Suzuki Logo

Suzuki Jimny (GJ)

Platzhalterbild
Neu ab
20.825 €
Gebraucht ab
1.600 €
Fahrzeugeinordnung

Der 2018 eingeführte Suzuki Jimny (GJ) ist als dreitüriger, kompakter Geländewagen mit Leiterrahmen im Einstiegssegment der Marke positioniert. In dieser GJ-Variante steht nicht der komfortorientierte SUV-Alltag im Mittelpunkt, sondern der Einsatz auf unbefestigten Wegen. Damit richtet sich das Modell vor allem an professionelle Nutzer wie Förster oder Handwerker, die ein einfach konstruiertes, robustes Arbeitsfahrzeug benötigen.

Gleichzeitig wirkt der Suzuki Jimny (GJ) mit dem kantigen Design und den kurzen Außenabmessungen auch in engen Innenstädten passend. Gegenüber dem Vorgänger ab Baujahr 1998 fällt diese Generation technisch moderner aus, bietet mehr Assistenzsysteme und eine verbesserte Verarbeitung, bleibt aber bewusst überschaubar ausgestattet. Durch die Nutzfahrzeugzulassung mit festem Trenngitter eignet sich der Jimny zusätzlich als kompakter Lastenträger.

Stärken
  • Echte Geländefähigkeiten mit Leiterrahmen und Untersetzung
  • Kompakte Abmessungen
  • wendig in Städten
  • Hohe Robustheit
  • beliebt bei gewerblichen Nutzern
Schwächen
  • Eingeschränkte Sicherheitsausstattung und kurze Knautschzone
  • Hohes Geräuschniveau und wenig Langstreckenkomfort
  • Beengtes Raumangebot
  • kleiner Kofferraum im Viersitzer

Aktuelle Angebote

Motoren

Im Suzuki Jimny (GJ) arbeitet ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 75 kW (102 PS). Der Motor setzt eher auf Haltbarkeit und gleichmäßige Kraftentfaltung als auf hohe Fahrleistungen. Hohe Spitzengeschwindigkeiten spielen daher eine untergeordnete Rolle. In Verbindung mit dem manuell schaltbaren Fünfganggetriebe wirkt er im Alltag lebhaft, braucht bei Autobahntempo aber hohe Drehzahlen und produziert entsprechend mehr Geräusche. Die optionale Viergang-Automatik erleichtert das Rangieren in der Stadt und den Einsatz im Gelände, führt jedoch zu trägerer Beschleunigung und höherem Verbrauch. Der kombinierte Verbrauch liegt je nach Getriebe bei rund sieben Litern Super auf 100 Kilometer. Im Alltag liegt der Wert oft höher, vor allem bei häufigem Autobahnbetrieb oder Geländeeinsatz. Das serienmäßige Allradsystem mit zuschaltbarem Allradantrieb und Untersetzung prägt den Charakter, da es bei niedrigen Geschwindigkeiten für viel Traktion sorgt und die Kraft kontrolliert an alle vier Räder verteilt. Der 1,5-Liter-Motor gilt als robust und einfach zu warten.

Sicherheit

Die Sicherheitsbilanz des Jimny fällt gemischt aus. Im Euro-NCAP-Crashtest erreicht der Geländewagen drei Sterne und zeigt damit die Grenzen des kurzen Vorderwagens und der traditionellen Leiterrahmenkonstruktion. Frontairbags schützen Fahrer und Beifahrer, eine verstärkte Fahrgastzelle erhöht die Stabilität, dennoch bleibt die Knautschzone knapp. In vielen Nutzfahrzeugvarianten fehlen Seiten- und Kopfairbags, obwohl sie im Vorgänger noch verfügbar waren, was bei Überschlägen oder seitlichen Kollisionen nachteilig wirkt. Das Fahrverhalten wirkt wegen der schmalen Spur und der hohen Karosserie in schnellen Kurven nervös, elektronische Stabilitätsprogramme greifen daher früh ein. Ein Notbremsassistent mindert das Risiko von Auffahrunfällen und die Verkehrszeichenerkennung hilft beim Einhalten von Tempolimits. Je nach Ausführung unterstützen Berganfahrhilfe und Bergabfahrassistent auf rutschigen Passagen und erhöhen so die Kontrolle. Insgesamt bietet der Jimny ausreichende Alltagssicherheit, während Vielfahrer und Familien in größeren Modellen mehr Reserven finden.

Ausstattung

Im 2018 eingeführten Suzuki Jimny (GJ) steht die funktionale Ausstattung im Vordergrund, nicht luxuriöse Details. Schon die einfachen Ausführungen bieten meist eine Klimaanlage und ein schlichtes Audiosystem. Bluetooth und Lenkradtasten erleichtern den Umgang im Alltag. In höheren Ausstattungslinien übernimmt ein Multimediasystem mit Touchscreen die Bedienung, eine Anbindung für Smartphones und die vorderen Sitzheizungen erhöhen auf längeren Strecken den Komfort, ohne den robusten Charakter zu verändern. Die harten Kunststoffe wirken einfach, lassen sich aber leicht reinigen und verkraften Schmutz im Geländeeinsatz.

Der Kofferraum fällt je nach Ausführung sehr unterschiedlich aus. Im Viersitzer bleibt bei aufrechter Rückbank nur wenig Stauraum, mit umgelegten Lehnen entsteht eine ebene Ladefläche für Gepäck oder Ausrüstung. Die Nutzfahrzeugvariante mit festem Trenngitter und verstärktem Boden nimmt größere Lasten auf und bleibt gut zugänglich. Gegen Aufpreis stehen verschiedene Lackierungen und ein Unterfahrschutz zur Wahl, was Karosserie und Unterboden zusätzlich schützt.

