwerer in den Händen, das Gaspedal reagiert empfindlicher auf Druck. So geht der 2er zackig um die Ecken. Er bleibt lange neutral, die 18-Zöller am Testwagen bieten reichlich Grip. Das Lenkrad vermittelt genug Gefühl, um jederzeit Details des Fahrbahnzustands kennenzulernen.

Sicht auf das Lenkrad sowuie den Bildschirm des BMW 2er
Quelle: TeamOn GmbH Verarbeitung und Materialqualität im BMW 2er Gran Coupé sind ordentlich - das Ambientelicht wirkt verspielt

Der Geräuschkomfort bei höheren Autobahngeschwindigkeiten leidet darunter kaum. Das 2er Gran Coupé fährt recht leise, die Windgeräusche bleiben weitgehend draußen, die Abrollgeräusche werden nur bei rauem Asphalt oder Beton etwas störend.

Woran die optionalen 18-Zoll-Räder mit der dünnen Gummischicht nicht unschuldig sind. Sie schränken den Abrollkomfort im Alltag etwas ein. Wir würden uns kleinere Räder wünschen. Allerdings füllen schon die großen die Radkästen nicht standesgemäß aus. Zu viel Blech wölbt sich darüber.


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So fährt der BMW M235i xDrive

Der M235i macht schnell klar, dass er drahtiger ist als der Diesel. Höhere Lenkkräfte, ein von Haus aus strafferes adaptives Fahrwerk und – natürlich – mehr Zug heben das M-Performance-Modell klar ab. Die Bremse könnte unserer Ansicht nach mehr Biss vertragen, vor allem im letzten Drittel des Weges. Das gilt genauso für den 220d GC.

Die Balance legt BMW neutral aus. Der M235i fliegt nicht wilder durch die Kurven als der 220d. Das Heck bleibt meist brav in der Spur, nur massive Lastwechsel lassen es rausrutschen. Der Schleuderschutz ESP fängt ihn in Normalstellung schnell wieder ein. Ein längerer Tastendruck senkt die Dynamik der Elektronik und erhöht die des Autos. Das System regelt dann deutlich später. An der braven Grundeinstellung des M235i ändert das nichts. Er schiebt unter Last eher über die Vorderachse.

Leistungsübersteuern beherrscht das Allradsystem, das maximal 50 Prozent der Kraft nach hinten schickt, ohnehin nur bei rutschiger Bahn. Positiv ausgedrückt: Der M235i xDrive lässt sich schnell bewegen. Negativ ausgedrückt: Der M235i xDrive ist weit entfernt vom Spaßfaktor des M135i bzw. M140i der Vorgänger-Generation. Und natürlich auch vom 2er Coupé – der Hinterradantrieb macht den Unterschied. Zum Trost sei gesagt: Das 2er Coupé treibt auch in der neuen Generation standardmäßig die hinteren Gummis an.

Innenraum, Verarbeitung, Materialien im BMW 2er 2020

So stark sich das 2er Gran Coupé äußerlich vom 1er abhebt: Im Innern herrscht traute Einigkeit. Uns gefällt das. Die Sitzposition passt. Der optionale digitale 10,25-Zoll-Instrumententräger bündelt alle wichtigen Infos übersichtlich und sieht sportlich aus. Er ergänzt sich gut mit dem großen Infotainment-Display, das sich an die Hutze des Instrumententrägers schmiegt. Verarbeitung und Materialqualität sind ordentlich, das Ambientelicht wirkt arg verspielt. Geschmacksache. Die Oberflächen fühlen sich gut an, alles sitzt fest, nichts knarzt und wackelt. Und es wirkt edel in der Kompaktklasse.

Die HIntersitze des BMW 2er
Quelle: TeamOn GmbH Die Oberflächen der Materialien im Innenraum des 2er GC fühlen sich hochwertig an. Die Verarbeitung wirkt solide – nichts knarzt, wackelt oder knackt

Unser BMW 220d im Test kommt mit Ledersitzen, Nähten auf dem Armaturenbrett, an den Türgriffen und am Deckel des Fachs in der Mittelkonsole. Allerdings muss man dafür die Luxury Line wählen, die knapp 4.000 Euro Aufpreis kostet. Beim BMW 2er im Test handelt es sich um das Modell M Sport (plus 4.100 Euro). Hier sind die Sitze serienmäßig mit einer Kombi aus Stoff und Microfaser (Sensatec) bezogen. Perforiertes Leder Dakota kostet 1.365 Euro zusätzlich.

