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Mercedes SLC / SLK

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Oberhalb des neuen Einstiegsbenziners im SLC 180 (156 PS/250 Nm) hält Mercedes den Zweiliter-Turbobenziner im SLC 200 und SLC 300 in den Leistungsstufen 184 PS/300 Nm und 245 PS/370 Nm bereit. Einziger Diesel ist nach wie vor der SLC 250d, der aus 2,1 Liter Hubraum 204 PS und 500 Nm schöpft. Den Part des SLK 55 AMG übernimmt seit der Modellpflege der SLC 43 AMG, angefeuert vom bekannten Dreiliter-Biturbo-V6 mit 367 PS und 520 Nm Drehmoment. Die beiden Basisbenziner sind ab Werk mit einer manuellen 6-Gang-Schaltung verblockt; optional gibt es für sie die in den anderen Versionen serienmäßige 9-Gang-Automatik. Zur erweiterten Sicherheitsausstattung gehören unter anderem aktiver Bremsassistent, Totwinkel-Assistent, Spurhalte-System, Fernlicht-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung, ein Parkassistent und eine Rückfahrkamera. In Verbindung mit den LED-Scheinwerfern gibt es zahlreiche Zusatzfunktionen.

  • vier Vierzylinder-Benziner und ein Sechszylinder-AMG mit 156 bis 367 PS
  • einzige Dieselversion 250d mit 204 PS und 500 Nm Drehmoment
  • 9-Stufen-Automatik bei SLK 180 und 200 optional; sonst Serie
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Test

Test

Der SLC zeichnet sich durch einen (für zwei Erwachsene) geräumigen Innenraum aus. Trotz der Renaissance der Stoffverdecke hält er auch in dritter Generation am immer weiter verfeinerten Vario-Dach-Konzept fest. Auch der Kofferraum erweist sich als durchaus reisetauglich, zumindest, wenn das Hardtop im Coupé-Modus steht. Die hohe Verwindungssteifigkeit der Karosserie und die agile Fahrwerksabstimmung sichern viel Fahrspaß. Der Offenfahr-Komfort ist dank eines sehr wirksamen Windschotts und dem Nackenwärmer Airscarf nahezu konkurrenzlos. Auch Federungskomfort und Bremswirkung lassen keine Wünsche offen. Auf der Negativ-Seite bleibt da nicht viel – maximal der im Vergleich zu einem gleichstarken Audi TT rund 5000 Euro höhere Preis – wobei der Wagen mit den vier Sternen nur eine Stoffkapuze aufbieten kann. Dass es den SLC nicht mit Allradantrieb gibt, dürften Open Air-Fans des Bremer Sternenwagens locker verschmerzen.

  • qualitativ hochwertiger Zweisitzer mit reisetauglichem Stauraum
  • hoher Zu- und Offenfahrtkomfort dank ausgefeiltem Vario-Dach-Konzept
  • umfangreiche Sicherheitsausstattung und agiles Fahrwerk
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Preise

Preise

Dank des neuen SLC 180 sinkt der Einstiegspreis für einen SLC um stolze 4730 Euro auf nur noch 34.927 Euro. Mit knapp unter 60.000 Euro kostet der 43 AMG rund 14.000 Euro weniger als der alte 55 AMG. Dazwischen angesiedelt sind SLC 200 und 300 mit Preisen ab 39.800 beziehungsweise 46.380 Euro sowie der 250d für 43.524 Euro. Wichtigste Extras sind die AMG Line, das Fahrdynamik-Paket mit Direktlenkung und Sportfahrwerk, Spurhalte- und Spurwechselassistent sowie das für SLK 180/200 lieferbare Automatikgetriebe. Serienmäßig sind generell eine Klimaanlage, Lichtsensor, Müdigkeitswarner und Start-Stopp-System. Nur der SLK 300 steht ab Werk auf 17-Zoll-Felgen, der AMG kommt in den Genuss von 18 Zoll-Rädern. SLK 250 d und 300 wird ab Werk ein adaptives Fahrwerk spendiert.

