VW Eos (Serie)

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Der VW Eos war ein viersitziges Coupé-Cabrio mit einem Blech-Faltdach, das die Vorzüge eines Coupés mit denen eines Cabrios kombinierte. Der Eos wurde von 2006 bis 2015 gebaut und basiert auf der Fahrwerksplattform des VW Passat. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 231.819 Autos produziert.

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Daten

Daten

Das Leistungsspektrum des Eos hatte für jedes Gemüt etwas zu bieten. Basismotorisierung war zunächst ein 1,6-Liter-FSI-Benziner mit 115 PS, der mit dem verwindungssteifen und daher schweren Eos allerdings seine Mühe hatte. Kaum verwunderlich, dass dieser Motor bereits nach einem Jahr von einem moderneren 1,4-Liter-TSI-Aggregat abgelöst wurde, das wahlweise 122 PS oder 160 PS leistete. Mit der stärkeren Version ist man bereits sehr flott unterwegs, schafft den Sprint auf 100 km/h in 8,8 Sekunden und erreicht eine Spitze von 217 km/h. Besser noch konnte es der 2,0-Liter-TSI mit zunächst 200 PS, später 211 PS. Hier beschleunigte die stärkere Version den VW Eos in 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, und der Vortrieb endete erst bei 238 km/h.

Etwas außer Konkurrenz lief der 3,2-Liter-V6, der von 2009 bis zu seinem Produktionsende 2010 noch einmal auf 3,6 Liter aufgebohrt wurde. Dieser Motor garantierte mit einer Spitze von 250 km/h und einem Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,9 Sekunden beinahe Sportwagenwerte. Vom 140-PS-Diesel ist dagegen angesichts der aktuellen Diskussion um abgasmanipulierte Selbstzünder abzuraten.

  • schwacher 1,6-Liter-Basis-Benziner mit 115 PS
  • idealer Motor: 2,0-Liter-TSI mit 211 PS 
  • 3,6-Liter-V6 erreicht beinahe Sportwagenwerte
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Test

Test

Es gibt durchaus einige Punkte, die der Eos gerade auch als Gebrauchtwagen auf der Habenseite für sich verbuchen kann. Da ist zunächst einmal die Tatsache, dass der Eos im geschlossenen Zustand nett anzusehen ist. Im Gegensatz zu manch einem Konkurrenten unter den Klapp- und Faltdach-Cabrios macht der Volkswagen aber auch noch eine gute Figur, wenn man mit offenem Dach im Sommer über die Boulevards flaniert. Ein „dicker Hintern“, wie ihn etwa der Peugeot 307 CC mit sich herumschleppt, lässt sich dem Eos jedenfalls nicht nachsagen. Die breite Motoren- und Ausstattungspalette garantiert zudem eine große Auswahl für jeden Geschmack. Zudem schneidet der Eos beim TÜV überdurchschnittlich gut ab.

Wo viel Licht ist, gibt es aber bekanntlich auch Schatten. Den wirft der Eos vor allem bei geschlossenem Dach. Beispielsweise, wenn der Dachmechanismus nicht ordentlich schließt und sich unter dem Fahrzeughimmel dunkle Flecken zeigen sowie ein muffig-moderiger Geruch breitmacht. Der Schimmel hat dann bereits die Oberhand übernommen und man sollte besser nach einer Alternative suchen. Zu beachten ist auch, dass der 1,4-Liter-TSI-Basis-Benziner zu den großen Sorgenkindern im Volkswagen-Konzern gehört, egal in welchem Modell oder bei welcher Marke er verbaut wurde. Gerissene Steuerketten führten und führen nicht selten zu einem kapitalen Motorschaden. Autos mit diesem Motor sollte man also besser stehen lassen.

