Porsche 911 Targa (991 II)

Coupé20112017
Gebraucht ab
59.991 €
Fahrzeugeinordnung

Der Targa ist die vielleicht vielseitigste Karosserievariante in der Modellfamilie des Porsche 911: Luftiger und leidenschaftlicher als das Coupé, praktischer als das Cabrio und mit serienmäßigem Allradantrieb auch noch ganzjahrestauglich.

Der 911 Targa wurde zum ersten Mal 1965 vorgestellt und unterscheidet sich vom klassischen Cabrio mit Stoffverdeck durch das herausnehmbare Mittelteil des Daches und den feststehenden Überrollbügel. Im Lauf der Modellgenerationen wurde diese Lösung zwischenzeitlich von einem Panorama-Dach aus Glas verdrängt, bevor Porsche mit der aktuellen Auflage des Elfers zur alten Lösung zurückgekehrt ist. Seit der Baureihe 991 von 2011 gibt es deshalb wieder einen Targa mit Stoffdach vor der gläsernen Kuppel.

Zwar gehört der Targa zu den beliebtesten Modellvarianten und kommt auf hohe Verkaufsanteile, hat aber wenig Nachahmer gefunden. Ähnliche Lösungen mit herausnehmbaren Dachelementen gibt es deshalb aktuell nur bei der Chevrolet Corvette und drei Klassen darunter beim Mazda MX-5 RF.

Stärken
  • Maßstab für Fahrdynamik in seinem Segment
  • auffällige Designvariation
  • breites Einsatzspektrum
Schwächen
  • unpraktischer Verdeckmechanismus
  • teuer in Anschaffung und Unterhalt
  • eingeschränkte Motorpalette
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
294 kW / 400 PS
0 - 100 km/h
4,5 s
Höchstgeschwindigkeit
304 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
224 g/km
Verbrauch (komb.)*
9,5 l/100km
Energieeffizienzklasse*
G

Design

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Für den Targa gilt, was auch den anderen 911-Varianten nachgesagt wird: Er wird für sein extrem sportliches und präzises Fahrverhalten genauso gelobt wie für seine mittlerweile überraschend hohe Alltagstauglichkeit.

Bei der dritten Karosserievariante kommt noch hinzu, dass sie mit ihrem silbern lackierten Überrollbügel noch etwas mehr ins Auge sticht und bei geschlossenem Verdeck bessere Ausblicke bietet als das Cabrio. Häufig vorgeworfen wird dem Targa allerdings, dass sein Verdeck nur im Stand bedient werden kann.

Die sonstige Kritik kennt man dann wieder vom Rest der Familie: Auch für das Cabrio mit Glasheck gelten die anspruchsvolle Preispolitik bei Kauf und Unterhalt sowie die Trauer um die zur Modellpflege 2015 ausgemusterten Saugmotoren.

Testberichte

ADAC Auto-Test

Testergebnis vom 1. Juni 2012
911 Carrera Coupé S PDKZweitüriges Cabriolet der Oberklasse (257 kW / 350 PS)
Testbericht lesen
  • ADAC-Urteil Technik/Umwelt
    rating
    2,5
  • ADAC-Urteil Autokosten
    rating
    3,9
Karosserie/Kofferraum 3,5
Innenraum 2,7
Komfort 2,1
Motor/Antrieb 1
Fahreigenschaften 1,2
Sicherheit 2,6
Umwelt/EcoTest 3,1
ADAC-Urteil Technik/Umwelt 2,4
ADAC-Urteil Autokosten 3,3

Motoren

Porsche hat für den Targa zunächst nur die beiden schwächsten Motoren aus der 911-Familie im Angebot: Beide seit der Modellpflege im Jahr 2015 nur noch 3,0 Liter groß und mit Turbotechnik ausgestattet. So kommt der 911 Targa 4 auf 370 und der 911 Targa 4S auf 420 PS, die immer auf alle vier Räder losgelassen werden. Dafür kann man zwischen Schalt- oder Doppelkupplungsgetriebe mit jeweils sieben Gängen entscheiden.

Je nach Konfiguration erreicht der 911 Targa bei Vollgas 287 bis 303 km/h und steht mit Normverbräuchen von 7,9 bis 9,0 Litern im Datenblatt. Wer sportlicher fahren will, der kann auf den 450 PS starken 911 Targa GTS bauen, der im Frühjahr 2017 zur Familie stößt.