  • günstiger Einstiegspreis dank des neuen Basismodells SLC 180
  • auch AMG Version nun deutlich erschwinglicher; nur ein Dieselmodell
  • Aufpreis für 9-stufiges Automatikgetriebe im SLC 180/200 beträgt 2500 Euro
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Die Geschichte des SLK (für: Sportlich, leicht, kurz) hat ihren Ursprung in der 1994 auf dem Turiner Salon gezeigten Studie SLK II. Sie nahm schon viele Stilelemente der zwei Jahre später an gleicher Stelle enthüllten Serienversion (R170) vorweg. Der knapp vier Meter lange Roadster nutzte die Bodengruppe der C-Klasse W202, allerdings mit einem um 29 Zentimeter verkürzten Radstand. Hauptneuheit war jedoch das von Karmann entwickelte und angelieferte Retractable Hardtop – das elektrisch und auf Knopfdruck binnen 25 Sekunden komplett im Kofferraum verstaubare Faltklappdach aus Stahl. War es dort zusammengefaltet, schrumpfte das Stauvolumen von 348 auf 145 Liter.


Der SLK war bei seinem Erscheinen für Mercedes ein echter Imagebooster.

Ein Bremer Junge, mit Vario-Dach von Karmann: der erste SLK von 1996

In den ersten vier Jahren bot Daimler den Roadster lediglich als SLK 200 (136 PS) und SLK 230 Kompressor (193 PS) an. Zwischen 2000 und 2004 stand dann eine überarbeitete R-170-Version bei den Händlern. Von außen auszumachen an neuen Schwellern und Schürzen sowie den in die Spiegelgehäuse integrierten Blinker. Innen gab es wertigere Materialien; dazu waren ein ESP und eine Sechsgangschaltung Serie. Die Rolle des neuen Basismodells übernahm der SLK 200 Kompressor (163 PS); der SLK 230 Kompressor erstarkte auf 197 PS. Neu eingeführt wurden der SLK 320 V6 (Dreiventiler mit Doppelzündung und 218 PS) sowie der SLK 32 AMG mit 354 PS auf der Kurbelwelle.

Insgesamt baute Daimler im Werk Bremen 311.222 Einheiten des ersten SLK. Damit überholte Daimler den damals in den Verkaufsstatistiken regelmäßig führenden Mazda MX-5. Anfangs waren noch Lieferfristen bis zu zwei Jahren und hohe Preisaufschläge für Neuwagen die Regel. Bis Ende 2007 wurde bei Karmann noch auf der SLK-Plattform der Chrysler Crossfire als zweisitziges Coupé und Cabriolet mit Stoffdach gebaut.

Zweite Generation: Nasenbär mit verfeinertem Dachkonzept und optionaler Kopfheizung Die zweite SLK-Generation ging am 27. März 2004 in den Handel. Auffälligstes Merkmal des „R171“ war die Front mit weit nach vorn gewölbtem, den Mercedes-Stern integrierenden Mittelteil der Haube. Sie erinnerte an den Mercedes SLR McLaren und die damaligen Formel 1 von McLaren-Mercedes und verhalf dem Modell zum Kosenamen „Nasenbär“.

Der Radstand des zweiten SLK wuchs nur leicht von 2400 auf 2430 Millimeter, die Länge nahm um 72, die Breite um 65 Millimeter zu. Das nun in nur noch 22 Sekunden versenkbare elektro-hydraulische Verdeck (Vario-Dach) wurde so modifiziert, dass die Krümmung der Heckscheibe im zusammengeklappten Zustand nach oben zeigte und so den Kofferraum um 63 Liter vergrößerte. Eine echte Innovation war der Airscarf – eine optionale Kopfheizung, die über Kanäle in den Kopfstützen und im Sitz warme Luft zur Nackenpartie schickte.

Zum Start gab es drei Motoren: SLK 200 Kompressor mit 163 PS, SLK 350 (V6-Sauger der neuen Motorengeneration M272) mit 272 PS und SLK 55 AMG (V8-Sauger mit 360 PS). Mit einem Jahr Verzögerung wurde dieses Trio um den SLK 280, einem Einstiegs-M272, mit 3,0 statt 3,5 Liter Hubraum und 231 PS ergänzt.

Mit dem SLK55 AMG Black Series mit festem Dach aus CFK und 400 PS startete Mercedes ab Juli 2006 einen direkten Angriff auf das Z4 M Coupé von BMW. Dieselmotoren fanden abgesehen von der Studie SLK 320 Triturbo dagegen auch weiterhin keinen Einlass.

