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VW Beetle

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Daten

Daten

Die Antriebspalette des VW Beetle reicht bei den 4-Zylinder-Ottomotoren vom kleinen 1,2-Liter-Aggregat mit 105 PS Leistung über einen 150-PS-Benziner bis hin zur 220 PS starken 2,0-Liter-Maschine. Auf der Diesel-Seite stehen zwei Motoren zur Auswahl. Günstiger sind die 110-PS-Modelle, wer jedoch Leistung favorisiert, entscheidet sich eher für den 150-PS-Selbstzünder. In der Basisversion sind die Modelle mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet, einzig der kleinere Diesel fällt mit seiner 5-Gang-Handschaltung ein wenig aus der Rolle. Gegen Aufpreis können die Modelle je nach Motorisierung mit dem 6- oder 7-Gang-DSG ausgerüstet werden. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6.

  • umfangreiche Antriebspalette
  • keine E- oder Hybrid-Motoren
  • sparsame Diesel
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Test

Test

Die zweite Generation des VW Beetle kommt in Tests durchweg sehr gut weg. Crashtests heben den überdurchschnittlichen Insassenschutz hervor. Die beiden Vordersitze werden als solide und bequem beschrieben, die Bedienung der Armaturen als schlüssig und die verbauten Materialien als hochwertig. Das Angebot an Motoren aus dem VW-Baukasten und das agile Fahrverhalten bieten ohnehin wenig Anlass zur Kritik. Bemängelt wird hauptsächlich das recht geringe Raumangebot des Zweitürers, sowohl auf der Rückbank als auch im Kofferraum. Die erste Käfer-Neuauflage, der bis 2010 produzierte New Beetle, schneidet in den Tests weit weniger positiv ab. Beide, New Beetle und Beetle II, werden aufgrund ihres einzigartigen Retro-Käfer-Designs als automobile Individualisten gelobt. 

  • eingeschränktes Platzangebot
  • unverwechselbare Optik
  • Beetle 2 mit guten Testergebnissen
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Preise

Preise

Das Designer-Auto auf Golf-Basis hat seinen Preis: Das günstigste Coupé kostet bereits 18.625 Euro, der Einstiegpreis bei den Cabrios beträgt 23.100 Euro. Darüber ist in den drei Ausstattungslinien „Beetle (Cabrio)“, „Design“ und „R-Line“ zwischen knapp 20.000 Euro und 38.150 Euro für das R-Line-Cabriolet mit 220-PS-Motor und 6-Gang-DSG alles möglich. Die meisten Modelle bewegen sich zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Nahezu grenzenlos ist die Auswahl an Sonderausstattungen, auch hier ist das Preisniveau gehoben. Mit einer Vielzahl von Dekorfolien und anderen Extras lässt sich jeder Beetle in ein individuelles Liebhaberstück verwandeln. Wer sich immer schon eine Espressomaschine in der Mittelkonsole gewünscht hat – beim Beetle könnte dieser Wunsch Wirklichkeit werden (215 Euro).

  • hohe Basis-Preise
  • viele Sonderausstattungen 
  • zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Bereits die Ankündigung 1995 ließ Fachwelt und Autofreunde aufhorchen: Der legendäre VW Käfer sollte einen Nachfolger bekommen – den New Beetle. Im Oktober 1997 lief die Produktion im mexikanischen Puebla an, im März 1998 wurde der New Beetle vorgestellt. Die freistehenden Kotflügel, die runde Motorhaube, angedeutete Trittbretter und die stilisierte Blumenvase am Armaturenbrett – an Design-Zitaten, die an das große Vorbild erinnern sollten, mangelte es nicht. Der berühmte Heckmotor des Käfer wanderte jedoch nach vorne – dessen Zeit war bereits1997 bei Volkswagen abgelaufen. 2011 folgte auf den New Beetle die zweite Generation, die sich nunmehr schlicht Beetle nannte. 2016 spendierte Volkswagen dem Beetle ein behutsames Facelift.


Vorderansicht - schräg
Ein legitimer Nachfahre des legendären Käfers oder nur ein verkleideter Golf?
Seitenansicht

Bei der Markteinführung des New Beetle (Typ 9C) im Jahre 1998 konzentrierte sich Volkswagen zunächst auf das Coupé, das mit zwei Vier-Zylinder-Benzinern und einem 1,9-Liter-Dieselmotor mit 90 PS an den Start ging. Für die Motorisierung bediente sich Volkswagen beim Golf IV. Überhaupt stammte fast die komplette Technik sowie das Fahrwerk vom damals aktuellen Kompaktklasse-Bestseller. In dieser Hinsicht ist sich Volkswagen auch beim Beetle-Nachfolger treu geblieben, die zweite Generation basiert ebenfalls auf dem Wolfsburger Markenprimus, was dem Beetle stets die Kritik eingebracht hat, lediglich ein aufwendig verkleideter Golf zu sein.