  • zwei Sechszylinder-Boxer mit 370 oder 420 PS
  • Turbo-Technik Standard

Motordetails anzeigen
Boxermotor in Nahaufnahme vor weißem Hintergrund. Sichtbar sind komplexe Leitungen und mechanische Teile.
Graues Auto fährt auf einer Straße vor einer modernen Skyline bei klarem Himmel.

Sicherheit

Ein sicheres Auto, bedeutet für Porsche vor allem ein Auto, das jederzeit berechenbar und trotz seiner hohen Leistung gut beherrschbar ist. Und nach dieser Definition gilt der 911 auch als Targa gemeinhin als extrem sicheres Auto. Nach dem allgemeinen und zeitgemäßen Verständnis dagegen ist das Sicherheitsniveau allenfalls gehobener Durchschnitt. Denn mehr als sechs Airbags, das ohnehin vorgeschriebene ESP sowie natürlich den Allradantrieb hat der 911 Targa in der Grundausstattung nicht zu bieten.

Und auch gegen Aufpreis gibt es kaum mehr Assistenzsysteme als sonst in der Kompaktklasse. Hilfe bei der Spurführung, beim Spurwechsel und bei der Abstandsregelung – mehr hat Porsche beim 911 nicht zu bieten.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung zählen:

  • sechs Airbags
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer
  • Allrad-Antrieb
Euro NCAP hat den 911 bislang nicht getestet. Doch für einen versierten Fahrer ist ein Porsche der vielleicht sicherste Sportwagen der Welt. Denn kein anderes Auto gilt bis in den Grenzbereich als derart berechen- und beherrschbar wie der 911 – egal ob als Coupé, als Cabrio oder als Targa. Lenkung, Fahrwerk und Bremsen sind nicht umsonst auf perfekte Präzision und maximale Kontrolle ausgelegt.
Doch wer Sicherheit über Airbags und Assistenzsysteme definiert, bekommt in einem Porsche nicht viel mehr geboten als im Polo: Über sechs Airbags, das obligatorische ESP und im Fall des Targa den serienmäßigen Allradantrieb hat der 911 in der Grundausstattung nichts zu bieten.
Erst gegen Aufpreis kann man die Maschen im Sicherheitsnetz etwas enger knüpfen – mit einem Abstandsregeltempomat und Assistenten für Spurführung und -wechsel etwa oder mit dem gleißend hellen LED-Licht. Weitergehende Fahrhilfen bis hin zum autonomen Fahren sind jedoch nicht lieferbar. Aber wer will in einem Sportwagen auch schon das Lenkrad aus der Hand geben?

Ausstattung

One size fits all – was sonst vor allem für manche Bekleidungsstücke gilt, übernimmt Porsche für seine Ausstattungspolitik. Die bei anderen Herstellern üblichen Linien und Pakete sucht man bei dem Sportwagenhersteller deshalb vergebens. Stattdessen stufen die Schwaben ihre Modellpalette allein über den Motor und die Leistung ein und machen bei der Ausstattung sonst nur marginale Unterschiede. Beim 911 Targa fällt da nur der Nachzügler GTS etwas aus der Reihe, der betont sportlich zugeschnitten und entsprechend anders ausgestattet ist.

Die Grundausstattung des 911 Targa passt zum hohen Preisniveau. Denn neben Standards wie den sechs Airbags und der Klimaautomatik gibt es ab Werk bereits Bi-Xenon-Scheinwerfer und eine umfangreiche Infotainment-Ausrüstung samt Online-Navigation, Telefonmodul und Musikanlage. Assistenzsysteme wie die automatische Abstandsregelung oder die Verkehrszeichenerkennung kosten allerdings Aufpreis. Genauso wie die bei einem offenen Auto nicht ganz nebensächliche Sitzheizung. Immerhin ist das elektrische Verdeck genauso Standard wie der Windabweiser.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Bi-Xenon-Scheinwerfer
  • 2-Zonen-Klimaautomatik
  • Infotainment mit Navigations- und Telefon-Modul
Innenraum eines luxuriösen Sportwagens mit schwarzen Ledersitzen, modernem Armaturenbrett und einer klaren Aussicht durch die Windschutzscheibe.
Ein Porsche definiert sich über den Antrieb, nicht über die Ausstattung. Deshalb gibt es bei den Schwaben keine unterschiedlichen Linien oder Pakete. Und bei mittelfristig nur drei Motorvarianten sind die Unterschiede ohnehin relativ gering. Während der GTS mit seinem sportlichen Zuschnitt noch etwas herausstechen wird, liegen der 911 Targa 4 und der Targa 4 S deshalb sehr nah beieinander.
Die Standardausstattung passt zum gehobenen Preisniveau von Porsche: Es gibt neben sechs Airbags und der Klimaautomatik ein Infotainment-Paket mit Online-Navigation, Telefonmodul und Soundsystem zum Basispreis. Serienmäßig ist außerdem das elektrische Dachsystem, das auch mit der Fernbedienung aktiviert werden kann, sowie ein Windabweiser.
Zu den wichtigsten Optionen zählen neben den optischen Verfeinerungen für Exterieur und Interieur, alternativen Rädern und sportlichen Verschärfungen vor allem Assistenzsysteme wie der Abstandsregeltempomat, die LED-Scheinwerfer und das sogenannte Sport-Chrono-Paket. Und bei einem offenen Auto besonders wichtig: Die Sitze mit Heizung und Lüftung, die jedoch ebenfalls Aufpreis kosten.
Serienausstattung Porsche 911 Targa 4:
  • 19-Zoll Leichtmetallräder
  • Bi-Xenon Scheinwerfer
  • 2-Zonen Klimaautomatik
  • elektrische Sportsitze
  • Zentralverriegelung
  • Navigationssystem
  • Soundsystem
Zusätzlich für Porsche 911 Targa 4 S:
  • 20-Zoll Leichtmetallräder
  • Porsche Torque Vectoring mit mechanischer Hinterachs
  • Quersperre

