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Polestar 1 (Mk1)

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Fahrzeugeinordnung

Der Polestar 1 (Mk1) markiert seit Oktober 2019 den Auftakt der Marke Polestar: Ein limitiertes Plug-in-Hybrid-Coupé der zu Volvo gehörenden Tochtermarke. Das zweitürige Coupé mit 2+2-Sitzen wurde bis 2021 gebaut und ist streng limitiert, was es eher zum Sammlerfahrzeug als zum klassischen Alltagsauto macht.

Im Markenportfolio positioniert sich der Polestar 1 (Mk1) als leistungsorientiertes, hochwertig verarbeitetes Coupé oberhalb des später gestarteten Polestar 2. Seine technische Basis stammt von der großen SPA-Plattform, die für dieses Modell versteift und verkürzt wurde. Angesprochen werden designaffine Fahrer, die ausgeprägte Fahrleistungen und Komfort schätzen und dafür einen kleinen Kofferraum sowie enge Rücksitze in Kauf nehmen.

Stärken
  • Bietet kräftigen Plug-in-Hybrid mit langer E-Reichweite
  • Wirkt sauber verarbeitet mit soliden Materialien
  • Coupé fährt agil und wirkt fahraktiv
Schwächen
  • Hoher Anschaffungspreis und laufende Kosten
  • Enge Rücksitze und kleiner Kofferraum
  • Hohes Gewicht und eingeschränkte Alltagstauglichkeit

Aktuelle Angebote

    Motoren

    Der 2019 vorgestellte Polestar 1 setzt auf einen komplexen Plug-in-Hybridantrieb mit aufgeladenem 2,0-Liter-Vierzylinder. Drei Elektromotoren unterstützen den Benziner und verteilen die Kraft auf beide Achsen. Gemeinsam liefern sie eine Systemleistung von 448 kW (609 PS) mit sehr hohem Drehmoment, wodurch das schwere Coupé in 4,2 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Eine 8-Gang-Automatik wechselt die Gänge weich und hält den Antrieb je nach Fahrweise entspannt oder spontan. Der Verbrennungsmotor treibt die Vorderachse an, die Elektromotoren sitzen an der Hinterachse und bilden so einen elektrifizierten Allradantrieb mit hoher Traktion. Eine Lithium-Ionen-Batterie mit 34 kWh ermöglicht im Alltag je nach Fahrprofil rund 100 Kilometer elektrische Reichweite, viele Strecken lassen sich damit lokal emissionsfrei zurücklegen. Im Normzyklus bleibt der kombinierte Verbrauch für diese Leistung erstaunlich niedrig, in der Praxis steigt er mit leerer Batterie jedoch deutlich und bewegt sich dann auf dem Niveau klassischer Sportcoupés.

    Sicherheit

    Der 2019 eingeführte Polestar 1 orientiert sich beim Thema Sicherheit stark an den großen Volvo-Modellen. Eine steife Fahrgastzelle und mehrere Airbags schützen die Insassen bei schweren Unfällen. Definierte Knautschzonen und ein speziell gestalteter Vorderwagen verbessern zusätzlich den Fußgängerschutz. Der große Hochvoltspeicher sitzt crashsicher in der Fahrzeugmitte. Ein serienmäßiger Notbremsassistent überwacht die Umgebung und verzögert in kritischen Situationen automatisch. Ein Spurhalteassistent greift bei unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur sanft ein. Adaptiver Tempomat und Lenkunterstützung arbeiten als Pilotfunktion zusammen und entlasten vor allem auf langen Autobahnetappen. LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent verbessern die Sicht bei Nacht. Eine 360-Grad-Kamera erleichtert Rangiermanöver in engen Parkhäusern. Einige Komfortassistenten wie Spurwechselwarnung und Ausstiegswarnung fehlen, was im Segment auffällt. Für Rettungskräfte steht eine standardisierte Rettungskarte mit markierten Hochvolt-Komponenten bereit. Insgesamt vermittelt das Coupé ein hohes Sicherheitsgefühl, auch wenn es konstruktionsbedingt kein vollwertiges Familienauto darstellt.

    Ausstattung

    Der 2019 eingeführte Polestar 1 (Mk1) bietet bereits ab Werk eine umfangreiche Ausstattung, zusätzliche Optionen bleiben überschaubar. Im Innenraum dominieren feines Leder und sauber verarbeitete Zierteile, das Coupé wirkt dadurch hochwertig. Vorn bieten stark konturierte, elektrisch einstellbare Sitze mit integrierter Heizung guten Halt, die Rückbank eignet sich eher für Kinder oder zusätzliches Gepäck. Ein festes Glasdach bringt viel Licht in den Innenraum, eine Klimaautomatik hält die Temperatur konstant. Ein hochformatiger Touchscreen in der Mittelkonsole steuert Navigation und Medien, die verschachtelten Menüs erfordern jedoch Eingewöhnung und können während der Fahrt ablenken. LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent erleichtern Nachtfahrten und erhöhen die Sicherheit. Eine 360-Grad-Kamera unterstützt beim Rangieren in engen Parklücken und mindert das Risiko von Parkremplern. Der Kofferraum fasst 135 Liter, was die Reisetauglichkeit einschränkt und den Polestar 1 (Mk1) eher für Kurzstrecken oder als Zweitfahrzeug erscheinen lässt.

