Konzept und Positionierung
Der Toyota Aygo (AB40) der 2014 eingeführten zweiten Generation steht im Toyota-Programm als einfaches Stadtauto unterhalb des Yaris. Die Konstruktion bleibt bewusst schlicht und hält so Anschaffungspreis und Unterhaltskosten niedrig. Toyota fertigt das Modell im tschechischen Werk Kolín zusammen mit Citroën C1 und Peugeot 108, die sich viele technische Komponenten teilen. Gegenüber dem ersten Aygo bietet die zweite Generation mehr Komfort, eine bessere Geräuschdämmung und zusätzliche Assistenzsysteme, ohne das Kleinstwagenkonzept aufzugeben. Vor allem Fahranfänger, Stadtpendler und Haushalte mit Bedarf an einem zweiten Auto für kurze Strecken nutzen dieses Modell.
Design und Karosserie
Optisch setzt der Aygo mit markanter Frontgestaltung und auffälligen Farbkombinationen deutlichere Akzente als sein eher sachlicher Vorgänger. Kurze Überhänge und die geringe Fahrzeuglänge erleichtern das Manövrieren in engen Straßen und Parkhäusern. Je nach Variante stehen drei oder fünf Türen zur Verfügung, wobei die fünftürigen Versionen den Alltag mit Mitfahrern spürbar praktischer machen. Verschiedene Dachfarben und Dekorpakete ermöglichen eine individuelle Gestaltung, bleiben jedoch rein optische Merkmale. Die Karosserie schützt dank strukturierter Knautschzonen besser, als die kompakten Abmessungen vermuten lassen.
Innenraum und Alltagstauglichkeit
Im Innenraum dominiert harter, aber solide verarbeiteter Kunststoff, aufgelockert durch farbige Einsätze an Armaturentafel und Mittelkonsole. Vorn sitzen Erwachsene ausreichend bequem, im Fond bleibt es vor allem für größere Personen eng. Der Kofferraum fällt klassenüblich klein aus und reicht eher für Einkäufe oder kurzes Gepäck, durch umklappbare Rücksitzlehnen entsteht bei Bedarf zusätzlicher Stauraum. Die Bedienung wirkt weitgehend selbsterklärend, große Drehregler für Heizung und Lüftung sowie ein optionaler Touchscreen halten die Ablenkung gering. Mit der Modellpflege kamen Smartphone-Integration und Rückfahrkamera hinzu, was den Alltagsnutzen spürbar erhöht.
Antrieb und Fahrverhalten
Der Dreizylinder-Benziner passt charakterlich gut zur Stadt: Er spricht im unteren Geschwindigkeitsbereich willig an und bleibt beim Bummeln durch die Stadt genügsam. Auf Landstraße und Autobahn fehlt allerdings Durchzug, besonders mit voller Beladung. Das manuelle Fünfgang-Getriebe schaltet leicht und präzise, während das automatisierte x-shift-Getriebe vor allem Komfort, aber weniger Fahrkultur bietet. Fahrwerk und Lenkung wirken eher komfortbetont, kurze Wellen federt der Aygo ordentlich weg, Querfugen dringen jedoch spürbar in den Innenraum durch. Der kleine Wendekreis macht das Auto in engen Straßen und Parklücken sehr handlich.
Sicherheit und Kosten
Beim Thema Sicherheit erreicht der Aygo im Euro-NCAP-Test eine gute Bewertung und liegt damit innerhalb seines Segments im oberen Mittelfeld. Mehrere Airbags, Stabilitätskontrolle und Berganfahrhilfe gehören zur Grundausstattung. Das optionale Paket Toyota Safety Sense erweitert den Schutz um Notbrems- und Spurhaltefunktionen. Die Betriebskosten bleiben dank niedrigem Verbrauch, moderaten Werkstattpreisen und meist günstiger Einstufung bei Versicherung und Steuer überschaubar. In Zuverlässigkeitsstatistiken schneidet der Kleinwagen insgesamt ordentlich ab, einzelne Jahrgänge zeigen jedoch etwas erhöhte Pannenwerte. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt zählen vor allem gepflegte Fünftürer mit besserer Ausstattung zu den gefragteren Varianten.
Fazit
Der Toyota Aygo (AB40) eignet sich vor allem für den Stadtverkehr, fährt sparsam und bleibt in Anschaffung und Unterhalt vergleichsweise günstig. Der enge Fond, der kleine Kofferraum und die begrenzte Motorleistung auf der Autobahn setzen klare Grenzen. Wer diese Einschränkungen akzeptiert und hauptsächlich kurze Strecken fährt, erhält mit dem Aygo ein stimmiges und alltagstaugliches Stadtauto.