Infotainment, Radio und Bedienung im BMW 2er GC

Die Bedienung des großen Infotainmentsystems klappt am besten mit dem bewährten Dreh-Drück-Steller auf dem Mitteltunnel. Wer mag, toucht auf dem 10,25 Zoll großen Bildschirm oder bedient einige Funktionen gegen Aufpreis per Gesten. Die Sprachsteuerung funktioniert besser, ist aber nur für bestimmte Funktionen sinnvoll. Navi-Ziele lassen sich so prima eingeben, meist versteht das System sie auf Anhieb. Völlig frei sprechen kann man jedoch nicht immer. Manchmal drängt das System auf bestimmte Formulierungen, bevor es einen Befehl umsetzt.

Nahaufnhame mit SIcht auf den Display des BMW 2er
Quelle: TeamOn GmbH Navi-Ziele lassen sich am bequemsten per Sprachsteuerung eingeben. Das System versteht sie meist auf Anhieb.

Die Gestensteuerung nervt noch immer mehr, als sie hilft. Die Lautstärkeregelung per Zeigefinger-Dreh ist zu ungenau. Per Daumen links und Daumen rechts lassen sich Musiktitel skippen – theoretisch. In der Praxis skippt das System zu oft ungewollt, wenn man beim Reden gestikuliert. Dafür aber oft nur widerwillig, wenn man tatsächlich „vorspulen“ will.

Trotzdem: Der Funktionsumfang des großen Infotainments ist üppig, die Bedienung gelingt nach kurzer Eingewöhnung intuitiv und flott. Insbesondere, wenn man sich oft benötigte Funktionen auf die nummerierten Schnellwahltasten im unteren Bedienteil legt. Der digitale Instrumententräger kann etwas überladen wirken. Das große, scharfe Head-up-Display in der Windschutzscheibe gefällt ohne Einschränkungen.

BMW 2er Gran Coupé: Assistenzsysteme und Sicherheit

BMW baut auf Wunsch viel in den 2er, was das Leben angenehmer und sicherer macht. Einiges gibt es serienmäßig. Ein Spurverlassenswarner mit Vibration und Lenkimpuls ist an Bord, ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung sowie ein Tempolimit-Assistent. Außerdem ein Müdigkeitswarner. Die Ausstattungslinie Advantage (die kleinste im 220d verfügbare) bringt zusätzlich Parkpiepser mit.

Im Testwagen gibt es mehr: Wir haben den Driving Assistant an Bord und den Abstandstempomaten mit Stop-and-go. Damit hält der 2er die Spur, den Abstand zum Vordermann und, wenn man will, wird auch das erkannte Tempolimit übernommen. BMW fordert anders als etwa Mercedes jedoch stets den Knopfdruck für die Übernahme. Vernünftig, denn nicht immer stimmt das erkannte Tempolimit. In der Regel aber schon. Alles in allem funktionieren die Assistenten zuverlässig. Gleiches gilt für die adaptiven LED-Scheinwerfer des Testwagens.


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Ausstattung, Preise, Kosten und Fazit zum BMW 2er Gran Coupé

BMW zu fahren, ist immer ein teures Vergnügen – im 2er Gran Coupé besonders. Im Vergleich zum BMW 1er (ab 27.590 Euro) beträgt der Aufschlag beim Basismodell 218i/118i rund 3.500 Euro. In der getesteten Motorisierung 220d sind es gut 2.000 Euro. Mindestens 39.674 Euro kostet der BMW 220d. Dafür gibt es: mehr Länge, mehr Kofferraum (wenn man die Rücksitze nicht umlegen will) und in Teilen mehr Ausstattung. So leuchtet schon die Basis beim 2er mit LED-Scheinwerfern, im 1er gibt es die erst in den Ausstattungslinien oberhalb von Advantage serienmäßig.

Der BMW 2er in Frontaufnahme
Quelle: TeamOn GmbH Das 2er Gran Coupé ist das erste viertürige Coupé von BMW in der Kompaktklasse

Der Testwagen BMW 220d M Sport startet bei 42.890 Euro, inklusive Zusatzausstattung landen wir bei 55.719 Euro. Klar, damit ist alles an Bord, was man sich wünschen kann. Einerseits. Andererseits bekommt man fürs gleiche Geld einen nackten BMW 520d und hat noch mehr als 4.000 Euro Spielgeld für Extras übrig. Immerhin kostet das 2er Gran Coupé nicht ganz so viel wie ein vergleichbarer Mercedes CLA 220d. Dessen Preis liegt in der Basis schon bei mindestens 40.560 Euro. Mit der Ausstattungslinie AMG Line landen wir bei knapp 44.000 Euro.

