Der seit 2019 gebaute Peugeot 208 (C) setzt im Kleinwagensegment stark auf Design und moderne Technik. Er grenzt sich damit klar vom sachlicheren Vorgänger ab. Die technische Basis bildet die CMP-Plattform, die sowohl Benzinmotoren als auch den Elektroantrieb ermöglicht.
Karosserie und Raumangebot
Mit rund 4.060 mm Länge und 1.750 mm Breite zählt der 208 zu den größeren Kleinwagen, bleibt mit 1.430 mm Höhe aber flach. Die Karosserie wirkt mit tiefer Front, markanter Lichtsignatur und muskulösem Heck emotionaler als zuvor. Peugeot bietet den 208 ausschließlich als fünftürige Schrägheck-Karosserie an, was den Einstieg in den Fond erleichtert. Vorn sitzen auch große Personen bequem, die Sitze stützen ausreichend in Kurven. Im Fond fällt vor allem die Bein- und Kopffreiheit knapp aus und eignet sich eher für Jugendliche oder kleinere Erwachsene. Der Kofferraum fasst 265 Liter und liegt damit auf Klassenniveau, die geteilte Rückbank schafft bei Bedarf zusätzlichen Stauraum.
Innenraum und Bedienung
Im Innenraum prägt das i-Cockpit mit kleinem Lenkrad und hoch platzierten Instrumenten den Charakter. Optional steht ein digitales Kombiinstrument mit dreidimensionaler Darstellung zur Verfügung, das Navigationshinweise und Assistenzinformationen hervorhebt. In der Mitte sitzt ein bis zu 10 Zoll großer Touchscreen, über den das Multimediasystem und viele Fahrzeugfunktionen laufen. In höheren Ausstattungen wirken die Materialien wertig, mit weichen Oberflächen und Dekoren in Carbon-Optik, allerdings zeigen die glänzenden Flächen schnell Kratzer. Die Bedienlogik bleibt ein Kritikpunkt: Die Tastenreihen unterhalb des Bildschirms sehen modern aus, verlangen aber Eingewöhnung, und einige Klima- oder Assistenzfunktionen verstecken sich in Untermenüs. Insgesamt wirkt der Innenraum moderner als beim Vorgänger, fordert jedoch mehr Aufmerksamkeit.
Antrieb und Fahrverhalten
Unter der Haube arbeiten überwiegend 1,2 Liter große PureTech-Dreizylinder mit Bandbreite vom sparsamen Basismotor bis zum kräftigeren Topbenziner. Die stärkere Variante beschleunigt spürbar flotter, verbraucht im Alltag jedoch mehr Kraftstoff. Je nach Version schaltet ein Handschaltgetriebe mit fünf oder sechs Gängen oder eine weich arbeitende Achtstufen-Automatik, die besonders im Stadtverkehr angenehm fährt. Die Elektroversion fährt lokal emissionsfrei, bietet alltagstaugliche Reichweiten und passt vor allem zu Pendlern im urbanen Umfeld, wirkt durch das Mehrgewicht aber straffer. Das Fahrwerk bleibt insgesamt komfortorientiert und filtert Unebenheiten gut, gleichzeitig liegt der Wagen auch bei höherem Tempo stabil. Die Lenkung arbeitet leichtgängig, könnte im mittleren Bereich aber präziser sein, während das ESP früh eingreift und die Fahrsicherheit über die Dynamik stellt.
Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Vier Sterne im Euro-NCAP-Crashtest belegen ein gutes Sicherheitsniveau. Mehrere Airbags, Isofix-Halterungen und eine stabile Struktur schützen die Insassen. Notbremsassistent und Spurhalteassistent gehören bereits in einfachen Linien zur Ausstattung. Je nach Paket kommen Müdigkeitswarner, Totwinkelassistent und adaptiver Tempomat hinzu und erhöhen den Schutz auf längeren Strecken. Das digitale Cockpit stellt Warnungen klar dar, was schnelle Reaktionen erleichtert. In Pannenstatistiken zeigt sich der 208 insgesamt solide, ältere Baujahre melden vereinzelt Probleme mit Zündspulen, Elektronik und einzelnen PureTech-Motoren. Dokumentierte Rückrufaktionen, etwa zu Kraftstoffleitungen, und eine vollständige Wartungshistorie gelten beim Gebrauchtkauf als Pluspunkt.
Fazit
Der Peugeot 208 (C) kombiniert auffälliges Design, modernes Cockpit und vielfältige Antriebe inklusive Elektroversion. Sicherheitsausstattung, optionales Automatikgetriebe und der ausgewogene Federungskomfort sprechen für den Kleinwagen. Beengter Fond, teils umständliche Bedienung und der höhere Verbrauch des stärksten Benziners schmälern den Gesamteindruck. Im Umfeld von Renault Clio, Opel Corsa und VW Polo positioniert sich der 208 als emotionalere, technisch stimmige Alternative für den Alltag.