VW Arteon (3H9)

Gebraucht ab
16.990 €
Leasing ab
286 €
Fahrzeugeinordnung

Seit Juni 2020 tritt der Volkswagen Arteon Shooting Brake (3H9) als kombiförmige Variante des coupéhaften Arteon in der Mittelklasse an. Innerhalb der Arteon-Baureihe rangiert er im Programm über dem Passat Variant und zielt mit seiner gestreckten Silhouette auf die Dienstwagenklasse im oberen Segment.

Gegenüber dem früheren Volkswagen CC fällt das Raumangebot deutlich großzügiger aus, ohne den Fokus auf ein repräsentatives Erscheinungsbild zu verlieren. Typische Nutzer sind Vielfahrer, dienstliche Vielnutzer und Familien mit höherem Designanspruch als beim Passat. Im Wettbewerbsumfeld positioniert sich der Arteon Shooting Brake gegenüber Audi A4 Avant, BMW 5er Touring, Mercedes E-Klasse T-Modell sowie Kombis von Peugeot und Volvo.

Stärken
  • Hoher Langstreckenkomfort und sicheres Fahrwerk
  • Innenraum bietet hinten viel Beinfreiheit
  • Motorenauswahl umfasst auch sportliche Varianten
Schwächen
  • Bedienung mit Touchslider wirkt weniger intuitiv
  • Benziner und Plug-in-Hybrid nicht besonders sparsam
  • Kofferraum bietet vergleichsweise wenig Platz
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Motoren

Im Volkswagen Arteon (3H9) reicht das Motorenangebot vom 1,5-TSI mit 110 kW (150 PS) über kräftige 2,0-TSI mit bis zu 206 kW (280 PS) bis zum R-Modell mit 235 kW (320 PS). Dazu kommen 2,0-TDI-Diesel mit 110 bis 176 kW (150 bis 240 PS), die vor allem auf langen Strecken sparsam laufen. In den meisten Varianten arbeitet ein automatisches 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das die Kraft an die Vorderräder oder je nach Motorisierung an alle vier Räder leitet.

Der Plug-in-Hybrid eHybrid kombiniert einen 1,4-TSI mit einem Elektromotor zu 160 kW (218 PS) Systemleistung und ermöglicht im Alltag etwa 50 Kilometer rein elektrisches Fahren, bevor der Benziner einspringt. Im Hybridbetrieb pendelt sich der Verbrauch bei rund 6 Liter Super auf 100 Kilometer ein, der 2,0-TSI mit 190 PS benötigt in der Praxis eher über 7 Liter. Insgesamt wirkt der Arteon kräftig motorisiert, aber nicht besonders sparsam.

Sicherheit

Das Modell erreichte im Euro-NCAP-Crashtest 2017 fünf Sterne, wovon der spätere Kombi mit identischer Struktur direkt profitiert. Die steife Fahrgastzelle und Front-, Seiten- sowie Kopfairbags verringern die Verletzungsgefahr. Eine sorgfältig gestaltete Frontpartie und der aktive Fußgängerschutz beziehen Passanten mit ein. Der vorausschauende Notbremsassistent mit Erkennung von Fußgängern und Radfahrern greift bei drohender Kollision ein und mindert Auffahrunfälle. Spurhalteassistent und adaptiver Abstandstempomat entlasten vor allem auf der Autobahn, wo der Travel Assist teilautomatisiertes Fahren bis zu hohen Geschwindigkeiten ermöglicht. Das Active Lighting System mit LED-Scheinwerfern leuchtet Kurven vorausschauend aus und verbessert die Sicht bei Nacht. Optional warnen Totwinkel- und Querverkehrwarner vor verdeckten Fahrzeugen, während Parklenkassistent und Umfeldkamera beim Rangieren unterstützen. Insgesamt vermittelt der Arteon ein hohes Sicherheitsniveau und eignet sich gut als Familien- und Langstreckenauto.

