Design und Karosserie
Mit dem 2024 in Deutschland gestarteten Subaru Impreza (GU) der sechsten Generation steht ein fünftüriger Kompaktwagen im Programm, der bewusst unauffällig wirkt. Die Karosserie misst rund 4.480 mm in der Länge, kurze Überhänge lassen den Wagen kompakt erscheinen und erleichtern das Einparken in engen Lücken. Front und Heck fallen etwas schärfer gezeichnet aus als beim Vorgänger, bleiben aber zurückhaltend. Die technische Basis bildet weiterhin die Subaru Global Platform. Subaru erhöhte die Steifigkeit der Struktur und verbesserte den Geräuschkomfort. Dadurch treten im Alltag weniger Vibrationen auf, Türen schließen satter und das Fahrzeug wirkt insgesamt solider.
Innenraum und Bedienung
Im Innenraum wirkt der Impreza (GU) sachlich gestaltet, mit klar ablesbaren Instrumenten und einem großen Zentraldisplay im Hochformat. Gegenüber der vorherigen Generation erscheint das Cockpit moderner, weil Subaru Bedienelemente stärker bündelt und die Smartphone-Anbindung verbessert. Die Sitze bieten ordentlichen Seitenhalt und eine eher weiche Polsterung, was längere Strecken angenehm macht. In der zweiten Reihe sitzen zwei Erwachsene bequem, nur mit optionalem Glasschiebedach schrumpft die Kopffreiheit spürbar. Der Kofferraum fällt klassenüblich aus und lässt sich über die geteilt klappbare Rückbank flexibel vergrößern, bleibt aber hinter besonders variablen Kombi-Modellen der Kompaktklasse zurück.
Antrieb und Fahrverhalten
Der Impreza (GU) nutzt in Deutschland den 2,0-Liter-e-Boxer in Verbindung mit stufenloser Automatik und permanentem Allradantrieb. Im Alltag liefert das Aggregat ausreichende Leistung, erreicht aber nicht die Durchzugskraft der früher angebotenen Turbomotoren. Das Lineartronic-CVT hält den Motor unter starker Last häufig in hohen Drehzahlen, was akustisch präsent wirkt. Im Teillastbereich fährt der Wagen dagegen leise und nahezu ruckfrei. Das Fahrwerk ist komfortorientiert abgestimmt und bügelt viele Unebenheiten sauber weg, ohne auf der Landstraße schwammig zu wirken. Der symmetrische Allradantrieb sorgt vor allem bei Nässe, Schnee und auf unbefestigten Wegen für neutrales, vertrauenerweckendes Handling.
Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Bei der Sicherheit knüpft der Impreza (GU) an die guten Resultate des Vorgängers im Euro-NCAP-Crashtest an. Eine steife Karosseriestruktur und umfangreiche Airbagausstattung bilden die Basis. Hinzu kommen zahlreiche elektronische Helfer, die Subaru im Paket EyeSight bündelt. Notbremsassistent, Abstandsregeltempomat und Spurhaltefunktionen unterstützen unauffällig und senken die Belastung im dichten Verkehr. Isofix-Halterungen im Fond erleichtern den Einbau von Kindersitzen. Die gut dosierbare Bremsanlage verzögert auch bei voller Beladung souverän. Im Vergleich zu frontgetriebenen Konkurrenten wie VW Golf oder Toyota Corolla bietet der Impreza im Winter spürbar mehr Traktion, nimmt dafür einen etwas höheren Kraftstoffverbrauch in Kauf.
Fazit
Der Subaru Impreza (GU) setzt weniger auf spektakuläres Design oder hohe Motorleistung, sondern auf Allradkompetenz, Sicherheit und robuste Technik. Das Modell verbindet ein komfortorientiertes Fahrwerk mit verlässlichem Allradantrieb und umfangreicher Assistenztechnik. Innenraum und Kofferraum decken den Alltag von Pendlern und kleinen Familien solide ab, ohne besondere Variabilität zu bieten. Insgesamt eignet sich der Impreza (GU) vor allem für Fahrer, die ganzjährig zuverlässige Traktion und klare Sicherheitsreserven in einem unauffällig gestalteten Kompaktwagen bevorzugen.