Karosserie und Raumangebot
Der im Oktober 2000 vorgestellte Subaru Impreza der zweiten Generation (GD/GG) tritt als Stufenheck und Kombi in der Kompaktklasse an und wirkt deutlich erwachsener als der kantige Vorgänger. Die Karosserie wächst leicht in Länge und Breite, der Innenraum bietet spürbar mehr Bewegungsfreiheit. Der Stufenheck stellt einen Kofferraum mit 395 Liter zur Verfügung. Der Kombi bietet 356 Liter und erreicht mit umgeklappter Rückbank bis zu 1.266 Liter, was ihn in Reichweite typischer Kompaktkombis bringt. Die große Heckklappe und die geteilt klappende Rücksitzlehne erleichtern den Transport von Gepäck oder Sportausrüstung, die relativ hohe Ladekante verlangt beim Beladen jedoch etwas Kraft. Vorn sitzen auch große Personen bequem, im Fond reicht die Beinfreiheit aus, die begrenzte Innenbreite schränkt den Komfort für drei Erwachsene nebeneinander ein.
Innenraum und Verarbeitung
Im Innenraum zeigt der Impreza ein sachlich gestaltetes Cockpit mit klar ablesbaren Rundinstrumenten. Die überwiegend harten Kunststoffe wirken robust und stecken den Alltag meist ohne schnelle Abnutzung weg. Viele Bedienelemente sitzen logisch angeordnet, nur das Radio rückt etwas tief in die Mittelkonsole. Die vergleichsweise hohe Sitzposition verbessert die Übersicht, vermittelt aber weniger Nähe zur Straße. In stärker motorisierten Versionen sorgen Sportsitze mit ausgeprägterem Seitenhalt und ein griffigeres Lenkrad für ein direkteres Fahrgefühl. Insgesamt bleibt der Innenraum funktional und solide, ohne die Materialanmutung etwa eines Audi A3 zu erreichen.
Motoren und Fahreindruck
Die Motorenpalette reicht von 1,5 und 1,6 Liter großen Boxern bis zu den aufgeladenen WRX und WRX STi Triebwerken. Die Saugmotoren laufen kultiviert und profitieren vom niedrigen Schwerpunkt des Boxermotors, wirken im unteren Drehzahlbereich jedoch eher verhalten. Mit Turbolader beschleunigt der Impreza sehr kräftig und bedient damit Fahrer, die ausgeprägte Fahrdynamik im Kompaktformat suchen. Das Fahrwerk zeigt sich grundsätzlich straff, bleibt im Alltag aber ausreichend komfortabel. Die sportlichen Ausführungen lenken auf Landstraßen sehr präzise ein, wirken in der Stadt jedoch spürbar härter. Der symmetrische Allradantrieb vermittelt auf nasser Fahrbahn und im Winter viel Vertrauen, erhöht jedoch den Verbrauch und macht das Einlenken etwas träger.
Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Bei der Sicherheit profitiert der Impreza von einer verwindungssteifen Struktur und dem serienmäßigen Allradantrieb, der Traktion und Geradeauslauf verbessert. Frontairbags gehören immer zur Ausstattung, viele Versionen besitzen zusätzlich Seitenairbags mit Kopfschutzfunktion, während der WRX STi aus Gewichtsgründen darauf verzichtet. Antiblockiersystem und elektronische Bremskraftverteilung unterstützen kontrollierbare Bremsmanöver, spätere Baujahre erhalten je nach Ausführung eine Stabilitätsregelung. Im Alltag helfen die gute Rundumsicht, die kompakten Außenmaße und ein handlicher Wendekreis beim Rangieren in der Stadt. Der hohe Kraftstoffverbrauch, besonders bei den Turbomodellen, und die nur durchschnittliche Geräuschdämmung auf der Autobahn schmälern den Langstreckenkomfort.
Fazit
Der Subaru Impreza der frühen 2000er Jahre präsentiert sich als eigenständiger Kompaktwagen mit klarem Allradfokus. Die Karosserie bietet in beiden Karosserieformen ein brauchbares Kofferraum-Volumen und genügend Platz für den Alltag, der Kombi punktet zusätzlich mit variablem Laderaum. Die Turbovarianten WRX und WRX STi bringen viel Fahrdynamik, während die Saugmotoren eher gelassen auftreten. Dem stehen ein vergleichsweise schlichter Innenraum, der hohe Verbrauch und ein begrenztes Angebot an Assistenzsystemen gegenüber. Insgesamt eignet sich der Impreza vor allem für Regionen mit häufig schlechten Witterungsbedingungen und für Fahrer, die einen robusten Ganzjahreswagen mit klar erkennbarem Charakter suchen.