Ausstattung

Der 2020 eingeführte Volkswagen Arteon Shooting Brake (3H9) bietet bereits in der Basisausstattung ein digitales Cockpit und ein großes Zentraldisplay, das Navigations- und Onlinefunktionen zusammenführt. Serienmäßig verfügt das Modell über eine Klimaautomatik und straff gepolsterte, aber bequeme Sitze, die längere Etappen entspannter machen. Die Bedienung über Touchflächen und Schieberegler für Temperatur und Lautstärke wirkt modern, erfordert jedoch mehr Aufmerksamkeit als klassische Drehregler und zeigt Fingerabdrücke deutlicher. Smartphones koppeln kabellos oder per Kabel über Bluetooth, Apple CarPlay und Android Auto, ein optionales Soundsystem mit zwölf Lautsprechern verbessert die Sprach- und Musikwiedergabe. Gegen Aufpreis kommen Ledersitze mit elektrischer Verstellung, Sitzheizung und Memoryfunktion sowie ein Panorama-Schiebedach hinzu, was den Innenraum heller und anpassbarer macht. Das Travel Assist Paket erweitert die Assistenzfunktionen um teilautomatisierte Fahrfunktionen für Autobahn und Stau, adaptive LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht erhöhen die Sicht bei Nacht. Die kombinierte Ausstattung unterstützt vor allem Vielfahrer im Alltag und auf längeren Strecken.

Modellbeschreibung

Seit Juni 2020 positioniert Volkswagen den Volkswagen Arteon Shooting Brake (3H9) als designorientierten Mittelklasse-Kombi oberhalb des Passat. Er ergänzt das Modellangebot des Volkswagen Arteon und nutzt viele technische Komponenten des Passat. Die gestreckte Karosserie bietet viel Platz und wirkt sportlich. Stärken liegen im Reisekomfort und der Motorenvielfalt, Schwächen bei Touch-Bedienung, Verbrauch und Preisniveau.


Volkswagen Arteon (3H9) side
Eleganter Mittelklasse-Kombi zwischen Design, Komfort und Vernunft
Volkswagen Arteon (3H9) angular front

Karosserie und Auftritt

Der 2020 vorgestellte Volkswagen Arteon (3H9) überträgt als Shooting Brake das coupéhafte Design der Baureihe auf eine Kombiform. Die flache Front, die lange Dachlinie und das betont breite Heck sprechen Fahrer an, denen ein Passat Variant zu nüchtern wirkt. Gegenüber dem früheren CC tritt das Auto erwachsener und praktischer auf, ohne den gestreckten Charakter zu verlieren. Im Umfeld von Audi A4 Avant, BMW 5er Touring und Mercedes E-Klasse T-Modell wirkt der Arteon optisch ebenbürtig, qualitativ aber etwas weniger luxuriös.

Innenraum und Platzangebot

Vorn sitzen auch Personen bis etwa 1,95 Meter mit ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Die Sitze fallen straff aus und stützen den Körper auf langen Strecken gut. In der zweiten Reihe bietet der Arteon viel Beinfreiheit. Die abfallende Dachlinie begrenzt jedoch die Kopffreiheit etwas, für durchschnittlich große Erwachsene bleibt sie ausreichend. Der Kofferraum fasst in der Praxis rund 400 bis 1.345 Liter. Damit vergrößert der Shooting Brake den Nutzen gegenüber der Limousine weniger deutlich, als die Karosserie vermuten lässt. Für Urlaubsfahrten einer Familie genügt das Kofferraum-Volumen, die große Heckklappe erleichtert den Zugang.

Cockpit und Vernetzung

Das Cockpit wirkt modern und setzt vollständig auf digitale Instrumente. Das Display hinter dem Lenkrad lässt sich vielfältig konfigurieren, der zentrale Bildschirm bündelt Navigation, Medien und Fahrzeugeinstellungen. Die Menüstruktur bleibt weitgehend logisch. Die Touchslider für Temperatur und Lautstärke erfordern jedoch mehr Aufmerksamkeit als klassische Drehregler und reagieren nicht immer präzise. Hochglanzflächen rund um den Bildschirm nehmen Fingerabdrücke schnell an und mindern den wertigen Eindruck etwas. Die Konnektivität überzeugt, da sich Smartphones über Apple CarPlay und Android Auto einbinden lassen und optionale Online-Dienste die Navigation im Alltag unterstützen.