Aus rein vernünftigen Erwägungen spricht nur wenig für das viertürige Coupé. Dem Gewinn an Platz im Kofferraum steht der Verlust an Variabilität gegenüber. Immerhin aber ist das 2er Gran Coupé ein bisschen angenehmer und einen Tick sparsamer auf langen Strecken als der kompakte 1er. Wer den Mehrpreis anlegt, dürfte das jedoch in erster Linie wegen der größeren Präsenz tun, wegen des Aussehens also. Wenn es einem denn gefällt.

BMW 220d Gran Coupé: Technische Daten

ModellBMW 220d Gran Coupé
Motor2,0-l-Vierzylinder-Turbodiesel
Leistung190 PS/140 kW b. 4.000 U/min
Drehmoment400 Nm b. 1.750-2.500 U/min
0-100 km/h7,5 s
Geschwindigkeit235 km/h
Antrieb8-Gang-Automatik, Frontantrieb
Verbrauch4,5-4,2 l/100 km
CO2-Ausstoß120-110 g/km
Testverbrauch6,3 l/100 km
Preis BMW 220d GCab 39.674 Euro
Preis des Testwagens55.719 Euro


Der BMW 2er GC

  • der Scheinwerfer des BMW 2er in Nahaufnahme
    Quelle: TeamOn GmbH Der BMW 2er GC verfügt serienmäßig über LED-Scheinwerfer, gegen Aufpreis kommen adaptive LED-Leuchten ans Auto
  • Der BMW 2er in Frontaufnahme
    Quelle: TeamOn GmbH Das 2er Gran Coupé ist das erste viertürige Coupé von BMW in der Kompaktklasse
  • Der BMW 2er GC in seitlicher Frontaufnahme
    Quelle: TeamOn GmbH Der BMW 2er GC ist als 220d zu Preisen ab 39.674 Euro zu erhalten
  • der BMW 2er GC in Seitenperspektive
    Quelle: TeamOn GmbH Das BMW 2er Gran Coupé fährt angenehm leise - Windgeräusche bleiben weitgehend draußen
  • Blick auf Vorderreifen des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Der BMW 2er geht zügig ums Eck und bleibt lange neutral. Nur harte Provokation bringt das Heck zum Auskeilen
  • BMW 2er in seitlicher Frontansicht
    Quelle: TeamOn GmbH Die 18-Zoll-Räder des BMW 2er schränken den Abrollkomfort ein bisschen ein
  • Heckansicht des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Im getesteten BMW 2er hilft der Driving Assistant mit seinen diversen Sicherheitsassistenten. Der Abstandtempomat mit Stop&Go-Funktion entspannt auf langen Strecken
  • Sicht auf die Vordersitze des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Das große Infotainment im BMW 2er Gran Coupé kommt mit einem 10,5-Zoll-Bildschirm. Die Bedienung erfolgt wahlweise über einen Dreh-Drück-Steller oder per Touchscreen
  • Nahaufnahme auf Mittelkonsole des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Den Normverbrauch des 220d gibt BMW mit 4,2 - 4,5 Litern an, im Test landeten wir mit viel Autobahn und Stadtverkehr bei akzeptablen 6,3 Litern
  • Sicht auf das Lenkrad sowuie den Bildschirm des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Verarbeitung und Materialqualität im BMW 2er Gran Coupé sind ordentlich - das Ambientelicht wirkt verspielt
  • Nahaufnahme auf Bedienungen des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Die Oberflächen im BMW 2er Gran Coupé wirken recht edel, gemessen am Kompaktklasse-Maßstab
  • Nahaufnhame mit SIcht auf den Display des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Navi-Ziele lassen sich am bequemsten per Sprachsteuerung eingeben. Das System versteht sie meist auf Anhieb.
  • Die HIntersitze des BMW 2er
    Quelle: TeamOn GmbH Die Oberflächen der Materialien im Innenraum des 2er GC fühlen sich hochwertig an. Die Verarbeitung wirkt solide – nichts knarzt, wackelt oder knackt
  • Der BMW 2er mit Sicht auf den offenen Kofferraum
    Quelle: TeamOn Das Kofferraumvolumen liegt bei 430 Litern. Genug Platz für Urlaubsreisen zu zweit, aber nicht für Familien