Suzuki Ignis (Serie)

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Der Ignis ist ein Kleinwagen von Suzuki, der den SUV-Trend in die Micro-Klasse importierte. Dabei ist der Ignis nicht nur ein Ableger eines Volumenmodells, wie zum Beispiel der Fiat Panda Cross oder VW Polo Cross, sondern ein eigenständiges Fahrzeug in der Suzuki-Palette. Der 3,70 Meter lange und fünftürige Ignis setzt sich mit seinem kantigen und SUV-typisch hochbeinigen Design von den gleich teuren, größeren und konventionelleren Suzuki-Kleinwagen Swift und Baleno deutlich ab. Die seit 2016 angebotene Generation des Ignis gibt es mit Front- oder Allradantrieb und mit nur einem einzigen Motor, der optional auch mit einem innovativen Mild-Hybrid-System ausgestattet ist. Gemessen am Format ist der Ignis recht geräumig, aber nur mäßig komfortabel.

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Daten

Daten

Im Vergleich zu den beiden Vorgängergenerationen mit bis zu 94 PS und 109 PS ist der aktuelle Suzuki Ignis eher sparsam motorisiert. Sein 90 PS starker Vierzylinder-Benzinmotor mit wahlweise 5-Gang-Schaltgetriebe oder automatisiertem 5-Gang-Schaltgetriebe reicht nur für eher bescheidene Fahrleistungen. Weniger als 11,8 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h und mehr als 170 km/h Spitzengeschwindigkeit sind nicht drin. Mit diesen Werten liegt die Mild-Hybrid-Version knapp über dem konventionell angetriebenen Ignis. Und auch im Normverbrauch hat die elektrifizierte Variante mit 4,3 Litern und 97 g/km CO2 Emission knapp die Nase vorn. Mit rund 900 Kilogramm Leergewicht ist der kleine Suzuki ein echtes Leichtgewicht.

  • nur ein Benzinmotor mit 90 PS
  • Front- oder Allradantrieb
  • Mild-Hybrid-Version gegen Aufpreis
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Test

Test

Waren die Vorgänger noch recht brave und praktische Kleinwagen, kommt der aktuelle Suzuki Ignis ziemlich kantig und „lifestylig“ daher. Die hochbeinige Karosserie weckt Ambitionen auf Ausflüge abseits der Straße und lässt den Ignis gar als neue Interpretation des geländegängigen Suzuki-Klassikers Jimny erscheinen. Das Interieur ist übersichtlich und zeitgemäß mit einem zentralen Touchscreen. Dank hoher Sitzposition ist die Übersicht gut, das Platzangebot begrenzt, auch wenn es sich dank verschiebbarer Rücksitzbank für Fondpassagiere variabel verbessern lässt. Die Fahreigenschaften sind etwas ruppig, die Lenkung gefühllos. Der Motor tut sich mit seinen 90 PS und 120 Nm Drehmoment vor allem bei höheren Geschwindigkeiten schwer und es fehlt an Durchzug. Besonders gut fährt man mit dem Ignis in der Stadt, nicht zuletzt wegen des geringen Wendekreises von rund zehn Metern.

  • SUV im Mini-Format
  • mäßiger Fahrkomfort
  • kleiner Wendekreis
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Preise

Preise

Wer einen der älteren Suzuki Ignis sucht, kann preislich wählen zwischen wenigen hundert und rund 7.000 Euro für wenige Jahre alte Allradversionen. Für die aktuelle Micro-SUV-Version zahlt man ab 12.790 Euro. Damit liegt das aktuelle Modell preislich unter den Tarifen des Ignis von 2007. Die günstigste Version des Ignis kommt mit Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe und einer eher bescheidenen Serienausstattung. Die höheren Ausstattungen Club und Comfort kosten jeweils 950 Euro oder 1.000 Euro zusätzlich. Allrad gibt es erst ab 16.190 Euro. Wer sich die teuerste Version Comfort+ mit Klimaautomatik und Navigation gönnt, liegt bereits bei 16.440 Euro, mit Mild-Hybrid-Antrieb bei 17.240 Euro. Suzuki gewährt drei Jahre Garantie mit maximal 100.000 Kilometern (Stand Juni 2018).