Antriebe und Fahrverhalten

Die Motorenpalette des Arteon (3H9) umfasst Dieselmotoren, Turbobenziner, einen Plug-in-Hybrid und das R-Modell. Der 2,0-TSI mit 140 kW (190 PS) harmoniert mit dem Reisezweck und baut seine Leistung gleichmäßig auf, verbraucht im Alltag jedoch meist deutlich mehr als 7 Liter Super. Der eHybrid mit 160 kW (218 PS) ermöglicht dank rund 50 Kilometer elektrischer Reichweite einen leisen Betrieb in der Stadt. Er benötigt dafür relativ viel Strom und verlangt regelmäßiges Laden, um Verbrauchsvorteile zu bringen. Das Fahrwerk orientiert sich klar am Komfort. Auch bei höherem Tempo bleibt der Kombi stabil und vermittelt Reserven, vor allem mit optional erhältlichen adaptiven Dämpfern und Allradantrieb.

Alltagstauglichkeit und Fazit

Mit umfangreicher Sicherheitsausstattung, bequemen Sitzen und einem gut nutzbaren Kofferraum eignet sich der Arteon als Langstrecken- und Familienauto. Materialqualität und Verarbeitung übertreffen den Passat, bleiben jedoch etwas hinter direkten Premiumkonkurrenten zurück. Das höhere Preisniveau und der nur durchschnittliche Verbrauch vieler Varianten sprechen vor allem Käufer an, die Design und Komfort höher gewichten als reine Kostenrechnung. Insgesamt präsentiert sich der Volkswagen Arteon (3H9) als eigenständiger Mittelklasse-Kombi mit hohem Reisekomfort, viel Platz und einigen Schwächen bei Bedienung und Effizienz, die im Alltag meist vertretbar bleiben.

Kundenbewertungen
4.0
4 Sterne
(1 Bewertung)
Sicherheit
4 Sterne
4.0
Verbrauch
4 Sterne
4.0
Preis-Leistung
2 Sterne
2.0
Maxi U. am 20. Januar 2026
4 Sterne
Arteon
Wenn ich den VW Arteon aus dem Jahr 2024 betrachte, schwingt bei mir immer ein wenig Wehmut mit. Es ist das Jahr, in dem dieser besondere Volkswagen – zumindest als Shooting Brake – langsam Abschied von der Bühne nimmt, während die Limousine bereits im Vorjahr Platz für die elektrische Zukunft gemacht hat. Für mich persönlich bleibt er einer der schönsten Entwürfe, die Wolfsburg je verlassen haben, und auch nach mehreren Jahren wirkt das Design kein bisschen angestaubt. ​Schon beim ersten Einsteigen spüre ich diesen Mix aus Vertrautheit und einem Hauch Luxus. Die rahmenlosen Türen sind für mich jedes Mal ein Highlight, da sie dieses elegante Coupé-Gefühl vermitteln, das man sonst eher bei deutlich teureren Premiummarken findet. Innen fühle ich mich sofort wohl, auch wenn man merkt, dass die technische Basis noch aus der Generation vor dem ganz großen Touchscreen-Wahn stammt. Das sehe ich jedoch eher als Vorteil: Die Bedienung ist logisch, die Materialien wirken durchweg hochwertig und das digitale Cockpit liefert mir alle Infos genau dort, wo ich sie brauche. Einzig die Touch-Flächen am Lenkrad empfinde ich manchmal als etwas fummelig, besonders wenn man während der Fahrt nur mal eben die Lautstärke anpassen möchte.
mehr
Sicherheit
4 Sterne
4.0
Verbrauch
4 Sterne
4.0
Preis-Leistung
2 Sterne
2.0

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