Modellbeschreibung

Niemand beherrscht das Spiel mit den Modellvarianten so gut wie Porsche. Deshalb leisten sich die Schwaben bei ihrem legendären 911 neben dem Coupé und dem Cabrio als dritte Spielart auch den Targa, der im Grunde das Beste aus beiden Modellen vereint.


Blaues Cabrio-Sportwagen, Seitenansicht, Verdeck offen, elegantes Design, silberne Felgen.
911 Targa: Die Mischung aus Coupé und Cabriolet.
Blauer Sportwagen mit schwarzem Dach und schwarzen Felgen, schräg von vorne fotografiert, vor weißem Hintergrund.

Das erste Porsche 911 Cabrio war ein Targa. Schon 1965 wurde der erste Elfer mit herausnehmbaren Dachteilen präsentiert (erst in den 1980er-Jahren folgte das komplett offene Cabriolet). Und auch wenn diese Modellvariante nicht durchgängig angeboten wurde und ihren Charakter immer mal wieder verändert hat, gehört sie mittlerweile so fest zu der Sportwagen-Ikone wie der Boxermotor im Heck.

Seit Porsche 2011 die aktuelle Elfer-Generation 991 an den Start gebracht und 2014 den jüngsten Targa aufgelegt hat, sind die Unterschiede zwischen den Varianten wieder sehr deutlich. Im Guten, weil das Design mit dem verglasten Heck und dem silbernen Bügel sehr auffällig ist und weil man nach hinten besser sieht als beim Cabrio. Und im Schlechten, weil die Verdeckbetätigung deutlich länger dauert und nur im Stehen funktioniert.

Eingeschränkte Modellauswahl

Während Porsche die Modellpalette für Coupé und Cabrio weit gespreizt hat, gibt es für den Targa nur eine eingeschränkte Auswahl: Der Allradantrieb ist obligatorisch und im Heck bauen die Schwaben ausschließlich den zur Modellpflege im Jahr 2015 vorgestellten 3,0-Liter-Boxer mit Turbo-Technik ein – den allerdings in zwei, bald drei Leistungsstufen.

Als Targa 4 leistet er 370, als 4S 420 und als GTS ab dem Frühjahr 2017 dann 450 PS. Mit den beiden Modellen aus der Startaufstellung sind je nach Ausstattung mit Schalt- oder Doppelkupplungsgetriebe sowie dem optionalen Sport-Chrono-Paket Spitzengeschwindigkeiten zwischen 287 und 303 km/h möglich. Den Verbrauch beziffert Porsche mit 7,9 bis 9,0 Litern.

Hohes Invest mit später Rendite

Mit einem Grundpreis von 117.073 Euro liegt der Targa rund 13.000 Euro über dem vergleichbar angetriebenen Coupé – kostet aber auf den Cent gleich viel wie das Cabrio.

Wie bei allen Varianten des 911 ist auch bei der Version mit Klappdach die Ausstattung eher unkonventionell: Während Porsche beim Infotainment klotzt und Online-Navigation sowie Telefonmodul und Soundsystem zum Standard macht, wird in den anderen Kategorien und speziell bei der Sicherheit gekleckert: Sechs Airbags und Bi-Xenon-Licht sind zwar obligatorisch, aber schon für die Abstandsregelung muss man extra in die Tasche greifen. Genau wie für die bei einem offenen Auto allemal sinnvolle Sitzheizung.

