Porsche 911 (992)

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Fahrzeugeinordnung

Der 2019 eingeführte Porsche 911 (992) ist die achte Generation des 911 und bleibt klar als klassischer Sportwagen mit Heckmotor positioniert. Gegenüber dem Vorgänger wuchs er leicht in Länge und Spurweite, erhielt eine modernere Lichtsignatur und ein deutlich digitalisierteres Cockpit.

Im Modellprogramm steht der Porsche 911 (992) oberhalb von Boxster und Cayman und unterhalb von Supersportwagen wie dem 918 oder GT-Studien. Er richtet sich an sportlich orientierte Fahrer, die hohe Fahrleistungen mit Alltagstauglichkeit verbinden möchten, und bietet durch das variable Platzangebot vorn auch Raum für Paare oder kleine Familien. Wettbewerber sind etwa Mercedes-AMG GT oder Nissan GT-R.

Stärken
  • Starke Fahrleistungen bei gutem Komfort
  • Vorn viel Platz für den Fahrer
  • Breite Motorenpalette von Basis bis Sport
Schwächen
  • Hohe Anschaffungs- und Werkstattkosten insgesamt
  • Bremsenverschleiß bei sehr sportlicher Fahrweise hoch
  • Bekannte Probleme mit entladenden Starterbatterien
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Motoren

Im Porsche 911 (992) arbeiten ausschließlich Sechszylinder-Boxermotoren. Je nach Version verfügen sie über drei oder 3,7 Liter Hubraum mit Biturbo-Aufladung oder treten als frei saugende Vierliter-Aggregate auf. Die Spanne reicht vom alltagstauglichen Carrera mit 283 kW (385 PS) bis zum Turbo S mit 478 kW (650 PS). In den meisten Modellen sorgt die doppelte Aufladung für kräftigen Durchzug schon bei niedrigen Drehzahlen. GT3 und GT3 RS setzen auf hochdrehende Saugmotoren mit besonders spontaner Gasannahme, der GTS T-Hybrid kombiniert Verbrenner und Elektromotor und unterstützt damit den Turbolader.

Der Motor sitzt im Heck und treibt je nach Variante die Hinterräder oder alle vier Räder an. Ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe wechselt die Gänge schnell und ohne spürbare Zugkraftunterbrechung. In einigen sportlichen Versionen bleibt ein manuelles Getriebe für ein klassisch-mechanisches Schaltgefühl im Programm. Im Alltag bewegen sich die Verbräuche je nach Motorisierung und Fahrweise meist zwischen etwa 9 und 13 Liter Super pro 100 Kilometer, die Reichweite kann so bei über 500 Kilometer liegen.

Sicherheit

Im Porsche 992 ab 2019 sorgt eine steife Karosseriestruktur in Aluminium-Stahl-Mischbauweise zusammen mit mehreren Airbags für Insassenschutz bei einem Unfall. Front-, Seiten- und Kopfairbags arbeiten mit Gurtstraffern zusammen und halten Fahrer und Beifahrer möglichst sicher im Sitz, während definierte Knautschzonen Aufprallenergie abbauen. Der Notbremsassistent mit Fußgängererkennung und der Spurhalteassistent erkennen kritische Situationen früh und verringern das Unfallrisiko im Alltag. Toter-Winkel-Assistent und adaptiver Tempomat entlasten auf langen Autobahnfahrten, weil sie beim Spurwechsel warnen und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug automatisch anpassen. Optional unterstützen Nachtsichtassistent und 360-Grad-Parkhilfe beim Fahren in der Stadt und beim Rangieren auf engem Raum. Das Fahrstabilitätssystem arbeitet fein abgestimmt mit dem Sportfahrwerk und erhält Reserven auch bei hoher Querbeschleunigung. Trotz der sportlichen Ausrichtung eignet sich der 992 damit auch für sicherheitsbewusste Fahrer und den gelegentlichen Einsatz mit Fondpassagieren.

Ausstattung

Seit 2019 verbindet der Porsche 911 (992) im Cockpit klassische Sportwagenoptik mit moderner Digitaltechnik. Der zentrale Drehzahlmesser bleibt als analoges Element erhalten, daneben zeigen zwei Displays je nach Fahrmodus unterschiedliche Informationen und halten die Anzeigen übersichtlich. Das Infotainmentsystem mit Touchscreen und Onlinefunktionen steuert Navigation und Medien und bindet Smartphones ein, was den Alltag im Auto erleichtert.

Serienmäßig nutzt der Porsche 911 (992) Sportsitze und hochwertige Materialien, je nach Ausführung mit Leder sowie Applikationen aus Aluminium oder Carbon, wodurch der Innenraum sachlich und aufgeräumt wirkt. Gegen Aufpreis stehen adaptive Sportsitze mit Belüftung und ein Surround-Soundsystem zur Verfügung, die längere Strecken angenehmer machen. Das adaptive Fahrwerk Porsche Active Suspension Management (PASM) und die optionale Hinterachslenkung erhöhen den Komfort im Stadtverkehr und die Stabilität bei höherem Tempo. LED-Matrix-Scheinwerfer leuchten die Fahrbahn bei Nacht gleichmäßig aus. Der vordere Kofferraum bietet je nach Version rund 130 Liter und nimmt typisches Wochenendgepäck auf, während die optionale Fondsitzbank eher als Kinderplatz oder Ablage dient.

