Mini Roadster (R59)Seit 2006

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(4 Testberichte)
Mini Roadster (R59) Bewertung 3.4/5 basierend auf 4 Testberichte.
  • Motoren
  • Modell im Test
  • Design
Preis
für Mini Cooper Roadster Aut. (Benzin, 122 PS)
Fahrzeugeinordnung

Nachdem sich Mini ab 2001 als eigenständige Marke unter dem Dach von BMW etabliert hat, erlebt die zweite Generation ab 2006 eine wahre Explosion an Modellvarianten. Nach Kombi, Cabriolet, Coupé folgt Anfang 2012 schließlich der Roadster. Wie das Coupé basiert er auf der Plattform des Mini Cabriolet. Der 3,73 Meter kurze Mini Roadster zielt direkt auf Mazda MX-5 sowie Audi TT und spricht auch potenzielle BMW-Z4-Käufer an. Nach nur vier Jahren Bauzeit streicht der Hersteller das Modell 2015 dann wieder ersatzlos aus dem Programm. Auf Basis der aktuellen, dritten Generation des Minis (Limousine seit 2014) wird es keinen Roadster mehr geben.

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Stärken
  • Kompakter Roadster
  • Agiles, sportliches Fahrverhalten
  • Hohes Leistungspotenzial
Schwächen
  • Geringer Nutzwert
  • Hohe Preise
  • Nach vier Jahren Bauzeit eingestellt
Daten
Motorenwerte
Leistung
90 kW / 122 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
10,5 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
192 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
- g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
- l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
-

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Design

Design

  • Mini Roadster R59 Aussenansicht Front schräg statisch silber
  • Mini Roadster R59 Aussenansicht Front schräg statisch silber
  • Mini Roadster R59 Aussenansicht Front statisch silber
  • Mini Roadster R59 Aussenansicht Heck statisch silber
  • Mini Roadster R59 Aussenansicht Seite statisch silber
  • Mini Roadster R59 Innenansicht statisch braun
  • Mini Roadster R59 Aussenansicht Draufsicht statisch silber
Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Der Mini Roadster ist als reines Spaßauto konzipiert. In diesem Sinn kann er auch überzeugen. Der offene Zweisitzer ist ungemein agil und bietet mit den beiden höheren Motorisierungen zudem sportwagentaugliche Fahrleistungen. In Anbetracht der selbstbewussten Preise und der kaum zu zählenden Optionen bietet der Mini jedoch viel zu wenig Nutzwert für sein Geld. Dazu ist beispielsweise sein Gepäckraum viel zu klein. Die Bedienung ist unpraktisch, und für die Preisklasse fällt die Materialanmutung im Innenraum enttäuschend aus. Für einen klassischen englischen Roadster ist der Mini Roadster auf der anderen Seite wieder viel zu viel Retro-Mini. Obwohl sich Mini als Marke seit 2001 stetig erfolgreich weiterentwickelt, ist der Roadster ein Flop. Seine Geschichte währt nur vier Jahre. Und niemand hat Grund, ihn wirklich zu vermissen. Wenn schon Roadster, dann einen Mazda MX-5, einen Audi TT – oder einen BMW Z4.

Communitybewertungen

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4 Sterne
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3 Sterne
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1 Sterne
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Karosserie
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Antrieb
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Fahrdynamik
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Komfort
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Emotion
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AnnaBerkl am 12. November 2012

„Macht Spaß beim Fahren, Cabrio = Lebensgefühl pur“

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Leo-169 am 16. Dezember 2013

„Es ist ein Kleinwagen keine Parkplatzprobleme, Sieht super aus, schick, und f4 Leute können OFFEN fahren“

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doc_savage am 26. September 2016

„Na, wer's überlesen hat, dem sei's hier nochmals gesagt: [*]Mini-Cabrio zu fahren, macht Spass! [*]Man kann, aber muss nicht brettern, um diesen Spass zu haben! [*]Fahr' 'mal ein gewundene, möglichst freie Bergstrecke, egal ob 'rauf oder 'runter, dann weißt Du selbst, was ich damit meine! [*]Ersatzweise tun's auch kurvige Landstrassen, gerne in kurviger, miniberockter Kleidung (ja auch hier ist "mini" einen Blick wert!)...“

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Motoren

Motoren

Mini stattet seinen Roadster mit vier Motoren aus: drei Benziner (122, 184, 211 PS) und ein Diesel mit 143 PS. Die serienmäßige Kraftübertragung erfolgt durch ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe. Außer für den 211-PS-Benziner stehen optional Automatikgetriebe mit sechs Stufen zur Verfügung. Alle Motoren erfüllen die Abgasgrenzwerte nach der Norm Euro 5.

