Hilfreiche Tipps für gute Profi-Autobilder mit dem Smartphone

Autoverkauf: So gelingen Dir gute Autofotos

Du willst Dein Auto für ein Inserat auf mobile.de fotografieren und weißt nicht wie? Wir zeigen Dir, wie Du tolle Fotos von Deinem Auto machst. Auch mit dem Smartphone.

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  • Veröffentlicht am 10/24/2019, 12:08 PM
Willst du deinen Gebrauchten verkaufen, sagt ein gutes Bild mehr als tausend Worte
Quelle: Peter Besser Willst du deinen Gebrauchten verkaufen, sagt ein gutes Bild mehr als tausend Worte

Um Dein Auto zu fotografieren, benötigst Du heute keine teure Digitalkamera mehr. Mit modernen Handys lassen sich sehr gute Fotos schießen. Wenn Du diese Fotos mit speziellen Foto-Apps nachbearbeitest, erhältst Du ein noch besseres Ergebnis.

Was benötigst Du für gute Autofotos?

Für gute Fotos benötigst Du zuerst ein sauberes Auto und einen großen Platz mit einem neutralen Hintergrund. Neben dem Ort benötigst Du natürlich eine Kamera oder ein modernes Smartphone mit einer hohen Auflösung. Zum Weiterverarbeiten der Bilder eignen sich spezielle Foto-Apps. Da viele davon kostenpflichtig sind, probiere erst mal die verschiedenen installierten Filter und Möglichkeiten in Deiner schon ab Werk installierten Foto-App. Bei manchen Fotos-Apps lassen sich auch Belichtungszeit und Blende künstlich einstellen. Die sind wichtig, damit beispielsweise Dein Auto scharf ist, der Hintergrund aber unscharf. Dadurch bleibt das Auge des Betrachters automatisch am Auto hängen und wird vom Hintergrund nicht abgelenkt. Eine kleine Blendenzahl sorgt dafür, dass möglichst viel Licht auf den Sensor kommt, gleichzeitig wird der Hintergrund hinter Deinem Auto unscharf.

Autos fürs Fotografieren vorbereiten

Damit Dein Auto auch auf dem Foto gut aussieht, solltest Du es vor dem Fotografieren vorbereiten. Dazu zählen eine gründliche Fahrzeugwäsche sowie die Reinigung des Innenraums. Entferne dabei auch Kleinteile aus den Türtaschen und der Mittelkonsole, die auf dem Foto stören können, wie Duftbäume, Ladekabel, Eiskratzer oder alte Aufkleber. Besonders schmutzige Fußmatten wäschst Du besser nach dem Saugen aus. Danach kommen die Scheiben dran: Entferne Schlieren und Schmutz von innen und außen, vergiss dabei nicht den Innen- und die Außenspiegel. Auch Chrom-, Alu- oder Edelstahlteile kommen frisch gesäubert und poliert besser auf Fotos zur Geltung.

Autoverkauf-Auto richtig fotografieren_02_Peter Besser

Den sauberen Innenraum belebt das eingeschaltete Radio oder Navi. Wenn Du noch die Lüftungsdüsen- oder Schlitze in eine Richtung stellst, beruhigt das die Optik. Auch die einheitliche Einstellung von Rückenlehnen und Kopfstützen macht den Innenraum aufgeräumter. Aus Gründen des Datenschutzes solltest Du das Nummernschild unkenntlich machen: entweder mit Pappe oder einem Lappen. 

Der richtige Ort fürs Fotografieren

Ist Dein Auto sauber, suchst Du einen ruhigen Ort, wo Du Platz hast und das Auto von allen Seiten fotografieren kannst. Ideal sind neutrale und große Plätze, wie vor Supermärkten, Baumärkten oder Möbelhäusern – die Plätze sind nach Ladenschluss oder an Sonntagen meist leer. Auch Parkhäuser und Tiefgaragen sind als Ort nicht verkehrt. Auf dem Land kann das eine große Wiese oder eine Ausfahrt auf ein Feld sein. Wichtig ist, dass der Hintergrund neutral ist, also keine anderen Autos, Bäume oder Verkehrsschilder stören. Eine Mauer, Industriehalle oder Betonwand eignet sich fürs Fotografieren des Autos gut.

Autos für ein Inserat fotografieren

Passt der Ort fürs Fotografieren, solltest Du auf das Licht achten. Je mehr Licht von außen kommt, desto besser wird das Foto – ausgenommen pralle Mittagssonne. Denn die wirft harte Schatten neben das Auto. Auch sollten sich möglichst wenig Dinge im Lack spiegeln, wie Wolken, Äste, Blätter und Straßenlaternen.

Dafür, dass Dein Gebrauchtwagen auf einem Foto gut rüberkommt, sorgt der passende Fotowinkel. Fotografiere Dein Auto formatfüllend nicht schräg von oben, sondern deutlich tiefer als Augenhöhe. Du kannst Dein Auto von allen Seiten einmal platt ablichten, schöner sieht es aus, wenn Du es 45 Grad schräg von vorne und hinten fotografierst. Auf Gegenlicht oder Blitz solltest Du verzichten, denn das spiegelt sich in Scheiben, Scheinwerfern, Nummernschild oder Lack. Schöne Fotos entstehen auch bei schwachem und diffusem Licht wie beim Sonnenuntergang.

Zum Fotografieren im 45-Grad-Winkel oder der ¾-Schrägansichten stellst Du die Räder leicht in die Richtung, aus der Du fotografieren willst. Denn das sieht dynamischer aus, als wenn die Räder gerade stehen. Bei den Frontal-, Seiten- und Heckansichtsfotos kannst Du sie hingegen geradestellen. Nachdem Du das Auto komplett fotografiert hast, nimmst Du Dir den Kofferraum, Motorraum, Innenraum und die Sonderausstattung vor. Details, die Dir wichtig sind, kannst Du ebenfalls einzeln fotografieren, wie Räder, Auspuff oder ein nachgerüstetes Navi.

So wählst Du die besten Fotos Deines Autos aus

Bei einer Auto-Fotosession kommst Du am Ende schnell auf 30-50 Fotos. Die schaut sich aber keiner an. Wähle deshalb die 10 bis 15 besten Fotos aus – und zwar die, die Dir am besten gefallen. Ein gutes Foto ersetzt fünf schlechte. Vergiss dabei allerdings nicht, dass Dein Auto möglichst von allen Seiten gezeigt werden sollte. Denn die Interessenten wollen Dein ganzes Auto sehen – um es hoffentlich danach zu kaufen.