  • Undichtigkeiten am Faltdach führen zu Schimmelbefall
  • beim 1,4-Liter-TSI-Motor drohen Motorschäden
  • TÜV-Bilanz überdurchschnittlich gut
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Preise

Preise

Der VW Eos kostete zum Verkaufsstart 2006 in der Basisversion mit dem 1,6-Liter-Benzinmotor mindestens 26.850 Euro. Das Topmodell der Baureihe mit dem 3,6-Liter-V6-Benziner, der von 2009 bis 2010 verfügbar war, kostete 38.775 Euro. Als Gebrauchten findet man den Eos heute ab rund 4.000 Euro. Dafür allerdings bekommt man nur Fahrzeuge aus den ersten zwei Baujahren und mit einer Laufleistung um die 200.000 Kilometer. Darüber hinaus handelt es sich dann um den 1,6-Liter-Basis-Benziner oder den 140 PS-Diesel, von denen eher abzuraten ist. Der deutlich attraktivere 2,0-Liter-Benziner mit 211 PS aus den Baujahren ab 2009 kostet um die 9.000 Euro. Die Laufleistung liegt dann zwischen 130.000 und 200.000 Kilometer. In geringerer Zahl ist auch der ab 2006 gebaute 3,2-Liter-V6 zu haben. Ab etwa 10.000 Euro kosten Exemplare mit einer Laufleistung ab 10.000 Kilometern. Deutlich schwieriger ist die Suche beim Nachfolger, dem 3,6-Liter-V6, der die 3,2-Liter-Version 2009 ablöste. Aktuell jedenfalls wird kein Exemplar angeboten

  • Basis-Motorisierung der ersten Baujahre bereits ab 4.000 Euro
  • 2,0-Liter-Benziner mit 211 PS ab 9.000 Euro
  • V6 zurzeit nur in der frühen 3,2-Liter-Version zu finden
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Zugute kam dem Erscheinungsbild des Eos, dass er keine „aufgeschnittene“ Limousine aus dem Modell-Portfolio des Volkswagen-Konzerns war, sondern die Karosserie eigens für das neue Modell entwickelt wurde.


Vorderansicht - schräg
Ein Alleinstellungsmerkmal ist das integrierte Schiebedach.
Seitenansicht

Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen damals populären Coupé-Cabrios war das in das Klappdach integrierte Schiebe- und Ausstelldach. Die dreiteilige Dachkonstruktion öffnete und schloss elektrisch und benötigte dafür rund 25 Sekunden. Direkte Konkurrenten des VW Eos während seiner Bauzeit waren der Peugeot 307 CC und 308 CC, der Renault Mégane CC sowie der Ford Focus CC. Die Motorenpalette des Eos reichte von einem 1,4-Liter-Benziner mit 122 PS bis zum bärenstarken 3.6-Liter-V6 mit 260 PS. Ebenso erhältlich war ein 2,0-Liter-Diesel mit 140 PS. 2011 erfolgte eine Modellpflege, bei der der Eos das Gesicht des Golf VI bekam. Der V6-Zylinder als bisheriger Top-Motor wurde nun nicht mehr angeboten. 

Auch mit Sportfahrwerk erhältlich

Insgesamt bot Volkswagen über die Laufzeit der Baureihe elf verschiedene Motorisierungen an, davon neun auf Benzin- und zwei auf Diesel-Basis. Alle Motorisierungen wurden serienmäßig mit einer Sechsgang-Handschaltung ausgeliefert, mit Ausnahme des V6-Benziners, dessen 6-Gang-DSG-Getriebe optional auch für die anderen Aggregate geordert werden konnte. Ähnlich umfangreich wie die Motorenpalette waren auch die Ausstattungsoptionen für den in der Basis eher auf Komfort ausgelegten Eos, der mit einem optionalen Sport- und Adaptiv-Fahrwerk auch für die flottere Gangart fit gemacht werden konnte.

Obwohl der Eos vier Sitze besaß, war er nur bedingt familientauglich. Zwar taugten die Platzverhältnisse im Fond für Kinder durchaus. Das bei geschlossenem Dach mit 380 Litern für ein Cabrio akzeptable Kofferraumvolumen schmolz aber auf nur noch 180 Liter, sobald man das Dach öffnete. Diesen konstruktionsbedingten Nachteil weisen aber alle Klappdach-Cabrios auf.

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