  • Gut aufgestelltes Motorenangebot 
  • Teilweise sportliche Fahrleistungen 
  • Automatikgetriebe für drei Motorversionen verfügbar 
Motordetails anzeigen
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Sicherheit

Sicherheit

Der Mini Roadster verfügt über eine umfassende Sicherheitsausrüstung. Besonders hervorzuheben ist der Crashsensor, der im Ernstfall den Kraftstoffzufluss unterbindet, die Türen entriegelt und die Warnblinkanlage aktiviert. Die Bremsanlage ist üppig dimensioniert und standfest. Die zweite Generation des Mini, auf der auch der Roadster basiert, absolvierte bereits 2007 den Euro-NCAP-Crashtest souverän mit fünf Sternen.

  • Vier Airbags  
  • ABS, Bremsassistent, ESP und Crashsensor Serie 
  • Leistungsstarke, standfeste Bremsen 
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Ausstattung

Ausstattung

Die Grundausstattung des Mini Roadsters (R59) lässt eigentlich nichts wirklich Wichtiges vermissen, fällt aber insgesamt nicht gerade üppig aus – insbesondere in Anbetracht der sehr selbstbewussten Fahrzeugpreise. Der Hersteller bietet aber ein umfangreiches Programm an optionaler Ausstattung als Einzelposten oder als Pakete an, natürlich gegen Aufpreis. So ist es kein Problem, den Grundpreis für einen Mini Roadster zu verdoppeln.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Klimaanlage 
  • Elektrische Fensterheber 
  • Zentralverriegelung
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Obwohl der Hersteller sicher anderer Meinung war: Der Mini Roadster war seinerzeit nichts für junge Käufer – zu hoch sind die Kosten für Anschaffung und Unterhalt.


Vorderansicht - schräg
Das offene, zweisitzige Mini-Derivat unterstreicht die Sportlichkeit des Kleinwagen-Konzepts.
Seitenansicht

Das Konzept, aus einem Grundmodell mit zahlreichen Karosserievarianten eine ganze Marke aufzubauen, stößt bei der zweiten Generation des Mini (2006–2015) an ihre Grenzen. Die Zielgruppe sieht der Hersteller bei jungen, solventen Hedonisten. Eine Marketing-Chimäre, denn die tatsächlichen Kunden sind keineswegs jung und in der Mehrzahl weiblich. Das belegt das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg mit folgenden Zahlen: 2013, im ersten vollen Verkaufsjahr des Mini Roadsters, entscheiden sich 2.587 Kunden für das Fahrzeug. Davon entfallen auf private Zulassungen 1.182 Einheiten. Nur 78 Exemplare kommen in die Hand von Fahrern bis 29 Jahre. Dafür gönnen sich 191 Vertreter der Generation 60plus den offenen Zweisitzer. 753 der neuen privaten Roadster-Halter sind Frauen.

Wie begrenzt das Segment der Roadster an sich ist, zeigt ein Blick auf die Zulassungen der beiden Wettbewerber des Mini Roadster. 2013 kommen 3.601 neue Audi TT auf die Straße und 1.756 Mazda MX-5.

Der erhoffte Erfolg bleibt aus

Dem mindestens 22.600 Euro teuren Mini Roadster ist nur eine kurze Laufbahn beschieden. Mini verkauft ihn neben dem Coupé bis 2015. Während seiner Laufzeit überzeugte der puristische offene Mini in Deutschland keine 10.000 Kunden. Wer bereit ist, für reinen Fahrspaß entsprechende Beträge zu investieren, findet beim Mazda MX-5 mehr Tradition, Stil und Langzeitqualität, bei Audi TT und BMW Z4 dagegen Unverwechselbarkeit und eine Wertigkeit bis in feinste Details, die Premium nicht nur beschwört, sondern lebt.

Fahrspaß bietet der Mini Roadster sicher reichlich. Und das bereits mit den 122 PS der Basismotorisierung. Die 211-PS-Version kann mit echten Sportwagen mithalten. Aber das können auch die Roadster von Audi und BMW mindestens ebenso gut. 

Fazit zum Mini Roadster (R59), 2012–2015

Einst gehörte am Beginn einer engagierten Autofahrer-Karriere ein kleiner englischer Roadster zum Pflichtprogramm. Preiswert, günstig im Unterhalt und unbezahlbar für das Lebensgefühl trotzten die offenen Zweisitzer von den britischen Inseln wenigstens ein paar Jahre allen technischen und komfortabhängigen Unzulänglichkeiten. Diesen Geist will Mini mit seinem Roadster beschwören. Doch die Botschaft verfehlt die Traditionalisten und die Preispolitik die Zielgruppe. Somit blieb der Mini Roadster eine Antwort auf eine Frage, die die Autokundschaft nicht gestellt hatte. Als Gebrauchter darf er freilich doch noch in den Fokus junger Wilder rücken. Ab 11.000 Euro beginnen gute Gebrauchte. Oder bei jenen, die sich einen nunmehr günstigen Fahrspaß unter freiem Himmel gönnen wollen, der nicht an jeder Ecke zu finden ist. Mehr als 150 gebrauchte Mini-Roadster finden sich bundesweit nicht einmal bei mobile.de.

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