Im April 2008 stand das obligatorische Facelift zur Mitte des Lebenszyklus an. Eine neue Frontschürze, größere Auspuffrohre sowie eine Diffusor-Optik und dunklere Leuchteinheiten am Heck sorgten für eine aufgefrischte Optik. Der SLK 200 Kompressor erstarkte von 163 auf 184 PS, der SLK 350 von 272 auf 305 PS – beides verbunden mit niedrigeren Verbräuchen. Und ab März 2009 stand für die letzten zwei Jahre der SLK 280 als SLK 300 in der Preisliste.

Am 26. März 2011 erfolgte die Ablösung durch die dritte Generation – nach insgesamt 242.184 gebauten Exemplaren.

Dritte Generation mit neuem Namen, aber prinzipiell gleichem Konzept

Die dritte Generation des Mercedes Roadsters rollte am 26. März 2011 zu den deutschen Händlern. Als R172 war sie technisch eng verwandt mit der C-Klasse W204 von 2007. Der erstmals ab Werk mit einer Klimaanlage ausgerüstete Sportwagen hatte seine Stubsnase abgelegt und sie gegen einen rechteckigen Kühlergrill mit Chrom-Mittelstrebe, zentralem Stern und einem unteren Lufteinlass mit LED-Tagfahrlichtbalken eingetauscht. Die Design-DNA war angelehnt an den Supersportwagen SLS AMG und den CLS der Baureihe W218.

Im Gegensatz zu den Vorgängern waren die Außenrückspiegel samt integrierten Seitenblinkern nun an den Türen montiert. Die Proportionen mit ansteigender Seitenlinie und knackig-kurzem Heck wurden beibehalten, ebenso wie der weiterhin bei 2.430 mm liegende Radstand. Das Kofferraumvolumen variierte zwischen 225 und 335 Liter.

Die Markteinführung sah zunächst weiter ausschließlich Ottomotoren vor: SLK 200 und SLK 250 mit 184 und 204 PS sowie SLK 350 als anfängliches Topmodell mit 306 PS aus 3,5 Litern. Eine AMG 55 Version stand auf der IAA 2011, sie holte aus acht Zylindern stolze 422 PS.

Ebenfalls in Frankfurt gezeigt: Der erste jemals in einem SLK erhältliche Diesel. Der 204 PS starke 2,1-Liter-Vierzylinder für den SLK 250 CDI kam Anfang 2012 in den Handel und blieb bis heute unverändert im Programm.

Im Mai 2015 erhöhte sich der Hubraum des SLK 200 von 1796 auf 1991 cm3, was bei identischer Leistung einen Drehmoment-Zuwachs um 30 auf 300 Nm bewirkte. Zugleich ersetzte der SLK 300 den SLK 250, mit nun 245 PS (+41 PS) und 370 Nm (+60 Nm) Drehmoment. Die 9-Gang-Automatik 9G-Tronic Serie wurde Serienbestandteil im SLK Diesel und SLK 300; alle Motoren erfüllten nun die Euro-6-Norm.

2016: Der SLK wird zum SLC

Mit der Modellpflege 2016 taufte Mercedes den SLK dann in SLC um – um so die technische Verwandtschaft zur C-Klasse (W204) zu betonen. Als neues Basistriebwerk tritt nun ein 1,6 Liter Turbobenziner mit 156 PS und einem Verbrauch von 5,6 Litern/100 km (CO2: 127 g/km) an. Zugleich schöpft die AMG 43-Version nur noch aus sechs statt acht Zylindern.

Auffälligste Designänderungen sind der neue Stoßfänger und der serienmäßige Diamant-Grill. Die Haube wurde etwas stärker zugepfeilt, der Grill steht etwas steiler und die neu geformten Scheinwerfer mit integrierten LED-Tagfahrleuchten sind auf Wunsch mit LED-Technik zu ordern. Das Heck vermittelt mit in die Schürze integriertem Diffusor und integrierten Endrohrblenden etwas Rennsportfeeling; Die neuen Rückleuchten laufen etwas schmaler und arbeiten mit LED-Technik. Beim Dach haben Kunden die Wahl zwischen einer in Wagenfarbe lackierten Ausführung, einem gläsernen Panorama-Variodach oder einem Variodach mit Magic Sky Control, das sich binnen Sekunden von dunkel zu transparent oder umgekehrt verfärbt – ein zusätzlicher Aha-Effekt. Das Klappdach öffnet und schließt sich nun bei bis zu Tempo 40. Vorausgesetzt, man startet das Sesam-Öffne-Dich-Prozedere im Stand.