Design und Karosserie
Der 2015 eingeführte Mazda CX-3 (DK) trat als eigenständiges Crossover-SUV ohne direkten Vorgänger an und nutzt die technische Basis des Kleinwagens Mazda2. Mit 4.275 mm Länge, 1.765 mm Breite und 1.535 mm Höhe bleibt der CX-3 kompakt und wirkt mit großem Kühlergrill und schmalen Scheinwerfern sportlich. Die Bodenfreiheit von rund 160 mm sorgt für eine erhöhte Sitzposition und erleichtert das Einsteigen, ohne den Charakter eines klassischen Geländewagens anzunehmen. Fünf Türen und ein überschaubarer Wendekreis halten das SUV in engen Innenstädten gut handhabbar.
Innenraum und Platzangebot
Das Cockpit wirkt klar gestaltet. Der zentrale Bildschirm sitzt weit oben und ein Dreh-Drück-Steller steuert die Funktionen, was die Bedienung während der Fahrt erleichtert. Vorne bietet der CX-3 ausreichend Kopf- und Beinfreiheit, die straff gepolsterten Sitze unterstreichen die leicht sportliche Ausrichtung. In der zweiten Reihe fällt der Platz deutlich knapper aus, besonders Kniefreiheit und Einstieg bleiben für große Mitfahrer begrenzt. Der Kofferraum fasst 350 Liter, bei umgelegten Rücksitzlehnen wächst der Laderaum auf bis zu 1.260 Liter mit nahezu ebener Fläche. Das reicht für Urlaubsgepäck oder größere Einkäufe, bleibt aber hinter manchen Konkurrenten zurück.
Motoren und Fahrverhalten
Die Motorenpalette umfasst Skyactiv-Benziner mit 2,0 Liter Hubraum und Leistungen zwischen 88 und 110 kW sowie Diesel mit 1,5 bis 1,8 Liter Hubraum. Kennzeichen sind die hohe Verdichtung, der Verzicht auf Turboaufladung beim Benziner und eine drehfreudige Auslegung. Der Benziner mit 88 kW (120 PS) beschleunigt den CX-3 in rund 9 Sekunden auf 100 km/h, läuft kultiviert und fordert für zügiges Tempo häufig Gangwechsel. Das präzise 6-Gang-Schaltgetriebe unterstützt den Charakter, die optionale Automatik schaltet weich, reagiert aber weniger spontan. In der Praxis liegen die Benziner beim Verbrauch meist zwischen 6 und 7 l/100 km, die Diesel arbeiten spürbar sparsamer. Der optionale Allradantrieb verbessert bei Nässe und im Winter die Traktion, lässt den klar straßenorientierten Charakter aber unverändert. Das straff abgestimmte Fahrwerk hält den CX-3 in Kurven stabil, wirkt auf kurzen Unebenheiten jedoch manchmal unruhig.
Sicherheit und Alltagstauglichkeit
Die Sicherheitsausstattung fällt für ein kompaktes SUV umfangreich aus. Front-, Seiten- und Kopfairbags, Stabilitätsprogramme und Assistenzsysteme wie City-Notbremsfunktion und Spurhalteassistent gehören je nach Ausstattung dazu. Optional ergänzen Totwinkelüberwachung und adaptive Geschwindigkeitsregelung das Paket. LED-Scheinwerfer leuchten die Fahrbahn hell aus, Rückfahrkamera und Parksensoren erleichtern das Rangieren in der Stadt. Im europäischen Crashtest erreichte der Mazda CX-3 (DK) die Höchstwertung, Isofix-Halterungen und die stabile Fahrgastzelle erhöhen die Sicherheit von Kindern und Erwachsenen. Mehrere technische Rückrufe betrafen Bauteile wie Kraftstoffpumpe, Elektronik und Heckklappendämpfer, Vertragswerkstätten behoben diese Punkte im Rahmen von Aktionen, sodass regelmäßig gewartete Fahrzeuge als zuverlässig gelten.
Fazit
Der Mazda CX-3 (DK) eignet sich vor allem für Käufer, die ein kompaktes SUV mit auffälligem Design, agilem Fahrverhalten und guter Sicherheitsausstattung bevorzugen. Im Alltag punktet das Modell mit angenehmem Platzangebot in der ersten Reihe, praktischen Abmessungen für die Stadt, solider Anhängelast und wertigem Eindruck. Das enge Raumgefühl im Fond, der straffe Federungskomfort und ein für die Fahrzeugklasse eher unauffälliger Verbrauch bleiben die wichtigsten Einschränkungen. Insgesamt bietet der CX-3 ein stimmiges Gesamtpaket, solange kompaktes Format und begrenzter Fondplatz bewusst einkalkuliert werden.