Volvo V40 (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Mit der Einführung des V40 hatte Volvo sein Modellportfolio stark eingedampft: Das Kompaktklassemodell mit Schrägheck und fünf Türen im Look eines kleinen Kombis ersetzte mit dem Stufenheck S40, dem Kombi V50 und dem Coupé C30 gleich drei Baureihen. Das schwedische Modell tritt gegen die Fünftürer-Versionen von Kia Cee’d, Opel Astra oder VW Golf an, soll sich aber durch einen Premiumanspruch, den Volvo immer selbstbewusster definiert, von der Konkurrenz abgrenzen.

Daten

Daten

Das Wichtigste vorweg: Im V40 arbeiten, wie in allen Volvo-Modellen mittlerweile, ausschließlich Vierzylinder – auch von seinen charakteristischen Fünfzylindern hat sich der schwedische Hersteller getrennt. Mit Ausnahme des 1,5-Liter-Basisbenziner T2 (122 PS) und T3 (152 PS) mit Automatikgetriebe verfügen alle Motoren über 2,0 Liter Hubraum. Die Leistungsspanne bei den Benzinern erstreckt sich von 122 PS bis 245 PS, die Diesel leisten 120 PS, 150 PS und 190 PS. Mit Allradantrieb sind nur die beiden stärksten Benziner zu haben, die dann mit 6,4 Litern nach Norm (CO2: 149 g/km) auch die durstigsten Varianten sind. Auf der anderen Seite rangiert der D5 2.0 mit 120 PS, der sich mit 3,6 Litern nach Norm (CO2: 94 g/km) zufrieden gibt. In Verbindung mit dem T5-Benziner (Frontantrieb und serienmäßiger Achtgang-Automatik) erreicht der V40 mit maximal 240 km/h sein Spitzentempo. Ist der Allradantrieb an Bord, sprintet das Modell in 6,1 Sekunden von null auf 100 km/h und ist damit um 0,2 Sekunden schneller als der Fronttriebler. Der V40 ist 4,37 Meter lang, fasst mindestens 324 Liter Gepäck bei einer Zuladung ab 345 Kilo im mindestens 1,5 Tonnen schweren Auto.

  • bester Normverbrauch bei 3,6 Liter Diesel
  • ausschließlich Vierzylinder
  • kleiner Gepräckraum mit 324 bis 1032 Liter
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Test

Test

Der Premiumanspruch, den Volvo erhebt, wird durch die Testergebnisse größtenteils bestätigt. Die Verarbeitung des Innenraums ist sehr hochwertig, gleiches gilt für die Materialien, die mit dem konsensfähigen skandinavischen Minimal-Chic gefallen. Wenngleich die meisten Wettbewerber mehr Stau- und Kofferraum bieten, sind die Innenraumverhältnisse für die Mitfahrenden gut, auch im Fond. Das Handling des Kompakten wird als agil beschrieben, die Bremsen als kräftig, die Fahreigenschaften als sicher. Hervorgehoben wird außerdem die gute Sicherheitsausstattung, die serienmäßig acht Airbags, City-Notbremse mit Fußgängererkennung und aktiven Kopfstützen umfasst. Kritikpunkte sind die schlechte Rundumsicht sowie der große Wendekreis.

  • hochwertiger Innenraum
  • gute Sicherheitsausstattung
  • schlechte Rundumsicht
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Preise

Preise

Die Preisliste startet mit dem T2 mit 122 PS ab 24.850 Euro und endet mit dem T5 2.0 AWD mit 245 PS, der ab 41.790 Euro zu bekommen ist. Günstigster Diesel ist der D2 2.0 mit 120 PS, der mit 27.280 Euro notiert ist. Soll es der kräftigste Selbstzünder sein, stehen mindestens 32.330 Euro im Katalog. Wer den Offroad-Trimm CrossCountry möchte, muss mindestens 28.280 Euro investieren und bekommt dafür den T3 mit 152 PS. Wer das sportliche R-Design-Paket bucht, muss Aufpreise ab 3900 Euro akzeptieren, da es mit der Grundausstattung Kinetic nicht kombinierbar ist. Viele Extras gibt es nur in Paketen. Während Volvos generell einen moderaten Wertverlust erleiden, liegt die Neuwagengarantie des V40 bei nur zwei Jahren.

  • ab 24.850 Euro
  • viele Extras nur im Paket
  • nur zwei Jahre Garantie
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Die Plattform für den Volvo V40 entwickelt der Hersteller gemeinsam mit der Mitsubishi Motors Corporation, wo sie auch beim Carisma zum Einsatz kommt. Zur Einführung in den Markt bietet Volvo den V40 mit zwei Benzinern und einem Dieselmotor an. Die Ottomotoren leisten 85 kW (116 PS) beziehungsweise 103 kW (140 PS). Der Turbodiesel stammt vom französischen Automobilbauer Renault und hat eine Leistung von 66 kW (90 PS). Ab 1997 ist ein zusätzlicher Antrieb verfügbar. Dabei handelt es sich um einen Vierzylinder-Turbodiesel mit 1,9 Litern Hubraum und 148 kW (200 PS).


