Porsche Panamera (623)Seit 2016

  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Fahrzeugeinordnung

Der Porsche Panamera ist mehr viertüriger Sportwagen als komfortable Limousine. Diesem Anspruch wird die 2016 erschienene zweite Panamera-Generation nun auch optisch gerecht. Zwar in allen Abmessungen gewachsen, wirkt die Neuauflage kompakter und kommt insgesamt gefälliger daher als ihr Vorgänger. Geblieben ist die unklare Zuordnung, denn der Panamera nimmt sowohl Oberklasselimousinen wie Audi A8, BMW 7er oder Mercedes S-Klasse ins Visier als auch viertürige Coupés vom Schlag eines Audi A7, BMW 6er Gran Coupé oder Mercedes CLS.

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Stärken
  • Fein ansprechende Luftfederung
  • Äußerst agiles Fahrverhalten
  • Fest zupackende Bremsen
Schwächen
  • Mäßige Übersichtlichkeit
  • Insgesamt straff abgestimmt
  • Hohes Gewicht
Daten
Motorenwerte
Leistung
243 kW / 330 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
5,6 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
262 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
178 g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
7,8 l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
C

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Aussenansicht Front dynamisch braun
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Front schräg dynamisch weiss
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Heck schräg dynamisch schwarz
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Seite statisch Detail Felge vorne links
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Innenansicht statisch Vordersitze und Armaturenbrett
  • Porsche Panamera 971 technische Illustration Hinterachslenkung
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Aussenansicht Seite schräg statisch braun
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Seite dynamisch schwarz
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Front schräg statisch schwarz
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Heck schräg statisch Detail
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Heck schräg dynamisch braun
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Heck schräg dynamisch weiss
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Aussenansicht Heck Front schräg statisch schwarz braun
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Aussenansicht Heck dynamisch braun
  • Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid 971 Aussenansicht Front schräg statisch weiss
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der Panamera ist mehr ein Sportwagen mit gut nutzbarer Rückbank und erleichtertem Zugang zum Fond als eine Luxus-Limousine. Mit seinen fahrdynamischen Qualitäten können Audi A8, BMW 7er und Mercedes S-Klasse nicht mithalten. Beim Fahrkomfort vermag das Panamera-Fahrwerk zwar noch Anschluss zu halten. Beim Platzangebot und Raumgefühl ist der Panamera jedoch chancenlos. So empfiehlt sich der Panamera jenen Sportwagen-Liebhabern, die Familie und automobiles Faible unter einen Hut bringen möchten oder beruflich auch mal mehr als einen Mitfahrer an Bord haben. Angesichts der hohen Kosten eines Panamera ist Interessenten in jedem Fall ein großer Spielraum in der eigenen Vermögenssituation anzuraten.

Motoren

Motoren

Porsche schickt den Panamera mit drei Benzin-, einem Diesel- und einem Hybridantrieb ins Rennen – alle turbogeladen. Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb sind fast immer dabei. Nur das Basismodell muss sich mit Hinterradantrieb begnügen, an Leistung mangelt es indes auch hier nicht. Bereits der Basis-Benziner mit 330 PS liefert souveräne Fahrleistungen. Am anderen Ende der Palette bietet das Topmodell Porsche Panamera Turbo enorme Kraftreserven in jeder Fahrsituation – allerdings auch zu einem deftigen Preis. Wie in dieser Klasse heute üblich rundet ein Plug-in-Hybridantrieb das Motorenangebot nachhaltig ab.

  • Aufgeladene Sechs- und Achtzylinder als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid
  • Doppelkupplungsgetriebe bei allen Motorversionen Standard
  • Mindestens 330 PS Motorleistung für souveräne Fahrleistungen
Motordetails anzeigen
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Sicherheit

Sicherheit

Der Porsche Panamera bietet grundsätzlich ein hohes aktives Sicherheitsniveau mit Einschränkungen für das Basis-Modell, bei dem es trotz Hinterradantrieb keine Traktionskontrolle gibt. Die Sicherheitsausstattung ist mit einer Reihe optionaler Features erweiterbar; auch das sehr gute und helle Matrix-Licht bietet ein Sicherheitsplus. Im Vergleich zur Konkurrenz wirkt das Sicherheitsangebot des Panamera jedoch lückenhaft, nicht zuletzt, weil eigentlich gängige, sich präventiv aktivierende Systeme zur Vermeidung von Unfällen oder Reduktion der Folgen eines Unfalls für die Insassen fehlen.

  • Aktive Motorhaube
  • Allradantriebsversionen mit Traktionskontrolle und automatischem Bremsdifferenzial
  • Zahlreiche Sicherheitsassistenten und Keramikbremsanlage als Option
Sicherheitsausstattung anzeigen
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Ausstattung

Ausstattung

In Anbetracht der selbstbewussten Grundpreise fällt die Serienausstattung des Porsche Panamera recht mager aus. Zwar sind Navigationssystem, Tempomat, LED-Scheinwerfer und elektronische Dämpferverstellung immer dabei, aber klassenübliche Features wie Sitzheizung oder Lederausstattung werden zusätzlich berechnet. Dafür bietet Porsche ein breites Angebot, den Panamera innen wie außen individuell zu gestalten und auszustatten. Einige dieser Optionen dienen vornehmlich dazu, die Sportlichkeit des Panamera noch weiter zu betonen. Auch die wichtigsten Assistenzsysteme sind optional verfügbar, wobei das Angebot der deutschen Wettbewerber umfangreicher ausfällt.

