Positionierung und Konzept
Der 2023 gestartete Mitsubishi ASX (GA0) schließt die Lücke im Kleinwagen-SUV-Segment, nachdem der Vorgänger 2021 ausgelaufen ist. Er basiert auf der CMF-B-Plattform der Allianz und teilt sich Technik mit dem Renault Captur. Im Vergleich zum Vorgänger fällt der ASX etwas kürzer aus, rückt aber Komfort, Assistenzsysteme und elektrifizierte Antriebe stärker in den Vordergrund. Auf Allradantrieb verzichtet das Modell, der Fokus liegt auf urbanem Einsatz und gelegentlicher Langstrecke.
Design und Karosserie
Optisch grenzt sich der Mitsubishi ASX (GA0) mit Markenlogo und eigenem Kühlergrill vom französischen Zwilling ab, die Proportionen bleiben jedoch nahezu identisch. Mit rund 4.230 mm Länge und etwa 1.800 mm Breite bewegt sich das SUV im Rahmen von Konkurrenten wie Ford Puma oder Škoda Kamiq und passt gut in enge Parklücken. Die Karosserie wirkt solide verarbeitet, die Türen schließen satt. Nach vorn bietet der Wagen eine gute Übersicht, nach hinten unterstützt die Rückfahrkamera.
Innenraum und Variabilität
Der Innenraum des Mitsubishi ASX (GA0) wirkt deutlich hochwertiger als beim Vorgänger, mit weicheren Kunststoffen und sauberer Verarbeitung. Je nach Ausstattung kommen digitale Instrumente und ein hoch platziertes Zentraldisplay zum Einsatz, die klar strukturierten Menüs erleichtern die Bedienung, auch wenn klassische Drehregler für Lautstärke und Zoom fehlen. Vorn finden selbst große Personen bequem Platz. Im Fond reichen die Platzverhältnisse für zwei Erwachsene, zu dritt wird es eng. Die um 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank schafft spürbare Variabilität, je nach Bedarf entsteht mehr Beinfreiheit oder zusätzliches Ladevolumen. Der Kofferraum fasst je nach Sitzkonfiguration etwa 422 bis 1.275 Liter und liegt damit im Klassendurchschnitt.
Antriebe und Fahrverhalten
Die Antriebspalette des Mitsubishi ASX (GA0) reicht vom 1,0-Liter-Dreizylinder mit 67 kW (91 PS) bis zum Mildhybrid mit 1,3 Liter Hubraum und 116 kW (158 PS). Der Mildhybrid mit Doppelkupplungsgetriebe beschleunigt in 8,5 Sekunden auf 100 km/h und wirkt im Alltag deutlich gelassener als der Basisbenziner, der mit voller Beladung zäh reagieren kann. Der Vollhybrid mit 105 kW (143 PS) nutzt in der Stadt häufig den Elektromotor alleine und senkt so den Verbrauch. Darüber rangiert der Plug-in-Hybrid mit rund 159 PS Systemleistung und einer Batterie mit 10,5 kWh, der in der Praxis etwa 40 Kilometer rein elektrisch ermöglicht. Das Fahrwerk federt eher straff, bei niedrigen Geschwindigkeiten dringen Unebenheiten spürbar in den Innenraum. Dafür bleibt der Aufbau bei höherem Tempo stabil, die Lenkung arbeitet präzise und das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) greift früh und sicher ein.
Sicherheit und Komfort
Der Mitsubishi ASX (GA0) bietet mehrere Airbags, eine stabile Karosseriestruktur und zahlreiche Assistenzsysteme vom Notbremsassistenten bis zur adaptiven Geschwindigkeitsregelung. Im Euro-NCAP-Test erreichte das Modell vier von fünf Sternen, der Vorgänger schnitt besser ab. Manche Helfer wie der Spurhalteassistent oder sensible Parksensoren greifen im Alltag nervös ein. Die Herstellergarantie von fünf Jahren fällt im Vergleich zur Konkurrenz länger aus.
Fazit
Der Mitsubishi ASX (GA0) tritt als kompaktes SUV mit variablen Platzverhältnissen, breiter Auswahl elektrifizierter Benziner und solider Sicherheitsausstattung auf. Die fehlende Allradoption und die straffe Federung passen eher zu vorwiegend städtischen Einsätzen mit gelegentlichen Autobahnfahrten. Insgesamt präsentiert sich der Mitsubishi ASX (GA0) als pragmatisches Kleinwagen-SUV mit moderner Technik, guter Variabilität und überschaubaren Betriebskosten für Käufer, die auf Allradantrieb und besonders weichen Federungskomfort verzichten können.