  • Basisversion ab 12.740 Euro
  • bescheidene Serienausstattung
  • Allradantrieb und Mild-Hybrid nur mit teurer Ausstattung
  • drei Jahre Garantie
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Die Karriere des Suzuki Ignis begann im Jahr 2000 als relativ konventioneller Kleinwagen mit drei oder fünf Türen, angetrieben von zwei Benzinmotoren mit 85 PS oder 109 PS.


Vorderansicht - schräg
Nach einer Pause von neun Jahren kam der Ignis 2016 zurück.
Seitenansicht

In der zweiten Generation gab es außerdem eine 109 PS starke Sportversion, die als Basis für den Rallyesport eingesetzt wurde. Mit dieser Neuauflage, die von 2003 bis 2007 in Kooperation mit Holden und Subaru produziert wurde, war der Ignis etwas größer und alltagstauglicher, nicht zuletzt auch weil die dreitürige Version aus dem Programm gestrichen wurde. Das Motorenangebot bestand hier aus einem 94 PS starken Vierzylinder-Benziner sowie einem Diesel gleichen Hubraums mit 70 PS. Wahlweise gab es Front- oder Allradantrieb. Mit 3,77 Metern bis maximal 3,89 Metern Länge war der zweite Ignis größer als die aktuelle Version, wobei hier stärker die Alltagstauglichkeit als der Lifestyle im Vordergrund stand. Bis dahin war der Suzuki Ignis mehr Kombi als SUV, hat sich dieser Trend damals auch noch nicht auf die Kleinwagenklasse ausgeweitet. Die alten Ignis-Versionen haben keinen guten Ruf in Sachen Zuverlässigkeit. Vor allem Defekte am Fahrwerk und bei den Bremsen sorgten immer wieder für Ärger.

Neues Micro-SUV auf neuer Plattform

Nach einer Pause von neun Jahren gelang 2016 das Comeback des Ignis als Micro-SUV. Vorausgegangen war 2015 die Präsentation des optisch ähnlichen Konzeptfahrzeugs Suzuki IM4 beim Internationalen Auto-Salon in Genf. Der neue Ignis basiert auf einer ebenfalls neuen A-Plattform und wird mit Front- oder Allradantrieb angeboten. Wenig Auswahl lässt Suzuki bei den Motoren. Es gibt ausschließlich einen 1,2-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 90 PS, optional auch als Mild-Hybrid-Version. Damit erreicht der Ignis dezente Verbesserungen im Verbrauch und bei den Emissionen. 

Nur ein Motor, aber viele Ausstattungsoptionen

Während Suzuki bei den Motoren kaum Auswahl bietet, sind die Japaner bei den Ausstattungen dafür ziemlich großzügig. Gleich vier Ausstattungsversionen stehen beim aktuellen Ignis zur Wahl. Wer sich zum Basispreis ab 12.790 Euro einen kräftigen Zuschlag gönnt, fährt mit den Topausstattungen Comfort oder noch besser Comfort+ einen luxuriösen Micro-SUV inklusive Klimaautomatik, Sitzheizung und Navigation. Bei den beiden Topversionen sind auch optische SUV-Accessoires inklusive. Eine Besonderheit ist die Dual-Camera gestützte aktive Bremsunterstützung. Generell bietet der Ignis eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, die außer den serienmäßigen sechs Airbags aufpreispflichtige Müdigkeitserkennung, Spurhaltewarnsystem, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie eine Bergabfahrhilfe beim Allradantrieb umfasst. Ein anderes praktisches und vor allem im Ignis sinnvolles Detail ist die um 16,5 Zentimeter verschiebbare Rückbank, die das spärliche Platzangebot im Fond vergrößert.

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