Suzuki SX4 S-Cross (JY)

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Fahrzeugeinordnung

Seit Oktober 2016 tritt der Suzuki SX4 S-Cross (JY) als gründlich überarbeitete Variante des kompakten Crossover an. Mit hoher, markanter Front, Chromgrill und LED-Scheinwerfern wirkt er deutlich SUV-hafter als die schlichtere Vorgängerversion mit 1,6-Liter-Saugmotor.

Im Markenportfolio liegt der Suzuki SX4 S-Cross (JY) zwischen Swift und Vitara und richtet sich an Fahrer, die ein praktisches Kompakt-SUV mit optionalem Allradantrieb suchen, ohne ausgeprägte Geländetechnik zu benötigen. Er kombiniert überschaubare Außenmaße mit einem geräumigen Innenraum und einem Kofferraum-Volumen von 440 Liter. Typische Wettbewerber sind Renault Kadjar, Peugeot 3008 oder Kia Sportage, die teils mehr Komfort, aber nicht immer Allradantrieb bieten.

Stärken
  • Comfort+ Ausstattung bietet viele praktische Details
  • Allradantrieb bietet Traktion auf wechselnden Untergründen
  • Kräftiger Turbobenziner sorgt für zügigen Antritt
Schwächen
  • Schlicht wirkende Kunststoffe im Innenraum
  • Lenkung mit wenig Rückmeldung und Präzision
  • Praxisverbrauch und Emissionen nur durchschnittlich
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Motoren

Im Suzuki SX4 S-Cross (JY) arbeitet ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, der 103 kW (140 PS) und 220 Nm ab 1.500 U/min liefert. Der Motor spricht früh an, zieht gleichmäßig durch und bietet zusammen mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe eine zügige, aber unaufgeregte Beschleunigung mit genügend Reserven für Überholvorgänge. Das Getriebe überträgt die Kraft in der Regel an die Vorderräder, in Ausführungen mit Allradantrieb verteilt ein System die Antriebsmomente variabel auf beide Achsen und verbessert so die Traktion auf nasser Fahrbahn oder auf leichten Schotterwegen.

Der Normverbrauch liegt bei 5,6 l/100 km und bleibt im Alltag meist eher bei etwa 6,5 bis 7,0 l/100 km. In der Praxis sind so Reichweiten von deutlich über 600 Kilometern möglich. Insgesamt fährt der SX4 S-Cross nicht besonders sparsam, aber im Rahmen seiner Klasse. Mit 200 km/h Höchstgeschwindigkeit und 10,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h wirkt der Antrieb nicht sportlich, sondern eher angenehm lebendig. Eine Start-Stopp-Automatik senkt im Stadtverkehr den Verbrauch, ohne den Komfort zu mindern.

Sicherheit

Insgesamt erreicht der S-Cross ein solides Sicherheitsniveau, das besonders Familien zugutekommt. Die Sicherheitsausstattung umfasst eine stabile Fahrgastzelle sowie Front-, Seiten- und Kopfairbags, ein Knieairbag schützt zusätzlich den Fahrer. Isofix-Halterungen mit Top-Tether fixieren Kindersitze auf der Rückbank einfach und sicher. ESP und Traktionskontrolle stabilisieren den Wagen in kritischen Situationen, ABS und Bremsassistent verkürzen den Bremsweg bei Gefahrenbremsungen. Ein Kollisionswarnsystem mit Notbremsfunktion überwacht den vorausfahrenden Verkehr, greift bei drohenden Auffahrunfällen ein und reagiert im Alltag teilweise recht sensibel. Der adaptive Tempomat hält automatisch Abstand zum Vordermann und entlastet bei längeren Fahrten. LED-Scheinwerfer verbessern die Sicht bei Dunkelheit, Licht- und Regensensor passen Beleuchtung und Wischer automatisch an. Eine Einparkhilfe mit Rückfahrkamera unterstützt beim Rangieren in engen Parklücken und reduziert das Risiko kleiner Rempler im Alltag.

Ausstattung

Der 2016 überarbeitete Suzuki SX4 S-Cross (JY) tritt in gut ausgestatteten Varianten mit umfangreicher Komfortausstattung an. In der hier beschriebenen Ausstattungsvariante gehören Klimaautomatik, elektrische Fensterheber rundum und eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung zur Serienausstattung und erleichtern den Alltag im Stadtverkehr. Ein Infotainmentsystem mit Touchscreen und integrierter Navigation bündelt Medien- und Kartenfunktionen an einem zentralen Bedienplatz, eine Smartphone-Anbindung erweitert dies um Apps und Telefonfunktionen. Ledersitze mit Sitzheizung vorn verbessern den Sitzkomfort, vor allem an kalten Tagen. Ein Panoramadach lässt mehr Licht in den Innenraum, auch wenn die verwendeten Kunststoffe eher schlicht ausfallen. Alufelgen und LED-Scheinwerfer prägen das äußere Erscheinungsbild und sorgen bei Nacht für eine gute Ausleuchtung der Fahrbahn. Eine Einparkhilfe mit Sensoren vorn und hinten sowie eine Rückfahrkamera unterstützen beim Rangieren in engen Parkhäusern oder unübersichtlichen Einfahrten und erleichtern den Alltag im dichten Stadtverkehr.