Zur Serienausstattung gehören:

  • LED-Scheinwerfer
  • Elektronische Dämpferverstellung
  • Klimaautomatik
  • Navigationssystem
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Selber fahren oder gefahren werden? Im Porsche Panamera auf jeden Fall lieber selber fahren. Den Stuttgarter Sportwagenexperten ist es gelungen, für die zweite Auflage ihrer viertürigen Limousine das dynamische Potenzial nochmals zu steigern.


Der Porsche Panamera der zweiten Generation ist eher ein viertüriger Sportwagen als eine luxuriöse Limousine – fahrdynamisch, aber auch beim Platzangebot.

Im November 2016 startete die Neuauflage des Porsche Panamera zunächst auf den europäischen Märkten. Mit der von Grund auf neu konstruierten zweiten Generation Panamera reagierte Porsche auf einige Kritikpunkte. Wie sein Vorgänger zeigt auch der Panamera der Baureihe 623 ein Fließheck-Design, wirkt nun aber deutlich kompakter, obwohl er gegenüber dem Vorgänger in allen Dimensionen gewachsen ist. Der Innenraum ist weiterhin als reiner Viersitzer mit Einzelsitzen auch hinten ausgelegt und besticht mit hervorragender Materialauswahl und Verarbeitung. Gravierendere Neuerungen gab es im Cockpit bei den Armaturen und der Bedienung. Den Antrieb des Panamera übernehmen ausschließlich Turbotriebwerke als V6 mit 2,9 Litern Hubraum oder 4,0 Liter V8; auch ein Plug-in-Hybrid ist verfügbar. Die Kraftübertragung erfolgt mittels Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb.

Verbindung von Sportwagen und Luxuslimousine

Allein beim hinterradgetriebenen Basis-Panamera ist der Allradantrieb optional. Das Leistungsspektrum reicht von 330 bis 550 PS und ermöglicht in jeder Variante überlegene Fahrleistungen – die Höchstgeschwindigkeit jedes Panamera übersteigt die 260-km/h-Marke.Der neue Panamera besitzt ein neu konstruiertes Aluminium-Fahrwerk mit Doppelquerlenker-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse. Der integrierte Fahrwerkregler Porsche 4D-Chassis-Control analysiert in Echtzeit den aktuellen Fahrzustand und koordiniert alle Fahrwerkssysteme im Hinblick auf ein besseres Fahrverhalten. Nach eigenen Aussagen hat Porsche bei der Abstimmung insbesondere die Rundstrecke im Blick gehabt. Dennoch scheint die Behaglichkeit nicht auf der Strecke geblieben zu sein. Den flauschigen Komfort einer Mercedes S-Klasse oder eines BMW 7er vermag der Panamera zwar nicht zu realisieren, das Ruppige des Vorgängers ist jedoch weg. Dass der Panamera auf Leichtmetallrädern in 19 bis 21 Zoll rollt, kann ebenfalls als Indiz gelten, dass Porsche sportwagentypische Fahrdynamik wichtiger war als ausgeprägter Limousinen-Komfort.

Fahrdynamik an der Spitze aller Limousinen

Obwohl der Panamera vor allem den Selbstfahrer anspricht, bietet Porsche auch eine Karosserieversion mit um 1,5 Zentimeter verlängertem Fond an. Allerdings kann das Raumangebot nicht mit dem von Audi A8, BMW 7er oder Mercedes S-Klasse mithalten. Das gilt auch für das Angebot der optional erhältlichen Komfortfeatures und Fahrerassistenzsysteme, das zwar umfassend, aber eben nicht so facettenreich ist wie bei der Konkurrenz. Das Preisniveau des Porsche Panamera ist hoch. Die Aufpreisliste liefert vielfältige Möglichkeiten, den eigenen Panamera nicht nur sportlicher und individueller zu gestalten, sondern auch erheblich teurer zu machen.

Fazit zum Porsche Panamera (623)

Der Porsche Panamera ist mit Abstand der fahraktivste Vertreter in der Premium-Oberklasse. Fahrdynamik und Leistung stehen bei ihm eindeutig höher im Kurs als gediegener Komfort. Dennoch muss der Panamera die Langstrecke nicht scheuen, denn seine kraftvollen Antriebe wecken Emotionen und machen ihn zu den ganz Schnellen im Land. Allerdings hat das auch einen gepfefferten Preis. Sowohl die Anschaffungskosten als auch der monatliche Unterhaltsaufwand sind erheblich und liegen an der Spitze des Segments. Daran ändert auch die gute Restwertprognose nichts.

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