Porsche 911 Cabriolet (996)Seit 1997

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(9 Testberichte)
Porsche 911 Cabriolet (996) Bewertung 3.9/5 basierend auf 9 Testberichte.
  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Preis
für 911 Carrera 4 Cabrio (Benzin, 300 PS)
Fahrzeugeinordnung

Mit der Einführung des Typs 996 im Jahr 1997 endete die Ära der luftgekühlten Boxer-Motoren im Sportwagen Porsche 911. Ein Jahr nach dem Coupé kam das Cabriolet auf den Markt, das erstmals über ein elektrohydraulisches und gedämmtes Faltdach verfügte. Wie das Coupé war das Cabriolet als Carrera oder Turbo-Modell erhältlich. Das Facelift von 2001 brachte überarbeitete Motoren und eine Heckscheibe aus Glas. Die Ablösung durch das Nachfolger-Cabrio vom Typ 997 erfolgte 2005. Konkurrenten des offenen Porsche 996 waren der BMW Z3 M Roadster, Ferrari 360 Spider und Maserati Spyder.

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Stärken
  • sehr sportliche Fahrleistungen
  • hochwertige Verdeckkonstruktion
  • automatischer Überrollschutz
Schwächen
  • Schäden an Kurbelwellensimmerringen bei Carrera-Version
  • Schäden an den Zwischenwellen bei Carrera-Version
  • sehr hohe Servicekosten und Ersatzteilpreise
Daten
Motorenwerte
Leistung
221 kW / 300 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
5,2 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
280 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
- g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
- l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
-

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Porsche 911 (996) Cabrio Aussenansicht Seite statisch grün
  • Porsche 911 (996) Cabrio Aussenansicht Heck schräg statisch silber
  • Porsche 911 (996) Cabrio Aussenansicht Front schräg statisch gelb
  • Porsche 911 (996) Boxermotor
  • Porsche 911 (996) Cabrio Aussenansicht Seite schräg dynamisch silber
  • Porsche 911 (996) Cabrio Innenansicht Fahrerposition statisch grau
  • Porsche 911 (996) Cabrio Aussenansicht Front dynamisch silber
  • Porsche 911 (996) Cabrio und Coupe Aussenansicht  schräg statisch silber
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der technische Fortschritt des Typs 996 gegenüber seinen Vorgängern ließ sich besonders gut am Cabriolet festmachen. Das neue, elektrohydraulische Faltdach öffnete und schloss sich auf Knopfdruck in weniger als 20 Sekunden. Dieser Vorgang konnte im Stand oder während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h innerhalb des Fahrzeugs oder via Fernbedienung ausgelöst werden. Das Verdeck verfügte außerdem über eine hervorragende Geräuschisolierung und sorgte dafür, dass der Geräuschpegel im geschlossenen Innenraum auch bei hohen Geschwindigkeiten auf dem Niveau des Coupés lag. Automatisch auslösende Überrollbügel hinter den Rücksitzen bildeten einen wirkungsvollen Schutz der Passagiere bei Unfällen mit Überschlag.

Communitybewertungen

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1
4 Sterne
8
3 Sterne
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2 Sterne
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1 Sterne
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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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cyana am 4. August 2011

„Der schönste 996er, und einer der schönsten 911er überhaupt. Ohne Mucken und auch als ernsthafter Sportwagen dem Unbill des Alltags bestens gewachsen. Wer das progressive Design nicht mag - selbst schuld. In 30 Jahren ist dieses Auto DER Klassiker. Der 997er geht besser, keine Frage. Aber vom Design her ein bedauerlicher Rückschritt. Die legendäre Langlebigkeit von Porsche macht das 4S Cabrio zu einem attraktiven Gebrauchten, sofern sich ein Erstbesitzer findet, der sich davon trennt. Viele gibt es nicht, und in Weiß nur ganz ganz wenige (meiner ist nach Auskunft von Porsche der einzige in Österreich). Das Verdeck wird in den Testkategorien sträflich vernachlässigt - es funktioniert perfekt, lässt sich während der Fahrt bis 50km/h öffnen und schließen, und ist in der Pflege anspruchslos. Die 7 Jahre sind nahezu spurlos daran vorbei gegangen, ein wenig faltig wurde es um das Gelenk, das wars. Die Z-Faltung macht eine Persenning überflüssig, und bei der Vollwäsche in der Waschstrasse drückt es maximal einzelne Tröpfchen ins Innere.“

