Positionierung und Konzept
Der 2024 eingeführte Suzuki Swift der siebten Generation (YED) führt die Tradition des kompakten, leichten Kleinwagens der Marke fort. Im Modellprogramm bleibt er das klassische Angebot im B-Segment und ordnet sich unterhalb der SUV-orientierten Modelle ein. Gegenüber dem Vorgänger wirkt die Motorenpalette übersichtlicher, während Konnektivität und Assistenzsysteme deutlich zulegen. Der Kleinwagen zielt klar auf urbane Mobilität, niedrige Betriebskosten und einfache Bedienung und verzichtet bewusst auf den Auftritt eines leistungsorientierten oder besonders repräsentativen Fahrzeugs.
Design und Raumangebot
Optisch bleibt der Swift sofort als Swift erkennbar, wirkt mit runderer Front und markanterem Kühlergrill jedoch moderner. Konventionell ausgeführte hintere Türgriffe erleichtern den Einstieg, auch wenn der Fond weiterhin eher knapp geschnitten bleibt. Erwachsene sitzen hinten ausreichend, müssen sich aber mit eingeschränkter Bein- und Kopffreiheit arrangieren. Der Kofferraum bietet 265 bis 947 Liter Volumen und bewegt sich damit im Klassenmittelfeld. Die hohe Ladekante erfordert beim Verstauen schwerer Gegenstände etwas Kraft, dafür erleichtert die übersichtliche Karosserie das Manövrieren im Stadtverkehr.
Innenraum und Bedienung
Im Cockpit kombiniert der Swift klassische Tasten und Drehregler mit moderner Infotainmenttechnik. Das zentral platzierte 9 Zoll Display liegt gut im Sichtfeld, die Touchoberfläche wird durch separate Bedienelemente für Klimatisierung und Grundfunktionen ergänzt. Smartphones lassen sich über Apple CarPlay und Android Auto, teils kabellos, einbinden und liefern Navigation und Medieninhalte direkt ins Fahrzeug. Viele Oberflächen bestehen aus hartem Kunststoff, wirken aber sauber verarbeitet und bleiben im Alltag klapperfrei. Die Vordersitze bieten ordentlichen Seitenhalt und längere Sitzflächen als beim Vorgänger, was den Langstreckenkomfort spürbar verbessert. Ablagen in Türen und Mittelkonsole nehmen Alltagsgegenstände auf, bleiben jedoch klassentypisch begrenzt.
Antrieb und Fahrverhalten
Der Dreizylinder mit Mild-Hybrid-System passt gut zum geringen Gewicht des Fahrzeugs und unterstützt einen eher sparsamen Fahrstil. Im Stadtbetrieb spricht der Antrieb lebendig an, der Startergenerator glättet Lastspitzen und entlastet den Verbrenner. Auf der Autobahn erreicht der Swift Reisetempo ohne Mühe, beim Überholen verlangt er jedoch nach Schaltarbeit oder etwas Geduld, vor allem in Verbindung mit Allradantrieb. Das Fahrwerk zeigt eine komfortbetonte Abstimmung, filtert Querfugen ordentlich weg und bleibt in Kurven dennoch ausreichend präzise. Die leichtgängige Lenkung vermittelt genug Rückmeldung für ein sicheres Gefühl. Im Vergleich zu früheren Turbobenzinern und dem entfallenen Sportmodell fehlt Enthusiasten ein klarer Leistungsüberschuss, dafür bleiben Verbrauch und Geräuschniveau angenehm niedrig.
Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Mit Notbremsassistent, Spurhaltefunktion und Abstandstempomat erreicht der Swift eine im Kleinwagenfeld konkurrenzfähige Sicherheitsausstattung. Zusätzliche Helfer wie Totwinkelwarner, Querverkehrswarner und Müdigkeitserkennung erhöhen den Schutz besonders im dichten Stadtverkehr. Das Euro NCAP Ergebnis mit drei Sternen macht jedoch deutlich, dass die reine Crashperformance nicht zu den Stärken zählt. Für Familien zählt der praktische Nutzen: Fünf Türen erleichtern den Zugang, ISOFIX-Halterungen an den äußeren Fondsitzen halten Kindersitze sicher in Position. Im Alltag helfen kompakte Abmessungen, ein kleiner Wendekreis und die gute Übersicht beim Parken und Rangieren.
Fazit
Der Swift spricht Fahrer an, die einen wendigen, sparsamen Kleinwagen mit zeitgemäßer Vernetzung und überschaubaren Kosten bevorzugen und mit begrenztem Platz im Fond leben können. Zu den Pluspunkten zählen die Agilität, die niedrigen Unterhaltskosten und das breite Assistenzangebot in den höheren Ausstattungslinien. Dem stehen das verhaltene Sicherheitsrating und die fehlende Option auf deutlich stärkere Motoren gegenüber. Wer mehr Raum oder Komfort auf langen Strecken erwartet, orientiert sich besser an größeren Kompaktmodellen. Im urbanen Alltag präsentiert sich der Suzuki Swift der siebten Generation jedoch als stimmiges, unauffälliges Gesamtpaket.