Karosserie und Design
Der 2019 eingeführte SsangYong Korando (CK) misst rund 4.450 mm in der Länge und ordnet sich klar im Segment der kompakten SUV ein. Das Design wirkt sachlich, mit hohen Flanken und einer relativ geraden Dachlinie. Diese Proportionen verbessern das Platzangebot, ohne den Wagen schwerfällig erscheinen zu lassen. Zwischen Benziner und Elektrovariante e-Motion unterscheiden vor allem der geschlossene Kühlergrill und dezente blaue Akzente an Front und Heck, die den alternativen Antrieb optisch markieren. Im Vergleich zu früheren Generationen zeigt die Karosserie eine stärker straßenorientierte Formensprache, der Geländecharakter tritt in den Hintergrund.
Innenraum und Platzangebot
Im Innenraum entsteht ein großzügiges Raumgefühl. Vorn sitzen auch große Personen entspannt, im Fond bleibt selbst für Mitfahrer mit knapp zwei Metern Körpergröße ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Die Rückbank liegt nicht zu tief, die Oberschenkel sind gut abgestützt, längere Etappen gelingen dadurch angenehm. Der Kofferraum zählt zu den geräumigeren im Segment und bietet dank geteilt umklappbarer Rückenlehnen eine variable Nutzung. Er fasst je nach Messmethode 551 bis 1.248 Liter beziehungsweise 425 bis 1.375 Liter und unterstreicht damit den praktischen Anspruch. Verarbeitung und Materialauswahl wirken ordentlich, das Cockpit bleibt konventionell gestaltet und erleichtert die Umstellung von anderen Fahrzeugen.
Antrieb und Fahrverhalten
Der 1,5-Liter-Turbobenziner ermöglicht mit Schaltgetriebe oder Automatik ansprechende Fahrleistungen. Die Automatik schaltet bei ruhiger Fahrt harmonisch, reagiert bei sportlicher Gangart jedoch teils hektisch. Der Benzinverbrauch liegt spürbar über dem Klassenschnitt, was vor allem bei hoher Jahreslaufleistung ins Gewicht fällt. Die Elektrovariante e-Motion spricht spontaner an und fährt deutlich leiser, legt bei höherem Tempo jedoch die begrenzte Geräuschdämmung offen, weil Abrollgeräusche stärker in den Vordergrund rücken. Das komfortbetonte Fahrwerk erlaubt merkliche Wankbewegungen, die Lenkung zentriert um die Mittellage nicht sehr präzise. Im Ausweichtest greift das Stabilitätsprogramm relativ spät und weich ein, wodurch im Grenzbereich ein geübtes Gegenlenken nötig bleibt.
Alltagstauglichkeit und Kosten
Im Alltag überzeugt der Korando mit hohem Nutzwert. Die zulässige Anhängelast von bis zu 1.500 kg macht das SUV für Anhängerbesitzer interessant, unabhängig vom gewählten Antrieb. Die Elektroversion profitiert von einer serienmäßigen Wärmepumpe und einer praxisgerechten Reichweite, verliert jedoch Punkte durch die begrenzte Ladeleistung an Wechselstrom- und Gleichstrom-Ladesäulen. Der Benziner zeigt sich bei den Emissionen vergleichsweise günstig, beim Kraftstoffverbrauch jedoch weniger sparsam. Positiv fallen die langen Garantien für Fahrzeug und Hochvoltbatterie auf. Das eher dünne Händlernetz in Deutschland erschwert dagegen mancherorts die Werkstattsuche. Preislich bleibt der Korando meist unter den großen Volumenmarken und kompensiert damit einen Teil seiner Schwächen.
Fazit
Der Korando präsentiert sich als geräumiges, praxisnahes Kompakt-SUV mit solider Sicherheitsausstattung und hohem Alltagsnutzen. Das Modell passt vor allem zu Käufern mit Bedarf an viel Platz, hoher Anhängelast und langen Garantien, die beim Design, beim Fahrkomfort sowie bei Verbrauch, Ladeleistung und Fahrdynamik kleinere Abstriche in Kauf nehmen. Insgesamt zeigt der Korando (CK) ein stimmiges, unaufgeregtes Gesamtbild.