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akkertj am 16. Juni 2011

„Alles an dieses Auto gefällt mir, jede Minute die man hierin fährt macht Spass.“

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hpfwi am 16. November 2011

„Es handelt sich nicht um den 3,4 sondern den Carrera 996 II mit 3,6-Motor. In jedem Falle ist diese Motorvariante dem ersten 996 mit 3,4 vorzuziehen. Der 3,6-VarioCamplus ist ein Quantensprung gegenüber dem ersten (Boxster-)Motor mit 3,4. Der Mehrpreis auf dem Gebrauchtmarkt lohnt sich in jedem Fall. Die Preise für den 996 II Cabrio zeigen schon seit 2 Jahren eine hohe Stabilität. Kommt jetzt der 991, hat er die erste Stufe zum Klassiker geschafft, er ist der letzte 911 mit 'kleinen Aussenabmessungen'.“

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Motoren

Motoren

Das Porsche 996 Carrera Cabriolet verfügte mindestens über 300 PS. Die Turbo-Modelle kamen am Ende der Produktionszeit auf 450 PS. Die Carrera-Modelle gab es wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb, der Turbo hatte den Allradantrieb immer serienmäßig an Bord. Vor dem Facelift von 2001 zeigten die 3,4-Liter-Saugmotoren der Carrera-Modelle Motorschäden aufgrund von Materialfehlern. Auch Probleme mit den Kurbelwellensimmerringen und den Zwischenwellen zur Umlenkung der Nockenwellenketten waren beim Typ 996 häufig.

  • Sechszylinder-Boxer-Motoren mit 300 bis 450 PS
  • 6-Gang-Schaltgetriebe, 5-Stufen-Automatikgetriebe
  • Heck- und Allradantrieb
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Sicherheit

Sicherheit

Das Porsche 996 Cabrio wurde keinem Euro-NCAP- oder ADAC-Crashtest unterzogen. Die Autos verfügten allerdings über Front- und Seitenairbags sowie einen automatisch auslösenden Überrollschutz hinter den Notsitzen, was insgesamt einen sehr guten Passivschutz für Fahrer und Beifahrer darstellte. Hinzu kamen moderne Straffer und Zugkraftbegrenzer für die vorderen Gurte.

Das absolut empfehlenswerte elektronische Stabilitätsprogramm PSM (Porsche Stability Management) war im Carrera dagegen nur gegen Aufpreis erhältlich. Im Turbo gehörte es immerhin zur Serienausrüstung.

  • Front- und Seitenairbags
  • automatischer Überrollschutz
  • Stabilitätsprogramm PSM beim Turbo
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Ausstattung

Ausstattung

Trotz des hohen Fahrzeugpreises war die Grundausstattung im Porsche 996 Cabrio nicht besonders umfangreich. Im August 2001 beinhaltete sie beim normalen Carrera ein Hardtop aus Aluminium mit beheizbarer Heckscheibe, Airbags und Seitenairbags vorne, einen automatischen Überrollschutz, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Teillederausstattung, CD-Radio, Wegfahrsperre und Zentralverriegelung mit Fernbedienung.

Der Turbo hatte zu seiner Einführung im Jahr 2003 noch zusätzlich Bi-Xenon-Scheinwerfer, Sportfahrwerk, Lederausstattung, Porsche Communication Management (PCM), Porsche Stability Management (PSM) sowie 18-Zoll-Leichtmetallräder aufzuweisen.

Die dennoch sehr lange und sehr teure Sonderausstattungsliste beinhaltete unter anderem Keramik-Bremsscheiben, tieferliegende Sportfahrwerke, Getriebe mit Schaltwegverkürzung, Hinterachs-Sperre, renntaugliche Schalen- oder komfortable Memory-Sitze.

  • elektrisch betätigtes Verdeck
  • Hardtop aus Aluminium mit beheizbarer Heckscheibe
  • Klimaanlage
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Bedeutend moderner und komfortabler als der Vorgänger: Das Porsche 911 Cabriolet vom Typ 996 konnte insbesondere mit seinem modernen Verdeck überzeugen.


Vorderansicht - schräg
Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h – bei geöffnetem Verdeck.
Seitenansicht

Der Porsche 911 Coupé vom Typ 996 musste aufgrund seiner neuen, wassergekühlten Motoren und der vielen Gleichteile mit dem kleineren Modell Boxster viel Kritik von den Porsche-Traditionalisten einstecken. Anders war die Lage beim Cabriolet: Das moderne, elektrohydraulische Verdeck überzeugte die Käufer auf Anhieb.