Modellbeschreibung

Der im Oktober 2016 eingeführte Suzuki SX4 S-Cross (JY) tritt als kompaktes SUV mit betont praktischer Ausrichtung und Allradfokus an. Seine Stärken liegen in Traktion, Platzangebot und Ausstattung. Materialien und Geräuschniveau bleiben eher durchschnittlich. Im Vergleich zum ursprünglichen 1,6-Liter-Modell wirkt der Turbobenziner moderner und souveräner.


Suzuki SX4 S-Cross (JY) side
Viel Traktion, viel Ausstattung, aber wenig Feinschliff
Suzuki SX4 S-Cross (JY) angular front

Design und Karosserie

Seit der Überarbeitung im Oktober 2016 tritt der Suzuki SX4 S-Cross (JY) deutlich markanter auf. Die steile Motorhaube, der große Chromgrill und die LED-Scheinwerfer lassen die Front präsenter wirken als beim früheren 1,6-Liter-Modell. Mit 4.300 mm Länge, 1.785 mm Breite und 1.580 mm Höhe bleibt das SUV dennoch handlich. Ein Wendekreis von gut 10 m erleichtert das Rangieren in engen Straßen. Die Bodenfreiheit von 180 mm reicht für Feldwege oder verschneite Auffahrten, ohne das Fahrwerk übermäßig hoch wirken zu lassen.

Innenraum und Platzangebot

Im Innenraum nutzt der Suzuki SX4 S-Cross (JY) die gewachsene Karosserie gut aus. Vorn finden auch große Personen bequem Platz, hinten reicht die Beinfreiheit für zwei Erwachsene. Der Kofferraum bietet 440 Liter Volumen und wächst bei umgeklappter Rücksitzlehne auf bis zu 1.269 Liter. Die geteilte Sitzbank lässt sich leicht umlegen, der Ladeboden bleibt dabei relativ eben. Die Kunststoffe wirken schlicht und eher hart, die Verarbeitung fällt jedoch solide aus. Das übersichtliche Cockpit erleichtert die Bedienung, das Infotainmentsystem reagiert ausreichend schnell, zeigt grafisch aber einen einfachen Stand.

Motor und Fahrverhalten

Ein 1,4-Liter-Turbobenziner verleiht dem Suzuki SX4 S-Cross (JY) spürbar mehr Durchzug als der frühere Saugmotor. Die Leistung von 103 kW (140 PS) und 220 Nm passt gut zum Sechsgang-Schaltgetriebe, das sich präzise schalten lässt. Ein elektronisch geregelter Allradantrieb verteilt die Kraft variabel und verbessert die Traktion auf nasser Fahrbahn oder losem Untergrund. Das eher komfortabel abgestimmte Fahrwerk bügelt Schlaglöcher wirkungsvoll glatt, in schnellen Kurven neigt sich die Karosserie jedoch merklich. Die Lenkung reagiert ausreichend direkt, vermittelt um die Mittellage aber wenig Gefühl. Auf der Autobahn steigen Wind- und Motorgeräusche bei hoher Geschwindigkeit deutlich an. Der reale Verbrauch liegt mit deutlich über 6,0 l/100 km im Klassenschnitt, jedoch nicht auf Sparniveau.

Alltag, Kosten und Konkurrenz

Im Alltag hilft der Suzuki SX4 S-Cross (JY) mit guter Übersicht und erhöhter Sitzposition. Die umfangreiche Ausstattung lässt nur wenige Extras offen, was die Konfiguration vereinfacht, den Listenpreis aber in Bereiche rückt, in denen Konkurrenzmodelle wie Renault Kadjar oder Kia Sportage mit meist hochwertiger wirkenden Innenräumen auftreten. Im Gegenzug gehören Allradantrieb sowie eine breite Sicherheits- und Komfortausstattung in dieser Version zur Serie. Insgesamt wirkt der Crossover als sachlicher Begleiter mit kräftigem Antrieb und guter Traktion, der vor allem praktisch orientierte Kundschaft anspricht und bei Materialanmutung, Feinschliff der Lenkung und Emissionswerten Schwächen zeigt. Damit präsentiert sich der Suzuki SX4 S-Cross (JY) als pragmatisches Kompakt-SUV mit viel Nutzwert und ausgewogenen, wenn auch nicht in allen Details feinen Eigenschaften.

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