Opel Crossland X (Serie)

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Zum Marktstart des Crossland X im Frühjahr 2017 gab es ein Fragezeichen: Wie konnte es sein, dass PSA und Opel ein erstes gemeinsames Modell präsentierten, obwohl die Übernahme des deutschen Traditionsherstellers durch den französischen Konzern noch nicht abgeschlossen war? Die Antwort: Die kompakte Mischung aus Van und SUV war das Ergebnis einer Entwicklungszusammenarbeit beider Unternehmen, die schon seit 2012 bestand. Modellhistorisch betrachtet ist das 4,21 Meter lange Auto etwas kürzer als sein Vorgänger, der Minivan Meriva, bietet aber einen ähnlich großen Innenraum und eignet sich sogar noch etwas besser als wendiges Stadtauto. Allerdings gibt es, anders als beim etwas längeren Mokka X, keinen Allradantrieb. Dafür kann der Crossland X mit einem Autogasantrieb bestellt werden.

Daten

Daten

Der Opel Crossland X ist 4,21 Meter lang, 1,77 Meter breit und 1,61 Meter hoch. Das Kofferraumvolumen beträgt 410 Liter, die Zuladung im je nach Motorisierung beträgt 490 Kilogramm. Schnellster Motor ist ein bis auf 206 km/h beschleunigender Dreizylinder-Benziner mit 130 PS, der in 9,1 Sekunden auch am flottesten die Tempo-100-Marke passiert. Sein Normverbrauch liegt bei 5,0 Litern Super. Noch durstiger ist die Ausbaustufe mit 110 PS in Verbindung mit dem optionalen Sechsgang-Automatikgetriebe. Sie verbraucht 5,3 Liter. Sparsamster Motor ist der Vierzylinder-Diesel mit 99 PS, der 3,6 Liter nach Norm benötigt und bis auf 180 km/h beschleunigt. Die Autogas-Variante verbraucht 6,9 Liter.

  • Drei- und Vierzylindermotoren mit 75 PS bis 130 PS
  • Kofferraumvolumen 410 - 1.255 Liter
  • Autogasversion verfügbar
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Test

Test

Vor allem beim Kofferraumvolumen punktet der Crossland X. Mit 410 Litern ist der Stauraum sogar größer als der des längeren Mokka X. Zudem finden im Crossland fünf Insassen bequem Platz. Die Verarbeitungsqualität wird als gut bewertet, die Materialanmutung lässt sogar so etwas wie ein Wohlfühlambiente aufkommen. Die sämtlich turbobeatmeten Motoren haben mit dem Opel keine Mühe. Untermotorisiert ist das Auto allenfalls mit dem schwächsten Benziner, der 14 Sekunden für den 100-km/h-Sprint benötigt. Das Fahrwerk ist straff und komfortabel zugleich. Selbst die bei höheren Autos bekannten Wankbewegungen halten sich in erträglichen Grenzen. Negativ fallen den Experten dagegen die recht langen Schaltwege der manuellen Getriebe und die schlechte Rundumsicht auf.

  • gutes Platzangebot
  • spritzige Motoren
  • lange Schaltwege
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Preise

Preise

Die Preise des Crossland beginnen bei 16.850 Euro für den 81 PS starken 1,2-Liter-Benziner. Die LPG-Variante ist ausstattungsbereinigt knapp 2.000 Euro teurer. Da die Gasvariante aber als die Linie „Edition“ ausgeliefert wird, liegt der Listenpreis bei 21.200 Euro. Mit 1.000 Euro mehr ist die Ausbaustufe mit 110 PS in Verbindung mit der sechsstufigen Automatik der teuerste Benziner. Die Diesel liegen zwischen 19.300 Euro und 22.800 Euro. Die Serienausstattung ist gut und umfasst bereits viele Assistenzsysteme. Die Neuwagengarantie liegt bei Opel allerdings nach wie vor bei nur zwei Jahren.

  • moderater Einstiegspreis
  • nur zwei Jahre Garantie
  • viele Assistenzsysteme ab Werk
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Als neues Crossover-Modell erlebte der Crossland X seine Messepremiere auf dem Genfer Salon im Frühjahr 2017. Crossover – diesen Anspruch löst das Auto insofern ein, als dass die Karosserieform der eines modernen Geländewagens entspricht, samt hoher Sitzposition und Kunststoff-Beplankungen, das Innere aber eher die Funktionen eines Minivans erfüllt. Vor allem die dreigeteilte und um 15 Zentimeter verschiebbare Rückbank (aufpreispflichtig) punktet in dieser Hinsicht und vertröstet auch Kunden, die dem eingestellten Meriva B nachtrauern.


Vorderansicht - schräg
In Sachen Assistenz und Konnektivität bietet er einiges.
Seitenansicht

Wer im Autohaus eine Sitzprobe macht, stellt fest, dass auch im Fond Erwachsene bequem unterkommen, vor allem, wenn die Sitzbank in hinterster Position arretiert ist. Das Kofferraumvolumen des 1,61 Meter hohen Autos misst standardmäßig 410 Liter und kann bei komplett umgelegter Rückbank auf 1.255 Liter anwachsen.

OnStar als Relikt 

Der Crossland X soll auch in Sachen Assistenz und Konnektivität einiges bieten. So rollt der Crossland X optional mit dem Online-Dienst OnStar samt WiFi-Hotspot heran, wobei der Hersteller geflissentlich verschweigt, dass es sich hier im Grunde um ein Relikt handelt – denn OnStar ist eine GM-Entwicklung, und im Laufe der Zeit sollen die Bande zum alten Mutterkonzern sukzessive gekappt werden. Was dann auch das Ende von OnStar bedeuten wird.

Grundsätzlich fährt der Crossland X mit einer Müdigkeitserkennung, einem Spurhalteassistenten und einer Verkehrsschilderkennung vor. Aber auch Head-up-Display, Licht- und Regensensoren, Parkassistent, Kollisionswarner, LED-Scheinwerfer mit Matrixlicht, Totwinkel-Warner oder City-Notbremse gibt es für den kleinen Crossover. Allerdings sind viele der Extras immer in Paketen verpackt. Wer eine Vollausstattung möchte, der kann den Einstiegspreis schnell verdoppeln. Praktisch: Der wiederum serienmäßige Tempomat verfügt über einen "intelligenten Geschwindigkeitsbegrenzer", der sich automatisch dem jeweils geltenden Tempolimit anpasst.

Franzose unter dem Blechkleid

Antriebsseitig ist der kleine, im spanischen Saragossa montierte Opel-Crossover bereits ein ganzer Franzose, bringen ihn doch Motoren in Fahrt, die auch schon den Peugeot 208 und andere PSA-Modelle antreiben. Hinzu kommt, dass es den Opel im Prinzip auch als Citroën gibt. Denn das SUV C3 Aircross, seit November 2017 im Handel, ist technisch betrachtet ein enger Verwandter. Allerdings – und das ist eine Spezialität des deutschen Modells – kann der Crossover mit dem Blitz auch als LPG-Version geordert werden. Eine Elektroversion ist dagegen momentan nicht in Planung.

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