Der Toyota Proace City Verso (Mk1) steht seit 2020 als kompakter Hochdachkombi im Programm und ersetzt den früheren Familienvan Verso. Er nutzt die EMP2 Plattform des Stellantis Konzerns und teilt sich große Teile der Technik mit Citroën Berlingo und Peugeot Rifter.
Karosserie und Konzept
In der kurzen Ausführung misst der Proace City Verso 4.401 mm und bleibt handlich genug für enge Parklücken in der Stadt. Die hohe, kantige Karosserie schafft viel Kopffreiheit und erleichtert den Ein- und Ausstieg. Zwei seitliche, serienmäßige Schiebetüren und die große Heckklappe erhöhen den Nutzwert, etwa beim Beladen auf engen Stellflächen. Im Vergleich zum früheren Verso wirkt die Formensprache sachlicher, dafür nutzt der Hochdachkombi die Grundfläche besser und bietet mehr Laderaum.
Innenraum und Variabilität
Im Innenraum dominieren robuste, leicht zu reinigende Kunststoffe, während die erhöhte Sitzposition und große Glasflächen für gute Übersicht und ein luftiges Raumgefühl sorgen. In der Fünfsitzer Konfiguration bleibt selbst auf der Rückbank ausreichend Platz. Der Kofferraum fasst 641 Liter und wächst mit umgeklappter Rückbank auf bis zu 2.126 Liter, dadurch transportiert der Proace City Verso auch sperrige Gegenstände. Zahlreiche Ablagen nehmen Arbeitsutensilien, Alltagsgegenstände und Familiengepäck auf.
Antrieb und Fahrverhalten
Ein 1,5 Liter großer Dieselmotor mit 96 kW arbeitet in vielen Varianten des Proace City Verso und passt mit seinem frühen Drehmoment gut zum Nutzfahrzeugcharakter. In Verbindung mit einem 8 Gang Automatikgetriebe bewegt er den Hochdachkombi auch bei voller Beladung gelassen und bietet auf der Autobahn ausreichende Reserven, wirkt bei höherem Tempo aber akustisch präsenter. Fahrwerk und Lenkung zielen auf Komfort und Stabilität, schnelle Kurvenfahrten stehen weniger im Vordergrund. Federbeine an der Vorderachse und eine Verbundlenkerachse hinten filtern kurze Stöße ordentlich, grobe Querfugen spürt man je nach Beladung im Innenraum. Je nach Markt ergänzen Turbobenziner und eine Elektrovariante das Angebot und decken Einsatzbereiche vom Langstreckenauto bis zum Stadtfahrzeug ab.
Sicherheit und Assistenz
Mehrere Airbags, darunter Kopfairbags vorn und hinten, sowie Isofix Halterungen für Kindersitze schützen in der stabil ausgelegten Fahrgastzelle. Auf der aktiven Seite arbeiten Notbremsassistent mit Kollisionswarnung und Fußgängererkennung, Spurhalteassistent und Müdigkeitserkennung zusammen, um Unfälle zu vermeiden. Das Antiblockiersystem ABS mit Bremsassistent und die Fahrdynamikregelung mit Anhänger Stabilisierung unterstützen die Kontrolle auch bei voller Beladung oder im Anhängerbetrieb. LED Scheinwerfer mit Fernlichtassistent verbessern die Sicht bei Nacht, Rückfahrkamera und Einparkhilfe erleichtern Rangiermanöver.
Alltagstauglichkeit und Kosten
Im Alltag überzeugen die niedrige Ladekante, die Schiebetüren, die hohe Zuladung und die unkomplizierte Karosserieform, sodass sich der Proace City Verso sowohl als Familienauto mit Kinderwagen und Freizeitgeräten als auch als Fahrzeug für Handwerker mit Werkzeug und Material eignet. Ein in der Praxis günstiger Verbrauch, vor allem mit Dieselmotor, hält die laufenden Kosten im Rahmen. Die Anschaffungspreise liegen über den technisch verwandten Modellen aus dem Stellantis Konzern, dafür sprechen Garantieleistungen und ein dichtes Servicenetz der Marke.
Fazit
Der Toyota Proace City Verso (Mk1) richtet sich an Käufer, die Funktionalität, Platzangebot und Sicherheit höher bewerten als eine besonders hochwertige Anmutung im Innenraum oder ausgeprägten Fahrkomfort. Als praktischer Hochdachkombi mit großem Kofferraum, variabler Sitzkonfiguration und moderner Sicherheitsausstattung erfüllt er die Anforderungen von Familien, Gewerbetreibenden und Shuttlediensten zuverlässig.