Der Ärger über die hohen Kosten, ebenso für Unterhalt und Betrieb, verraucht spätestens beim Wiederverkauf. Denn Porsche-Modelle haben traditionell eine sehr stabile Wertentwicklung, die bei Karosserievarianten wie dem Targa oder dem Cabrio sogar noch besser ist als beim Coupé. Spätestens beim Wiederverkauf haben Porsche-Fahrer deshalb gut lachen. Und beim Fahren natürlich ohnehin.

Fazit zum Porsche 911

So gut behütet wie im Coupé, sonnig wie im Cabrio und dazu ein echtes Design-Statement: Der 911 Targa ist ein bisschen von beidem und damit das ideale Auto für alle, die sich partout nicht zwischen den Standard-Varianten entscheiden können. Zumal mit dem serienmäßigen Allradantrieb auch noch die Alltagstauglichkeit verbessert und die Sportwagensaison verlängert wird.

Wie immer bei Kompromissen geht es dabei allerdings ein paar Einbußen. Denn auch wenn das Verdeck mit seinen eingenähten Magnesium-Platten einen extrem soliden Eindruck macht, ist es natürlich nicht ganz so gut isoliert wie das feste Dach des Coupés. Und auch wenn bei geöffnetem Dach gut zwei Quadratmeter Himmel über dem Auto zu sehen sind, ist es eben nicht ganz so luftig und offen wie das Cabrio.

Aktuelle Angebote

Rückrufinformationen

Sicherheitsrückrufe des Herstellers und des Kraftfahrt-Bundesamtes für dieses Fahrzeugmodell.
Rückruf-Nr.DatumBetroffenes SystemModelljahreDetails
  • 14820R15.10.2025verminderte Rückhaltewirkung Gurt2023
    Identifikationsnummer
    14820R
    Hersteller-Rückrufcode
    ASA0
    Betroffene Einheiten
    222
    Die Verschraubung der hinteren äußeren Gurtschlösser wurde ungenügend ausgeführt. Ein Lösen im Falle eines Unfalls kann nicht ausgeschlossen werden.
  • 14462R25.11.2024Radverlust2023, 2024
    Identifikationsnummer
    14462R
    Hersteller-Rückrufcode
    ARC4
    Betroffene Einheiten
    2.543
    Fehlerhafte Verschraubung der Räder kann zu Beschädigungen bis hin zum Bruch der Zentralverschlussmutter führen. In der Folge kann sich das Rad lösen.
  • 1364626.04.2024Front- und Heckscheibe wurden nicht nach Spezifikation gefertigt, sodass die Verklebung zur Karroserie unzureichend sein kann. Im Falle eines Unfalls kann eine gelöste Frontscheibe die Schutzwirkung der Frontairbags negativ beeinflussen.2020, 2021, 2022, 2023, 2024
    Identifikationsnummer
    13646
    Hersteller-Rückrufcode
    ARA3
    Betroffene Einheiten
    4.811
    Front- und Heckscheibe wurden nicht nach Spezifikation gefertigt, sodass die Verklebung zur Karosserie unzureichend sein kann. Im Falle eines Unfalls kann eine gelöste Frontscheibe die Schutzwirkung der Frontairbags negativ beeinflussen.
  • 1327701.12.2023Nicht erforderliche Mitauslösung des Seitenairbags führt zu zusätzlichen Verletzungen.2021, 2022, 2023
    Identifikationsnummer
    13277
    Hersteller-Rückrufcode
    APB3
    Betroffene Einheiten
    2.865
    Nicht erforderliche Mitauslösung des Seitenairbags führt zu zusätzlichen Verletzungen.
  • 1236120.12.2022Die fehlerhafte Verklebung des Lederbezugs der Schalttafel kann den Beifahrerairbag bei Entfaltung beeinträchtigen. Dies hat ein erhöhtes Verletzungsrisiko zur Folge.2022
    Identifikationsnummer
    12361
    Hersteller-Rückrufcode
    ANB7
    Betroffene Einheiten
    123
    Die fehlerhafte Verklebung des Lederbezugs der Schalttafel kann den Beifahrerairbag bei Entfaltung beeinträchtigen. Dies hat ein erhöhtes Verletzungsrisiko zur Folge.