Mehr als ein verkleideter Golf?

Die New Beetle der ersten Generation polarisieren bis heute. Entweder man verguckt sich in das kugelige Äußere und Retro-Elemente wie Halteschlaufen an der B-Säule oder man schüttelt wegen der Preise und der Einschränkungen den Kopf. So ist der Kofferraum im New Beetle mit 275 Litern Fassungsvermögen vergleichsweise klein. Im Beetle Cabriolet, das im Frühjahr 2003 auf den Markt kam, reduziert sich die Ladezone gar auf gerade mal 209 Liter. Käfer-Liebhaber werden darüber hinwegsehen, ähnelt das Retro-Modell doch in vielen Facetten dem Original. So liegt beispielsweise das Stoff-Verdeck wie seinerzeit hinten auf der Karosserie auf. 

2001 legte Volkswagen eine Sport-Edition des New Beetle mit wahlweise 150 PS oder 170 PS auf. 2005 wurden Coupé und Cabrio des New Beetle behutsam angepasst, allerdings waren die Veränderungen fast ausschließlich optischer Natur. Technisch basierte auch dieser New Beetle noch auf dem Golf IV, obwohl der Golf V zu jener Zeit bereits auf dem Markt war. Die Modellpflege beim New Beetle konzentrierte sich auf flachere und klarer akzentuierte Kotflügel und die vorderen Blinker, die nun deutlich schmaler waren als die des Vorgängers. Die teilweise mangelhafte Verarbeitung brachte dem New Beetle während seiner gesamten Produktionszeit Kritik ein, der Auspuff galt als rostanfällig, Fehler in den Lackierungen wurden benannt, die Armaturen sollen bisweilen nicht passgenau montiert gewesen sein. 

Zweite Generation mehr Ähnlichkeit mit Ur-Käfer

Trotz der eher mäßigen Verkaufszahlen – der New Beetle brachte es in mehr als zehn Jahren auf lediglich rund eine Million verkaufte Einheiten – bekam der New Beetle einen Nachfolger, der einfach nur Beetle hieß. Die 2. Generation kam Ende 2011 auf den Markt, zunächst auch hier als Coupé, ein Jahr später folgte das Cabrio. Technisch basierte der neue Beetle auf dem Golf VI, allgemein wurde ihm eine deutlich solidere Verarbeitung attestiert als der 1. Generation. Im Vergleich zum Vorgänger war der neue Beetle breiter, flacher und 15 Zentimeter länger, die Proportionen erinnerten deutlich an den Ur-Käfer. Die Folge: Mehr Platz für die Passagiere, auch im Fond, und mehr Kofferraum, im Cabrio waren es 310 Liter, im Coupé sogar maximal 905. Das Stoffdach des Cabrios schloss und öffnete sich bei der 2. Generation automatisch. Zum Marktstart war der Beetle mit drei Benzin- und zwei Dieselmotoren erhältlich, das Fahrverhalten wurde im Test gern als „dynamisch“ beschrieben und häufig mit dem des größten Konkurrenten Mini verglichen. Die Diesel waren zunächst serienmäßig mit 5-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet, die Benziner mit manueller 6-Gang-Schaltung. Später bot Volkswagen den Beetle optional auch mit DSG-Getrieben aus dem Konzernbaukasten an.  

Abgas-Skandal machte dem Beetle zu schaffen

Wegen der vergleichsweise hohen Preise und dem verspielten Blechkleid haftete dem Beetle stets der Ruf an, ein typischer Zweitwagen für Besserverdiener zu sein. Ein großer Verkaufsschlager wurde auch der neue Beetle für Volkswagen nicht. 2013 wurden noch knapp 110.000 Einheiten im VW-Werk in Puebla produziert, 2015 ging die Zahl auf 64.000 zurück. Mit dem 2015 bekannt gewordenen Abgas-Skandal reduzierten sich die Verkäufe vor allem auf dem Beetle-Hauptmarkt USA weiter, weil der für den Beetle wichtige TDI-Motor bei vielen Konsumenten in Verruf gekommen war. 2016 unternahm Volkswagen ein Facelift beim Beetle, die Stoßfänger wurden flacher, im Innenraum waren fortan neue Sitzbezüge im Programm. Sondermodelle wie „Dune“ und „Denim“, eine Hommage an den Jeans-Käfer, sollten neue Käufer locken.

Beim Gebrauchtwagenkauf sollte darauf geachtet werden, ob die in Frage kommenden Beetle mit Dieselmotoren ausgestattet sind, die vom Abgas-Skandal betroffenen waren und eventuell bereits von einer Werkstatt nachgebessert wurden. Als auffällig gelten die Motoren der Baureihe EA189 ab Baujahr 2008 sowie der Nachfolger EA288.