Modellbeschreibung

Seit den 1970er Jahren bietet Suzuki den Jimny als kompakten Geländewagen an. Seit 2018 steht der Suzuki Jimny (GJ) mit klassischem Leiterrahmen und zuschaltbarem Allradantrieb im Programm. Er dient als robustes Arbeitsfahrzeug für Jagd, Forst und Handwerk. Zugleich orientiert er sich an Freizeitnutzern, die Geländetauglichkeit über Komfort stellen. Gegenüber dem Vorgänger rückt Suzuki Geländeeinsatz und Nutzfahrzeugflexibilität stärker in den Vordergrund.


Puristischer Geländewagen überzeugt im Gelände, erlaubt sich Abstriche

Karosserie und Design

Der 2018 vorgestellte Suzuki Jimny (GJ) tritt mit kantiger, fast spielzeughafter Formensprache auf und betont seinen technischen Aufbau mit Leiterrahmen und kurzen Karosserieüberhängen. Mit rund 3.650 mm Länge, schmaler Breite und großer Höhe wirkt der Geländewagen sehr kompakt, die hohe Sitzposition sorgt trotzdem für gute Übersicht. Die kurzen Überhänge ermöglichen hohe Böschungswinkel und verhindern im Gelände ein Aufsetzen an steilen Kuppen. Eine seitlich angeschlagene Heckklappe mit außen montiertem Ersatzrad unterstreicht den Nutzfahrzeugcharakter und erleichtert das Beladen auf engen Parkplätzen. Im Vergleich zum rundlicher gezeichneten Vorgänger ab Baujahr 1998 erscheint die GJ-Karosserie kantiger und technischer, bleibt aber im Aufbau bewusst einfach.

Innenraum und Platzangebot

Im Innenraum dominiert ein sachlicher Stil mit vielen Hartkunststoffen, die robust wirken, aber optisch schlicht bleiben. Die Bedienelemente sitzen logisch angeordnet, die großen Schalter lassen sich auch mit Arbeitshandschuhen gut betätigen. Fahrer und Beifahrer sitzen relativ aufrecht und profitieren von steilen Scheiben sowie tief gezogenen Fensterrahmen, die eine sehr gute Rundumsicht ermöglichen. Die schmale Fahrzeugbreite begrenzt jedoch den Schulterraum, besonders wenn zwei kräftigere Personen nebeneinander sitzen. Im Viersitzer eignet sich die Rückbank für Erwachsene nur für kurze Strecken, der Kofferraum fasst bei aufgestellten Lehnen kaum mehr als Handgepäck. Mit umgeklappten Sitzen entsteht eine ebene Ladefläche für Gepäck. In der zweisitzigen Nutzfahrzeugvariante wächst der Raum hinter dem Trenngitter auf deutlich über 900 Liter und macht den Jimny zu einem praktischen Lastenträger.

Antrieb und Fahrverhalten

Der 1,5-Liter-Saugbenziner liefert für das geringe Fahrzeuggewicht ausreichende Leistung, bleibt akustisch jedoch stets präsent. Das manuelle Fünfganggetriebe arbeitet leichtgängig und passt zum rustikalen Charakter, während die optionale Automatik eher auf Komfort als auf Effizienz zielt. Auf der Straße fühlt sich der Jimny in Stadt und auf Landstraße wohler als auf der Autobahn, wo hohe Drehzahlen, deutliche Nickbewegungen und spürbare Seitenwindempfindlichkeit die Grenzen des Konzepts zeigen. Gegenüber dem Vorgänger wirken Motor und Geräuschdämmung etwas kultivierter, das Grundlayout mit Leiterrahmen und starren Achsen erzeugt aber weiterhin ein eher nutzfahrzeugähnliches Fahrgefühl. Abseits befestigter Wege spielt das Modell seine Trümpfe aus: Der zuschaltbare Allradantrieb mit Geländeuntersetzung sorgt für hohe Traktion und gute Klettereigenschaften.

Alltagstauglichkeit und Konkurrenz

Im Alltag profitiert der Jimny von seinen kompakten Abmessungen und der hohen Sitzposition, die im dichten Stadtverkehr für gute Übersicht sorgt. Der kleine Wendekreis erleichtert enge Rangiermanöver in Höfen oder auf schmalen Waldwegen. Weniger überzeugend fallen das laute Geräuschniveau, die begrenzte Sicherheitsausstattung und der kleine Kofferraum im Viersitzer aus, wodurch längere Reisen mit mehreren Personen wenig attraktiv wirken. Die Nutzfahrzeugvariante mit Trenngitter richtet sich klar an professionelle Anwender, die zwei Sitze akzeptieren und vor allem ein großes Ladevolumen schätzen. Im Wettbewerbsumfeld stehen robuste Alternativen wie der Lada Niva oder größere Allradmodelle wie der Dacia Duster, die teilweise mehr Komfort, aber nicht die gleiche Geländefähigkeit bieten.

Fazit

Der Jimny bleibt ein sehr spezielles Angebot: ein kleiner, ehrlicher Geländewagen mit klaren Stärken abseits befestigter Wege und spürbaren Schwächen bei Platz, Sicherheit und Langstreckenkomfort. Wer den rustikalen Charakter bewusst wählt, erhält ein eigenständiges Fahrzeugkonzept mit einfacher Technik und hoher Nutzbarkeit im Gelände.

Aktuelle Angebote