Konkurrenten wie der BMW Z3 M Roadster waren zwar ähnlich leistungsfähig wie der Porsche, zeigten aber bei der Karosseriesteifigkeit und beim Verdeck deutlich weniger Qualität. Und gegenüber der italienischen Konkurrenz vom Schlage eines Ferrari 360 Spider oder Maserati Spyder konnte der Porsche immer noch mit günstigeren Preisen und uneingeschränkter Alltagstauglichkeit punkten.

 

Sehr hochwertige Verdeckkonstruktion

Auf Knopfdruck öffnete das elektrohydraulisch bewegte neue Faltdach in weniger als 20 Sekunden, um dann sauber zusammengelegt in der Verdeckwanne zu verschwinden. Der Mechanismus ließ sich auch während der Fahrt bis 50 km/h betätigen. Die ganze Konstruktion wirkte sehr solide und überzeugte auch durch eine sehr gute Geräuschdämmung. Mit dem Facelift von 2001 wurde die kratzempfindliche Plastikscheibe durch eine stabile Heckscheibe aus Glas ersetzt.

 

Sehr gute Fahrleistungen

Leistung war nie ein Problem des Porsche 911, Typ 996. Die normalen Carrera-Modelle konnten mit mindestens 300 PS aufwarten, nach dem Facelift waren es sogar 320 PS. Der supersportliche Turbo trumpfte mit einer Leistung in Höhe von 420 PS, später 450 PS auf. Damit konnte man bei geöffnetem Verdeck Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h erreichen.

 

Serienausstattung mit Hardtop

Die Grundausstattung des 996 Cabrios war zwar nicht üppig, beinhaltete allerdings ein Aluminium-Hardtop mit beheizbarer Heckscheibe. Mitte 2001 waren beim Carrera ab Werk unter anderem Klimaanlage, Teillederausstattung, CD-Radio und Zentralverriegelung an Bord. Der Turbo hatte noch zusätzlich Bi-Xenon-Scheinwerfer, Lederausstattung, Porsche Communication Management (PCM), Porsche Stability Management (PSM) sowie 18-Zoll-Leichtmetallräder zu bieten.

 

Hohes Sicherheitsniveau für ein Cabrio

Das Porsche 996 Cabrio verfügte über Front- und Seitenairbags sowie einen automatisch auslösenden Überrollschutz hinter den Notsitzen. Leider nur gegen Aufpreis war das absolut empfehlenswerte elektronische Stabilitätsprogramm PSM (Porsche Stability Management) beim Carrera zu bekommen, das den starken Wagen auch für Unerfahrene beherrschbar machte. Im Turbo war das PSM aus eben diesem Grund serienmäßig.

 

Sehr hohe Betriebskosten 

Porsche Cabrios des Typs 996 sind auch als Gebrauchtwagen sehr teuer und kosten zwischen 27.700 Euro für einen Carrera oder 51.600 Euro für einen Turbo. Darüber hinaus verschlingen die sehr hohen Werkstattkosten und Ersatzteilpreise viel Geld.

Insgesamt stimmt die Qualität des 996 – mit Ausnahme der 3,4-Liter-Saugmotoren. Hier kam es vor dem Facelift öfter zu kapitalen Motorschäden durch Kolbenkipper und Kolbenfresser aufgrund von Materialfehlern. Defektanfällig sind auch die Kurbelwellensimmerringe und die Zwischenwellen des Nockenwellenantriebs.

 

Fazit: Porsche 911 Cabriolet (996)

Sosehr der Typ 996 als Coupé für seine Modernität kritisiert wurde, sosehr wurde das gleiche Fahrzeug als Cabriolet für seine Fortschrittlichkeit gelobt. Das neue Verdeck ließ sich ferngesteuert oder während der Fahrt öffnen und schließen, faltete sich elegant zusammen und war so gut gegen Geräusche, Fahrwind und tiefe Temperaturen isoliert, sodass das serienmäßige Hardtop im Grunde obsolet war. Obendrein war das Cabrio ähnlich verwindungssteif und dabei nur 73 Kilogramm schwerer als das Coupé. Ob es zum Spaß am Offenfahren tatsächlich die 450 PS der Turboversion brauchte, sei einmal dahingestellt. Das normale Carrera Cabrio war und ist seinen hohen Preis wert.

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