    Modellbeschreibung

    Der 2019 in Serie gegangene Polestar 1 (Mk1) markiert das erste eigenständige Serienmodell der Marke Polestar. Das luxuriöse Coupé nutzt einen Plug-in-Hybridantrieb mit hoher Systemleistung und großer elektrischer Reichweite. Der Fokus liegt klar auf Fahrdynamik und Exklusivität. Der begrenzte Nutzwert und der hohe Preis treten dabei in den Hintergrund.


    Luxus-Coupé mit Plug-in-Antrieb, im Alltag nur begrenzt nützlich

    Design und Karosserie

    Der 2019 eingeführte Polestar 1 (Mk1) übernimmt die Designsprache der Volvo-Gruppe und formt daraus ein flaches, lang gestrecktes Coupé mit klaren Linien. Die Karosserie aus Carbon basiert auf der SPA-Struktur der großen Volvo-Modelle, jedoch in verkürzter und versteifter Ausführung. Als erstes eigenständiges Modell der Marke besitzt der Polestar 1 (Mk1) keinen direkten Vorgänger. Die Proportionen und Details erinnern deutlich an ein früheres Konzeptcoupé des Konzerns. Das Erscheinungsbild wirkt elegant und zurückhaltend statt auffällig und spricht eine Kundschaft an, die Performance lieber dezent inszeniert. Die niedrige Dachlinie und die breiten Schultern betonen die sportliche Rolle, schränken aber die Kopffreiheit im Fond spürbar ein.

    Innenraum und Bedienung

    Im Innenraum lehnt sich vieles an Oberklasse-Modelle des Mutterkonzerns an. Materialien und Verarbeitung wirken hochwertig, mit viel Leder, präzise eingepassten Zierteilen und einem aufgeräumten Cockpit. Die Vordersitze bieten guten Seitenhalt und viele Verstellmöglichkeiten, was auch großen Personen eine bequeme Sitzposition ermöglicht. Deutlich knapper fällt das Raumangebot im Fond aus, der im Alltag eher für kleinere Mitfahrer oder zusätzliches Gepäck taugt. Der Kofferraum fasst 135 Liter und wird durch die Plug-in-Technik zusätzlich eingeschränkt, wodurch sich Gepäck für längere Reisen nur begrenzt unterbringen lässt. Die Bedienung über den zentralen Touchscreen wirkt modern. Viele Grundfunktionen wie Klimaanlage und Fahrmodi liegen jedoch in verschachtelten Menüs und fordern mehr Aufmerksamkeit als klassische Tasten.

    Antrieb und Fahrverhalten

    Der Plug-in-Hybridantrieb kombiniert einen aufgeladenen Vierzylinder mit drei Elektromotoren und erreicht Systemwerte auf Sportwagen-Niveau. Im Alltag fällt vor allem der spontane Schub der Elektromotoren auf, der das hohe Fahrzeuggewicht gut kaschiert. Rein elektrisches Fahren über längere Distanzen gelingt problemlos, solange regelmäßig geladen wird. Auf kurvigen Strecken zeigt sich der Polestar 1 (Mk1) trotz adaptiver Dämpfer und präziser Lenkung eher als sehr schnelles Gran-Turismo-Coupé denn als besonders leichter Kurvenkünstler. Das Gewicht bleibt spürbar, die Bremsanlage arbeitet jedoch standfest und vermittelt Vertrauen. Im Vergleich zu konventionellen Sportcoupés überzeugt der Plug-in-Antrieb mit leiser Fortbewegung und der Möglichkeit, viele Alltagswege ohne zugeschalteten Verbrennungsmotor zurückzulegen.

    Alltagstauglichkeit und Konkurrenz

    Im Alltag wirkt der Polestar 1 (Mk1) ambivalent. Die elektrische Reichweite und zahlreiche Assistenzsysteme erleichtern lange Pendelstrecken, während der begrenzte Kofferraum und die kaum nutzbaren Rücksitze den praktischen Nutzen deutlich einschränken. Damit tritt das Coupé weniger gegen geräumige Plug-in-Limousinen an, sondern eher gegen emotional positionierte Modelle wie Tesla Model S oder Porsche Panamera Hybrid, die meist mehr Platz im Innenraum bieten. Hoher Neupreis und geringe Stückzahl unterstreichen den exklusiven Charakter, erschweren aber eine nüchterne Kostenbetrachtung.

    Fazit

    Der Polestar 1 (Mk1) richtet sich an technikaffine Designliebhaber, die ein leistungsstarkes, elektrifiziertes Coupé schätzen und Abstriche bei Platzangebot und Preis in Kauf nehmen. Starke Fahrleistungen, hochwertige Anmutung und lange elektrische Etappen stehen einem kleinen Kofferraum, hohem Gewicht und einer teils umständlichen Bedienung gegenüber. Insgesamt präsentiert sich der Polestar 1 (Mk1) eher als begehrtes Liebhaberfahrzeug als als vielseitiger Allrounder für den Alltag.