Vorderansicht - schräg
Der V40 war das erste Modell, mit dem Volvo deutlich vom kastenförmigen Karosseriedesign abrückte.
Seitenansicht

Der Volvo V40 war, als er 2012 auf den Markt kam, allerdings kein ganz neues Modell – zumindest hatte der schwedische Hersteller einen kleinen Kombi mit gleichem Namen schon einmal im Programm, von 1995 bis 2004. Damals war der rund 4,50 Meter lange V40 das erste Modell, mit dem die Schweden von ihrem charakteristischen und über Jahrzehnte beibehaltenen kastenförmigen Karosseriedesign deutlich abrückten.

Der erste V40, wie er auf der IAA 1995 vorgestellt wurde, war zusammen mit der Limousine S40 noch eine Gemeinschaftsproduktion mit dem zeit- und baugleichen Mitsubishi Carisma. Angetrieben wurde das Auto von Vierzylindermotoren, wobei die Benziner 105 PS bis 200 PS stark waren, die Diesel mit 90 PS bis 116 PS noch etwas schwächlich. Gebaut wurden das schwedische wie japanische Modell in den Niederlanden, der Verkauf von Limousine wie Kombi startete 1996. Dem Ruf, besonders sichere Autos zu bauen, versuchte Volvo mit Seitenairbags als Serienausstattung weiter gerecht zu werden.

V40 (und S40) erhielten im Jahr 2000 eine Modellüberarbeitung, bei der äußerlich Stoßstangen, Kotflügel, Seitenleisten und Rückleuchten geliftet wurden. Im Interieur gab es ein neues Armaturenbrett sowie Verbesserungen am Fahrwerk inklusive einer neuen Fünfgang-Automatik. Zur Steigerung der Sicherheit gab es neue Kopfairbags serienmäßig.

Bis 2012 übernahm das Modell V50 die Rolle des kleinen Kombis

Ein weiteres dezentes Facelift führte Volvo 2002 durch, bevor 2004 das Ende des ersten V40 mit dem Erscheinen des V50 kam, der bis 2012 die Rolle des kleinen Kombis übernahm. Weniger ausdrücklich als Kombi denn als Kompaktwagen präsentierte Volvo auf dem Genfer Salon 2012 dann die Neuauflage des V40. Dort bewarben die Schweden den Neuen zum einen als bis zu 254 PS starken Golf-Gegner mit Fünfzylinder-Turbobenziner, andererseits aber auch als Sparmeister mit einem angegebenen Normverbrauch von 3,6 Litern (CO2-Ausstoß: 95 g/km) für den genügsamsten Diesel.

Auch der Sicherheitsaspekt rückte wieder in den Fokus. Der 4,37 Meter lange Fünftürer kam im Spätsommer 2012 mit einem in die Motorhaube integrierten Airbag für Fußgänger – eine Weltneuheit. Außerdem gab es eine City-Notbremse, ein Querverkehrs-Warner, eine aktive Spurführungshilfe sowie einen Totwinkel-Assistent – selbstredend das Meiste davon gegen Aufpreis.

Beim Stauvolumen versagte das Auto dagegen mit 324 bis maximal 1032 Liter auf ganzer Linie – selbst ein Audi A3 Sportback bot standardmäßig fast 60 Liter mehr, obwohl er etwas kürzer ist. Dafür aber durften sich Kunden erstmals über eine neue Display-Anzeige statt konventioneller Instrumente im Cockpit freuen.

CrossCountry für ein wenig Offroad-Feeling

Unter die Motorhaube montierte Volvo zunächst zwei Vierzylinder-Benziner und drei Common-Rail-Diesel mit 115 PS bis 180 PS. Später kamen noch stärkere, bis 245 PS starke Antriebe hinzu sowie der erwähnte Fünfzylinder. Mittlerweile arbeiten im V40 sämtliche Vierzylinder-Aggregate mit zwei Litern Hubraum – mit Ausnahme eines 1,5-Liter-Benziners, der in zwei Ausbaustufen mit 122 PS und 152 PS aufgelegt wurde.

Der V40 ersetzte die Modelle S40, V50 und C30 – doch liefen bereits damals konkrete Überlegungen zur erweiterten SUV-Strategie. Auch fiel damals der Name des im Herbst 2017 präsentierten XC40. Für ein wenig Offroad-Feeling in der Kompaktklasse musste aber zunächst der V40 CrossCountry sorgen, der zum Modelljahr 2013 mit mehr Bodenfreiheit, Schutzbeplankungen aus Kunststoff und einem optionalen Allradantrieb und wie die anderen Modelle wahlweise mit Schaltgetrieben, Automatik oder Doppelkupplungsgetriebe in den Handel kam.

Die aktuelle Version des V40 ist seit Frühjahr 2016 auf den Straßen. Das jüngste Facelift brachte dem Kompaktwagen neben einem frischen Kühlergrill-Design die optionalen LED-Tagfahrleuchten im neuen „Thors Hammer“-Design wie sie alle neuen Volvos zieren. Unter dem T5 mit 245 PS wurde als zweitstärkster Ottomotor der 190 PS leistende T4 eingeführt. Der kräftigere Fünfzylinder wird schon länger nicht mehr angeboten. Auch in Sachen Konnektivität legte Volvo nach. Neben Smartphones können nun auch sogenannte Wearables wie die Apple Watch oder Android-basierte Geräte mit dem Auto kommunizieren.

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