Renault Kadjar (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Der Kadjar ist Renaults Vertreter im boomenden Fahrzeugsegment der Kompakt-SUVs. Das auf dem Nissan Qashqai aufbauende Auto kam 2015 auf den Markt und löste den etwas glücklosen Vorläufer Koleos ab. Mit dem Renault Kadjar haben die Franzosen ein preiswertes Fahrzeug im Programm, das eine Alternative zu den Platzhirschen VW Tiguan, Kia Sportage oder Toyota RAV4 liefert. Und das mit Erfolg.

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Daten

Daten

Das Maximaltempo im stärksten Kadjar, dem 1.6 TCe mit 163 PS, liegt bei 205 km/h und die Beschleunigung auf Tempo 100 gelingt in 9,2 Sekunden. Der offizielle Normverbrauch steigt dann auf 6,0 Liter Super (134 g/km CO2). Der sparsamste Diesel 1.5 dCi mit 110 PS beschränkt sich nach Norm mit 3,8 Litern (99 g/km CO2), ist aber auch nur bis zu 182 km/h schnell. Bei den Motoren handelt es sich ausschließlich um Vierzylinder. Bei Abmessungen von 4,45 Metern Länge, 1,84 Metern in der Breite und einer Höhe von 1,60 Metern bietet das 1,5 Tonnen schwere Kompakt-SUV regulär 472 Liter Gepäckraum, der auf maximal 1.478 Liter erweiterbar ist. Die Zuladung liegt bei 448 bis 504 Kilo. Nur der 1.6 dCi mit 130 PS und dem stärksten Drehmoment von 320 Newtonmeter (Nm) kann mit Allrad bestellt werden. 

  • nur ein Modell mit optionalem Allrad
  • ausschließlich Vierzylinder
  • keine alternativen Antriebe
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Test

Test

Klar kommen muss man beim Renault Kadjar mit einigen Marotten und dem etwas schwülstig geratenen Design. Gut bewertet werden Platzangebot und Verarbeitungsqualität, als sicher gilt das Fahrverhalten, als umfangreich die Sicherheitsausstattung. Das Fahrwerk wird allerdings teils als unnötig straff beschrieben, die Lenkung wiederum als zu indirekt. Während die Diesel durchzugskräftiger sind und mit dem Auto gut zurechtkommen, benötigt selbst der stärkste Benziner hohe Drehzahlen, um etwas sportlich zu wirken – was wiederum die Geräuschentwicklung negativ beeinflusst. Der Verbrauch liegt zwar wie üblich über den Normwerten, aber vor allem die Selbstzünder schlagen bei moderater Fahrweise nicht über die Stränge. Die Bedienung des Infotainments wird in Tests oftmals als kompliziert beschrieben. 

  • gutes Platzangebot
  • ausbaufähiger Fahrkomfort
  • indirekte Lenkung
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Preise

Preise

Für sein Kompakt-SUV verlangt Renault mindestens 22.490 Euro (Stand November 2018). Das Einstiegsmodell ist mit dem TCe GPF 140 mit Schaltgetriebe ausgerüstet. Ab 27.590 Euro gibt es den Kadjar auch mit siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe, in Kombination mit einer besseren Ausstattung. Der günstigste Diesel mit 115 PS kostet 27.490 Euro.

  • Grundmodell startet bei rund 22.500 Euro
  • günstigster Diesel: 27.490 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Das Serienmodell des Renault Kadjar feierte auf dem Genfer Autosalon 2015 Premiere. Dass es sich um den Konzernbruder des Nissan Qashqai handelte, sah man dem Kadjar kaum an. Das 4,45 Meter lange SUV ist mit der mächtigen Motorhaube, den Schwüngen und aufgeblasenen Partien im seitlichen Blech von Designer Laurens van den Acker gewagter gezeichnet und in allen Dimensionen größer geraten.


Vorderansicht - schräg
Der Kadjar ist viel gewagter gezeichnet als der Qashqai.
Seitenansicht

Daraus resultiert ein gutes Platzangebot. Der Kofferraum fasst 472 Liter Gepäck, wobei es einen variablen Ladeboden gibt. Der doppelte Boden kann aufgestellt werden und fungiert dann als Raumteiler, um Koffern, Taschen und Tüten zusätzlich Halt zu geben. Die Lehnen der Rückbank lassen sich per Knopfdruck von der Heckklappe aus umlegen. Für langes Transportgut kann auch die Lehne des Beifahrersitzes in die Horizontale geklappt werden. Da das Dach einen Hauch höher ist als im Qashqai, ist es um die Kopffreiheit der bis zu fünf Insassen ebenfalls recht gut bestellt. 

Allrad? Nur mit dem stärkeren Diesel

Wie bei fast allen SUV dieser Klasse bietet der Wagen eine erhöhte Bodenfreiheit, was die Fahrt über gröberes Geröll ermöglicht, ohne dass das Bodenblech gleich Kontakt mit dem Grund aufnimmt. Um die sonstigen Geländeeigenschaften ist es dagegen nicht sonderlich gut bestellt. Aber auch damit liegt der Kadjar im Trend. Wie in den meisten SUV der Klasse ist ein Allradantrieb nur begrenzt verfügbar – wenn es ihn überhaupt gibt.

Beim kompakten Franzosen-SUV ist er ausschließlich mit dem 130-PS-Diesel kombinierbar. Offizielle Begründung des Herstellers: Die überwiegende Mehrheit der Kunden würde ohnehin keinen 4x4-Antrieb wünschen. Damit die Fronträder angesichts der drehmomentstärkeren Selbstzünder möglichst nicht durchdrehen, hat Renault immerhin eine aufpreispflichtige Traktionskontrolle namens Extended Grip im Programm. 

Unter der Motorhaube warten Motoren aus dem Qashqai-Programm. Je zwei Turbo-Diesel und -Benziner standen zum Verkaufsstart zur Wahl, die aus 1,2 bis 1,6 Litern Hubraum zwischen 110 PS und 130 PS schöpfen. Mittlerweile ist ein 1,6-Liter-Benziner mit 163 PS hinzugekommen, den es auch nur mit Frontantrieb gibt.

Konnektivität nachgereicht

In Sachen Bedienung und Assistenz bietet der Kadjar Zeitgemäßes. Das zentrale Touchscreen, über das die Navigation und das Infotainment bedient werden, misst sieben Zoll in der Diagonale und ist damit nicht gerade das größte am Markt. Verfügbar sind Verkehrszeichenerkennung, Abstandstempomat, eine automatische Spurhalte- und Notbremsfunktion, Totwinkelwarner, LED-Scheinwerfer und eine Einpark-Automatik, womit die Sicherheits- und Komfortausstattung als umfangreich durchgeht – wenn man bereit ist, einiges an Aufpreis zu zahlen.

Denn in der Basisausführung wird das Auto recht nackt ausgeliefert, um einen niedrigen Einstiegspreis zu ermöglichen. Das bringt in der Regel Vorteile bei der Vermarktung. In dieser Hinsicht auch nicht unwichtig: Erst seit Frühjahr 2017 bietet Renault via Apple Carplay oder Android Auto die von vielen Kunden gewünschte Konnektivität mit dem Handy.

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