Modellbeschreibung

Seit 2019 prägt der Porsche 911 (992) als achte Generation des Porsche 911 die Tradition des heckmotorisierten Sportwagens. Er verbindet klassisches Design mit hoher Alltagstauglichkeit. Der Wagen bietet sportliche Fahrleistungen, präzises Handling und eine hochwertige Verarbeitung. Modernes Infotainment und zahlreiche Assistenzsysteme erweitern das Angebot, sodass der Porsche 911 (992) die Rolle als zentrales Modell der Marke festigt.


Porsche 911 (992) side
Achte Generation des Porsche 911 bewältigt Spagat zwischen Rennstrecke und Alltag
Porsche 911 (992) angular front

Design und Karosserie

Der Porsche 911 (992) erschien 2019 als achte Generation des Heckmotor-Sportwagens. Optisch bleibt er dem Vorgänger treu, wirkt mit geschärften Proportionen jedoch moderner. Die breitere Spur und die muskulöser gezeichnete Karosserie lassen den Wagen flacher und breiter auf der Straße stehen. Das durchgehende Leuchtenband am Heck prägt den Auftritt auch der Basismodelle. Als technische Grundlage dient der Modulare Mittelmotor-Baukasten, der trotz des hinten eingebauten Boxermotors eine ausgewogene Gewichtsverteilung ermöglicht. Im Vergleich zum 991 liegt der 911 (992) satter auf der Straße und behält gleichzeitig die typische Silhouette.

Innenraum und Bedienung

Im Innenraum kombiniert der 911 (992) klassische Elemente wie die steile Mittelkonsole mit weitgehend digitaler Instrumentierung. Zunächst blieb der Drehzahlmesser analog, später ersetzte ihn ein volldigitales Kombiinstrument mit mehreren Anzeigemodi. Die Materialien wirken hochwertig, die Verarbeitung fällt präzise aus. Die serienmäßigen Sportsitze stützen den Körper gut und bleiben auch auf langen Strecken bequem. Vorn steht für einen Sportwagen überraschend viel Platz zur Verfügung, die Fondsitze taugen eher als Notsitze oder zusätzliche Ablage. Kritiker bemängeln die teilweise verschachtelte Menüführung des Touchscreens und kapazitive Tasten, die sich während der Fahrt schwerer zielgenau bedienen lassen.

Antriebe und Fahrverhalten

Die Motorenpalette des 911 (992) reicht vom Carrera über GTS und Turbo bis zu GT3 und GT3 RS. Biturbo-Boxermotoren mit drei oder 3,7 Liter Hubraum liefern kräftigen Durchzug schon bei niedrigen Drehzahlen, die Hochdrehzahl-Saugmotoren sprechen besonders spontan an. Das 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe wechselt die Gänge nahezu ohne Zugkraftunterbrechung, während manuelle Getriebe in ausgewählten Versionen ein traditionelleres Fahrerlebnis ermöglichen. Der GTS T-Hybrid erweitert das Angebot um einen elektrifizierten Antrieb, der Ansprechverhalten und Effizienz verbessert, ohne den typischen Charakter zu verändern. Fahrwerk, Lenkung und Bremsen arbeiten klar sportlich, adaptive Dämpfer und optionale Hinterachslenkung erhöhen dennoch den Langstreckenkomfort. Im Vergleich zum 991 fährt der 911 (992) an der Haftgrenze stabiler und berechenbarer.

Alltagstauglichkeit und Kosten

Der vordere Kofferraum bietet ein Volumen von rund 130 Liter. Zusammen mit der umklappbaren Fondsitzbank als zusätzliche Ablage eignet sich der 911 (992) damit für Wochenendtrips und den täglichen Arbeitsweg. Die Übersichtlichkeit bleibt für einen flachen Sportwagen ordentlich, Ein- und Ausstieg gelingen vorn unkompliziert. Dem stehen hohe Anschaffungs- und Unterhaltskosten gegenüber. Bei sehr sportlicher Fahrweise verschleißen Bremsen und Reifen spürbar schneller. Außerdem berichten Besitzer vereinzelt von entladenen Starterbatterien bei selten genutzten Fahrzeugen.

Fazit

Der 911 (992) führt das traditionelle Konzept des Heckmotor-Sportwagens technisch in die Gegenwart und kombiniert hohe Fahrleistungen mit einem für diese Klasse komfortablen Gesamtpaket. Seine Stärken liegen bei Antrieb, Fahrdynamik und Verarbeitungsqualität. Dem stehen ein hohes Preisniveau, teurer Unterhalt und ein begrenztes Raumangebot gegenüber. Insgesamt präsentiert sich der Porsche 911 (992) als vielseitiges Sportcoupé mit klar sportlicher Ausrichtung.

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